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Derzeit bin ich ja total verrückt nach Fisch. Ehrlich wahr. Sobald mich beim Einkaufen ein schönes Stückchen aus der Fischtheke anlacht, bin ich sofort in Versuchung zuzugreifen. So auch neulich beim Einkaufen, als mir ein schönes Stück Lachs ins Auge fiel. Der Lachs landete schön kühl verpackt im Einkaufskorb und sofort hatte ich eine wahre Flut an Ideen, was ich damit alles anstellen könnte. Nun kommt mir persönlich bei Lachs oft nur das eine Lieblings-Soul-Food in den Sinn: Sushi. Manchmal noch gefolgt von Onigiri und inzwischen auch herrlich zart im Ofen gegart. Doch ich wollte mal etwas Neues ausprobieren. 

Nein, das wird nun kein extravagant-verrücktes Rezept wie beim letzten Mal mit der Erdbeersuppe (von der ich übrigens immer noch begeistert bin und weswegen ich es kaum erwarten kann, bis die kleinen Früchtchen wirklich ihre Saison haben). Dennoch gibt es heute mal etwas anderes als das altbekannte Sushi bzw. dem Kleingehackten vom Lachs in feinen Reisbällchen.

Denn ich dachte mir: Warum eigentlich immer asiatisch gewürzter Sushi-Reis zum leckeren Lachs? Warum nicht mal mehr in Richtung Europa? Warum denn nicht… Kartoffel?? Das wollte ich ausprobieren und somit entstand eine kleine Platte voller kleiner Fingerfood-Snacks, die auch ideale Begleiter für Partys und/oder Buffets hätten sein können. Insgesamt habe ich drei verschiedene Lachs-Kartoffel-Happen zubereitet. Und was war das lecker!

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Da gab es erst einmal leckeres Tatar vom Lachs, mit etwas Zitronensaft und Olivenöl gewürzt und zwischen zwei Kartoffelchips eine wahre kleine Knusper-Sünde.

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Daneben gab es „Sushi mal anders“: Lachsstückchen auf gegarten und ausgekalteten Pellkartoffel-Stückchen; mit etwas eingelegtem Ingwer, Wasabi und Rettichsprossen dazu ein köstlicher Traum und eine sehr leckere und zudem Zeit und Aufwand sparende Alternative zum klassisch-japanischen Liebling.

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Und als kleinen Leckerbissen am Schluss ein fluffiges Kartoffelküchlein mit klein gehacktem Lachs, garniert mit weiteren Rettichsprossen und mit einem genialen Kontrast von kalt und warm.

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Das schönste an allen drei Happen – abgesehen davon, dass sie super lecker sind? Sie sind super einfach (und wenn man mal vom Kartoffel kochen absieht auch recht schnell) zuzubereiten. Seht selbst:

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Lachs-Tatar zwischen knusprigen Kartoffel-Chips

Zutaten für 10 Happen

  • 20 gesalzene Kartoffelchips (alle ungefähr gleich groß)
  • ca. 100 g frisches Lachsfilet guter Qualität, ohne Haut und Gräten
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz (ich habe wieder mein liebstes Zitronensalz genommen)
  • 1-2 TL gutes Olivenöl 

Zubereitung

Die Chips kann man sogar selbst machen, (das ausführliche Rezept dazu gibt’s inzwischen hier). Wem das zu viel Aufwand ist, kauft einfach salzige Chips von guter Qualität im Supermarkt.

Das Lachsfilet mit einem scharfen Messer in kleine Stückchen schneiden oder hacken und mit dem Zitronensaft und Olivenöl vermischen.

Je 1-2 TL vom Tatar auf 1 Kartoffelchip geben und mit einem weiteren Chip abdecken. Möglichst kurzfristig vor dem Verzehr zubereiten, da die Chips innerhalb von maximal 30 Minuten aufweichen.

Wer mag kann auch etwas Räucherlachs-Tatar unter den frischen Lachs mischen, das gibt geschmacklich noch einen schönen Kick. Zudem kann man etwas mit der Würze experimentieren: etwas Dill oder Frühlingszwiebeln untermischen, etwas Sojasauce oder Essig zum Würzen nehmen und eventuell noch etwas Radieschen, Meerrettich, Wasabipaste, Crème fraîche oder Frischkäse auf den oberen Kartoffelchip geben.

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Lachs nach Sushi-Art auf gekochter Kartoffel

Zutaten für ca. 10 Kartoffel-Lachs-Nigri

  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 50 g frisches Lachsfilet guter Qualität, ohne Haut und Gräten
  • eingelegter Ingwer, Wasabi und Rettichsprossen zum Servieren

Zubereitung

Die Kartoffeln sollten möglichst frisch gekocht, aber nicht mehr heiß sein; also hierfür genügend Zeit einplanen. Die Kartoffeln in kochendes Salzwasser geben und garen, dann abschrecken, auskalten lassen und pellen. Zu ca. 10 möglichst gleich großen Quader-ähnlichen Stücken schneiden.

Das Lachsfilet in dünne Streifen schneiden, wie beim Sushi. Diese Streifen auf die Größe der Kartoffelstückchen zurecht schneiden. Die Kartoffeln mit dem Lachs belegen und zusammen mit Ingwer, Wasabi und Sprossen servieren.

Auch hier bieten sich eine Vielzahl an Variationen an. Statt Lachs kann man natürlich auch andere Beläge nehmen, beispielsweise Garnelen, anderen Fisch, Rührei, Wurst, Fleisch oder auch Gemüse. Zudem kann man auch hier mit den Beilagen experimentieren: Wasabi, Meerrettich, Radieschen, Oliven, Kapern, Kresse, Senf,…

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Lachs-Tatar auf Kartoffelküchlein

Zutaten für 2 belegte Küchlein (2 kleine Vorspeisen)

  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 1 TL Mehl (wer Gluten nicht verträgt kann auch Kartoffelstärke oder glutenfreies Mehl nehmen)
  • 1 gute Messerspitze Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 g frisches Lachsfilet guter Qualität, ohne Haut und Gräten
  • Rettichsprossen zum Servieren (Deko) 

Zubereitung

Die Kartoffel in kochendes Salzwasser geben und garen, dann abschrecken, ankalten lassen und pellen. Dann die Kartoffel ordentlich mit einer Gabel zerdrücken, 1 TL Mehl, 1 Prise Backpulver und 1 kleine Prise Salz pro zerdrückter Kartoffel unterrühren. Doppelt so viele kleine Bällchen formen, wie ursprünglich Kartoffeln im Topf waren, diese platt drücken und in heißem Öl bei mittlerer Hitze goldgelb ausbacken.

Hierbei gilt übrigens das gleiche wie immer bei Kartoffeln in der Pfanne, wenn man frustiges Festkleben des Bratguts vermeiden will: hoch erhitzbares Öl nehmen, dieses erst richtig heiß werden lassen, bis es fast (fast!) den Rauchpunkt erreicht und erst dann die Kartoffeln (hier den Kartoffelteig) hinein geben und nun die Hitze auf die gewünschte Stärke regeln. Nun das Bratgut erst einmal in Ruhe lassen, damit sich unten eine leichte Kruste bilden kann, und erst sobald es sich „von alleine“ vom Pfannenboden löst vorsichtig wenden. 

Das Lachsfilet mit einem scharfen Messer in kleine Stückchen schneiden oder hacken und auf den fertigen und noch warmen Küchlein drapieren. Mit ein paar Sprossen garnieren und rasch servieren.

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Ich habe alle drei Varianten auf einer Platte angerichtet und zusammen mit eingelegtem Ingwer, Wasabi, Rettichsprossen und einem Löffel Fischrogen serviert. Mjammm!

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