Schlagwörter

, , , , , , ,

Ich muss Euch (mal wieder) etwas gestehen. Ich habe nämlich ein neues Lieblingsgericht, dass ich so gerne esse, dass in den letzten Tagen unserer Eierkonsum exorbitant in die Höhe geschossen ist. Nachdem ich ja schon total hin und weg von diesen genialen scotch eggs war, kam nämlich auch gleich ein neuer Liebling hinzu. Japanische Omeletts. Auf japanisch: Tamagoyaki.

Ja, es ist wahr: in der letzten Woche haben wir mal locker 20 Eier verputzt (zu zweit!) und es sieht nicht so aus, als würde der Konsum in nächster Zeit stark zurück gehen. Denn jetzt hat es mich gepackt.

Tamagoyaki ist also ein japanisches Omelett. Man verquirlt ein paar Eier, würzt sie leicht süßlich mit Mirin und Sojasauce, gibt das Ganze dann in mehreren Schüben in die Pfanne und wickelt die dabei stockende Eimasse zu einer Art Rolle auf, bevor man einen weiteren Teil der Eimasse in die Pfanne gibt. Das fertige Omelett wird dann in kurze Stücke geschnitten und entweder warm, doch auch sehr gerne kalt serviert. Manche packen es übrigens auch gerne in ihr Bento.

20130705-IMG_4196

Man kann das Omelett „pur“ zubereiten oder auch mit diversen Zutaten füllen, die man während des Garvorgangs auf die noch flüssige Eimasse verteilt, bevor man diese kurz vor dem Stocken zusammen klappt.

Tja. Und ich bin derzeit regelrecht süchtig danach. Jeden Tag esse ich eines. Und nachdem ich nun mehrere Fotos auf Facebook und twitter gezeigt habe, kam irgendwann die Frage ob ich nicht einmal eine Anleitung für Tamagoyaki auf den Blog stellen mag. Klar mag ich!

Somit habe ich mich heute Vormittag in die Küche gestellt. Und anstatt den ganzen Prozess zu fotografieren habe ich kurzentschlossen ein Video gedreht.

20130706-IMG_4206

Tamagoyaki wird üblicherweise in einer speziell dafür vorgesehenen Pfanne zubereitet, die recht klein, rechteckig und beschichtet ist. Da ich eine solche Pfanne nicht habe und auch davon ausgehe, dass Ihr keine habt, zeige ich Euch im Video, wie man das in einer ganz normalen, runden Pfanne macht. Zudem besitzen wir keine Antihaft-Pfannen, also mache ich mein Tamagoyaki grundsätzlich in einer unserer gusseisernen Pfannen.

Wer wissen möchte, wie eine echte Tamagoyaki-Pfanne aussieht und wie man dieses japanische Omelett auf „herkömmliche“ Art macht, kann sich zum Beispiel dieses Video von „Cooking with dog“ anschauen.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Angucken meines Videos und einen guten Appetit! 

Habt ein wunderbares Wochenende!
Eure Ylva

 

Tamagoyaki – japanisches Omelett

Zutaten für 1 Tamagoyaki

  • 3 Eier
  • 1-2 EL Sojasauce
  • 1/2 -1 EL Mirin
  • 1 kleine Frühlingszwiebel, grob gehackt (die Frühlingszwiebel kann man auch weglassen oder durch klein gehackte Kräuter, fein geschnittenes Gemüse, Fisch oder Fleisch ersetzen)
  • etwas Öl
  • und wer mag etwas Füllung. Ich habe hierfür ein Nori-Blatt genommen, dass ich in der Mitte einmal durchgeschnitten habe. Man kann allerdings auch klein geschnittenes Gemüse nehmen, Fisch, Fleisch, Wurst oder gar Käse. Probiert einfach aus, was Euch schmeckt.

Zubereitung

Die Eier mit der Sojasauce und dem Mirin verquirlen und die gehackte Frühlingszwiebel unterrühren.

(Es gibt auch Rezepte, bei denen unter die Eimasse ein wenig Milch mit Stärke gerührt wird. Das macht das Ei fluffiger. Das muss man aber nicht unbedingt machen.)

Eine Pfanne erhitzen und den Pfannenboden mit etwas Öl ganz leicht einfetten. Ihr braucht hier wirklich nicht viel – ein dünner Ölfilm reicht völlig aus.

Ca. 1/3 der Füllung in die heiße Pfanne gießen und kurz bevor die Eimasse stockt das Omelett von einer Seite her aufwickeln bzw. zusammen klappen. Wer eine Füllung verwendet verteilt diese kurz vor dem Aufrollen auf der noch flüssigen Eimasse. Umgehend einen weiteren Teil vom verquirltem Ei in die Pfanne geben (eventuell den Pfannenboden vorher nochmal kurz einfetten) und wieder: kurz bevor die Masse stockt aufrollen. Genau so mit dem letzten Teil vom verquirlten Ei verfahren.

Anschließend die Pfanne vom Herd nehmen und das Omelett leicht auskühlen lassen, damit es sich besser schneiden lässt. Wer mag wickelt das Tamagoyaki dabei in eine Bambusmatte (wie man sie vom Sushi machen her kennt) ein, damit das Omelett eine einheitlichere Oberfläche bekommt.

Nun das Tamagoyaki in kurze Stücke schneiden und noch warm oder ausgekaltet servieren.

Advertisements