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Wo wären wir Food-Blogger nur ohne Gleichgesinnte? Nicht auszudenken! Erst das Foodblogger-Camp hat es wieder gezeigt, wie schön es gemeinsam sein kann. Auch nach diesem herrlichen Wochenende in Reutlingen herrscht noch ein steter Austausch zwischen den Teilnehmern und so fragte ich eines schönen Abends The Queen of Einwecken (die liebe Britta) auf Twitter ob sie für mich ein tolles Rezept zum Einlegen von süßsaurem Wurzelgemüse hätte.

Britta allerdings war selbst zur gleichen Zeit auf der Suche nach einem Rezept für eingeweckte Möhren und auch Frau Küchenlatein und Julia gesellten sich rasch hinzu. Rezeptvorschläge gingen hin und her, Tipps und Videos wurden ausgetauscht und nachdem Britta und ich uns bei der Qual der Wahl beide nicht entscheiden konnten, beschlossen wir letztlich verschiedene Rezepte auszuprobieren und uns gegenseitig ein Gläschen vom Ergebnis zuzuschicken. So entstand kurzentschlossen ein spontanes Synchron-Einwecken in kleiner Blogger-Runde in Deutschland. Während ich noch rasch losfuhr um die Zutaten zu besorgen, schnippelten Britta und Frau Küchenlatein am anderen Ende von Deutschland bereits die Möhren klein.

Meine Version des süß-sauer eingelegten Wurzelgemüses habe ich einem schwedischen Traditionsrezept aus Magnus Nilssons „Faviken“ vom Edel-Verlag entnommen. Die Essiglake erinnert im Geschmack sehr an die Essig-Mischung für den Sushi-Reis und trotz angenehm-intensiver Säure überdeckt sie nicht das feine Aroma des Eingeweckten. Eine herrliche Art den Winter zu konservieren und in den Frühling zu starten!

Frau Küchenlatein und Britta haben beide frei nach diesem Rezept eingeweckt.

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Frau Zuckerwattes süß-sauer eingelegtes Wurzelgemüse

Zutaten

  • Gemüse nach Wahl (ich: Pastinaken, Möhren & Rote Beete)
  • Essigessenz
  • Zucker
  • Salz
  • Wasser

Zubereitung

Das Gemüse putzen und in Scheiben schneiden. Es nun wiegen und das gleiche Gewicht an Lake anrühren: 1 Teil Essigessenz, 2 Teile Zucker, 3 Teile Wasser. Bei meinen 800 g Wurzelgemüse waren das nach dieser Rechnung folglich 133 g Essigessenz, 266 g Zucker und 400 g Wasser.

4 Prozent des Gesamtgewichts des Gemüses an Salz mit den Händen vorsichtig unter das Gemüse mischen und in ein Sieb geben. Für eine Stunde ziehen und das Salz seine Arbeit tun lassen. Es entzieht dem Gemüse das Wasser und verändert den osmotischen Druck, so dass das Gemüse später die Salzlake aufsaugen kann, wie ein Schwamm.

Nach der Stunde das Gemüse nochmal schütteln und gut abtropfen lassen. Einen großen Topf mit Wasser füllen und dieses aufkochen. Die Gläschen vorsichtig in das kochende Wasser geben, ebenso die Deckel und Gummiringe. Für 10 Minuten im kochenden Wasser sterilisieren lassen.

Mit einer Zange die Gläser heraus holen, kurz abtropfen lassen und mit Gemüse füllen. Bis knapp unter den Rand mit der Essiglake bedecken. Ich habe die gefüllten Gläschen dann noch einmal in einem Topf mit Wasser für eine Stunde bei sanfter Hitze köcheln lassen, dabei allerdings darauf geachtet, dass das Wasser im Topf nur halb so hoch steht, wie die Gläschen. Anschließend die Gläser-Ränder mit Gummiringen versehen und mit dem Deckel und den Weck-Spangen verschließen.

Statt Wurzelgemüse kann man auch jede andere Gemüsesorte mit dieser Lake einlegen. Laut Magnus Nilsson muss das Wurzelgemüse mit seiner festen Konsistenz ein paar Tage in den Gläschen ziehen können, bevor man diese aufmacht um das Gemüse daraus vorzuholen. Dafür kann es in den Gläsern ein Jahr überdauern, wenn man es richtig lagert. Weicheres Gemüse hingegen (zum Beispiel Gurke) ist zwar bereits am gleichen Tag verzehrbar, sollte allerdings auch relativ rasch aufgebraucht werden.

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