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Nach zwei wundervollen und herrlich wohltuenden Wochen bin ich wieder zu Hause. Hinter mir liegen 13 Tage voll reiner Entspannung, zusammen mit dem Schatz und einigen Freunden in einem fantastischen Ferienhaus in der schönen Toskana.

Eine schöne Zeit und ein absolut traumhafter Urlaub, angefangen alleine schon beim morgendlichen Blick aus dem Fenster, der Aussicht im Allgemeinen (vom Panoramapool ganz zu schweigen), der Ruhe rings herum, dem leckeren Essen und den vielen tollen Erlebnissen.

Nun bin ich wieder zurück und kann Euch mit tollen Rezepten, Fotos und auch ein paar Tipps verwöhnen. Am besten fange ich mit dem Haus und der Gegend an: Das herrliche Ferienhaus, Guarda Mare, liegt mitten auf einem Berg in der italienischen Toskana. Nachdem wir vor einem halben Jahr beschlossen hatten im Herbst in die Toskana zu fahren hat uns diese Hausbeschreibung schon von Beginn an gefallen. Und als wir auf der Website dann auch noch die Bilder sahen, war es um uns geschehen und wir buchten.

Der Weg dorthin ist von Serpentinen umgeben und somit brauchten wir am Ankunftstag vom Fuße des Berges bis zur Spitze (es wurde dunkel und der Regen machte die Bergstraße etwas anstrengend zu fahren) eine dreiviertel Stunde. Guarda Mare liegt außerhalb eines Ortes und obwohl man bei Google Maps den hinführenden Stichweg einsehen kann, hatte das Navi so seine Probleme und wir mussten uns den Weg der letzten Meter eher erahnen. Oben angekommen bot sich uns trotz Abendlicht eine herrliche Aussicht ins toskanische Tal. Am nächsten Morgen wurde beim Aufwachen erst einmal aus dem Schlafzimmer-Fenster (Bild oben) geschaut und vor Freude laut aufgeschrieen.

Das angrenzende und beinahe schon märchenhaft anmutende Dorf Roccatederighi – aufgrund der komplizierten Länge und zusätzlicher Unsicherheit der Sprechweise von uns oft auch „Roccatede-Dingsbums“ genannt – im Bezirk Roccastrada, liegt etwa 150 km Fahrstrecke von Florenz und Pisa entfernt.

Es ist einer der schönsten Orte in der Gegend und wir konnten es nicht nur vom Haus, bzw. der Terrasse aus immer glücklich betrachten, sondern sogar von dem herrlichen Salzwasserpool aus.

Das Haus selber ist ebenfalls ein Traum. Mehrere Schlaf- und Badezimmer, und ein Wohnzimmer bzw. Aufenthaltsraum mit angrenzender Küche, die ebenfalls fantastisch ausgestattet ist: Gasherd und alles da was man zum Kochen, Backen und Glücklichsein braucht. Solltet Ihr also einmal Lust verspüren mit ein paar Freunden ein Ferienhaus in der Toskana zu buchen, kann ich Euch (zusammen mit den anderen, die dabei waren) Guarda Mare nur wärmstens empfehlen! Wir waren acht Erwachsene und hatten ausreichend Platz.

Durch die super ausgestattete Küche war das allabendliche Kochen für die ganze Mannschaft ein wahrer Traum, auch wenn ich mich anfangs doch an den Gasherd gewöhnen musste. So erhitzte ich am zweiten Abend beim Speck anbraten das Fett aus Versehen so stark, dass auf einmal das Wohnzimmer eingeräuchert wurde und der Feuermelder über dem Herd schreiend protestierte. Ich hatte schon lange davon geträumt einmal mit Gasherd zu kochen und es hat einfach nur riesig Spaß gemacht und dadurch hat das Essen auch nochmal besser geschmeckt!

Ganz arg fein war beispielsweise unser Risotto mit Erbsen, Parmaschinken und Ziegenkäse, das wir an einem Abend gekocht haben. Für 8 Personen zu kochen ist spannend – wir haben uns im Urlaub an Rezepte gehalten, die relativ schnell und einfach zu machen sind. So blieb dann mehr Zeit für Brett- und Rollenspiele, Filme und Bücher.

Das Risotto geht wirklich fix zuzubereiten und schmeckt einfach yummie.

Für 2 Portionen benötigt Ihr:

  • 125 g Risotto Reis (Arborio)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 kleine Hand voll Erbsen
  • 1 Glas trockner Weißwein, beispielsweise Sauvignon Blanc
  • 1/2 l Hühnerbrühe
  • 2-4 Scheiben Parmaschinken
  • 2-4 TL Ziegenfrischkäse
  • ein paar EL frisch geriebenen Parmesan
  • 1-2 TL Butter
  • etwas Olivenöl

Habt Ihr Tiefkühl-Erbsen, solltet Ihr diese vor der Verwendung kurz auftauen. Wir haben dazu etwas Wasser in einem Wasserkocher erhitzt und dieses über die Erbsen gegossen. Kurz vor dem Weiterverarbeiten haben wir sie in ein Sieb gegeben und abtropfen lassen.

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in Würfel hacken. Einen Topf erhitzen, etwas Olivenöl hinein gießen und die Zwiebel und den Knoblauch darin bei niedriger bis mittlerer Temperatur glasig dünsten. Den Reis hinzu geben, kurz umrühren und so lange andünsten, bis die Reiskörner ebenfalls leicht glasig werden.

Mit dem Weißwein ablöschen, warten, bis sich die Alkoholwolke verzogen hat und die Erbsen, sowie eine kleine Kelle der Brühe in den Topf geben. Und nun mit dem Rühren beginnen. Immer mal wieder gut im Topf rühren, bis die Flüssigkeit fast komplett im Reis „verschwunden“ ist. Dann die nächste Kelle Brühe hinzu geben usw.

Etwa 10-15 Minuten so weitermachen, bis die Brühe komplett aufgebraucht ist bzw. der Reis so gar ist, dass er schon weich ist, aber noch ein ganz klein wenig Biss hat, wenn man ihn kaut. Also schmeckt den Reis vor den letzten 1-2 Kellen Brühe ruhig immer mal wieder. Sollte die Brühe aufgebraucht und der Reis dennoch nicht gar sein, könnt Ihr weitere Brühe oder ersatzsweise auch etwas Wasser nehmen. Vor dem nächsten Schritt noch die restliche Flüssigkeit vom Reis aufnehmen lassen, so dass das Risotto nicht mehr „suppig“ ist.

Ist der Reis fertig und die Restflüssigkeit verkocht bzw. aufgesogen die Herdplatte ausschalten, Parmesan und Butter in den Topf geben, gut verrühren und den Deckel auf den Topf legen. Das Ganze ein-zwei Minuten so ziehen lassen. Der Schritt ist sehr wichtig, denn hier bekommt das Gericht seine herrliche Cremigkeit.

Das Risotto auf Teller verteilen, den Schicken in grobe Stücke rupfen und auf den Tellern drapieren. Am Schluss noch den Ziegenkäse darüber bröckeln, eventuell jeden Teller mit 1 weiteren EL geriebenen Parmesan garnieren und 1 EL Olivenöl beträufeln und rasch servieren.

Lecker!

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