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Glück ist ein subjektiver Begriff. Jeder definiert ihn anders, versteht etwas anderes darunter als der nächste und erstrebt somit seine eigene Form des Glücks. Doch was genau ist Glück eigentlich? Für mich ist Glück das Zufrieden sein mit mir selbst, mit meinem Alltag, mit all seinen und meinen Hochs und Tiefs, und dem um mich herum. Herumalbern ohne mich um die Urteile Fremder zu kümmern. Leben (und genießen), wie ich es möchte und dabei nach vorne schauen.

Sich beschweren und jammern über Dinge, die man ändern kann, könnte, will oder auch nicht (mehr), lässt sich immer leicht. Doch tritt man mal einen Schritt zurück muss man sich auch eingestehen, dass es in fast jedem Moment kleine Funken des Glücks gibt, an denen wir uns erfreuen können. Und sei es nur, weil wir mal wieder dazu gelernt haben. Es ist die Sache mit dem Rasen, der auf der anderen Seite des Zauns immer grüner zu sein scheint, da man ihn selbst nicht pflegen muss. Vielleicht ist das zu genügsam, zu bescheiden,… Doch mir reicht diese Form von Glück völlig aus, lässt sie mich nämlich nicht einem utopischen Ideal hinterher eifern, welches wirklich zu erreichen eine Welt ergeben würde, die „zu perfekt“ und für mich somit schon zu langweilig wäre.

Heute bedeutet mir Glück eine Pfanne voll simpler Kartoffelschnitze, gedämpft in mit Kreuzkümmel und Kurkuma aromatisiertem Öl und vollendet mit etwas Chili und Koriandergrün. Für den kleinen Hunger oder eine Beilage reicht da eine faustgroße Kartoffel pro Person aus; ansonsten benötigt man nur Gewürze, frische Kräuter und ein wenig hoch erhitzbares Öl. Schon beim Aromatisieren des Öls breitet sich eine wärmende, duftende Hochstimmung in der Küche aus, die letztlich in einem inneren Jubel endet, wenn man die wunderschön-Kurkuma-vergoldeten, fertigen Kartoffeln schließlich mit leuchtendem Grün und Rot verwöhnt, um ihnen noch den letzten Kick zu verleihen. Perfektes Glück in essbarer Form. Was will man mehr an einem grauen Sonntag im November?!

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Kartoffeln mit Kreuzkümmel

(nach einem Rezept aus „Indien“ von Pushpesh Pant)

Für 2 Personen mit kleinem Hunger

  • 2 faustgroße Kartoffeln (ca. 250 g)
  • 1-2 EL Erdnussöl
  • 1 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1/4 TL Kurkuma(-Pulver)
  • 2-3 gute Prisen Salz
  • 1 EL Wasser
  • einige Zweige frisches Koriandergrün
  • grobe Chilischote(n) – Menge je nach der eigenen „Abhärtung“

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen bzw. gut waschen um die Schale von Erdresten zu befreien. Einmal längs halbieren, dann in 2-3 mm dicke Scheiben schneiden.

Währenddessen das Öl in eine guss- oder schmiedeeiserne Pfanne geben und erhitzen, bis es fast raucht. Die Temperatur auf mittlere Hitzezufuhr herunter schalten und den Kreuzkümmel in die Pfanne geben. Rühren und braten, bis sich das Aroma schön in der Küche verteilt und nach ca. 30 Sekunden Kurkuma, Salz und Kartoffelschnitze hinzu geben. Die Temperatur auf niedrige Hitzezufuhr herunter schalten. Wieder kurz rühren, das Wasser über die Kartoffeln verteilen und einen Deckel auflegen. Für 20 Minuten abgedeckt dämpfen, dabei ab und an umrühren und bei Bedarf noch ein wenig Wasser zugeben.

Das Koriandergrün grob hacken und zusammen mit dem gehackten Chili über die Kartoffeln geben.

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