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Nun ist es offiziell: Wir haben uns tatsächlich angesteckt – mit dem Brotbackfieber! Selbst gebackene Brötchen am Wochenende zum Frühstück, Brötchen unter der Woche zum Abendbrot, zum Verschenken oder für Zwischendurch. Brötchen pur, mit Mohn, mit Sesam oder (unser derzeitiger Liebling) mit Lauge und tollem Salz. Und jetzt auch noch Buttertoast!

Habt Ihr jemals darüber nachgedacht Toastbrot selber zu backen? Nein? Wisst Ihr, wie unglaublich gut das schmeckt? Heidewitzka! Der Toast aus dem Supermarkt muss sich da schämend in einer Ecke verkriechen, denn so ein frischer, selbst gemachter Buttertoast ist ein wahrer Traum. Weder gummiartig noch wabbelig oder fad, sondern wunderbar saftig, luftig locker und lecker kommt er daher und verzaubert einen mit jedem Bissen aufs Neue.

Zum ersten Mal habe ich das mit dem Toast backen letzte Woche ausprobiert da ich dachte: das probiere ich nun einfach mal aus. Und als dieses herrlich duftende, heiße Etwas aus dem Ofen kam wurde sich so gierig darüber hergemacht, dass wir zu zweit gleich ein halbes Brot gegessen haben. Inzwischen habe ich schon mehrere Brote gebacken, auch schon welche verschenkt, und bekomme einfach nicht genug davon.

Denn es schmeckt ja so unglaublich gut! Die Konsistenz ist einfach grandios: Weich, feine Poren im Teig, mit einer tollen Kruste: nicht zu hart und nicht zu weich, sondern schön krümelig. Und alles in allem einfach köstlich.

Und zudem geht das so einfach zu machen, dass man es kaum glauben kann während man da rührt, dem Teig beim Gehen zusieht, ihn nochmal kurz durchknetet, erneut gehen lässt und ihn dann schließlich in den Ofen schiebt.

Hat man 2 Kastenformen und möchte sich Aufwand sparen empfiehlt es sich wohl übrigens tatsächlich gleich richtig zu backen: Nämlich zwei Brote auf einmal, damit man sich eines einfrieren kann um es bei Bedarf wieder aufzutauen. Oder um es einem lieben Menschen zu schenken und ihm somit eine Freude zu machen. Ich bevorzuge die super frische Variante und backe daher meist nur eines… bei uns reicht es auch für einige Abendmahlzeiten.

Buttertoast

Das Rezept habe ich mir wieder bei Frau Feinschmeckerle abgeguckt, von der auch schon das Rezept für die Frühstücksbrötchen vor ein paar Wochen war. Es geht wirklich super einfach zu machen, man benötigt nur einige Stunden an Zeit, da erst die Hefe in Wasser gehen muss, dann der Teig aufs Doppelte wachsen muss und dann, nach kurzem Durchkneten, noch einmal aufgehen muss. Und dann muss das Ganze natürlich noch gebacken werden. Aber der zeitliche Aufwand lohnt sich und man selber muss dennoch kaum etwas machen; nur anfangs alles ordentlich verkneten.

Zutaten für 1 Buttertoast aus einer Kuchen-Kastenform

Ansatz:

  • 6 g Frischhefe
  • 9 g Salz
  • 50 ml kaltes Wasser

Hauptteig:

  • 500 g Weizenmehl
  • 10 g Zucker
  • 10 g Honig
  • 10 g Speisestärke
  • 250 ml kühle Milch
  • 30 g sehr weiche Butter

Zubereitung

Zuerst den Hefeansatz anrühren. Dafür Hefe und Salz im kalten Wasser verrühren und für 30 Minuten bis zu 20 Stunden gehen lassen. Ich gebe dem ganzen, wie Frau Feinschmeckerle in ihrem Rezept, ca. 1 Stunde Zeit.

Dann den Hefeansatz zusammen mit allen Zutaten für den Hauptteig in eine große Rührschüssel geben und mit den Knethaken vom Handrührgerät zu einem schönen Teig verkneten. Ich nehme zum Kneten auch gerne die Hände zur Hilfe, sobald das Rührgerät alles grob vermischt hat. Ruhig 5-10 Minuten lang kneten, damit sich alle Zutaten gut miteinander vermengen. Der Teig klebt leicht, das ist normal, also fügt kein weiteres Mehl hinzu. Nach dem ersten Gehvorgang wird er nicht mehr kleben.

Nun die Schüssel mit Folie abdecken oder in eine Plastiktüte einpacken und den Teig so lange ruhen lassen, bis er aufs Doppelte aufgegangen ist. Das dauert in etwa 2-3 Stunden.

Dann den Teig auspacken, gut durchkneten und nun kommt ein kleiner Trick mit Twist. Dazu den Teig in zwei Rollen formen, die etwas länger sind als die Kastenform. Diese nun miteinander zu einer Spirale verdrehen und in die Kastenform legen. Ich fette die Kastenform gerne noch etwas ein, bevor ich den Teig hinein gebe. Warum man das mit dem Twist macht? So bekommt das Brot eine schönere Form.

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Nun das Ganze noch einmal gehen lassen, bis der Teig um 1/3 gewachsen ist. Ich lasse ihn gerne sogar eine ganze Stunde gehen. Dann den Ofen vorheizen: 200°C Ober- und Unterhitze.

Sobald der Ofen vorgeheizt ist, die Kastenform hinein schieben und die Temperatur im Ofen auf 175°C herunterschalten. Noch ein Trick: Wenn man das Brot in den Ofen schiebt, vorher kurz ein paar Spritzer Wasser ins Backröhr geben, das macht dem Toast schön Dampf.

Das Brot für 35-40 Minuten backen. Ganz frisch aus dem Ofen lässt es sich nicht ganz so gut schneiden, aber wer ein scharfes Messer hat, kann mit etwas Gefühl dem frischen, noch leicht auseinander fallendem Brot zu Leibe rücken und sich eine Scheibe heißen Toast, frisch aus dem Ofen gönnen. Sobald es abgekühlt ist lässt es sich in einem Brotbehälter oder in einer Plastiktüte gut für einige Tage lagern.

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Der Toast ist so lecker, dass man ihn tatsächlich kaum toasten muss um einen super Brotgenuss zu haben. Wer dennoch mag: nur zu.

Habt einen wunderschönen Frühling!

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