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Heute hab ich was ganz Feines für Euch. Denn ich teile nun mit Euch das Rezept zu einem Salat, der so lecker ist, dass man sich noch nach dem Essen jeden Finger einzeln abschleckt. Ehrlich wahr!

Es handelt sich wieder um ein Rezept von Jamie Oliver, das er in seinem Buch (und der dazugehörigen TV-Serie) Natürlich Jamie vorstellt. Nämlich um seinen Caesar Salad, der uns schon beim Rezept anschauen vor über 4 Jahren, so angelacht hat, dass wir ihn schnellstmöglich nachmachen mussten. Und dann noch mal. Und noch mal. Mal für Freunde und Familie (die den dann gleich für ihre Freunde und Familien gemacht haben) und dann wieder ganz heimlich und nur für uns alleine. Dieser Salat macht nämlich süchtig. Und überglücklich! Das ist eines dieser super-wohl-fühl Gerichte, die einem ein Lächeln ins Gesicht und das Glück ins Herz (oder war’s der Bauch?) zaubern. Das Geheimnis liegt in den Crôutons, die beim Backen den Saft vom Fleisch aufsaugen und durch das Fett und die Kräuter zu den leckersten Knusperteilchen überhaupt werden.

Also, los geht’s!

Für 2-3 Portionen, die als Hauptspeise wirklich super satt machen, bzw. für 8 Vorspeisen-Portionen, braucht man:

  • 2 mittlere bis große Hähnchenschenken, mit Haut
  • 2 Tafel- oder Baguette Brötchen (oder ähnliche Brötchen) oder 1/2 bis zu 3/4 Ciabatta oder kleines Baguette, in daumengroße Stücke zerrupft
  • Olivenöl
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 Stängel Thymian
  • 5-6 Scheiben Speck, Bacon oder Ähnliches
  • 1 winzige Knoblauchzehe
  • 1-2 Sardellenfilets
  • 1 kleine Hand voll frisch geriebener Parmesan (ca. 30-40 g)
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1-2 TL Créme fraîche
  • 1-2 Hand voll frische Salatblätter (Romanasalat, Lollo rosso/bianco, Eichblatt, Frisee oder Feldsalat)
  • Pfeffer und Salz

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze (oder 180°C Umluft) vorheizen. Kräuter von den Stielen zupfen und fein hacken. Hähnchenschenkel unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Mit den Brotstückchen in eine Schüssel geben, großzügig mit Olivenöl übergießen. Mit einer Prise Salz und einigen Umdrehungen frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Kräuter dazu geben und alles mit den Händen gut vermischen, bis sowohl Brot als auch Hähnchenschenkel etwas von Öl, Kräutern und Gewürzen abbekommen haben.

Die Brotstücke in eine kleine Auflaufform geben und die Keulen darauf legen. Die Form sollte so groß sein, dass die beiden Schenkel gerade so hinein passen. Ist sie etwas größer, häuft Ihr am besten das Brot so an, dass es von den darauf gelegten Schenkeln möglichst gut bedeckt ist (sonst wird es beim Backen austrocknen und schwarz werden).

Die Form für ca. 45 Minuten in den Ofen schieben, bis die Schnenkel durchgegart sind und die Haut langsam zur Kruste wird. Das Fleisch ist durch, wenn es sich bequem von den Knochen lösen lässt. Die Form auf dem Ofen holen und nun das Huhn mit den Speckscheiben belegen. Noch einmal für etwa 15 Minuten in den Ofen damit und inzwischen den Salat und das Dressing vorbereiten:

Den Salat waschen, trocken schleudern und eventuell in mundgerechte Stücke rupfen. In eine große Salatschüssel geben. Die Knoblauchzehe schälen und entweder zusammen mit den Sardellen im Mörser sehr fein zerreiben, bis Ihr einen Brei habt, oder beides sehr fein hacken. Parmesan, Créme Fraîche und Zitronensaft dazu geben. Mit etwa der 2 fachen Menge Olivenöl (doppelte Menge vom Zitronensaft) beträufeln und alle Zutaten gut miteinander verrühren. Kurz abschmecken und für später zur Seite stellen.

Die Sardellen gehören dazu! Ich kenne Leute, die essen aus Prinzip keinen Fisch und haben sich anfangs geweigert, diesen Salat mit dem Dressing zu essen. Am Ende waren sie begeistert 😉 Nehmt zumindest 1/2 Sardelle pro Person und Ihr erhaltet ein super leckeres Dressing, das durch die Zitrone und die übrigen Zutaten darin gar nicht „fischig“ schmeckt, sondern einfach nur fein würzig. Ehrlich wahr!

Ist der Speck auf dem Hühnchen schön knusprig, kann die Form auf dem Ofen geholt werden. Alles auf einer Arbeitsfläche verteilen und das Fleisch und die Kruste von den Schenkeln lösen. Hartgesonnene Köche nehmen hierzu die Hände, ich nehme immer einen Fleischpiekser und eine Gabel oder kleine Fleischzange zur Hilfe. Die Knochen und Sehnen beiseite legen. Hühnchenfleisch, Knusperhaut, Croutons und Speck mit einem scharfen Küchenmesser grob zerkleinern und auf die Salatblätter geben.

Das Dressing darüber verteilen und gut durchmischen. Ich nehme dazu immer gern die (natürlich sauberen) Hände – so durchmischt sich das Ganze am besten und auch schnellsten finde ich.

Den Salat auf Teller verteilen und möglichst rasch servieren, bevor er kalt wird. Wer es ganz hübsch mag, verziert den Salat noch mit ein paar Kräuterblüten aus dem Garten oder essbaren Blumen.

Und nun: Essen und glücklich sein!

Last but not least, eine kleine Anregung zum Caesar Salad: Jamie hat auf seiner Homepage eine klasse Idee vorgestellt: Caesar salad bites, also Caesar Salad Häppchen, einzeln auf einem Teller oder einer Platte angerichtet, die auf den Tisch gestellt wird und von der sich jeder nehmen kann, was er will. Find ich klasse! Schaut’s Euch mal an, es lohnt sich!

Habt einen wunderschönen und leckeren Abend!

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