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Pünktlich zum Jahresanfang fallen die Temperaturen und ab und zu fallen sogar ein paar Schneeflocken. Wenn ich da einen Monat zurück denke… an Weihnachten hatten wir bei 20°C Außentemperatur T-Shirts an und es war uns immer noch fast zu warm. Nix mit weiße Weihnacht…

Somit finde ich es richtig schön, dass der Winter uns doch nicht vergessen hat und uns mit etwas Frost und verschneiten Landschaften beehrt.

Unsere Katzen finden das auch toll: die Heizungsliegen sind derzeit heiß begehrt, ebenso die Plätze auf den beheizten Fensterbrettern. Denn dort ist es nicht nur schön warm, sondern man kann herrlich die nach Futter suchenden Vögel beobachten. So sitzen unsere drei Samtpfoten derzeit oft stundenlang vor den Fenstern zum Garten hin und schauen glücklich dem Gewusel draußen zu.


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Für mich ist der Winter eine tolle Zeit zum Kochen und Backen. Damit wird es in der Küche nicht nur schön mollig warm, sondern man hat auch was Leckeres zu Futtern. Also habe ich mich gestern in die Küche gestellt um die Lieblings-Cupcakes von meinem Schatz zu backen: Sekt Cupcakes.

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Die sind super weich, fluffig, leicht prickelnd und zudem unglaublich lecker! Getoppt mit einer leckeren Creme aus Puderzucker, Frischkäse und Butter sind sie wahre Wölkchen mit Hüftgold-Garantie, die nur darauf warten, dass man voller Glückseligkeit in sie hinein beißt. Wer neugierig ist: hier geht’s zum Rezept.

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Da diese traumhaften Cupcakes mit 3 Eiweiß gebacken werden, stellte sich mir gestern Abend die Frage: Was soll ich nun mit den 3 übrigen Eigelb anfangen? Die Antwort lies nicht lange auf sich warten: Eierlikör! Mjamm!!

Also wurde die Rührschüssel noch einmal gezückt, der Rum aus dem Schrank geholt, eine Vanilleschote aus dem Gewürzfach gekramt, die Puderzucker-Schachtel wieder geöffnet und losgelegt.

Laut vielen Eierlikör-Rezepten die ich kenne, wird die Mixtur vor dem Einfüllen in Flaschen erwärmt. Ich habe gestern den Likör kalt angerührt und direkt, also ohne Erwärmen, umgefüllt und in den Kühlschrank gestellt. Ja ok… erst musste natürlich probiert werden, logisch! Das Ergebnis: ein super leckerer, cremiger Likör.

Im Gegensatz zu manchen Eierlikören, die doch sehr fest sind – ein Bekannter von uns hat früher beispielsweise einen so dickflüssigen Likör gemacht, dass man den in kaltem Zustand tatsächlich schneiden konnte – ist diese Variante recht dünnflüssig. Dennoch: der Likör schmeckt wirklich fein und das Tolle daran ist, dass er unglaublich schnell und zudem sehr einfach anzurühren ist.

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Ihr wollt auch? Dann mal los!

Zutaten für knapp 300 ml kaltgerührten Eierlikör:

  • 3 Eigelb (je besser die Qualität der Eier, desto leckerer der Likör!)
  • 1/2 Vanilleschote
  • 100 g Puderzucker
  • 100 ml weißen Rum
  • 100 ml Schlagsahne

Tipp zum Mischverhältnis:

Das „perfekte“ Mischverhältnis ist Geschmackssache! Mit diesem Rezept erhält man einen nicht allzu süßen Likör, der stark und zudem recht flüssig ist.

Probiert gerne damit herum, um den idealen Likör für Euch zu erhalten: Wer es süßer mag, kann es mit etwas mehr Zucker versuchen. Die verwendete Menge an Ei, Sahne und Rum wirkt sich auf die Farbe sowie die Dick- bzw. Dünnflüssigkeit aus und bestimmt zudem, wie stark und cremig-sahnig der Likör letztendlich ist.

Zudem muss man nicht unbedingt Rum verwenden, sondern kann Kirschwasser oder andere fiese Spirituosen (z.B. Korn oder gar selbst gemachten Obstbrand) nehmen.

Und wer noch etwas mit dem Geschmack experimentieren möchte, kann vor dem Einrühren vom Puderzucker auch noch ein paar Gewürze, wie beispielsweise ein wenig geriebene Zitronen- oder Orangenschale, hinein rühren.

Zubereitung:

Die Eigelb in einer Schüssel verquirlen. Die Vanilleschote längs aufschneiden, Mark gründlich heraus kratzen und zu den Eigelb in die Schüssel geben. Gut mit dem Schneebesen verrühren. Den Puderzucker entweder hinein sieben oder (um Klumpenbildung zu vermeiden) in zwei Schüben hinein rühren.

So lange rühren, bis Eier und Puderzucker eine schön gleichmäßige Masse ergeben haben und keine Klumpen mehr zu sehen sind. Nun den Alkohol hinzu geben, verrühren, und schlussendlich die Sahne unterrühren.

Wer mag kann den fertigen Likör vor dem Abfüllen durch ein Sieb geben. Wer aber gut genug gerührt hat, sollte ohnehin keine Klümpchen mehr im Likör haben.

Den fertigen Likör in Flaschen abfüllen – und ganz wichtig: dabei schon einmal eine Portion kosten – die Flasche gut verschließen und im Kühlschrank lagern. Die Reste in der Rührschüssel kann man übrigens super ausschlecken!

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Der Likör ist in einer hübschen Flasche ein klasse Geschenk, man kann ihn allerdings auch ebenso gut selbst vernichten. Auf jeden Fall ist er super lecker und tröstet wunderbar über die letzten Wintermonate hinweg… bis endlich bald der Frühling kommt und man spätestens an Ostern wieder einen Grund hat ihn zu schlürfen! 😉

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In diesem Sinne: Prost! 

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