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Juhuuu! Ich bin ja so aufgeregt: Morgen geht es los nach Stuttgart und zum Bloggertreffen auf der Slow Food Messe. Ich bin ja schon sowas von gespannt, wen ich da alles treffen werde, was wir gemeinsam erleben werden und überhaupt… auf den ganzen Tag!

Der Kameraakku läd schon auf (damit ich das bloß nicht vergesse!), Notizbuch und Stift sind bereits eingepackt und ich sitze hier vor lauter Vorfreude wie auf glühenden Kohlen.

Da hilft nur eines: noch etwas bloggen. Und ich hab auch wieder was Tolles für Euch. Nachdem ich nämlich letzte Woche zum aller ersten Mal Ricotta selbst gemacht habe, hat es mich nun gepackt: das Selbermachen, Ausprobieren, das „Gucken-was-geht-und-wie“ und wie es am Ende schmeckt. Und wenn mich mal etwas packt, dann gibt es bei mir kaum noch ein Bremsen und ich lege los. Somit habe ich diese Woche gleich mein nächstes Projekt in Angriff genommen: selbst gemachten Joghurt.

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Man benötigt kaum Zutaten dafür; nur Milch und Joghurtkulturen. Die Joghurtkulturen kann man sich sozusagen „pur“ holen – beispielsweise in Reformhäusern (ein Päckchen reicht da meist für mehrere Ansätze) – oder man kauft sich einen beliebigen Naturjoghurt und nimmt diesen um an die Joghurtkulturen heranzukommen. Und schon kann man loslegen.

Hat man übrigens schon eine Fuhre selbst gemachten Joghurt, kann man für die nächsten Ansätze auf diesen zurück greifen um an seine Joghurtkulturen zu kommen. Nach 10 bis ca. 15 Mal sollte man dann allerdings wieder frischere Kulturen nehmen, die dann aber auch wieder mehrmals weiterverwendet werden können.

Tja… und kaum war meine erste Portion Joghurt fertig und essbereit, wurde ein Gläschen umgehend geöffnet, verputzt und keine zwei Tage später war schon die zweite Fuhre in der Joghurtmaschine. Denn nun bin ich süchtig danach. Nach Joghurt. Joghurt pur, Joghurt mit etwas Cerealien oder, mal ganz böse und „Pölsterchen-freundlich“, mit etwas Zimtzucker. Mhhh! Und ich kann es kaum noch erwarten, bis es die ersten „echten“ Früchte zu kaufen oder im eigenen Garten zu pflücken gibt und ich ein paar schöne, frische Beeren im Joghurt versenken kann. Doch bis dahin dauert es noch etwas, auch wenn der Johannisbeerbusch im Garten langsam austreibt und die Ranken der Walderdbeeren sich ihren Platz zurückerobern.

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Und bis dahin kann man ja super ausprobieren, was einem sonst noch im oder zum Joghurt schmeckt. Habt Ihr da irgendwelche Tipps? Was liebt Ihr denn so in Eurem (Natur-)Joghurt?

Selbst gemachter Joghurt

Zutaten für 1 Liter Joghurt

  • 1 l Milch (ganz normale 3,5% Milch; ich nehme sehr gerne die Milch aus der Flasche vom Bioland-Sortiment von Schwarzwaldmilch… die ist nicht homogenisiert und schmeckt einfach köstlich)
  • 150 g Naturjoghurt oder 1 Portion Joghurtkulturen (wie schon gesagt kann man nach dem ersten Ansetzen auch 150 g Joghurt aus der eigenen Produktion nehmen)

Und Ihr braucht eine Joghurtmaschine.

Zudem ist ein Thermometer praktisch.

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Man kann dem Joghurt natürlich schon bei der Herstellung ein Aroma verpassen; beispielsweise kann man eine ausgekratzte Vanilleschote mit in die Milch geben und vor dem Umfüllen wieder heraus fischen. Ich mache allerdings am liebsten den Joghurt pur und füge dann kurz vor dem Essen die gewünschte Zusatzzutat bei. So kann ich kurzfristig entscheiden, wie der Joghurt dieses Mal schmecken soll.

Zubereitung

Erst sollte die Milch erhitzt werden um eventuellen Keimen in der Milch den Garaus zu machen. Dazu die Milch in einen Topf geben und bis 85-90°C erhitzen – also bis die Milch fast kocht. Dabei gut rühren, damit nix anbrennen kann, sonst hat man am Ende nicht nur den Spaß beim Topf schrubben, sondern hat auch ein paar braune Partikel von der angebrannten Milch auf dem Boden der Joghurtgläser. Ja, ich spreche da aus Erfahrung 😉

Dann den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Bis auf 40°C. Die Joghurtkulturen vertragen keine höheren Temperaturen, deshalb: nur Geduld, auch wenn es schwer fällt. In der Zwischenzeit kann man die Joghurtgläser noch einmal kurz mit heißem Wasser ausspülen, damit sie wirklich komplett sauber und ebenfalls möglichst keimfrei sind.

Ist die Milch weit genug abgekühlt, den Naturjoghurt bzw. die Kulturen hinzufügen und gut verrühren, bis alles gut vermischt ist.

Nun die Mixtur in die Joghurtgläser füllen, diese gut verschließen und in die Joghurtmaschine stellen. Mit der Haube abdecken und die Maschine anschalten. Für wie lange muss man selbst ausprobieren, denn das ist Geschmackssache. Je weniger Stunden die Maschine läuft, desto flüssiger aber auch milder wird der Joghurt. Und je länger sie läuft, desto fester und säuerlicher wird das Ergebnis. Mein Tipp: Den Mittelwert (ca. 6-8 Stunden) nehmen und bei den nächsten Fuhren die Dauer anpassen.

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Auch habe ich gehört, dass es einen Unterschied macht, ob man die reinen Kulturen oder Joghurt zum Anrühren verwendet. Bei Kulturen wird das Ergebnis wohl schneller fest. Doch auch hier: einfach probieren; falsch machen kann man nix.

Sobald die Maschine fertig ist, kann man den Joghurt heraus nehmen und in den Kühlschrank stellen. Wie lange er sich schön gekühlt hält habe ich bisher noch nicht ausprobiert, aber es sind schon einige Tage.

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Ich gönne mir nun noch ein Gläschen und warte voller Vorfreude auf das morgige Bloggertreffen auf der Messe. Natürlich gibt es hier danach einen ausführlichen Bericht.

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Habt ein wunderbares Wochenende – hoffentlich sogar mit dem ein oder anderen wärmenden Sonnenstrahl!
Eure Ylva

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