Schlagwörter

,

Hui, da lagen die Nerven aber blank vor ein paar Tagen! Glückshormone und Vorfreude sind zwar etwas total Schönes, sie können einem den Alltag aber auch ganz schön durcheinander bringen. Egal – Vorfreude ist (mit) die schönste Freude.

Vor nun fast einen Monat haben wir beschlossen uns Zuwachs ins Haus zu holen: Eine dritte Katze. Ich habe schon hier davon berichtet. Somit haben wir uns Anfang Juli bei der wunderbaren Katzenzucht von Silke Kuzinna ein kleines Birmchen namens Gracy ausgesucht. Und nun ist sie endlich da! am Donnerstag haben wir die Kleine abgeholt.

Der Einzug eines neuen Tierchens in den eigenen vier Wänden ist immer spannend. Ich habe auch die ein oder andere schlaflose Nacht hinter mir, und das nicht nur weil wir am Dienstag im Batman Triple Feature in Stuttgart waren, das bis um 3 Uhr Mittwoch früh ging – wow war das eine tolle Kino-Nacht. Wahnsinn!!

Das Abholen selbst verlief super. Kätzchen und Carepaket (bestehend aus Schlafkissen mit Katzenmama-Duft für Gracy, DVD mit Bildern und Videos für uns, Futter und Spielzeug und nicht zu vergessen Impfpass, Stammbaum und co.) im Gepäck sind wir dann nach Hause gefahren. Gracy hat nicht ein einziges Mal im Auto geschrieen. So was hab ich auch noch nicht erlebt. Unsere beiden Kater veranstalten sobald sie im Auto sind ein Maunz-Konzert, das jedes Autoradio übertönen könnte. Total mutig, abenteuerlustig und neugierig hat sie entspannt im Korb liegend die Welt mit offenen, wachen Augen angeschaut und neugierig in der Luft geschnuppert.

Inzwischen ist sie nun schon zwei Tage hier und wir sind absolut begeistert von der Kleinen: Gracy ist ein super liebes und zugleich ein ungeheuer freches kleines Kätzchen. Wir dachten schon unser Findus hätte es faustdick hinter den Ohren, aber sie kann ihm echt noch einiges beibringen, allein schon, weil sie unglaublich beharrlich und selbstbewusst ist. Sie erkundet alles um sich herum mit einer unermüdlichen Neugier und sucht dennoch die Nähe zu Menschen. Sobald man sie anstupst fängt sie an ganz laut und glücklich zu schnurren und schaut einen aus ihren traumhaft blauen Augen so ergeben an (die Augen bleiben bei den Birmas übrigens so blau!), dass man einfach nicht anders kann und wegschmilzt. Sie ist super anhänglich und fällt beim Spielen und Putzen auch noch ab und zu auf den Po. Ein richtig tapsiges kleines Ding, das man einfach ins Herz schließen muss!

Und was sagen unsere beiden Kater zu der Kleinen? Es läuft erstaunlich gut, wenn man bedenkt, dass sie erst seit 48 Stunden hier ist:

Zu Hause angekommen gab es vorgestern als erstes große Augen am Eingang – von Sam: Was bringen DIE denn da mit? Das sieht ja aus wie einer von uns und hört sich auch so an… Sam hat gleich mal gebuckelt und sich vorerst aus dem Staub gemacht. Gefaucht hat keiner. Das hat mich schon einmal gefreut. Neugierig war Sam dann doch wieder recht schnell und musste interessiert nachschauen, was da so durch „sein“ Haus schleicht. Nach einer Weile kam auch Findus an und gab ihr zwar sofort den ersten Nasenkuss, noch raste er kurz darauf ängstlich in den Keller und in sein Versteck, in das er sich immer verkriecht, wenn Besuch jeder Art kommt oder sich ein Fremder nähert. Dort blieb er dann auch für den größten Teil des restlichen Tages. Gestern lief er schon mehrmals durch das Haus, doch immer mit einem großen Sicherheitsabstand zu Gracy und seit heute verhält er sich, außer direkt neben ihr, schon fast wieder wie vor ihrem Einzug. Sam war die Tage um einiges neugieriger und duldete schon gestern Morgen ein vorsichtiges Beschnüffeln aus der Ferne. Erst wenn Gracy auf Tuchfühlung ging, schlich er aus dem Weg. Und sah das drollig aus: ein kleines wuseliges Kätzchen, neben einem stolzen großen Kater, die sich gegenüberstehen und vorsichtig einander die Näschen entgegen strecken.

Gestern Abend hat Gracy es dann geschafft und ihn letztlich um den Finger gewickelt. Auf einmal klappte es bei den beiden und sie fingen an einander richtig zu beschnüffeln, zu bestupsen und ihre Köpfchen am anderen zu reiben. Und schließlich spielten sie miteinander. Sam ist zwar noch immer schnell genervt von dem kleinen Energiebündel, beispielsweise, wenn sie ihn als Knabberspielzeug benutzt. Er zeigt es ihr dann aber stur, dass er genug hat und sie scheint es zu verstehen. Eher nicht verstehen (oder vielmehr akzeptieren) tut sie bisher noch ein „Nein!“. Wenn sie merkt, dass sie etwas nicht soll, tut sie es erst recht, als wolle sie testen, wann wir nachgeben und sie einfach machen lassen. Und es ist auch schwierig ihrem super-niedlichen Blick zu widerstehen und hart zu bleiben,… bis jetzt bekommen wir es aber gut hin. Etwas, das für unsere großen verboten ist, soll sie immerhin auch nicht dürfen. Gehorcht sie nach zehn mal „nein!“ nicht, wird sie genommen und in ein anderes Zimmer gesetzt. Meist sucht sie einfach nur etwas zum Spielen oder Beißen. Da sich nun Sam und (gaanz langsam) auch Findus in die Nähe der Kleinen trauen, wird sie wohl bald auch regelmäßig jemanden haben, mit dem sie dann toben kann. Wir freuen uns bisher einfach darüber, dass sie sich zumindest mit einem der beiden schon langsam anfreundet und von dominantem Revierverhalten, Eifersucht oder anderen Aggressionen keine Spur zu sehen ist.

Gracy eignet sich auch super zum Fotografieren – logisch, so ein kleines Kätzchen ist ganz schön drollig. Seit heute ziert meine geliebte Nikon ein neues Objektiv und es wird reichlich zum „üben“ benutzt 😀 Es macht unbeschreiblich Spaß die Kleine abzulichten. Und sie findet es ebenfalls toll.

Jetzt müssen wir uns nur noch überlegen, ob wir sie weiterhin vornehm mit „Gracy“ rufen wollen, oder ob der kleine Frechdachs einen neuen Namen bekommen soll. Die Zeit wird es zeigen.

Bis dahin genießen wir einfach die Zeit mit ihr und erfreuen uns am neuen Leben im Haus, sowie an den herrlich kuscheligen Schmusestunden, wenn sie erschöpft zu einem kommt, sich anschmiegt und schnurrend einschlummert.

Ach, Kätzchen sind einfach was Schönes!

Advertisements