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Herzlich Willkommen in der neuen Woche. Ich hoffe, Ihr hattet alle ein schönes Wochenende! Heute ist der 23. April – ein Tag an dem gleich zwei tolle Dinge gefeiert werden: Bücher und Bier. Denn heute ist nicht nur der Welttag des Buches, sondern auch der Tag des deutschen Biers.

Und das Wetter schreit heute förmlich auch nach beidem: Hol‘ Dir ein schönes Buch und was Leckeres zu trinken und kuschel Dich zusammen mit einer Decke aufs Sofa! Am besten noch mit einer Schmusekatze daneben, die sich schurrend darüber freut, dass es Dich gibt.

Was für ein Buch lest Ihr denn derzeit? Euer absolutes Lieblingsbuch? Oder vielleicht etwas Neues?

Ich persönlich liebe Fantasy-Romane mit starken Charakteren, in deren Geschichte man so richtig versinken kann. So zum Beispiel die Werke von der australischen Schriftstellerin Juliet Marillier, in Deutschland leider immer noch ein Geheimtipp, die mit ihren keltischen Romanen das alte Irland der Druiden wieder aufleben lässt. Ihre Bücher der Sevenwaters-Reihe sind neben Harry Potter und Der Herr der Ringe der Grund, warum ich mich überhaupt erst in die Fantasy-Literatur verliebt habe. Und diese Liebe währt immer noch.

Somit ist inzwischen auch Tad Williams einer meiner Lieblingsschriftsteller geworden und nachdem wir im Oktober letzten Jahres dann auch noch den Meister persönlich bei einer Lesung in Stuttgart besucht haben, wollen wir einfach alles lesen, was aus der Feder dieses genialen Geschichtenerzählers stammt.

So beispielsweise auch eines der vielen Bücher, die derzeit auf meinem Nachtschrank liegen. Seit ich lesen kann, lese immer mehrere Bücher zur gleichen Zeit. Mein Freund lacht immer nur noch, wenn er den stetig anwachsenden Stapel Bücher neben meinem Bett stehen sieht, der nur dann wieder schrumpft, wenn er schon so hoch ist, dass er a) die Lampe so weit überragt, dass kein Licht mehr bis zum Bett vordringt bzw. b) schon kurz vor dem zusammen brechen steht. Denn zu Ende gelesene Bücher lese ich gerne wieder und wieder und wieder – vorausgesetzt natürlich, sie haben mir gefallen. Also wandern sie erst einmal zurück auf den Stapel anstatt ins Bücherregal.

Das neue Buch von Tad Williams jedenfalls ist eigentlich ein „altes“ Buch: Sein erster Roman überhaupt, den er vor etwa 20 Jahren geschrieben hat. Die alte Ausgabe war nun jahrelang vergriffen, bis Klett Cotta im März 2012 die neue Ausgabe rausgebracht hat. Traumjäger und Goldpfote heißt der Roman und er handelt von Traumjäger, einem Kater, der sich auf der Suche nach seiner Freundin Goldpfote vielen Abenteuern stellt. Also unbedingt ein Buch, das ich haben musste! Und es lohnt sich! Die Geschichte ist sehr liebevoll erzählt und wer selbst eine Katze hat wird beim Lesen erkennen, wie genau der Schriftsteller diese wunderbaren Tiere in ihrem Verhalten und ihren Bewegungen beobachtet hat. Einfach schön! Wer mag kann hier mal ins Buch reinschnuppern und sich die Leseprobe als PDF downloaden.

Ein weiteres Buch auf meinem Nachschrank ist Die Furcht des Weisen (ok – es sind zwei Bücher, nämlich Teil 1 und Teil 2), die Fortsetzung des absolut genialen und erfrischend geschrieben Fantasy-Romans Der Name des Windes von Patrick Rothfuss. Ein so spannendes, packendes Buch habe ich schon seit der 4-teiligen Reihe Das Geheimnis der großen Schwerter (auch von Tad Williams, siehe Foto von Buch mit Autogramm oben, hier geht’s zur Leseprobe) nicht mehr gelesen und trotz der 900 Seiten hatte ich den ersten Teil innerhalb von einer knappen Woche durch. Wer Fantasy-Literatur mag, dem kann ich diese Bücherreihe, die Königsmörder-Chroniken nur wärmstens empfehlen: Ein unglaublich interessanter Hauptcharakter, tolle und neue Ideen, die man so noch nicht gelesen hat. Stellt Euch einen alten Geschichten-Erzähler vor, der anfängt Euch ein langes spannendes Märchen zu erzählen und Euch schon beim ersten Satz fesselt. Genau so schafft es Patrick Rothfuss den Leser in seinen Bann zu schlagen. Beim ersten Satz auf Seite 1! Einfach nur empfehlenswert. Ihr wollt einen Beweis? Hier geht’s zur Leseprobe.

Was ich auch schon immer geliebt habe ist das Vorgelesen bekommen. Bis heute erinnert es mich an die wunderschönen Abende in meiner Kindheit in denen Mama, Papa oder Großeltern Märchen und andere Geschichten vorgelesen haben. 1 Märchen pro Abend bzw. 1 Kapitel. So beispielsweise auch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von Michael Ende – hierbei fanden mein Bruder und ich die 1-Kapitel-pro-Abend-Regel immer ganz besonders doof: „Menno – immer, wenn es spannend ist!“ Und seit es nun immer mehr Hörbücher von wirklich tollen Schauspielern und Synchronsprechern zu kaufen gibt, wächst inzwischen auch die Hörbücher-Ansammlung in den Regalen immer mehr. Meine erste Liebe hierbei: die genialen Harry-Potter Hörbücher, von Rufus Beck vorgelesen und von mir gehört bis zum Auswendig-Können. Einfach schön! Und erst diese Woche haben wir die Hörbucher vom genialen Brandon Sanderson entdeckt, der mit seinen völlig neuartigen Fantasywelten die Leser weltweit begeistert. Vorgelesen von Detlef Bierstedt (die deutsche Stimme von George Clooney) und einfach spannend. Hier geht’s zur Hörprobe vom ersten Teil der Sturmlicht-Chroniken: Der Weg der Könige.

Aber heute geht es ja nicht nur um Bücher, sondern auch um deutsches Bier. Wir wohnen mehr oder weniger direkt neben einer Bierbrauerei, die wirklich sehr leckeres Bier herstellt: Schönbuch-Bräu. Dennoch hat es ein paar Jahre gebraucht, bis statt Becks, Flensburger und Jever auch einmal heimisches Bier den Weg zu uns nach Hause gefunden hat. Und es lohnt sich, denn es schmeckt wirklich sehr, sehr lecker. Außerdem ist es immer klasse etwas kaufen zu können, bei dem man sozusagen „Mal ums Eck“ gehen kann um zu schauen, was die Hersteller alles an Zutaten verwenden, wie sie es herstellen und man sogar auch mal einen Blick in den Braukessel werfen kann.

Da heute Abend eine liebe Freundin von mir zum Backen vorbei gekommen ist, hat sich das Bier nun auch in unsere Küche geschlichen. Denn, zur Feier des Tages, habe ich heute mal etwas ganz neues ausprobieren wollen: Cupcakes mit Bier. Verrückt? Vielleicht. Aber immerhin hab ich auch schon die absolute Mädels-Variante von Cupcakes überhaupt gebacken, nämlich Cupcakes mit Sekt. Und die waren gleich so lecker, dass sie auf meiner Top 3 der Lieblingsliste stehen! Also wäre es nur fair auch mal den Männern tolle Cupcakes zu backen. Oder?

Die Idee dazu habe ich wieder von der genialen Jeanny, die auf ihrem Blog Ihre Guinness-Cupcakes als die absoluten Lieblinge ihres Mannes vorgestellt hat. Doch da nun einmal Tag des deutschen Bieres ist, ging Guinness ja nun einmal nicht. Also habe von Schönbuch-Bräu die Biersorte „Original“ gekauft, da dieses Bier ganz leicht malzig schmeckt ohne süß zu sein. Ihr könnt natürlich auch anderes Bier nehmen, Hauptsache Euch schmeckt’s!

Und los geht’s! Das Rezept für ca. 12 Cupcakes mit Bier:

  • 165 ml Bier (1/2 0,33 ml Flasche)
  • 60 ml Milch
  • 90 g weiche, zimmerwarme Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt oder ersatzweise 1/2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei, Größe L
  • 100 g Crème Double
  • 35 g Kakao zum Backen
  • 150-200 g Zucker (je nach dem, wie süß Ihr es mögt)
  • 160 g Mehl
  • 1 TL Natron oder Backpulver
  • 1 Prise Salz

Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen versehen oder, wenn man es ohne Förmchen mag, mit etwas Fett und Mehl ausgleiten.

Die Butter bei milder Hitze langsam schmelzen lassen, leicht abkühlen lassen, bis sie etwa handwarm ist und zusammen mit dem Bier, der Milch und dem Vanille Extrakt in einer Schüssel verrühren. Das Ei unterrühren und zuletzt die Crème Double.

Mehl, Kakao, Zucker, Salz und Natron in einer separaten Schüssel miteinander vermengen und in kleinen Portionen nach und nach zur Teigmischung geben.

Zu 2/3 bis maximal 3/4 Höhe in die Förmchen füllen und für ca. 25 backen, bis der Zahnstocher bei der Stäbchenprobe sauber aus den Küchlein kommt. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und anschließend mit dem Frischkäsefrosting, das jedes Herz zum Schmelzen bringt, bestreichen:

  • 50 g Frischkäse
  • 25 g Butter (keine Backbutter oder Margarine)
  • 150 g Puderzucker

Frischkäse und Butter ein paar Minuten lang mixen, bis die Masse super weich und cremig ist. Puderzucker einrieseln, sehr gut verrühren und auf die Cupcakes streichen.

Die Cupcakes sollten, wenn sie nicht sofort gegessen werden, im Kühlschrank gelagert und ca. 30 Minuten vor dem Verzehr heraus geholt werden.

Und das Ergebnis? Vor einer Stunde aus dem Ofen geholt und es sind schon 7 Exemplare weniger… ein klarer Erfolg würde ich sagen! Unglaublich saftig, weich und durch das Frosting wieder traumhaft vollendet. Also: Tut Euren Männern mal eine Freude und backt diese herrlichen Traumexemplare an Cupcakes! Es lohnt sich!!

Und Ihr? Kenn Ihr tolle Rezepte mit Bier?

Einen schönen Start in die Woche wünsch ich Euch!

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