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Alle behaupten immer Bambi sei der traurigste aller Disney-Filme. Wenn Bambi erfährt, dass seine Mutter dem Jäger zu Opfer gefallen ist, gibt es auch kaum einen, der kein Tränchen verdrückt. 

Viel trauriger und herzerweichender finde ich allerdings Dumbo. Nun gehöre ich eigentlich nicht zu den Menschen, die bei traurigen Filmen nah am Wasser gebaut sind. Aber jedes Mal, wenn Dumbos Mutter weggesperrt wird und dieser winzige, drollige Baby-Elefant mit den viel zu großen Schlacker-Ohren einsam und weinend neben dem Waschzuber trauert verbrauche ich innerhalb von einer Minute gefühlte Tonnen an Taschentüchern.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die Disney-Zeichner es schaffen Emotionen zu vermitteln und die liebevollen Szenen zwischen Dumbo und seiner stolzen, liebenden Elefanten-Mama gehören zu jenen, die jedes Mal auf’s Neue verzaubern. Disney-Charme von seiner schönsten und zugleich auch traurigsten Seite.

Fast ein jeder kann sich dabei in die Lage des kleinen Elefanten versetzen: gehänselt für etwas, das er gar nicht kann findet er schließlich einen treuen Freund in einer kleinen Maus, die den verschreckten Elefanten zunächst nur mit Erdnüssen aus seinem Versteck zu locken vermag, bis es endlich heißt: Ende gut, alles gut.

Erst neulich musste ich wieder an Dumbo denken. Und zwar als das bezaubernde Fräulein Moonstruck diese Erdnusssauce zu Nudeln auf ihrem Blog vorstellte. Sofort war ich Feuer und Flamme, probierte das umgehend aus… und war begeistert!

Gerade zu Nudeln passt diese cremige Sauce einwandfrei und mit der herrlichen Kombination aus Kokosnuss und Erdnuss lässt sie einen die derzeit noch sehr winterlichen Sonnenstrahlen gleich viel intensiver und wärmer empfinden. Ich wette, selbst den weinenden Dumbo würde dieses Gericht trösten und ein Gefühl von Hoffnung geben.

Ich habe das Rezept von Ramona abgeändert und meine eigene Sauce daraus kreiert. So habe ich keine Kokosmilch verwendet, dafür aber endlich mal dieses köstliche Kokosnussmus von Tropicai ausprobiert. Da ich zudem eine unbändige Lust auf Garnelen hatte, kam kurz-entschlossen eine kleine Hand voll unter die Nudeln. Am Schluss etwas Furikake obendrauf, damit man auch was zum Knuspern hat… perfekt!

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Bunte Nudeln mit Garnelen und Erdnuss-Kokos-Sauce

Zutaten für 2 Portionen

  • 2 Bündel bzw. Portionen verschiedenfarbige, dünne, asiatische Nudeln (bei mir: ca. 100 g Grüner Tee Nudeln und 100 g schwarzer Reis Nudeln)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 TL Kokosöl
  • 1,5 EL Erdnussmus (nehmt „echtes Erdnussmus“ aus dem Biomarkt, ohne Zusätze und Co.)
  • 1,5 EL Kokosnussmus bzw. Kokosbutter
  • wer mag eine kleine Hand voll Garnelen oder Shrimps
  • 1 EL Sojasauce
  • Limettensaft
  • ein wenig getrocknete oder frische Chilischote
  • wer mag etwas Furikake (ich habe mein derzeit liebstes Erdnuss-Wasabi-Furikake genommen)

Zubereitung

Die Nudeln in kochendes (ungesalzenes) Wasser geben und nach Packungsanweisung garen. Durch ein Sieb gießen und mit kaltem Wasser die überschüssige Stärke gründlich abwaschen. Bei Seite stellen. (Ja, das hier wäre bei italienischen Nudeln eine kleine Todsünde. Bei asiatischen Nudeln gehört sich das hingegen so.)

Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. Einen Wok oder eine Pfanne erhitzen, das Kokosöl darin zum Schmelzen bringen und Garnelen, Frühlingszwiebeln und Knoblauch hinzu geben und braten, bis die Garnelen gar sind und das Gemüse glasig ist.

Erdnussmus und Kokosmus dazu geben und gut rühren. Sobald sich alles zu einer cremigen Sauce vermischt hat mit Limettensaft, Sojasauce und Chili abschmecken, am Schluss die Nudeln hinzu geben. Gut schwenken, bis die Nudeln aufgewärmt sind und sich gut mit der Sauce vermischt haben.

Alles auf Schüsseln verteilen, wer mag streut noch etwas Furikake drüber, und rasch servieren. Om-nom!

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