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Japp, er steht wirklich vor der Tür: der Herbst! Dabei ist es erst September.

Dennoch: Man merkt es zum Beispiel deutlich am Wetter. Morgens ist oft schon so viel Nebel, dass man von hohen Häusern, Bäumen oder Türmen kaum die Spitze sieht, als wäre es November. Der Regen ist kalt, nieselig und zerrt an der Stimmung.

Und kommt die Sonne aus ihrem wolkigen Versteck gekrochen, hat sie diese bestimmte Art von Wärme, wie sie sie nur im Herbst hat: Eine mollige und fast schon einlullende Wärme, die einen zugleich wohlig einhüllt und dennoch daran erinnert, dass es bald kalt werden wird und man sich möglichst rasch darauf vorbereiten sollte.

Zudem kommen die ersten Kürbisse: In Massen strömen sie nun in die Supermärkte und lachen mich an. Fehlt nur noch, dass sie – wie die Kekse und Knabbereien bei Alice im Wunderland– mit „Iss mich!“ beschriftet sind.

So kam es gestern, dass ich im Laden stand und mich nicht die Frage plagte, ob ich nun einen Kürbis mit nehme, sondern viel mehr die Frage, wie viele und welche Sorte(n). Die Entscheidung fiel letztlich, wie so oft, auf einen Hokkaido Kürbis. Er war einfach wunderschön! Ich sah ihn an und wusste: Der gibt eine gute Suppe her!

Und was gibt es nicht Schöneres im Herbst, als eine feine, ehrliche und wunderbar wärmende Suppe!? Meine Mutter macht zum Beispiel eine Kürbissuppe, die ist sooo unglaublich lecker, dass ich da drin baden würde, wäre der Topf nicht so klein (bzw. ich so groß)… Aber zum Glück hat sie mir das Rezept nun schon vor einer Weile verraten, so dass ich diese herrliche Suppe nach Lust und Laune ebenfalls kochen kann. Danke Mama, Du bist die beste!

Eigentlich ist diese Suppe eine Kürbis-Karotten-Suppe. Mit etwas Apfel. Diese Mischung gibt der Suppe eine wunderbar leichte Süße, die genau richtig ist. Ihr wollt wissen, wie man die Suppe macht? Ganz einfach!

Für 1 großen Topf (ich glaube, das reicht für ca. 6 Portionen,…) braucht Ihr:

  • 1 Hokkaido Kürbis
  • 3-5 Möhren
  • 1 Apfel, der zum Kochen verwendet werden kann (z.B. Braeburn)
  • Brühe oder Fond, am besten selbst gemachte (ob Ihr da Gemüse-, Hühner-, Rinder- oder Lammbrühe nehmt, ist Euch überlassen – es schmeckt alles gut)
  • etwas Chili
  • 1 Becher Sahne
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat

Den Kürbis halbieren und mit einem Löffel die Kerne heraus kratzen. Die Kürbis-Hälften nun in grobe Stücke schneiden. Die Haut kann man hier übrigens dran lassen: sie ist essbar! Den Stiel sollte man allerdings entfernen.

Die Möhren schälen und ebenfalls in grobe Stücke schneiden.

Den Apfel schälen und in Schnitze scheiden. Entweder dabei gleich um den Kern herum schneiden oder diesen im Nachhinein entfernen.

Alles in einen großen Topf geben und mit so viel Brühe übergießen, dass die Zutaten gerade so bedeckt sind. Alles aufkochen, den Deckel auflegen und die Temperatur so weit herunter schalten, dass es ganz leicht köchelt, aber auf keinen Fall sprudelnd kocht.

Ca. 30 Minuten köcheln lassen: so lange, bis Apfel- und Kürbis-Stückchen beim Anstupsen mit einem Messer oder einer Gabel zerfallen.

Mit einem Pürierstab den Topfinhalt komplett klein häckseln, bis Ihr eine einheitliche Suppe ohne Stückchen habt. Meine Suppe war heute etwas zu wässrig und ich musste sie ein wenig einkochen lassen.

Den Becher Sahne unterrühren und letztlich alles mit Salz, Chili, Pfeffer und Muskat abschmecken. In Suppenschüsseln servieren.

Wer etwas salziges Popcorn zur Hand hat, kann dieses direkt vor dem Servieren auf die Teller streuen. Das sieht nicht nur lustig aus, sondern schmeckt zudem auch noch klasse!

Andere Möglichkeiten die Suppe zu servieren wären beispielsweise mit Parmesan oder Cheddar überbackene Scheiben Baguette- oder Ciabattabrot, ein weiterer Schuss Sahne oder ein Klecks Crème Fraîche als zierende Spirale in die Suppe gerührt, darüber ein paar rosa Pfefferkörner oder gehackte Chilischoten gestreut… oder ein wenig Kürbiskernöl das dazu gereicht wird.

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