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Vier Teile Getreideprodukte, 2 Teile proteinhaltige Nahrung und 1 Teil Obst bzw. Gemüse. Das sind die „Regeln“ aus der sich eine klassische Bento-Box-Füllung zusammen stellt.

Bento? Ach ja! Da war ja was…
Für alle, die sich jetzt fragen „Bento? Häää?“: Bentoboxen – die japanische Version der deutschen „Vesperbox“ – sind ideale Begleiter für den Büroalltag, Picknicks oder Reisen, bei denen man weiß, dass man längere Zeit unterwegs sein wird. Sie sind recht klein, praktisch und (vorausgesetzt man hat sie aufgefüllt) voll mit leckerem und idealerweise auch vielfältigem, sowie gesundem Essen.

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Es gibt bestimmte Richtlinien nach denen die Box gefüllt wird. Das fängt bei der oben genannten Zusammenstellung der verschiedenen Lebensmittelgruppen an. Getreideprodukte nehmen also meist den größten Teil ein. In Japan ist das logischerweise sehr oft Reis in verschiedenen Formen: schlicht gekocht und gewürzt oder beispielsweise in Form von Onigiri. Aber auch Nudelgerichte sind beliebt und – auf den europäischen Raum übertragen – Brot geht selbst verständlich auch, ebenso wie Kartoffel-, Linsen-, Kichererbsen- , Couscous- oder Maisgerichte und allem anderen, was in diese Richtung geht.

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Als nächstes folgt der proteinhaltige Anteil, sprich: in Japan oft Tofu oder gar Ei, Fisch & Meeresfrüchte und manchmal auch Fleisch.

Und last but not least die Vitamin-Booster wie Gemüse und Obst, aber auch Nüsse bzw. ein Mix aus allem.

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Manche packen zudem auch noch ein wenig Süßkram in ihre Box.

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Zusätzlich zu den inhaltlichen Regeln bzw. Richtlinien, die auch gerne mal etwas variieren können, spielen die optischen Richtlinien eine große Rolle. Bentos sehen meist nicht nur von außen, sondern auch von innen hübsch aus. Die Gestaltung der Mahlzeit spielt hierbei nämlich eine ebenso große Rolle wie der Inhalt.

Besonders beliebt bei den Japanern ist natürlich eine niedliche Gestatung (auch hier wieder: sowohl Box als auch Inhalt). Somit sieht man oft sehr verspielte Designs und es gibt sogar reichlich Wettbewerbe zur Bentogestaltung, bei denen die Boxen richtige Kunstwerke darstellen.

Tja und vor einem dreiviertel Jahr etwa packte es auch mich, das Bento-Fieber. Und ich kaufte mir meine aller erste Bentobox.

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So kam es, dass ich an einem schönen Herbsttag im Wald saß, Nüsse sammelnde Eichhörnchen fotografierte und nebenbei mein allererstes, selbst zusammen gestelltes Bento verdrückte… und zugleich auch noch den ein oder andere Jogger verwirrte, der des Weges kam und mich da sitzen sah: Auf einem Baumstamm, mit knatsch-rosa Mantel, Stäbchen in der einen Hand, Essen in der anderen und der Kamera um den Hals.

Seitdem sind Bentos meine ständigen Begleiter im Büro, bei Picknicks (z.B. bei Fotosessions im Wald oder sonst wo),… und natürlich auf (längeren) Reisen oder Ausflügen. So auch am Montag, als ich den ganzen Tag unterwegs war.

Dieses Mal durfte meine Totoro-Box auf Reisen. Diese habe ich vor ein paar Monaten bei Bento&Co gefunden und war sofort so sehr darin verliebt, dass ich sie einfach bestellen musste. 

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Und da es so schön war, habe ich auch gleich ein paar Saucenbehälter und einen Furikake-Spender mitbestellt.

„Furikake? Hää??“: Furikake ist ein Streugewürz, dass besonders gern über Reis gestreut wird, diesem untergemischt wird oder zum Verzieren der Bentoboxen genutzt wird. Meist ist es recht salzhaltig, da oft Sojasauce enthalten ist, und häufig ist auch Sesam enthalten, da dies gern die „Grundlage“ darstellt. Ich habe hier und hier schon Rezepte für selbst gemachtes Furikake vorgestellt.

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Da das Furikake nicht nur unter die Gerichte gemischt, sondern auch gerne darüber gestreut wird und dies besonders gerne kurz bevor man anfängt zu essen (so wird es nicht weich) gibt es also auch Spender für Furikake und diese sind meist recht kitschig, aber zugleich irgendwie niedlich.

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Falls Ihr Furikake noch nicht kennt, japanisches Essen aber liebt, solltet ihr es dringend mal ausprobieren. Es peppt den Reis bzw. auch Nudeln oder Gemüse richtig toll auf und sieht optisch zudem recht hübsch aus.

Jedenfalls durfte am Montag meine Totoro-Box mit. Kennt Ihr „Mein Nachbar Totoro“ eigentlich? Das ist ein wunderbarer Anime-Film von Hayao Miyazaki (von dem beispielsweise auch Das wandelnde Schloss, Chihiros Reise ins Zauberland und Prinzessin Mononoke sind). Ein wirklich wunderschöner Film voll kindlicher Lebensfreude und einer meiner Lieblings-Filme aus diesem Genre.

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Somit war es kein Wunder, dass ich diese Box unbedingt haben wollte, zudem sie sogar ein Paar praktische Essstäbchen aus Plastik beinhaltet. Da ich am Montag sehr früh aufstehen musste habe ich habe ich mein Bento bereits am Sonntag zusammen gestellt. Da ich außerdem kein Frühstück vertrage, erst recht nicht so früh morgens, ich zudem nicht allein war und wusste: es wird spät, bis wir wieder zu Hause sein würden… kam auch gleich noch meine alt-bewährte rote Häschen-Box mit.

Hierzu vielleicht noch kurz eine Anmerkung: Beide Boxen haben jeweils knapp 1 Liter Fassungsvermögen. Für Frauen eine ideale Menge für eine wirklich sättigende Hauptspeise (bei Männern ist es etwas mehr). Solltet Ihr also ebenfalls eine Bento-Box kaufen wollen, achtet darauf, wie viel hinein passt. Die Bilder sehen meist sehr trügerisch aus, aber das Fassungsvermögen ist immer ein guter Richtwert (für Kinder ist das je nach Alter natürlich deutlich weniger und hier sind auch Boxen mit Klick-Verschluss empfehlenswert, da gerade die Kleinen noch nicht unbedingt so recht mit dem großen Gummiring klar kommen, der meist um die Boxen kommt um diese zu verschließen).

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Wie füllt man nun am besten seine Bento-Box? Will man sie morgens gleich mitnehmen, ist es tatsächlich am praktischsten, wenn man sie am Vortag vorbereitet. Es sei denn, man füllt sie mit „Rohzutaten“, die man nur zusammen suchen muss und vorausgesetzt man hat morgens auch die Zeit dazu.

Nun kann man natürlich ewig viel Zeit hinein stecken, sich verkünsteln und die tollsten Gerichte hinein tun. Es geht aber auch einfach und schnell. Beispielsweise kann man einfach eine Portion Reis kochen, diesen anschließend würzen, auskalten lassen und dann einfüllen. Das Gemüse bzw. Obst kann man schnell klein schneiden oder eventuell sogar am Stück hinein tun. Beispielsweise ein paar Salatblätter und dazu ein paar Beeren sind schnell in die Box gefüllt. Bei Fleisch und Fisch sollte man aufpassen! Während man Durchgegartes von Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten gut verwenden kann, sollten diese Zutaten niemals roh in die Box! Die Gefahr sich hier etwas einzufangen, weil der Fisch oder das Fleisch nicht richtig gekühlt wurde ist groß. Bitte achtet auf Eure Gesundheit und seid hier lieber etwas zu vorsichtig.

Ich nehme meine Boxen daher sehr gerne in einer Kühltasche samt Kühlakku mit. So kann ich sicher sein, dass alles gut gekühlt ist und auch relativ bedenkenlos schnell ein Würstchen oder zwei (mehr passen sowieso nicht rein!) kleinschneiden und hinein tun. Aber selbst hier brate ich die Würstchen gerne vorher kurz an.

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Auch gut sind immer Reste: Beispielsweise vom Geschnetzeltem (siehe obiges Bild) vom Vortag, das gut gekühlt überlebt hat. Oder ein Curry-Gericht. Auch gut sind hart gekochte Eier, Omeletts oder eben Tofu. Probiert einfach aus, was Euch schmeckt und lasst Euch inspirieren.

Noch ein Punkt auf den man achten sollte: natürlich ist die Bento-Box keine Warmhalte-Box! Das heißt: Das, was man daraus isst, ist kalt. Zudem wird es transportiert und die traditionellen Bento-Boxen sind meist nicht wasserdicht, also eignen sich hierfür nicht unbedingt flüssige Gerichte, wie zum Beispiel Suppen oder Obst das sehr stark wässert und nicht richtig abgetropft wurde. Ein wichtiger Punkt ist allerdings auch der Wärmezustand des Gerichts beim Einfüllen: Man füllt in die Box grundsätzlich nur Gerichte, die schon komplett ausgekühlt sind. Das ist wichtig, sonst bildet sich in der Box Kondensationswasser. Das ist nicht nur blöd, weil der Boxinhalt dann wässert (auch hier wieder Auslaufgefahr), sondern auch weil sich so sehr rasch Keime bilden können. Also: alles auskalten lassen! Auch sollte die Box so lange wie möglich im Kühlschrank gelagert werden – also im Normalfall, bis man sie mitnimmt.

Wer Saucen (beispielsweise Soja-Sauce oder ein Salatdressing) mitnehmen möchte, sollte dieses in ein kleines Fläschchen füllen und dieses entweder direkt in der Box oder separat mitnehmen. Diese Sojasaucen-Fischchen, die man von den Sushi-Boxen bei der Imbissbude kennt, sind da ganz praktisch

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Ebenfalls ein wichtiger Tipp: Man füllt die Box grundsätzlich bis zum Anschlag auf bzw. so, dass möglichst nichts in der Box umher wackeln und durcheinander-gerüttelt werden kann. Hierbei helfen Trennwände aus Salatblättern, Muffinförmchen aus Silikon oder ähnliches.

Dieses Mal habe ich meine beiden Boxen recht schnell befüllt, nur ging es dann am Ende doch wieder nicht, ohne dass ich mich zumindest ein wenig verkünstelt hätte, also ging dann am Ende etwas Zeit drauf. Aber ich wollte und musste einfach.

Bentoboxen meines Montagsausflugs

Inhalt der vegetarischen „Mein Nachbar Totoro“-Box

untere Etage: klein geschnittene Ananas

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obere Etage: Möhrensalat mit Sesam, Minze und getrockneten Blüten und Nudelsalat alla Caprese plus Sojasauen-Teddy

Inhalt roten Häschen-Box

untere Etage: Grüner Tee Nudeln mit Nordsee-Krabben aus dem Wok, darauf Würstchen in Oktopos bzw. Krabbenform, etwas Sesam-Furikake und Karottensternchen

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obere Etage: Radieschen auf Salat und der Mix „Berry Well!“ aus getrockneten Beeren von Foodloose plus Sojasaucen-Panda

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Zubereitung der einzelnen Ebenen

Ananas

Ich hatte die Tage zuvor eine Ananas gekauft, die war auch schon fast völlig weg. Den Rest habe ich in besonders kleine Stückchen geschnitten, damit möglichst viel in die Box passt. Die Stückchen habe ich gut abtropfen lassen und auch etwas mit Küchenkrepp abgetupft, bevor ich sie eingefüllt habe.

Möhrensalat

Für den Möhrensalat habe ich 1 kleine und geschälte Möhre klein geraspelt, mit 1 Löffel Mohnöl und einem Spritzer Limettensaft, sowie etwas schwarzem Sesam verrührt. Das Ganze kam in eine Silikon-Muffin-Form und wurde nochmal mit etwas Sesam und getrockneten Blüten bestreut.

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Nudelsalat alla Caprese

Den Nudelsalat hatte ich schon am Samstag gemacht. Der hält sich gut gekühlt einige Tage und somit musste ich nur etwas für die Bento-Box abfüllen. Wie der Salat zu machen ist, erfahrt ihr bei der lieben Mia. Macht ihn! Unbedingt!! Auch wenn, ihr normalerweise sagt: Nudelsalat? Bähhh! Eigentlich sogar erst recht dann. Er ist köstlich!

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Im Vergleich zu Mias Variante habe ich etwas weniger Mozzarella und Tomaten verwendet und keinen zusätzlichen Basilikum, dafür 1 EL mehr Pesto. Auch habe ich Sherry-Essig statt Weißwenessig verwendet. Ein wirklich rundum schmackhafter Salat und selbst für Verachter des klassischen Nudelsalats, wie Mia und mich, ein absoluter Hit!

Gewokte Nudeln mit Nordsee-Krabben

Für das Nudelgericht habe ich 1 Portion Grüner Tee Nudeln gekocht (die japanischen Nudeln kommen immer in so praktischen Portions-Bündeln von denen eines genau in die größere Hälfte der Bentobox passt).

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Nebenbei habe ich 1 Frühlingszwiebel, 1 kleine Knoblauchzehe und ein kleines Stück Ingwer geschält und klein geschnitten. Dann habe ich in einem Wok 1 EL Erdnussöl erhitzt. Inzwischen waren die Nudeln fertig, also ab in ein Sieb damit.

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Ingwer, Knoblauch und Zwiebelstückchen zusammen mit 1-2 EL Nordsee-Krabben ins heiße Öl geben, für eine halbe Minute braten dabei gut rühren und mit 1 EL Limettensaft, 1 EL Mirin und 2 EL Sojasauce ablöschen. Die Nudeln dazu, alles kurz schwenken und/oder verrühen. Den Wok vom Herd nehmen und das Gericht komplett auskalten lassen bevor es in die Bentobox kommt!

Würstchen- und Karottendeko

Für die Karottensterchen ein wenig Möhre (ich hatte von der Möhre für den Salat ein kleines Stück übrig gelassen) in Scheiben schneiden und diese in Sternchenform schneiden. Es gibt auch so kleine Mini-Ausstecher für Bentos. Schaut mal hier.

Für die Würstchen 1 Wiener-Würstchen (ob Pute, Kalb, Pute, vegetarisch ist egal) nehmen. Von den beiden Enden 3 cm lange Stücke abschneiden, zusätzlich zwei 4-5 cm lange Stücke aus der Wurst schneiden. Die Endstücke an der Schnittkante kreuz- bzw. sternweise 4 mal vorsichtig bis zur Mitte einschneiden, so dass ihr dieses Teil in 8 Stücke schneidet. Die Mittelstücke ähnlich einschneiden, allerdings an beiden Schnittkanten kreuzweise 2 Mal einschneiden und das nur zu je einem Drittel.

Die Würstchen in einer Pfanne oder einem Wok mit ein wenig Öl kurz anbraten und dabei wenden, bis sich die „Ärmchen“ nach außen biegen. Die Würstchen aus der Pfanne nehmen und wer mag gibt ihnen noch je ein paar Augen aus Sesam.

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Das fertig ausgekaltete Nudelgericht in die (passende Etage der) Bentobox füllen, mit etwas Furikake (meins: gesalzener Sesam) bestreuen, die Karottensternchen darüber verteilen und die ebenfalls ausgekalteten Unterwasser-Monster-Würstchen darauf drapieren.

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Salat, Radieschen und Beerenmix

Hierzu habe ich eine Hälfte der Etage mit Salatblättern ausgelegt und darüber Radieschen verteilt. Die andere Hälfte habe ich mit dem fertigen Beerenmix aufgefüllt.

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Box fertig – was nun?

Die fertig gefüllten Boxen habe ich in den Kühlschrank gepackt und am nächsten Tag in ein Furoshiki gewickelt. „Und was ist das jetzt schon wieder?“ Das ist ein Tuch, in das man seine Bentobox (oder andere Dinge, wie Geschenke) einwickeln und diese so gut und sicher verpackt mitnehmen kann. Es passen sogar 2 Boxen in dieses Tuch und somit machen die Boxen einem die Handtasche nicht voll.

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Noch nicht genug?

Für alle, die nun noch etwas mehr haben wollen, gibt es nun noch ein kleines Rezept zum Abschluss, nämlich noch ein Furikake-Rezept mit Nori und Bonitoflocken. Nach dem „Original-Rezept“ wird noch das Eigelb von einem hart gekochtem Ei mitgeröstet, aber das habe ich mal weggelassen. Viel Spaß beim Ausprobieren und Kosten – es schmeckt wirklich lecker und ist super für alle, die Nori ebenso sehr mögen, wie ich. Das Furikake ist, wie schon die Varianten davor, recht einfach und auch relativ schnell zuzubereiten. Man braucht nur wieder etwas Geduld beim Rösten auf niedriger Temperatur, damit nix ankohlt. Dennoch ist es innerhalb von 15 Minuten zuzubereiten und absolut kein Hexenwerk.

Nori-Sesam-Furikake mit Bontiflocken

Zutaten für 1 Glas mit ca. 1/4 l Fassungsvermögen

  • 50-60 g Sesam – weiß, schwarz oder gemischt 
  • 3 EL Sojasauce
  • 2-4 Noriblätter
  • 2-4 EL Bonitoflocken (getrockneter Thunfisch)

Die verwendeten Mengen der einzelnen Zutaten sind variabel; je nach dem wie sehr man Sesam, Nori und Bonitoflocken mag kann man davon mehr oder weniger nehmen.

Wer Vegetarier ist bzw. Bonitoflocken aus anderen Gründen nicht verwenden mag, kann sie auch völlig weglassen.

Zubereitung

Eine Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und den Sesam hinein geben. Für ein paar Minuten rösten, dabei immer wieder rühren. Der Sesam darf auf keinen Fall ankohlen, sonst wird er bitter und das Furikake schmeckt nicht. Also geduldet Euch lieber bei etwas niedriger Temperatur als den Sesam aus Versehen anbrennen zu lassen.

Den gerösteten Sesam mit der Sojasauce ablöschen. Wer keine Sojasauce zur Hand hat, gibt zur Not einfach 1/2 TL Salz und ein paar Löffel Wasser in die Pfanne. So lange weiterrösten und dabei gut rühren, bis die komplette Flüssigkeit verdampft ist und auch der Sesam nicht mehr feucht ist. Den Sesam zum Abkühlen in eine Schüssel füllen.

Nebenbei das Nori klein häckseln. Ich habe dafür jedes Noriblatt in 4 Quadrate aufgeteilt, diese in dünne Streifen geschnitten und die Streifen wiederum in ganz kleine Stücke zerteilt. Genommen habe ich dafür eine Schere – ich finde, damit kann man Nori am besten schneiden. Man sollte dabei nur aufpassen, dass die Schere sauber und vor allem trocken ist.

Das klein gehäckselte Nori zusammen mit den Bonitoflocken zum Sesam geben, gut verrühren, auskalten lassen und in einen luftdichten Behälter umfüllen.

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Nun kann man es benutzen und es auf Reis im Bento streuen (siehe obiges Bild), dem Reis für Sushi oder Onigiri untermischen oder auch zum Würzen von anderen Gerichten nehmen.

Lichtgeschützt und bei Raumtemperatur gelagert hält es sich für einige Wochen bis hin zu ein paar Monaten.

Immer noch nicht genug? Oder sucht Ihr noch weitere Tipps, Tricks, Informationen und Inspirationen für Euer Bento? Super Bento-Seiten im Internet sind beispielsweise der Bento-Lunch-Blog von TokenEinfach Bento oder englische Seiten wie Nekobento oder Anna the red (letztere beschäftigt sich übrigens sehr liebevoll mit der Gestaltung wirklich künstlerischer Bentos). Auch toll ist youtube als Inspirationsquelle – gerade bei der Frage „was kann ich machen um mein Bento hübsch und niedlich zu gestalten?“ finden sich zahlreiche Videos. Ganz toll – generell was die japanische Küche betrifft – finde ich Cooking with Dog. Herrlich lustig und dennoch wirklich informativ, gut erklärt und tatsächlich klassisch japanisch. Die Serie hat auch eine extra Bento-Episode: schaut mal hier.

Ich wünsche Euch einen tollen Abend und für morgen einen wunderbaren Start in das Pfingswochenende!
Eure Ylva

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