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Da wir Filme lieben, veranstalten wir mit unseren Freunden immer mal wieder einen Filmabend. Oft setzen wir uns dazu im Vorhinein ein Thema – meist ein Land aus dem die Filme kommen müssen oder einen bestimmten Regisseur oder Schauspieler. Dann wird sich auf und neben die Couch geworfen und einen ganzen Abend lang geguckt – zusammen mit leckerem Futterkram wie Fingerfood, Chips oder Popcorn.

So auch vor ein paar Jahren schon, als wir beschlossen, einen dänischen Filmabend zu veranstalten. Ich glaube es war nicht nur ein dänischer Filmabend, sondern ein Abend, der allein dem herrlich-genialen Regisseur Anders Thomas Jensen gewidmet war. Mit auf dem Programm war ein Film, der mich so zum Lachen brachte, dass mir danach der Bauch weh tat. Seither gehört er zu meinen absoluten Lieblingen: Adams Äpfel.

Der Film ist eigentlich keine reine Komödie, sondern wenn man es genau betrachtet ein sehr nachdenklicher und ruhiger Film, der mit einem abgrundtief-schwarzen Humor die sich während des Films aufbauende Spannung immer wieder auflockert.

Adams Äpfel handelt vom Skinhead Adam, der zur Resozialisierung der Kirchengemeinde des Landpfarrers Ivan zugeteilt wird. Dort lernt er den Tankstellenräuber Khalid und den Triebtäter und Trinker Gunnar kennen und merkt bald, dass mit dem Pfarrer, der anfangs noch als überzeugender Gutmensch auftritt, irgendwas nicht stimmt.

Als Ziel für seine Resozialisierung setzt sich Adam einen Apfelkuchen, den er mit den Früchten des Apfelbaumes backen will, welcher im Gemeindegarten vor Ivans Kirche steht und bei Adams Auftreten voll reifender Äpfel ist. Natürlich geht alles schief: Erst überfallen Krähen, dann Maden den Baum… und letzten Endes glaubt man kaum noch, dass dieser Apfelkuchen jemals zustande kommen und sowieso alles böse enden wird.

Adams Äpfel ist auf seine absurde, kluge, komische und zugleich ungemein böse Art ein Film, den man einfach gesehen haben muss.

Und der Apfelkuchen? Den gibt es in den letzten Minuten des Filmes natürlich dann doch. Aus einem einzigen Apfel backt Adam glückselig einen winzig kleinen Apfelkuchen.

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Da mir so ein Minikuchen einfach doch etwas wenig war, habe ich eine Muffinform genommen und gleich alle 12 Förmchen mit Kuchen ausgelegt. Kaum waren sie gebacken, gingen sie weg als ginge es um unser Leben. Wirklich lecker!

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Zutaten für 12 beschwipste Mini-Apfelkuchen: 

Für den Teig:

  • 350 g Mehl
  • 225 g Butter, kalt und in Stücken
  • 1/2 TL Salz
  • ca. 5-10 EL kaltes Wasser

Für die Füllung:

  • 3-4 mittelgroße Äpfel
  • 50 ml Dessert- oder Portwein
  • 3-5 EL Zucker (je nach gewünschter Süße und Säure der Äpfel)
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Piment
  • 1 Prise gemahlener Cardamom

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Zubereitung:

Mehl, Butter und Salz zu einem Mürbeteig verkneten, eventuell mit etwas Wasser geschmeidig machen. Zu einer Kugel formen, in Folie einwickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Bei dieser Jahreszeit eignen sich auch Balkon oder Garten.

Nebenbei die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit Wein, Zucker, Mehl und Gewürzen in eine Schüssel füllen und gut vermischen.

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Vom Teig ca. 1/3 wegnehmen und beiseite legen. Den größeren Teil vom Teig ausrollen (ca. 3 mm dick) und mit einer kleinen Schüssel oder Ähnlichem 12 Kreise ausstechen, die etwas größer sind, als die Durchmesser in den Vertiefungen der Muffinform.

Die Vertiefungen der Muffinform mit den Teigkreisen einkleiden. Den Teig dabei schön andrücken. Einfetten braucht man die Form hierfür nicht, der Teig enthält genügend Fett und lässt sich nach dem Backen gut aus der Form lösen. In jede mit Teig belegte Vertiefung 1-2 Mal mit einer Gabel stechen. Was an Teig zu weit aus der Form ragt kann abgeschnitten oder abgerupft werden.

In jede eingekleidete Vertiefungen 1 EL der Apfelfüllung geben. Anschließend den übrigen Teig ebenfalls ausrollen und entweder exakt große Deckel für die Minikuchen ausstechen oder den ausgerollten Teig in Streifen schneiden. Die Miniküchlein mit dem Teig abdecken (an den Rändern gut festdrücken. Deckt man die Küchlein komplett ab, sollte man mit einem Messer noch ein paar Luftschlitze in die „Deckel“ hinein stechen, damit der beim Backen entstehende Dampf entweichen kann.

Für ca. 30 Minuten in den Backofen schieben, bis der Teig anfängt eine golden-braune Färbung anzunehmen und schön knusprig-bröselig aussieht. Die fertigen Kuchen aus der Form lösen und zum Ausdampfen auf ein Kuchengitter oder Ofenrost stellen.

Warm schmecken sie am besten!

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