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Heute Abend waren wir eingeladen: Zum Käsefondue essen bei Freunden. Einer unserer Bekannten macht das nämlich so gut, dass man davon auch im Sommer einfach nicht genug bekommen kann. Und da man als lieber Gast ja immer etwas mitbringt, haben wir heute etwas ganz Besonderes mitgebracht: Rucolapesto mit Kraut aus dem eigenen Garten.

Pesto ist was Tolles. Man kann sie, je nach Sorte, anstatt purem Basilikum für Caprese benutzen, als Art Sauce für Fleisch nehmen oder seine Pizza mit ein paar Klecksen versehen bevor man sie in den Ofen schiebt. Man kann Pesto auf’s Brot schmieren (beispielsweise auf frisch geröstetes Toastbrot…mjammm!) oder als Sauce unter seine Nudeln rühren… und noch viel mehr damit anstellen.

Klassischerweise mache ich meine Pesto immer mit Basilikum – nach Traditionsrezept vom Papa. Aber da derzeit so viel Rucola in unserem Garten wächst, dass wir den allein durch Salat essen gar nicht schnell genug weg bekommen können, kam heute mal Rucola als Grund- und Hauptzutat an die Reihe. Und wow – schmeckt das lecker! Ich kann nur jedem empfehlen das mal auszuprobieren!

Für einen knappen viertel Liter braucht Ihr:

  • 100-125 g Rucola, möglichst frisch, gewaschen und gut trockengeschleudert
  • gutes Olivenöl
  • ca. 60 g Parmesan
  • bis zu 4 Knoblauchzehen, je nach Lust und Laune (aber 2 Zehen Knoblauch gehören schon rein)
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Pinienkerne
  • 1-2 TL Thymian, frisch oder getrocknet
  • 1-2 TL Oregano, getrocknet

Eine kleine Pfanne bei leichter bis mittlerer Hitze heiß werden lassen und die Pinienkerne darin anrösten, bis die anfangen golden braun zu werden. Die Pinienkerne heraus holen und die Mandeln in die Pfanne streuen. Diese ebenfalls für 2-3 Minuten anrösten.

Nebenbei könnt Ihr schon einmal mit dem Mixen anfangen:
Den Knoblauch schälen und das harte Endstück abschneiden. Den Rucola zusammen mit dem Knoblauch und den Pinienkernen in ein hohes, nicht allzu schmales Gefäß füllen. Vorerst etwa die Hälfte vom Käse, in grobe Stücke geschnitten, dazu geben. Einen großzügigen Schuss Öl in das Gefäß füllen.

Mit einem Stabmixer nun alles so lange mixen, bis alle Zutate

n klein gehäckselt sind. Besonders solltet Ihr darauf achten, dass vom Knoblauch und Käse keine groben Stücke mehr enthalten sind. Die übrigen Kräuter unterrühren, ebenso die inzwischen leicht gerösteten Mandeln und anschließend die Konsistenz der Pesto prüfen: Pesto sollte nicht zu fest aber auch nicht zu flüssig, sondern gut streichbar sein. Gebt so viel Öl dazu, bis Ihr zufrieden seid und rührt noch einmal gut durch. Nun schmeckt Ihr ab. Pesto ist und bleibt Geschmackssache und jeder legt Wert auf eine andere Geschmacksrichtung. Ich persönlich mag sie mit einer guten Menge Knoblauch, Öl und Parmesan. Probiert einfach aus, ob Eurer Meinung nach noch etwas fehlt:

– mehr Käse liefert Euch gleichzeitig mehr Salz und Würze
– mehr Öl macht die Pesto flüssiger
– mehr Nüsse machen das Ganze etwas volumenhafter, leicht süßlicher und je nachdem wie fein oder groß die Nüsse sind, bekommt die Pesto damit etwas Biss- mehr Knoblauch macht die Sache schärfer und aromatischer
– und falls Ihr es Eurer Meinung nach etwas mit dem Öl übertrieben haben solltet, könnt Ihr mehr Rucola, Käse oder Nüsse oder eine Mischung aus allen drein unterrühren um die Sache wieder etwas anzudicken.

Was bestimmt auch total klasse dazu ist, ist ein klein wenig abgeriebene Schale einer Zitrone (Bio!) – das zaubert dem Ganzen noch etwas Frische hinzu.

Seid Ihr zufrieden, könnt Ihr die Pesto gleich weiterverwenden. Wollt Ihr das nicht, oder soll es ein Geschenk werden, füllt Ihr die Pesto in ein gut verschließbares Glas ab, streicht die Oberfläche mit einem Löffel glatt und begießt sie mit etwas zusätzlichem Olivenöl, bis die Oberflache komplett damit bedeckt ist. So hält sich die Pesto etwas länger. Am besten sollte sie im Kühlschrank gelagert werden – darin hält sie sich bis zu zwei Wochen. Kalte Pesto ist auch etwas fester als warme, also nicht wundern. Wird sie portionsweise verbraucht, immer wieder mit 1-2 Löffel Öl abdecken und gut verschließen.

Das war’s schon. Gar nicht schwierig oder?

Wir reiben uns jetzt erst einmal die Bäuche voller leckerem Käsefondue. Was ein schöner Abend!

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