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Seitdem die süd-ost-asiatische Küche bei uns eingezogen ist, hat sich bei uns viel verändert. Erstens haben wir gelernt mit Stäbchen zu essen. Von Reis über Gemüse- oder Fleischstreifen bis hin zu langen, flutschigen Udon- Nudeln geht inzwischen fast alles. Wir haben gelernt, wie man Nudeln im großen Stil samt Brühe schlürft: den Mund dabei möglichst nah an über die Schüssel halten und dann ohne Hemmungen drauf los.

Wir haben uns inzwischen einen Wok zugelegt, ebenso einen Reiskocher, eine Tamagoyaki-Pfanne und japanische Kochbücher und können uns ein Leben ohne Sojasauce, Frühlingszwiebeln, Ingwer und Sushi-Reis kaum noch vorstellen.

Am meisten hat sich aber mein Essverhalten geändert. Seit ich die japanische Küche kenne, esse ich generell gesünder, leichter und fettärmer. Und ich fühle mich damit so wohl, dass ich gar nicht mehr so recht weiß, wie es vorher war. Und gerade im Sommer schlägt bei mir das asiatische Kochverhalten total zu. Allein schon deshalb, weil es immer so wahnsinnig schnell geht: Fix ein wenig Gemüse klein schneiden, eventuell etwas Fleisch oder Fisch, alles in den Wok, fertig.

Doch an manchen Tagen ist es so heiß,… da will man gar nix warmes. Da will man etwas leichtes. Etwas erfrischendes. Und so habe ich dieses Jahr mein absolutes Lieblings-Sommer-Gericht für mich entdeckt: Zaru Soba.

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Das ist ein klassisches, japanisches Gericht, das gerade an heißen Tagen unglaublich gerne gegessen wird. Hierbei werden Soba, japanische Buchweizennudeln, mit etwas lauwarmem Brühedip serviert. Mehr ist nicht dran. Und dennoch ist es einfach köstlich. Natürlich kann man das Gericht auch zu anderen Jahreszeiten genießen; an kühleren Tagen wird der Dip hierfür allerdings erwärmt.

Das Gericht isst man natürlich mit Stäbchen: dazu werden Nudeln aufgenommen, im Dip versenkt und dann daraus gegessen bzw. geschlürft. Eine japanische Tradition ist es zudem das Kochwasser der Nudeln aufzubewahren – es soll nämlich sehr gesund sein – und am Schluss mit dem übrig gebliebenen Dip zu verrühren. Das Gemisch wird dann getrunken und soll für ein gesundes Leben sorgen. Wem diese Tradition zu gewöhnungsbedürftig erscheint, muss sie natürlich nicht nachahmen.

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Das angenehme an dem Gericht (abgesehen davon, dass es so lecker ist und eine wunderbare, kleine und leichte Mahlzeit darstellt) ist, dass es unglaublich schnell und ohne großen Aufwand zuzubereiten ist.

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser

Und da Zaru Soba ein absolut herrlich-leichtes Sommergericht ist, widme ich das Rezept gerne dem genialen und absolut unterstützungswerten Blog-Event „Wir kochen alle nur mit Wasser“ von Uwe von HighFoodality.

Zaru Soba

Zutaten für 1 kleine, leichte Portion

  • 80-100 g Soba-Nudeln (die Nudeln kommen in der Verpackung meist in ein paar Bündeln – davon nehme ich für 1 kleine Portion immer 1 Bund)
  • 100 ml Dashi-Brühe
  • 2 EL Soja-Sauce
  • 1 EL Mirin (wer keinen Mirin hat, kann ersatzweise 1/2 TL Zucker in der Brühe auflösen)
  • 1/2 TL Sesam-Öl

Ich streue gerne etwas Furikake über die fertigen Soba-Nudeln und gebe 2-3 Tropfen Wasabi-Öl, das wir mal von lieben Freunden aus einem China-Urlaub mitgebracht bekommen haben, in den Dashi-Dip. Bei der Verwendung dieses Öls muss man allerdings aufpassen: es ist wirklich sehr scharf!

Zubereitung

Die Nudeln in kochendes Wasser (ungesalzen!) geben und nach Packungsanleitung garen. Nebenbei die Dashi mit der Soja-Sauce, dem Mirin und dem Sesam-Öl verrühren und in eine kleine Schüssel oder Schale geben.

Sind die Nudeln gar, diese in ein Sieb geben und gut mit kaltem Wasser abbrausen um die Stärke abzuwaschen. Die Nudeln gut abtropfen lassen und in einer Schale oder auf einem Teller anrichten.

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Wer mag kann den Dip nun noch mit etwas Wasabi(-Öl), geriebenen Daikon, klein geschnittenen Frühlingszwiebeln oder anderen Zutaten nach Wahl verfeinern bzw. seine Nudeln mit etwas Furikake, klein geschnittenem Nori und/oder ein paar Zitronenresten garnieren.

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