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Heute habe ich einen Tipp für Euch und ein so super leckeres Rezept, dass wir uns selbst heute – einen Tag nachdem wir es gemacht haben – fast schon wieder dafür in die Küche stellen könnten.

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Aber eins nach dem Anderen. Kennt Ihr schon die tolle Foto-App von Hipstamatic? Ich habe sie mir vor ein paar Wochen auf mein Handy geladen und bin seither super viel am Knipsen.

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Meine Spiegelreflex-Kamera und meist auch die eine oder andere Polaroid habe ich zwar wirklich immer und überall dabei, aber manchmal macht es doch auch Spaß einfach schnell das Handy zu zücken und rasch loszulegen.

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Bei der App von Hipstamatic hat man mehrere Linsen (die wirken hauptsächlich wie ein Effekt bzw. Filter auf das Bild) und Filme zur Auswahl, die man sich vor dem Knipsen auswählt. Das Foto schießt man dann mit der App selbst.

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Anfangs hat man schon ein paar Linsen und Filme zur Auswahl, doch kann man sich (wenn man will) nach und nach neue Paks mit neuen Linsen, Filmen und sonstigen Effekten dazu kaufen.

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Ich habe mir vor ein paar Tagen das Foodie SnapPak dazu gekauft, dessen Effekte von David Loftus inspiriert sind – dem Fotograf, von dem beispielsweise alle Fotos in den Jamie Oliver Büchern sind.

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Das Ergebnis sind immer wirklich appetitanregende Bilder und es macht super Spaß damit zu Knipsen!

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Doch obwohl mit diesem Pak gerade Food-Bilder unglaublich super rüber kommen, kann man natürlich auch anderes super damit ablichten.

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Zusätzlichen zu dem Foodie SnapPak gibt es auch ein Pak für Portraits und viele weitere, mit denen man super knipsen kann. Zudem lassen sich die unterschiedlichen Linsen, Filme und auch Blitze super untereinander kombinieren.

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Wer neugierig ist; hier ist der Link zur App im AppStore.

Beim Kochen gestern Abend habe ich jedenfalls mit dieser App fotografiert und dabei die Loftus-Linse, sowie den zugehörigen Film eingestellt.

Und was wir gekocht haben? Mein Papa hat mir vor zwei Wochen von einer super leckeren Lasagne erzählt, die er gekocht hatte: mit selbst gemachten Nudelplatten, Tomatensauce und Spinat. Und als er meinte, dass das die leckerste Lasagne gewesen wäre, die er je gegessen hätte, habe ich um das Rezept gebeten, damit ich sie auch einmal ausprobieren kann. Ich habe mich grob an sein Rezept gehalten, letztlich ist aber doch etwas anderes, wenn auch ähnliches, dabei entstanden. Geschmeckt hat die Lasagne einfach nur köstlich – so köstlich, dass ich Euch unbedingt das Rezept verraten will.

Obwohl weder ich noch mein Schatz normalerweise allzu große Fans von Spinat sind, haben wir uns gestern, als die Lasagne endlich aus dem Ofen durfte, wie die hungrigen Wölfe darüber hermacht. Total lecker, cremig und einfach nur… köstlich!

Warum macht man nun selbst gemachte Nudelplatten für seine Lasagne, wenn es diese doch so super praktisch, in getrocknetem Zustand und bereits perfekt zugeschnitten, im Supermarkt zu kaufen gibt? Seit gestern wissen wir warum. Zugegeben: Die fertigen Platten sind gut, wirklich praktisch und lassen sich super verwenden. Dennoch: Bei Lasagneplatten aus der Packung hat man die Möglichkeit die trockenen Platten zu nehmen, die sich dann meist rasch verbiegen und große Lufteinschlüsse in der Lasagne entstehen lassen. Will man das vermeiden kann man die Nudeln vorkochen, doch das macht auch wieder Aufwand. Zudem muss man die Lasagne meist recht lang im Ofen lassen, bis die Nudeln durch und somit gar und weich sind. Das ist jetzt alles zwar nicht schlimm, doch nachdem wir gestern die selbst gemachten Nudeln verwendet haben, bin ich ernsthaft am Überlegen, ob ich das jetzt immer so machen werde.

Dadurch, dass man die Platten in sehr weichem und dünnen Zustand auslegen kann, hat man eine sehr dünne Nudelschicht ohne Lufteinschlüsse darüber oder darunter. Zudem reicht es, wenn man die Lasagne für 15-20 Minuten backt – bis der Käse schön knusprig ist – und man hat eine wirklich feine Konsistenz, die einen zum Schwärmen bringt!

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Die Kombination mit dem Spinat und der Tomatensauce war genial und mit den frischen Nudeln so cremig, dass man nicht einmal eine Bechamel-Sauce vermisst hat, die bei mir bisher nie fehlen durfte.

Ich kann Euch also nur raten: nehmt Euch die Zeit und probiert diese Lasagne unbedingt mal aus! Auch wenn Ihr keine Vegetarier seid. Auch wenn Ihr normalerweise die Bolognese in der Lasagne unbedingt braucht. Auch wenn Ihr Spinat eigentlich nicht so sehr mögt. Auch wenn es etwas Aufwand macht die Nudeln zu machen.

Ihr werdet begeistert sein!

Vegetarische Lasagne mit selbst gemachten Nudelplatten, Tomatensauce und sahnig-cremigem Spinat

Zutaten für die Nudeln für 4 Portionen:

  • 300 g Hartweizenmehl (ersatzweise 200 g Weizenmehl und 100 g Hartweizengrieß)
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb
  • 1-2 Prisen Salz
  • etwas Wasser (ich habe ca. 50 ml Wasser gebraucht, aber das ist nur ein Richtwert)

Für die Tomatensauce:

  • 300 g passierte Tomaten
  • 1-2 Zwiebeln, geschält und gehackt
  • 1-2 Knoblauchzehen, geschalt und gehackt
  • 1-2 TL Balsamicoessig
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Olivenöl

Für den Spinat:

  • 500 g geputzen Spinat, grob gehackt
  • 1-2 Zwiebeln, je nach Größe, geschält und gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, geschält und gehackt
  • 1/4 l Sahne
  • 1 EL Butter
  • etwas Olivenöl
  • Zitronensalz
  • etwas Pfeffer und Muskat

Für die Käsekruste:

  • 1 Hand voll frisch geriebener Pecorino
  • 1 Hand voll frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:

Nudelteig:
Der Nudelteig muss eine Stunde ruhen, bevor man ihn verarbeitet, daher am besten zuerst mit ihm beginnen:

Das Mehl mit den Eiern, dem Eigelb und dem Salz zu einem festen, glatten Teig verkneten. Eventuell etwas Wasser nachgießen – ich brauchte an die 50 ml, bis ich einen schönen Teig hatte; das kommt aber immer etwas auf das Mehl und auch auf die Wetterlage an. Den Nudelteig in Frischhaltefolie oder eine Plastiktüte einpacken und für 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Während der Ruhepause kann man schon einmal die Tomatensauce und den Spinat vorbereiten.

Tomatensauce:
Zwiebeln und Knoblauch bei niedriger bis mittlerer Hitze in etwas Öl glasig dünsten, mit Tomaten aufgießen und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Am besten bei niedriger Temperatur für mindestens 15 Minuten ziehen lassen; unsere war sogar ein paar Tage im Kühlschrank und hatte ein super Aroma, da sie so lange durchziehen konnte.

Spinat:
Für den Spinat braucht Ihr einen großen Topf, in dem der rohe Spinat Platz hat. Die Zwiebeln bei mittlerer Temperatur in etwas Öl anschwitzen, dann den Spinat hinzu geben, den Deckel auf den Topf legen und 5 Minuten warten, bis der Spinat zusammen gefallen ist. Dann mit Zitronensalz, Pfeffer und Muskat würzen, die Sahne dazu geben, ebenso den Knoblauch und so lange kochen, bis die Flüssigkeit von der Sahne fast komplett eingekocht ist. Dann einen Löffel Butter unterrühren und erneut etwas einkochen.

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Lasagne zusammen stellen:
Den Nudelteig vierteln, drei Teile wieder in die Folie einwickeln. Das übrige Viertel mit der Nudelmaschine zu einer dünnen Teigbahn ausrollen. Wir rollen den Teig gerne ein paar Mal durch die größte Öffnung und klappen ihn dazwischen immer einmal zusammen; so wird der Teig wunderbar geschmeidig. Dann noch einmal durch die weiteste Öffnung drehen und nun Schritt für Schritt die Rollen eine Stufe enger einstellen und den Teig Schritt für Schritt hindurchkurbeln. Wir haben ihn dieses Mal bis zur vorletzten Dicke durchgekurbelt, das war uns dünn genug.

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Die so entstandene Nudelbahn bereit legen und mit den übrigen Teigvierteln ebenso verfahren.

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Nun ein Viertel der Spinatmasse zu einer dünne Schicht in der Auflaufform verteilen. Diese mit zurecht geschnitten Nudeln aus den Teigbahnen belegen. Dann ein Viertel der Tomatensauce zu einer weiteren dünnen Schicht auf die Nudeln streichen.

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Wieder mit einer Schicht Nudeln belegen und so weiter, bis Ihr abwechselnd insgesamt 4 Schichten Spinat und 4 Schichten Tomatensauce habt. Zwischen den einzelnen Schichten immer Nudelplatten auslegen. Die letzte und somit oberste Schichte sollte aus Tomatensauce bestehen. Diese Schicht nun mit dem Käse bestreuen.

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Die Lasagne für ca. 20 Minuten in den Ofen schieben und heiß servieren. Schatz braucht dazu etwas Brot, ich esse sie auch gerne ohne.

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Dazu haben wir uns einen herrlich fruchtigen Rotwein aus Sizilien aufgemacht. Mhhh!

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Guten Appetit!

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