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Es gibt Filme, die sind mehr als nur das. Die sind wie ein reales Erlebnis, eine Erinnerung, und sie berühren einen. Manche hebeln einen regelrecht aus und manche hinterlassen einfach nur ein Gefühl von Glück und ein zufriedenes Schmunzeln im Gesicht. Und es gibt Filme, die schaffen beides. So ein Film ist für mich „Vielleicht lieber morgen“ (Originaltitel: The Perks of Being a Wallflower). Ein Film, den ich wahrscheinlich nie im Leben einfach so gekauft hätte. Wäre da nicht Emma Watson, der ich auf twitter folge und die lange Werbung für diesen wunderbaren Film machte, in welchem sie auch eine der 3 Hauptrollen spielt. Irgendwann dachte ich mir: „Ach komm, das hört sich so gut an, schau ich ihn mir mal an!“ Und ich war gar nicht darauf vorbereitet. Ich musste weinen, lachen, schmunzeln, hatte am Schluss eine Gänsehaut und brauchte erst einmal dringend ein Taschentuch.

Der Film handelt von Charlie, einem Jugendlichen der zu Beginn des Filmes seinen ersten Tag an der neuen Schule hat. Man merkt schnell, dass Charlie ein sehr einsamer, sensibler und in sich gekehrter Junge ist, der die Welt mit anderen Augen sieht. Eines Tages lernt er das Geschwisterpaar Sam (kurz für Samantha) und Patrick kennen, die ihn in ihren Freundeskreis aufnehmen, mit ihrer Lebensfreude anstecken und durch die er sich zum ersten Mal außerhalb seiner Familie verstanden, akzeptiert und anerkannt fühlt.

Vielleicht lieber morgen schafft es auf wunderbare Weise an eigene Erlebnisse und Gefühle zu rühren. Man erinnert sich an die Einsamkeit, die man manchmal verspürt, an Freunde, die sich vielleicht nicht als solche entpuppt haben, an Freunde, bei denen man glücklich ist, sie kennen zu dürfen, an Fehler von denen man meint sie begangen zu haben, an Momente an denen man das unendliche Gefühl hat jung und lebendig zu sein und das ganze Leben noch vor sich zu haben… und an die bis heute währende Frage: wer bin ich und was möchte ich sein. Somit fühl man von der ersten Sekunde an mit Charlie mit und schließt ihn als Hauptcharakter umgehend ins Herz. Mich hat dieser Film unglaublich berührt und bis heute gehört er zu jenen Filmen, die mich trotz ihrer Melancholie und ihrer ernsten Thematik immer auf’s Neue aufmuntern. Nach dem Film verspüre ich stets ein unbeschreibliches Gefühl von Glück und eine Art vertraute Gemeinsamkeit mit Charlie.

Und da es auf diesem Blog mal wieder dringend Zeit für ein Film-Food-Rezept ist und der Film herrlich zu einem herbstlich-verregneten Abend auf der Couch passt gibt es heute den Milkshake, den Sam für Charlie macht während dieser ihr ein wenig sein Herz ausschüttet. Ein wunderbar-leckerer Drink, der super schnell und einfach zubereitet ist.

In diesem Sinne: mixt Euch diesen köstlichen Milkshake, legt Euch die DVD oder zumindest den herrlich zusammengestellten Soundtrack dazu ein und habt einen wunderbaren Abend. Alles wird gut!
Eure Ylva

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Vielleicht lieber morgen Milkshake

Zutaten für ca. 2 Gläser

  • 4 Kugeln Vanilleeis
  • 350 ml Milch
  • wer mag 1 TL Vanillezucker

Zubereitung

Das Vanilleeis mit der Milch vermischen und kurz im Standmixer oder mit dem Pürierstab durchmixen. Wer es etwas „vanilliger“ haben mag, kann noch ein wenig Vanillezucker untermischen.

Wer Lust hat, toppt das Ganze mit einer kleinen Haube aus geschlagener Sahne und/oder ein paar Kakaosplittern.

Und wer Vanille gerade nicht so mag… der kann natürlich auch Schokoladeneis oder eine andere Eissorte nach Wahl nehmen.

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