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Was für ein Urlaub! 14 Tage Entspannung pur mit 10 wunderbaren Lieblingsmenschen in einem schnuckeligen Ferienhaus, keine 15 gemütliche Gehminuten von einem Ostseestrand entfernt. Das waren unsere letzten 2 Wochen.

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Wir haben gemeinsam gespielt, gelacht, gekocht, herumgealbert, Spaziergänge am Strand gemacht, Filme geschaut, Musikratespiele ausgetragen und die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genossen.

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Somit komme ich erfrischt aus Dänemark zurück, mit vielen wunderbaren Erinnerungen und einer Unmenge an Fotos, welche die Erinnerung hoffentlich noch lange aufrecht erhalten werden, dem einen oder anderen neuen Rezept, vielen neu entdeckten Lieblingsspielen… und dem seltsamen Gefühl, wie still es nun zu zweit im eigenen Heim ist und im Gegensatz dazu, wie trubelhaft und hektisch das Leben außerhalb der „eigenen“ vier Wände in Deutschland ist.

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Trotz aller Erholung ruft nun die Arbeit, weshalb ich beschlossen habe für die nächsten Wochen eine Blogpause einzulegen. Damit hier allerdings keinesfalls eine komplette Stille einkehrt, habe ich mir eine wunderbare Unterstützung zusammen getrommelt. In den nächsten Wochen könnt Ihr daher auf einige herrliche Gastbeiträge von einigen Bloggerkollegen/-innen gespannt sein, die sich hier auf dem Blog zusammen finden werden. Wer das alles ist? Das ist noch ein kleines Geheimnis, doch so viel sei gesagt: Ende dieser Woche geht es los mit dem ersten Gast-Rezept. Ich bin jedenfalls schon riesig gespannt und hoffe, dass auch Ihr Euren Spaß daran haben werdet. Über Kommentare, Anregungen und Fragen freue ich mich selbstverständlich weiterhin riesig und werde mein bestes geben möglichst rasch zu antworten. 

Bevor ich mich nun allerdings in die Blogpause verabschiede, gibt es auch von mir noch ein kleines Rezept für Euch. Im Urlaub habe ich nämlich gebacken. Und das nicht zu knapp. Neben dem einen oder anderen Geburtstagskuchen gab es herrliches Sauerteigbrot in verschiedenen Variationen, sowie ein ganz spezielles und köstliches Frühstücksgebäck, das schon am ein oder anderen Morgen dafür sorgte, dass der Cholesterin-Bedarf des ganzen Tages und des Tages darauf (und des Tages darauf…) komplett abgedeckt war.

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Ich habe nämlich Brioche gebacken. Oh, oui! Seit die liebe Kitty und der liebe Steffen von feedmeupbeforeyougogo dieses Rezept nämlich vor einigen Wochen auf ihrem herrlichen Blog präsentiert hatten, wollte ich dies unbedingt mal selber ausprobieren. Und als ich dann auch noch die liebe Julia besucht habe, und sie mir diese herrlichen, frisch gebackenen Teilchen zum gemütlichen Frühstück auf ihrer Terrasse servierte, war es klar für mich: das Rezept muss dringend mit in den Urlaub und dort auch unbedingt zum Einsatz kommen. Das tat es auch. Und das sogar gleich zwei mal.

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Brioche für 11 hungrige (Rollen-)Spieler zu backen ist keineswegs aufwändiger als dies für zwei, drei oder vier Personen am heimischen Frühstückstisch zu tun – eher im Gegenteil: so ist es erst recht perfekt, denn das Muffinblech wird somit voll! Folglich lohnt es sich auch an diese herrlichen Teilchen zu denken, wenn man mal viele Gäste zu Besuch hat und diese am Frühstückstisch ganz besonders verwöhnen mag. Was übrigens nicht gleich morgens voller Heißhunger verdrückt wird, lässt sich auch gut mal so eben zwischendurch oder als kleiner Abendsnack (beispielsweise bei einem Rollenspiel) futtern.

In den Teig kommt eine – selbst für Horst Lichter längst nicht mehr als „Messerspitze“ zu bezeichnende – große Menge an feiner Butter. Bei 12 „kleinen“ Teilchen, die einen ebenso satt machen wie ein kleines Festmahl, ist das schonmal etwas mehr als ein Päckchen. Doch im Urlaub darf man sich das ja wohl gönnen und Hobbit spielen. Und es lohnt sich!

Und bevor ich nun mit dem Rezept beginne… liebe Kitty, lieber Steffen: die Brioche sind wirklich der reine Wahnsinn! Vielen herzlichen Dank für Eure Inspiration und das fantastische Rezept!

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Brioche 

Zutaten für 12 Stück

  • 600 g Weizenmehl 405er
  • 90 g Zucker
  • 2 Prisen Salz
  • 24 g frische Hefe
  • 6 Eier + 1-2  weitere zum Bestreichen
  • 300 g Butter bei Zimmertemperatur, in Stücken

Anmerkung

Es lohnt sich hier wirklich echte Butter zu nehmen und den Backersatz-Kram zu verschmähen. 

In Dänemark muss man beim Einkaufen etwas suchen um an ungesalzene Butter zu kommen. Daher habe ich beim ersten Versuch salzige Butter genommen, dafür das zusätzliche Salz weggelassen. Und ich schwöre: die waren am Schluss einfach unglaublich saftig und köstlich. Ob es nun an der salzigen Butter oder an der (vielleicht etwas kürzeren) Backzeit lag, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall funktioniert das Rezept auch mit ohne salzfreier Butter. 

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Zubereitung

Das Mehl mit dem Zucker und dem Salz vermischen, die Hefe hinein bröseln und die Eier hinzu geben. Alles zu einem Teig verkneten. Die Butter in die Schüssel geben und gründlich unter den Teig kneten. Keine Sorge, der Teig ist hier nun ziemlich weich – das ist richtig so.

Die Schüssel nun luftdicht verschließen oder einpacken und für mindestens 12 Stunden (am besten also über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen. 

Am nächsten Morgen 2 Stunden vor dem Frühstück mit der Arbeit beginnen: Eine 12er Muffinform bereit stellen und großzügig einfetten. Am besten nicht nur in den Aushöhlungen für die Muffins, sondern auch an der gesamten Oberfläche.

Den Teig in 12 gleich große Teile aufteilen. Ich habe hierfür eine Waage genommen und 12 ca. 100-110 g schwere Stücke abgetrennt. Das kam mir so am einfachsten vor. Diese Teile grob in der Mitte halbieren, so dass Ihr je ein etwas größeres und ein etwas kleineres Stück habt. Diese rasch zwischen den Handflächen zu Kugeln rollen. Die größere Kugel in die Muffinform setzen, die kleine Kugel darauf legen und leicht andrücken. 

Mit den übrigen 11 Teilen ebenso verfahren. Je schneller Ihr arbeitet, desto besser, da der Teig bei Zimmertemperatur rasch weicher wird.

Die Brioche nun mit Eigelb bestreichen und das Muffinblech für 30 Minuten offen ruhen lassen. Derweil den Backofen auf 150°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Brioche für ca. 27 Minuten backen, dann vorsichtig aus der Muffinform lösen und am besten noch heiß dampfend servieren. Wirklich köstlich dazu schmeckt übrigens Marmelade oder Obstgelee. Très bon!

Ich träume nun noch ein wenig vom wunderschönen Dänemark und leckeren Brioche, bevor mich der Alltag komplett wieder hat und wünsche Euch einen guten Start in die Woche.
Eure Ylva 

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