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Wie ich bereits vor einigen Tagen angedeutet habe, habe ich von der Münchener Agentur für Kulinarik und Lebensstil storykitchen eine Weihnachts-Überraschung zugeschickt bekommen: Ein super tolles Probierpaket, voll gepackt mit herrlichen Leckereien, die ich während der letzen Wochen probieren durfte.

Mit dabei war eine wunderbare Auswahl an Salzen von der Firma Falksalt. Diese Salze werden in Zypern in Handarbeit geschöpft und anschließend weiter verarbeitet. Das Schöne an den Salzen ist nicht nur ihr Aussehen – sie sind geformt wie kleine Kristallpyramiden und sind je nach Zusatz farbig oder auch mit Kräutern versehen – sondern auch die Verwendung: sie werden mit den Fingern über den Speisen zerrieben und entfalten dabei ihr volles Aroma. Es gibt sie in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, beispielsweise mit Zitrone, Steinpilzen, Rosmarin, wildem Knoblauch, Chili oder „ganz schlicht“ und ohne Zusatz: naturell.

Nachdem wir zuerst die Salze einfach mal pur probiert hatten und begeistert waren, beschlossen wir als erstes mit dem Zitronensalz zu kochen und zu schauen, wie stark sich das Salz beispielsweise bei einem Fisch aus dem Backofen auswirkt. Das Zitronensalz hat eine wunderschöne gelbe Farbe und schmeckt schön kräftig und dennoch mild nach Zitrusfrüchten.

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(Bild: mit der freundlichen Genehmigung von STORYKITCHEN)

Also haben wir auf dem Wochenmarkt einen kleinen Wolfsbarsch gekauft. Ich wollte unbedingt ausprobieren, wie stark man das Salz im fertig gegarten Fisch schmecken kann, also habe ich den ganzen Fisch mit Olivenöl eingerieben, ausschließlich mit dem Zitronensalz gewürzt und vor dem Braten eine Stunde im Kühlschrank marinieren lassen. Weitere Zitronen oder Kräuter habe ich nicht verwendet, ebenso wenig wie Knoblauchzehen, die ich sonst sehr gerne mit in den Bräter zum Fisch gebe.

Dazu gab es Belugalinsen, die ich mit etwas Essig und weiterem Zitronensalz gewürzt habe. Das Schöne an den Belugalinsen ist ihre kräftige dunkle Farbe und dass sie nach dem Garen noch schön bissfest sind. Auch super ist, dass man diese Linsen nicht einweichen muss, bevor man sie gart. Zusätzlich gab es als knusprige Beilage noch ein paar Kartoffel-Möhren-Rösti dazu.

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Geschmeckt hat alles herrlich! Was mich dabei sehr fasziniert hat war, dass man das Salz und die darin enthaltene Zitrone wirklich sehr gut herausschmecken konnte. Nicht nur die mit Salz eingeriebene Haut schmeckte, als hätte man sie mit Zitronensaft behandelt, sondern auch das Fischfilet selbst. Zudem habe ich etwas vom Salz auf die fertigen Linsen gerieben, das hat beim Servieren optisch wunderschön was hergemacht!

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Wolfsbarsch auf Belugalinsen mit Kartoffel-Möhren-Rösti

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 kleiner Wolfsbarsch, ca. 200-250g
  • Olivenöl
  • Falksalt Zitronensalz
  • 75 g Belugalinsen
  • Apfel Balsam Essig
  • 2 mittelgroße Kartoffeln, festkochend
  • 1/2 kleine Möhre
  • etwas Erdnussöl oder Butterschmalz
  • etwas Apfel Balsam Essig zum Beträufeln

Zubereitung:

Den Fisch gründlich schuppen. Wie das geht, habe ich hier bereits beschrieben. Beim Wolfsbarsch hat das Entschuppen ziemlich gespritzt und in der Nähe vom Rückenkamm musste ich aufpassen, da er ziemlich scharfkantig war. Das grobe Entschuppen habe ich zum Wohle der sauberen Küche im Garten erledigt. Für die Feinarbeit habe ich den Fisch in die Spüle gelegt und hier unter fließendem Wasser die restlichen Schuppen an Bauch und unter den Flossen entfernt. Wer den Fisch nicht selbst entschuppen mag, kann beim Kauf den Händler bitten, das für einen zu erledigen.

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Den fertig entschuppten Fisch mit Olivenöl einreiben oder einpinseln und außen und innen mit insgesamt 1 TL Zitronensalz würzen. Den Fisch in einen Bräter oder eine Auflaufform legen (er sollte möglichst flach darin Platz haben) und am besten für 1 Stunde im Kühlschrank marinieren lassen. Anschließend den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Kurz bevor der Fisch in den Ofen kommt, die Linsen aufsetzen und nach Packungsanweisung ca. 20 Minuten lang garen. Die Linsen möglichst erst salzen, nachdem sie fertig sind, sonst werden sie beim Kochen nicht richtig gar und brauchen länger.

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Den Fisch für ca. 15-20 Minuten im Ofen garen. Er ist fertig, wenn sich die Flossen leicht lösen lassen (er sieht dann ungefähr so aus wie auf dem Bild oben). Sind Eure Linsen bereits gar, der Fisch aber noch nicht, könnt Ihr die Linsen bei niedriger Temperatur warm halten, bis sie serviert werden.

Während Linsen und Fisch garen die Rösti zubereiten:
Die Kartoffeln und Möhre schälen und grob reiben. Mit den Händen das überschüssige Wasser heraus drücken und anschließend in einer Schüssel gut verrühren. Leicht mit Salz und Pfeffer würzen.

Eine Pfanne erhitzen und etwas Bratfett hinein geben. Mit einem Teelöffel einzelne Portionen der Rösti-Masse in die Pfanne geben und mit einer Gabel zu kleinen, recht flachen Talern formen. Sobald die Oberfläche nicht mehr glänzt, die Unterseite schön goldgelb ist und die Ränder leicht knusprig aussehen die Taler wenden und auf der zweiten Seite ebenso so lange braten, die Taler schön knusprig sind. Die Rösti auf Küchenkrepp zum Abtropfen geben und die übrige Masse zu knusprigen Talern braten.

Die fertigen Taler können zum Warmhalten beispielsweise in einer Auflaufform oder auf einem Stück Alufolie für ein paar Minuten zum Fisch in den Ofen gelegt werden.

Sind die Linsen gar können sie mit 1-2 EL Essig und einer guten Prise Zitronensalz gewürzt werden.

Den fertigen Fisch aus dem Ofen holen, die Filets heraus lösen und jedes Filet mittig halbieren.

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Die Linsen auf zwei Teller verteilen, mit einer weiteren Prise Zitronensalz würzen und garnieren. Je 2 Filethälften vom Fisch darauf drapieren. Die Rösti-Taler daneben anrichten und in die Mitte ein paar Tropen Essig träufeln. Rasch servieren.

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Wer neugierig geworden ist, kann im Supermarkt seines Vertrauens mal nach den Salzen Ausschau halten. Einige EDEKA- und Rewe-Märkte haben sie beispielsweise im Angebot, aber auch in manchen Onlineshops kann man sie finden. Wer sich vorweg schon einmal genauer informieren mag, kann zudem auf der Homepage vom Falksalt stöbern; hier gibt es auch tolle Ideen und sogar einige Rezepte zur Verwendung der Salze.

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Doch auch ich werde in den nächsten Tagen und Wochen noch das ein oder andere Rezept mit den Salzen vorstellen; sie sind einfach zu lecker!

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