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Es gibt so Dinge.. die sind so einfach, das glaubt man gar nicht. Und irgendwann kommt man dann drauf, muss vor lauter Überraschung laut aufrufen „Wie so einfach???“ und kann sie kaum aufhalten: die Hand, die hervor geschnellt kommt um auf die eigene Stirn zu hauen. So ging es mir am Mittwoch.

Geplant war ein Frauenabend bei meiner Mama. Und da ich IMMER etwas mitbringe, wenn ich irgendwo zu Besuch bin – sei es eine Kostprobe vom selbst gemachten Sauerteigbrot, frisch angesetztem Joghurt, ein böser, kleiner Cupcake oder irgendein anderes kleines Gemisch aus meiner Hexenküche – überlegte ich, was es dieses Mal sein sollte. Einziges Problem: Es waren keine zwei Stunden mehr Zeit und ich hatte nix Passenden zum Mitbringen im Haus. Also, was tun?

ParmesanGrissini

Die Antwort lies nicht lange auf sich warten: Grissini wären doch klasse! So als Snack. Wunderbar zum Knabbern. Zu einem Glas Sekt? Hmm? Wär doch was! Und als ich dann eine Stunde später diese herrlich duftenden, Knusper-Stangen aus dem Ofen holte, hatte ich erst einmal ein richtiges Problem: Denn ein Grissini-Dieb war auf der Pirsch. Er kam in die Küche, schnupperte kurz, rief „Oh, wie das duftet!“… und schon war es um die erste Knusperstange geschehen. Es folgte ein begeistertes „Mhhhh!!!“… und schon war eine zweite Stange weg.

Also musste ich aufpassen. Ich lies die Grissini für keinen Moment aus den Augen! Ich schlich drum herum wie eine Löwin, die ihre Jungen verteidigt. Das Dumme daran war allerdings: Nun hatte ich diesen herrlichen Geruch in der Nase. Und schon fand ich eine Stange die irgendwie „nicht so ganz richtig geworden war“. Man kennt ja dieses Phänomen: „Schau mal, die ist an einem Ende ja ganz braun. Die KANN ich gar nicht verschenken!“ So ähnlich… 😉

Und kaum war dieses himmlische Knusperdingens vernichtet fand ich mit beinahe schon irrem Kichern noch so ein Exemplar. Nicht zu fassen! Kurzum: Wir mussten uns beide so richtig auf die Finger hauen, damit ich eine halbe Stunde später noch etwas zum Mitbringen hatte. Ehrlich wahr! Das Tolle an den Grissini ist: sie sind wirklich super einfach zu machen. Und sie schmecken genau so gut wie aus dem Laden. Ach, was sag ich? Sie schmecken besser. Viel besser! Und man kann so herrlich damit experimentieren.

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Man kann dem Teig Kräuter hinzu fügen, Käse dazu geben, ihm getrocknete und klein geschnittene Tomaten unterrühren. Oder Pfeffer, Nüsse, Sesam oder Mohn. Oder Oliven. Oder… Ich habe meine allerersten Grissini mit feinem Parmesan und einem Hauch von Rosmarin gemacht. Lecker! Und bei den Mädels kamen sie auch super an.

Und so geht’s:

Parmesan-Grissini

Zutaten für 1 Blech

  • 75 ml handwarmes Wasser
  • 10 g frische Hefe (ersatzweise 1/2 Päckchen Trockenhefe)
  • 1/2 TL Salz (ich habe das Rosmarinsalz von Falksalt genommen)
  • ca. 150 g Weizenmehl (+ eventuell etwas mehr)
  • 2-3 EL sehr fein geriebener Parmesan (oder ähnlicher Käse)
  • 2 EL gutes Olivenöl

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Zubereitung

Die Hefe mit dem Wasser verrühren und darin auflösen. Die trockenen Zutaten miteinander verrühren, dann Öl und das Wasser-Hefe-Gemisch unterrühren. Zu einem möglichst homogenen Teig verkneten und am Schluss löffelweise so viel weiteres Mehl hinzu fügen, bis der Teig nicht mehr nass ist.

Den Teig nun abgedeckt für 15 Minuten ruhen lassen. Den Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorheizen (Heißluft/Umluft 200°C). Den Teig noch einmal kurz durchkneten und nun in ca. 30 möglichst gleich große Stücke aufteilen. Diese Stücke mit den Handflächen jeweils zu dünnen Schlangen ausrollen. Ungefähr 1/2 cm dick. Wer es braucht nimmt dazu etwas Mehl zur Hilfe, aber bei mir ging es auch ohne. Die einzelnen Stangen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Das kann ruhig recht dicht aneinander sein, aber ein wenig Luft zum Aufgehen sollten die Grissini schon um sich herum haben.

Die Grissini im Ofen für ca. 10 Minuten backen, bis sie wunderbar goldbraun und knusprig aussehen. Dann vorsichtig aus dem Ofen befreien und sofort auf ein Kuchengitter zum Auskalten verteilen.

Sobald sie komplett ausgekaltet sind, sollte man sie möglichst trocken und luftdicht lagern, damit sie keine Feuchtigkeit ziehen.

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Abgesehen von einem Snack bei (Frauen-)Abenden zu einem Glas Wein oder Sekt, eignet sich so ein Grissini auch super als Knusperstange zu einem leckeren Süppchen. Oder einfach als Soulfood-Knabberei zu einem gemütlichen Fernsehabend auf dem Sofa an einem kalten, verregneten Tag im Mai.

Habt einen wunderbaren Sonntag!
Eure Ylva

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