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„Zusammen schmeckt‘s besser“ – das finden wir doch alle oder? Denn wie viel schöner als alleine zu kochen und/oder zu essen, ist es doch diesen Genuss mit unseren Lieben zu erleben, gemeinsam die Zutaten zuzubereiten, nebeneinander im Topf zu rühren und sich schließlich beim Essen gegenüber zu sitzen und einander schmachtende Blicke zuzuwerfen, Erinnerungen auszutauschen und zu lachen.

Auch die lieben Mädels von „Post aus meiner Küche“ finden, dass es zusammen einfach besser schmeckt und so wurde das Motto das Thema für die aktuelle Runde von der herrlichen Tauschaktion. Für alle, die „Post aus meiner Küche“ noch nicht kennen sollten: Wenn man mitmachen will meldet man sich bei den Mädels und bekommt nach Ablauf des Anmeldezeitraums per Zufall seinen Tauschpartner zugeteilt. Mit diesem setzt man sich dann in Verbindung und kocht, backt, rührt in seiner Küche ein kleines Präsente-Päckchen zusammen, dass man dann mit Liebe verpackt auf die Reise schickt.

Für mich war es das allererste Mal bei Post aus meiner Küche und ich kann Euch sagen: Uiuiuiuiui….war das alles aufregend! Das war fast wie Weihnachten und Geburtstag zusammen und als dann am Mittwoch auch noch das Päckchen von meiner lieben Tauschpartnerin Christina von SchokoFaden bei mir ankam, war ich völlig hin und weg: Sie hatte mir zwei wunderbar herrliche Schoko-Paranuss-Kuchen im Glas mit Dulche de Leche gemacht und dazu herrliche Mango-Cookies mit weißer Schokolade gebacken. Ein Traum! Ganz herzlichen Dank, liebe Chrizzi. Es war köstlich!

Und was sie von mir bekommen hat? Ich habe wirklich lange überlegt, was ich meiner Tauschpartnerin ins Päckchen legen könnte. Das Thema fand ich einfach so inspirierend. Letztlich habe ich mich für ein paar Dinge entschieden, die mich immer wieder an wunderbare gemeinsame Zeiten mit meinem Schatz und Freunden erinnern. Das sind doch wirklich immer die schönsten Momente: die an denen wir ein paar Stunden mit unseren Lieblingsmenschen teilen und in denen wir das Gefühl haben vor lauter Glück unsterblich zu sein. Es gibt einfach nichts besseres! Und wenn man dann noch gemeinsam isst, verbindet einen einfach so viel, dass man sich an die eine oder andere Leckerei immer erinnern wird und das stets mit dieser herrlichen Zeit in Verbindung bringt.

Dazu gehören bei mir folgende Gaumenschmause (Gaumenschmäuser?):

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„Turtel-Schoki“. Es gibt bei miesem, kaltem Wetter und trüben Tagen nichts schöneres, als eine wärmende Tasse heiße, dickflüssige Schokolade, während man sich auf dem gemütlichen Sofa zusammen kuschelt und den Regentropfen vor dem Fenster lauscht.

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Wie sie bereits im Topf betörend duftet ist traumhaft und wenn der erste Schluck dann zart dem Gaumen schmeichelt… ist eigentlich alles andere egal. Und ich liebe es ihr einen kleinen Schuss rauchigen, schottischen Whisky unterzurühren. Hach!

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„Mädelsabend-Grissini“. Grissini sind immer toll. Mein Schatz ist immer noch etwas traurig über meine Namensgebung für diese Leckerei („ich esse die doch auch soo gerne!“). Allerdings sind diese Knusperstangen (auch) genau das richtige für eine Schnatterunde mit den besten Freundinnen. Ein Gläschen Sekt oder Prosecco dazu und das Gekichere und das Austauschen von den tiefsten Geheimnissen kann beginnen.

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„Wochenendfrühstücks-Weizensauerteigbrot“. Ich esse eigentlich selber gar kein Frühstück. Außer am Wochenende… da zelebriere ich das so richtig zusammen mit meinem Schatz. Gibt es Brötchen, backt er sie morgens ganz frisch, doch so ein herrliches Sauerteigbrot ist auch einfach etwas Köstliches. Und wenn es dann noch selbst gebacken ist, ist es einfach ein Traum. Nichts geht über den Duft eines frisch gebackenen Brotes, der sich in der Küche verteilt und einen wie von Zauberhand in einen rundum glücklichen Zustand versetzt.

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Und last but not least: „Lieblingsfilm-Popcorn“. Nun muss ich etwas ausholen. Aber nur ein wenig. Denn alles fing vor 2 Jahren an. Ein lieber Freund von uns fragte uns nämlich: „Hey, ich fahre wieder mit meinen Freunden für 2 Wochen nach Dänemark in ein Ferienhaus und es sind noch Betten im Haus frei. Wollt Ihr mit?“ Wir waren sofort begeistert. Und auch etwas aufgeregt. Denn die „Dänemark-Gruppe“ fährt nun schon seit einigen Jahren, immer wieder in unterschiedlicher Aufstellung, aber immer mit dem gleichen Kern an lieben Leuten, nach Dänemark um für 2 Wochen gemeinsam Urlaub zu machen, Gesellschafts-, bzw. Rollenspiele zu spielen, zu relaxen, herumzu“gammeln“, die Natur und das Meer zu genießen und sich einfach mal wieder zu treffen um die gemeinsame Zeit zu genießen. Wir kannten damals nur einen aus dieser liebenswerten Runde, nämlich genau den, der uns fragte ob wir mitwollten. Klar, wollten wir.

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Und in Dänemark angekommen wurde schnell klar: Diese wunderbar herzliche Truppe liebt nicht nur Spiele, bei denen allein die Regelerklärung 1 Stunde (mindestens) dauert, sondern auch Filme. Jeden Abend gibt es im Urlaub ein Midnight-Movie, meist irgendeinen Horrorschocker, den sich unser lieber Frank aussucht und sich halb tot lacht während der Rest der Truppe immer wieder ängstlich zusammenzuckt oder sich fragt, wie man sich nur für so einen Film entscheiden konnte. Tja und zu diesen Filmabenden gibt es stets? Genau: Popcorn. In salzig, ab und zu auch mal in süß, aber eigentlich immer eher pikant. In Dänemark sieht die Prozedur so aus: Frank geht zum Vorratsschrank, holt eine Tüte Popcorn für die Mikrowelle, die ein netter Miturlauber beim morgendlichen Einkauf besorgt hat, und wartet ungeduldig vor dem Wundergerät, bis es „BING“ macht und das Popcorn fertig ist.

Letztes Jahr ging es ausnahmsweise einmal nach Italien. Weil wir da einfach Lust drauf hatten. Tja – und vielleicht ahnt ihr es jetzt bereits! Denn im Supermarkt des kleinen, italienischen Dörfchen gab es kein „fertig-Popcorn“ für die Mikrowelle. Nööö. Die machen das noch selber. Ich packte also einfach eine Tüte Mais ein. „Meinst Du, Du weißt wie das geht????“ war die erste Reaktion – schon an der Kasse. Wieder zu Hause und einen halben Tag später wurde geschäftlich die Medienanlage in Betrieb gesetzt und die ersten Diskussionen gingen los, welchen Film man sich denn diesen Abend antun wolle. Da erfuhr Frank, dass es kein Mikrowellen-Popcorn gab. Und die Reaktion war geradezu herzerweichend. Frank sackte regelrecht in sich zusammen, bekam ganz traurige Augen. Er berappelte sich allerdings sehr schnell und meinte ganz stark, dass es dann halt kein Popcorn gäbe. Allerdings mit einem klar zu vernehmbaren „Schnüff!“.

Ich ging also grinsend in die Küche, holte den 15 Liter Topf heraus, stellte ihn auf diesen wahnsinnig schnuckligen, italienischen Gasherd, goss ein wenig Öl hinein, erhitzte es, rührte etwas Salz hinein, gab ein paar Löffel Mais dazu und legte den Deckel auf… und wartete. Auf eine Reaktion aus der Sofaecke. Beim ersten „pop“ ertönte ein lautes „WAHHH!“. Frank flitzte zum Herd. „Machst Du Popcorn??? Wie cool ist das denn?“ Und die nächste Frage, als er sah, wie viel aus dem Beutel fehlte war „Meinst Du das reicht?“ Ich: „ja!“ Frank: „NIEMALS reicht das“ ich: „DOCH! Wetten?“

Das Popcorn wurde gerade so alle. Doch ich wurde gebeten am nächsten Tag weniger zu machen. Und spätestens seit diesem Abend denke ich, wann immer ich Popcorn auch nur sehe, an diese wunderbar liebe Urlaubsgruppe, die uns seit drei Jahren Sommer um Sommer eine traumhaft glückliche Zeit verschafft. Klar, dass ich also auch für Chrizzi eine Portion Popcorn machen musste.

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Und damit Chrizzi und Ihr diese Leckereien auch nachmachen könnt kommen hier die Rezepte für Euch.

Turtel-Schoki

Das Rezept dafür habe ich ja schon einmal veröffentlicht und zwar hier. Doch für Chrizzi habe ich der Schokolade ein paar Gewürze beigemischt, also hier noch einmal die Kurzfassung.

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Man nehme für 2 Turteltauben:
150 g Zartbitterschokolade und hackt diese klein. Diesmal habe ich dazu gegeben: 4 Zimtblüten, die ich mit 5 Körnen Kardamon im Mörser zerstoßen habe und zusätzlich kam noch eine Messerspitze Ingwerpulver dazu. Das ganze erhitzt man dann langsam mit 150 ml Milch und gönnt sich dazu entweder einen Schwups Sahne, eine kleine Sahnehaube oder einen winzigen Schuss Hochprozentiges nach Wahl. Lecker!

Mädelsabend-Grissini

Ich habe die Grissini wieder so gemacht wie immer. Und zwar so.

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Wochenendfrühstücks-Weizensauerteigbrot

Dieses Rezept habe ich nach dem Durumbrot von Lutz vom Plötzblog gemacht, der es wiederum von Martin Johansson hat. Ich habe gleich zwei Brote gebacken – eins für das Päckchen, eins für uns. Und was war das Brot köstlich! Zum Rezept auf dem Blog von Lutz geht es hier entlang.

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Zutaten für 1 Brot

Für den Sauerteig

  • 85 g Weizenmehl (ich: 405er)
  • 65 ml Wasser
  • 10 g Anstellgut (ich 8 g und ich habe Anstellgut vom Roggensauerteig genommen)

Für den Hauptteig

  • 200 g Hartweizenmehl („Durum“ – ich: „Spätzlesmehl“ bzw. Weizendunst)
  • 225 g Weizenmehl (ich: 405er)
  • 275 ml Wasser
  • 10 g Salz

Zubereitung

Die Zutaten für dem Sauerteig gut vermischen und (immer abgedeckt!) bei 20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Am nächsten Tag den Sauerteig mit den übrigen Zutaten außer dem Salz per Hand verkneten und (wieder: immer abgedeckt!) für 45 Minuten bei ca. 24°C (ich: Zimmertemperatur) ruhen lassen.

Dann das Salz zum Teig geben und gut einarbeiten. Dafür dehnt man den Teig mehrmals vom Schüsselrand zur Mitte hin und faltet ihn so. Anschließend dreht man die Schüssel etwas und macht so rund herum einen „Durchgang“. Lutz nimmt für diesen Schritt eine Teigkarte – die habe ich nicht, also habe ich das wieder mit den Händen gemacht.

Nun den Teig abdecken und noch einmal ruhen lassen. Nach 30 Minuten und nach 60 Minuten den Teig wieder falten (wie oben geschrieben) und nach dem 2. Faltvorgang den Teig eine weitere Stunde ruhen lassen.

Anschließend den Teig vorsichtig zu einem Brotlaib formen („rundwirken“) und mit dem Schluss nach oben in einen gut bemehlten (ich nehme Reismehl) Gärkorb legen. Diesen wieder abdecken, bevor man ihn bei 8°C im Kühlschrank für 12 Stunden reifen lässt. Zum Abdecken nimmt man entweder Frischhaltefolie, die man auf der Unterseite gut einölt oder man denkt ökologischer und nimmt hierzu eine von diesen Duschhauben, die man auch in Hotels bekommt. Diese sollte man auch einölen, bevor man sie auf das Gärkörbchen spannt, doch man kann sie mehrmals wieder verwenden.

Am Backtag den Ofen auf 250°C Ober und Unterhitze vorheizen. Wer einen Backstein hat, sollte diesen für 30 Minuten mindestens heiß werden lassen. Dann das Brot entweder auf den bemehlten Stein oder ein mit Backpapier belegtes Blech stürzen, tief einschneiden und in den Ofen schieben. Dabei auf ordentlich dämpfen (ich hieße hierbei immer einen kleinen Schwups Wasser in den Herd) und die Temperatur sofort auf 200°C hinunter schalten. Für 45 Minuten backen.

Lieblingsfilm-Popcorn

Zutaten für 1 Portion

  • 2-3 EL Maiskörner
  • 1-2 EL Erdnussöl Öl
  • 1/2 -1 TL Salz

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Zubereitung

Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, bis es kurz vor dem Rauchpunkt ist. Das Salz darin verrühren, die Maiskörner dazu geben und sofort den Deckel auflegen. Den Herd ausschalten und warten bis der Mais anfängt durch den Topf zu fliegen (bei Induktion schalte ich den Herd nicht völlig ab um noch ein wenig Wärmezufuhr zu haben). Nun immer mal wieder den Topf schütteln. Sobald nur noch vereinzelte „Pop“-Geräusche zu hören sind, ist das Popcorn fertig.

Nun am besten schnell das Popcorn in eine Schüssel oder einen anderen Behälter füllen, damit es gut ausdampfen kann.

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Das Popcorn kann man selbstverständlich auch mit Zucker statt mit Salz würzen oder man nimmt aromatisiertes Salz. Ich habe hierzu beispielsweise das Steinpilz-Salz von Falksalt verwendet.

Ich möchte mich ganz herzlich bei den lieben Mädels von Post aus meiner Küche bedanken: Vielen Dank für dieses wunderbare Thema zu dem mir so viel eingefallen ist. Es hat herrlich Spaß gemacht das Päckchen vorzubereiten und zu verschnüren und ich freue mich schon auf die nächste Runde bei Euch.

Und natürlich noch einmal ganz vielen liebem Dank an Chrizzi von SchokoFaden für die wunderbaren E-Mails, den netten Kontakt und dieses herrliche Päckchen! Ich drück Dich ganz feste!

Ich wünsche Euch allen ein wunderbares Wochenende!
Eure Ylva

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