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Herzlich Willkommen zum allerersten Gastbeitrag auf diesem Blog! Wie im letzten Beitrag angekündigt, gönne ich mir in den nächsten Wochen eine kleine kreative Pause und habe mir dafür eine bezaubernde Unterstützung mit an Bord geholt, die Euch die Zeit bis Mitte Oktober versüßen wird. 

Den Beginn macht Julia vom wunderbaren Blog Chestnut & Sage. Julia gehört zu meinen absoluten Lieblingsmenschen und auch ihren Blog muss man einfach lieben. Ein Klick auf ihre Seite und ich fühle mich jedes Mal wie gebannt von ihren herrlichen Ideen, die sie mit wunderschönen Bildern und herrlichen Texten mit uns teilt. Somit freue ich mich ganz besonders sie heute als meine erste Gastbloggerin begrüßen zu dürfen. Und so viel ist sicher: Sie hat sich wieder etwas wirklich Köstliches für uns ausgedacht. Aber lest selbst, lehnt Euch zurück und lasst Euch von Julia und ihrem herrlichen Rezept verzaubern:

Zu Gast bei Ylva und im Land der tausend Aromen: Rotes Masala-Dal

RotesDal

Heute freue ich mich besonders, einen Gastbeitrag für die liebe Ylva zu schreiben. Was für eine Ehre, denn ich mag sie und ihren Blog besonders gerne! Lange musste ich ehrlich gesagt nicht überlegen, was ich für sie koche, denn wenn man ihren Blog verfolgt weiß man ja um ihre Leidenschaft für die asiatische Küche, vor allem die Japanische. Und da ich eine ähnliche Schwäche für die indische Küche habe (und unglaublicherweise noch nie ein indisches Rezept vorgestellt habe) bereite ich heute nur für Ylva ein aromatisches rotes Masala Dal zu und hoffe, dass es Dir, liebe Ylva und Euch lieben Zuckerwatte-Lesern gefällt!

Ich liebe indisches Essen, das so abwechslungsreich ist wie das Land, das so wunderschön und gleichzeitig so grausam sein kann. 2010 hatte ich das Glück das erste Mal nach Indien zu reisen, zuerst 2 Wochen nach Bangalore im Süden Indiens und dann noch eine Woche nach Goa. Gleichzeitig reiste Herr S. nach Delhi und wenn wir abends telefonierten schien es immer, als ob wir auf unterschiedlichen Planeten leben würden! Bangalore zählt mit Hyderabad zu den IT-Hochburgen des Landes, weshalb ich auch dort war. Eine reiche Stadt, voller Expatriats die in den Hochhäusern mit scheinenden Fassaden für internationale Unternehmen arbeiten. Die Armut bleibt unter den sauber-gewienerten Marmorfußböden angenehm klimatisierter Flure verborgen, die mit Autogas betriebenen Rikschas brausen an jedem noch so entfernt an Slums erinnernden Gebiet vorbei. Ganz anders das Leben in Delhi, in dessen Gebiet im Norden des Landes zusammen mit Neu-Dehli unvorstellbare 16 Millionen Menschen leben. In Verkehrschaos und Industrieabgasen versunken ist das bittere Elend und die immer wieder ausbrechende Gewalt ihrer Bewohner nicht zu übersehen. Slums in denen die Häuser vorwiegend aus Plastikflaschen bestehen markieren die Landschaft vom Flughafen bis zu den Hotels im reichen inneren der Stadt. Als Herr S. und ich uns am Ende unserer Reisen in Goa trafen, erwachten wir ein weiteres Mal in einem Paralleluniversum, christlich und europäisch von der ehemaligen portugiesischen Kolonialherrschaft geprägt, kaum noch an das restliche hinudistische Indien erinnernd, grün mit einer atemberaubenden Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Menschen. Und ebenso abwechslungsreich ist eben auch die Landesküche: Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten, Einflüsse der benachbarten Länder wie China, Pakistan, Bangladesh oder Nepal und eben der vergangenen Kolonialherren, sowie die geografische Bandbreite vom Himalaya über die Ganges-Ebenen bis hin zum Golf von Bengalen machen es fast unmöglich von „der“ indischen Küche zu sprechen.

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Dal gehört zu den Grundnahrungsmittel in Indien, es kann als Beilage oder Hauptspeise gereicht und mit den unterschiedlichsten Zutaten zubereitet werden. Ich bereite heute ein rotes Dal zu, reichhaltig und wärmend, aber bitte lasst Euch von der Zutatenliste nicht abschrecken, man braucht gar nicht so viel! Und wer nicht alles vorrätig hat, der kann endlich mal richtig schön im Asialaden shoppen gehen, es lohnt sich auf jeden Fall! Für dieses Gericht verwende ich übrigens rote Linsen, da ich die gelben Spaltlinsen (Arhar) leider nicht so gut vertrage. Nehmt einfach die Linsen, die ihr gerne mögt, es gibt da keine Regeln!

Für 2 Personen als Hauptspeise oder 4 Personen als Beilage braucht Ihr:

  • 200 g Linsen, z.B. rote Linsen oder gelbe Spaltlinsen (Arhar)
  • 50 g Koriander
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, grob gehackt
  • 40 g Ingwer, geschält und gehackt
  • 1 grüne Chilischote, gehackt
  • 1 1/2 TL Senfsamen
  • 1/2 TL Bockshornklee
  • 1 schwarze Kardamomkapsel
  • 4 EL neutrales Öl
  • 1 1/2 TL Koriandersamen, fein gemörsert
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 2 Prisen edelsüßes Paprikapulver
  • 10 Curryblätter
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 2 TL Zucker
  • 1 Prise Asant (Asafoetida)
  • 2 EL Butter
  • 1-2 EL Limettensaft

Weicht die Linsen in 350 ml Wasser ein.
Schneidet vom Koriander die Stängel ab. Gebt die Blättchen zur Seite. Hackt die Korianderstängel grob und gebt die Zwiebel-, die Knoblauch-, die Ingwerwürfel und die Chilischote dazu und püriert alles zu einer homogenen Masse.
Erhitzt einen Topf und gebt die Senfsamen, den Bockshornklee und die Kardamomkapsel hinein, bis der Senf und der Bockshornklee in der Pfanne beginnt zu springen. Gebt sofort die Koriander-Zwiebel-Masse und 4 EL Öl dazu. Bratet die Masse für etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze an.
Gebt jetzt den gemahlenen Koriander, das Kurkuma, Paprika und Curryblätter hinzu und bratet die Masse nochmals 5 Minuten an.
Fügt die Linsen mit dem Wasserund die Tomaten, sowie die Prise Asant zu der Masala-Mischung, salzt und pfeffert alles ein wenig und lasst die Linsen dann so lange Stunde köcheln, bis sie weich sind.
Mischt jetzt noch die Butter, den Limettensaft und die grob gehackten Korianderblätter unter die Linsen und schmeckt nochmal alles mit Salz und Pfeffer ab.
Dazu passt schön reichhaltiger Joghurt und zum Beispiel Papadam, knusprig frittierte Fladen aus Linsenmehl.

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