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Gestern war so ein Tag, tja ich weiß auch nicht. Irgendwie lief nichts so, wie ich wollte – ab dem Moment, in dem ich das Haus verlassen hatten um einkaufen zu fahren.

Es gibt ja solche Tage, an denen man am liebsten den Kopf in den Sand stecken möchte, die Welt aussperren (obwohl die einem eigentlich gar nix getan hat) und durch jedes auch so kleinste Bisschen, was schief läuft aufgewühlter wird.

An so einem Tag gibt es für mich nichts besseres, als der Moment in dem der Schatz nach Hause kommt, einen lieb in den Arm nimmt und dann ein leckeres Essen, das einen schon beim Zubereiten glücklich macht, wenn man die Zutaten zusammen rührt, langsam zur Ruhe kommt und die leckeren Düfte einatmet, die sich in der Küche verbreiten… und das einem beim Futtern letztlich den bösen, bösen Tag vollkommen vergessen lässt.

Nachdem ich mit dem Einkaufen gestern also schon fast fertig war, habe ich mich für ein Super-Seelenstreichler-Essen entschieden: Sushi. Also kurz vor der Kasse noch einmal umgedreht, Lachs eingekauft und noch schnell zum Asia-Markt um die Ecke gefahren. Meine Mama hat mir vor 2 Wochen erzählt, dass es sogar in Böblingen einen Asia-Shop gibt, nämlich in der Wilhelmstraße (das ist eine der Querstraßen zur Bahnhofstraße). Da dieser auch schon vormittags geöffnet hat (im Gegensatz zu dem in Sindelfingen, der noch eine bisschen bessere Auswahl hat, wie ich finde), bin ich da inzwischen schon ein paar Mal gewesen und auch gestern bin ich schnell dort vorbei gefahren um Sushi-Reis zu besorgen.

Und direkt neben den Nori-Blättern, von denen ich sicherhaltshalber gleich auch noch ein Päckchen eingepackt habe, lag ein Karton mit einer genialen Sushi-Hilfe: lange, schmale Plastikförmchen mit 5 Vertiefungen zum Nigri pressen – das sind diese Sushi-Klötzchen mit Belag oben drauf.

Das Prinzip ist ganz einfach: den fertig zubereiteten Reis einfüllen,…

Deckel drauf, ordentlich zu drücken,…

Deckel ab…

und heraus drücken. Das Heraus drücken wird einem erleichtert durch bewegliche Plättchen in den Förmchen-Böden. Die kann man leicht einklappen und somit fallen die Reis-Klötzchen aus der Form.

So hat man innerhalb von ein paar Sekunden 5 perfekte Nigris zum Belegen gepresst und die Hände bleiben dabei so gut wie Reis-frei. Gerade für große Mengen ist man so also super-flink beim Pressen und hat sich etwas Wartezeit gespart, in der man normalerweise versucht möglichst gleichmäßige Quader mit den Händen zu formen, währenddem der eigene Bauch vor lauter leckeren Düften im Raum langsam aber sicher zu knurren anfängt.

Die Förmchen sind auch flott gesäubert: Einfach kurz mit kaltem Wasser abspülen, den Reis dabei abwaschen, abtrocknen, fertig.

Für mich, als Sushi-Fanatiker, eine super Küchenhilfe, die die Arbeit beim Zubereiten wesentlich flotter und einfacher gestaltet. Toll!

Für 1 großen Teller voll Maki (Röllchen, ca. 36 Stück) und 1 großen Teller voll Nigri (Klötzchen, ca. 15 Stück), die 2 Personen wirklich satt machen, habe ich verbraucht:

  • 400 g Sushi-Reis (in ca. 750 ml Wasser aufgekocht, bei niedriger Stufe 15 Minuten lang quellen gelassen, weitere 10 Minuten bei ausgeschalteter Platte ruhen gelassen und anschließend mit 50 ml Reis-Essig, 2 TL Zucker und 1 TL Salz gewürzt)
  • ca. 350 g Lachsfilet, enthäutet, gewaschen und in Streifen für Nigri und Stifte für die Maki geschnitten
  • 3 Nori-Blätter

Eigentlich wollte ich auch ein paar Sushis mit Gurke machen – die habe ich beim Einkaufen vergessen und die selbst gepflückte aus dem eigenen Garten war von Schnecken oder ähnlichem Getier zerfressen. Also gab’s letztlich ausschließlich Sushi mit Lachs. Serviert habe ich es zusammen mit Soja-Sauce, Wasabi und Gari (dem eingelegten Ingwer). Lecker war’s und gut getan hat es auch.

Das zweite Soul-Food als Wochenende-Einstieg gab es dann heute zum Mittagessen: Kartoffelpuffer mit frischem, selbst gemachtem Apfelmus. Soo lecker!

Wie Apfelmus geht, habe ich hier schon einmal vorgestellt, aber dennoch noch mal kurz:

Für einen knappen Liter benötigt man:

  • 1 kg süße Äpfel, geschält und in Schnitze geschnitten (Kerngehäuse entfernt)
  • 1-2 EL Zucker
  • 1 Prise – 1/2 TL Zimt (je nach Geschmack)
  • 1/4 l Wasser

Zucker mit Zimt vermischen (so klumpt der Zimt nicht) und alle Zutaten in einen Topf geben. Aufkochen, Deckel drauf und für ca. 15 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze garen, bis die Äpfel weich sind.

Mit einem Pürierstab alles klein mixen und in Gläser abfüllen. Rasch verbrauchen oder für ein paar Tage im Kühlschrank lagern.

Für die Kartoffelpuffer benötigt Ihr für 2 Personen:

  • 4-6 mittelgroße, fest kochende Kartoffeln, geschält und mit der feinen Reibe gerieben
  • 1-2 EL Quark
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • ein paar Umdrehungen frisch gemahlener Pfeffer
  • Muskat
  • 2 EL Semmelbrösel
  • Erdnussöl zum Braten

Die geriebenen Kartoffeln mit den Händen auspressen, so dass das überschüssige Wasser austritt. Meine Omi (von der ich das Rezept habe) macht es etwas anders: Sie lässt den Teig immer ruhen uns schöpft das austretende Wasser ab. Das Auspressen geht aber wesentlich schneller und ist effektiver.

Den ausgepressten Teig in eine Schüssel geben und mit Quark, Ei, Salz, Pfeffer und Semmelbrösel vermischen. Mit etwas Muskat, weiterem Salz und Pfeffer abschmecken.

Eine Pfanne (am besten Gusseisen) sehr heiß werden lassen. Etwas Öl hinein gießen und wenn dieses fast anfängt leicht zu Qualmen, ca. 1 Gabel voll Teig in die Pfanne geben und platt drücken bzw. zu einem flachen Fladen formen. So viele Puffer in die Pfanne geben, wie Platz haben.

Die Puffer können gewendet werden, wenn der Rand langsam Farbe annimmt und die ungebratene Oberfläche nicht mehr vor Feuchtigkeit glänzt. Nach dem Wenden für 30-60 Sekunden von der anderen Seite her braten, bis diese ebenfalls schon gold-braun und knusprig ist. Entweder alle Puffer auf einem warm gehaltenen Teller ansammeln oder rasch servieren.

Klassisch isst man die Puffer mit je einem Klecks leckerem Apfelmus, ich mag sie manchmal aber auch einfach nur mit etwas zusätzlichem Salz bestreut. Meine Omi trinkt zudem noch eine Tasse Kaffee dazu.

Wenn das mal kein wohl-tuendes Soul-Food ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter… Es schmeckt, als wäre man wieder ein Kind und bei Oma zu Hause. Mjamm!

So kann das Wochenende gerne immer beginnen.

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