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Wer mich kennt, weiß es schon lange: Filme und ich sind wie… Han Solo und Chewbacca, Miss Piggy und Kermit der Frosch, Al Bundy und seine Peg, Homer Simpson und seine Marge, der kleine Bär und der kleine Tiger, Ernie und Bert… kurzum: Wir sind nicht zu trennen!

Meine Liebe zu Filmen hat schon während meiner Kindheit begonnen und ist seitdem mit jedem Tag gewachsen. Ich finde es einfach toll mich allein, oder – viel besser – zusammen mit meinem Schatz zu Hause auf’s Sofa zu legen oder – noch viel besser – gemeinsam ins Kino zu gehen und einen schönen Film zu sehen. Dabei muss ein für mich schöner Film nicht zwangsweise auch eine schöne, fröhliche Handlung haben. Inzwischen mag ich es sogar eher etwas düsterer. Filme die nah am Leben sind finde ich besonders toll, ob sie nun ernst sind, lustig, traurig, dramatisch oder gar bedrückend. Ich könnte nun anfangen meine Lieblinge aufzuzählen, doch wo würde das hin führen?

„Fragt niemals einen Filmstudenten nach seinen Lieblingsfilmen – er quatscht Euch tagelang zu!“, lautet eine eher unausgesprochene aber sehr wahre und ernst zu nehmende Regel. Als ehemaliger Film- und Medienstudent gehöre ich zu denen, die an die hundert Lieblingsfilme haben. Zu jeder Situation einen anderen. Und es gibt ja so viele tolle Filme und auch Serien!

Durch meine gleichzeitige Leidenschaft zum Kochen und gutem Essen liebe ich ganz besonders jene Filme, die sich liebevoll mit dem schönen Hobby beschäftigen: Essen, Trinken, Kochen, Genießen. Tampopo und Eat Drink Man Woman waren da wohl die ersten in dieser Kategorie, die ich gesehen habe. Selbst als Jugendliche haben sie mich schon begeistert. Später folgten unter anderem Julie & Julia, Ratatouille, Chocolat, Flickering Lights, Bottle Shock und viele mehr.

Wie toll ist es, die Schlussszene von Adams Äpfel zu sehen und sich zu denken „Mensch – so ein Apfelkuchen…!“ Oder während Twin Peaks vor sich hinzuschmunzeln, wenn Special Agent Dale Cooper den ihm servierten Kirschkuchen in den Himmel lobt („Einfach sagenhaft!“). Oder wenn Miles in Sideways einen Anfall bekommt, weil er sich als Weinkenner und -liebhaber weigert Merlot zu trinken („If anyone orders Merlot I’m leaving! I will not drink any fucking Merlot!!“). Gerade die letzte Szene lieben wir so sehr, dass wir alleine ihretwegen jedes Mal einen Merlot trinken, wenn wir diesen Film anschauen. Das gehört einfach dazu. Wie Salz ins Nudelwasser, wie die Butter auf’s Brot.

Was liegt nun also näher um die beiden schönen Themen, Film und Essen, auf meinem Blog miteinander zu verbinden? Somit gibt es nun eine neue Aktion: Den Film-Food Tag am 10. eines Monats. Hier soll es nicht darum gehen, genau das nachzukochen, was in den Filmen gezeigt wird. Der Sinn soll sein anzuregen, Ideen anzubieten, lustige Sachen auszuprobieren und sich einfach an seine Lieblingsfilme und -szenen zu erinnern oder neue Filme bzw. Serien kennen zu lernen.

Ich bin schon gespannt, was hier alles für Rezepte und Ideen zusammen kommen werden. Als Anfangsrezept gibt es etwas Einfaches, das aus einem Film stammt, der selbst gar nicht einfach zu vertragen ist, nämlich Requiem for a Dream von Darren Aronofsky. Ein sehr bedrückender und beinahe schon verstörender Film, der von dem sozialen Untergang und dem damit verbundenen Teufelskreis von vier Drogenabhängigen erzählt. Anfangs noch recht fröhlich dargestellt, wird dieser Film nach und nach sowohl emotional, als auch farblich und in der sonstigen Bildgestaltung, zusammen mit einer klasse untermalenden Musik, immer düsterer und nimmt den Zuschauer auf eine Art und Weise mit, wie es nur wenige Filme schaffen.

Für mich war es ein Film der mich nach dem erstem Mal anschauen noch tagelang beschäftigt hat. Von dem ich geträumt habe und den ich innerhalb einer Woche mehrmals sehen „musste“ um anschließend mit mir selbst wieder ins Reine zu kommen.

In diesen Film wird eine „Grapefruit & Ei Diät“ vorgestellt, die Darren Aronofsky auch in Black Swan (ebenfalls ein sehr düsterer und wirklich fantastischer Film) wieder aufleben lässt.

Hier also das Rezept für die Grapefruit & Ei Diät aus Requiem for a Dream:

Zutaten pro Person:

  • 1/2 Grapefruit
  • 1 Ei
  • 1 Tasse Filterkaffee

Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Ein Hühnerei mit einer Nadel oder einem Eipiekser mit 2 Löchern versehen und ins kochende Wasser gleiten lassen. Um es dem Film exakt nachzumachen kocht man das Ei hart. Aber wir wollen mal nicht so streng sein: jeder darf es so haben, wie er es mag. Hier jeweils die Kochzeit für die Eier Größe S bis M:

  • flüssiges Eigelb und gerade so festes Eiweiß: 6,5 Minuten,
  • wachsweich: 7,5 Minuten
  • hart: bis zu 10 Minuten

Das fertig gekochte Ei gut abschrecken und zusammen mit der Grapefruit servieren. Die Diät erlaubt außerdem 1 Tasse Kaffee dazu.

Nicht zur Diät gehören Zucker auf der Grapefruit oder Salz auf dem Ei. Das geht bei mir aber mal gar nicht. Und mein morgendlicher Espresso ohne Zucker? Eine reine Katastrophe!

Die Diät à la Black Swan wäre übrigens mit einem pochierten Ei:
Wasser in einem großen Topf zum Sieden bringen und die Temperatur auf niedrige bis mittlere Stufe herunter stellen. Es darf nicht sprudelnd kochen. Ein möglichst frisches und qualitativ gutes Ei (Bio!) in eine Tasse oder ein Glas schlagen. So bekommt man das Ei sicherer in den Topf.

Das Ei vorsichtig und aus möglichst niedriger Höhe in das siedende Wasser gleiten lassen. Für 3,5 bis maximal 4,5 Minuten darin ziehen lassen. Nicht länger – pochierte Eier werden nicht hart gekocht. Mit einem Schaumsieb heraus fischen und schnell servieren.

Diät à la Black Swan - pochiertes Ei

An was denkt Ihr bei Film Food? Welches Rezept, welche Idee oder welche Szene in einem Film macht Euch da besonders an? Und habt Ihr schon was ausprobiert? Ich bin gespannt.

Einen wunderschönen Sonntag wünsch ich Euch!

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