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Stellt Euch vor: Ihr habt eigentlich nicht wirklich Hunger, auch wenn bald Mittagsessenzeit ist. Ihr sitzt vor dem Fernseher oder dem Rechner und schaut eine wunderbare Kochsendung an. Und dann seht Ihr ein Rezept an, zwei Rezepte, vielleicht auch drei… Und auf einmal knurrt der Bauch und Ihr könnt an nichts anderes mehr denken als an haargenau das, was der Koch Euch in der Sendung vorkocht.

Uns geht es meistens bei Jamie Olivers Kochsendung so. Insbesondere bei Natürlich Jamie. Die Serie haben wir während einem London-Urlaub entdeckt. Dort lief sie immer auf BBC und immer direkt nach der Abendessenszeit… so eine Gemeinheit 😉 So saßen wir die vollen 2 Wochen jeden Abend mit (schon wieder) hungrig knurrenden Bäuchen vor dem Fernseher und versuchten uns alles zu merken, was Jamie uns vorgekocht hat. Wieder zu Hause angekommen mussten wir dann unbedingt die Serie auf DVD kaufen und waren einfach glücklich. Bis heute können wir keine einzige Folge dieser Sendung anschauen ohne anschließend umgehend in die Küche rennen zu müssen. Bei jeder Folge werden von Sekunde zu Sekunde die Augen größer und egal, wie satt man eigentlich ist, es macht keinen Unterschied.

Ähnlich ergeht es uns beim Durchstöbern von Kochbüchern. Meist sieht einfach alles lecker aus, erst recht wenn man dann wirklich Hunger hat 😀 Für die heutige Woche mit dem aktuellen Urlaubs-Projekt (jeden Tag etwas Neues kochen) habe ich gestern also wieder Kochbücher durchwälzt. Das Ergebnis sind so viele Lesezeichen, dass ich gar nicht genau wissen will, wie viele es letztlich geworden sind. Und ich hab nicht mal alle Bücher durchgesehen.

Ein guter Teil der Lesezeichen ziert das aktuelle Kochbuch der genialen Donna Hay. schnell, frisch, einfach. heißt es und es sind wieder unglaublich leckere Sachen da drin, die allein schon beim Durchblättern gut zu schmecken scheinen. So beispielsweise ein Rezept mit Spaghetti, Brotkrumen und Mozzarella.

Da wir durch das Kochen der letzten Tage viele Reste in der Küche haben, die weg müssen, haben wir beschlossen eine eigene Variante dieses Rezeptes auszuprobieren und somit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Den Kühlschrank leerer zu bekommen und dennoch etwas ganz Neues auszuprobieren.

Das Ergebnis: Super leckere Reste-Linguine mit Semmelbröseln, Tomaten, Tomatenmark, Anchovis, Knoblauch, Pinienkernen und Rucola. Und natürlich mit Mozzarella.

Und Ihr glaubt ja gar nicht, wie lecker das schmeckt und wie einfach das zu machen ist. Ihr braucht pro Person:

  • 100 g Linguine oder Spaghetti (nehmt ruhig gute Nudeln, die an die 12 Minuten Kochzeit brauchen – das schmeckt gleich doppelt so lecker!)
  • 1/4 – 1/2 Brötchen (kann ruhig altbacken und schon leicht trocken oder hart sein)
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 kleine Hand voll Rucola
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 frische Chilischote
  • 1 Anchovis (in Öl eingelegt)
  • 1 TL Pinienkerne
  • 1/2 Kugel Mozzarella (oder Büffelmozzarella)
  • 2-3 kleine Kirschtomaten
  • etwas Olivenöl

Zuerst säbelt Ihr von den Brötchen die Rinde ab und schneidet es in kleine Stücke. Die Chilischote längs halbieren und die Kerne entfernen. Die Brötchenstücke zusammen mit den Anchovis, dem Chili und etwas Öl in eine Schüssel füllen und mit dem Pürierstab klein mixen, bis keine großen Brötchenstücke mehr zu sehen sind. Die Pinienkerne grob hacken.

Nudelwasser aufsetzen (Salz nicht vergessen) und auch eine Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur heißt werden lassen. Etwas Öl in die Pfanne geben und die Brotkrumen-Mischung zusammen mit dem Tomatenmark und den Pinienkernen hinein füllen. Die Semmelbrösel bei mittlerer Temperatur knusprig braten. Indes die Nudeln in das kochende Wasser geben.

Während Nudeln und Semmelbrösel vor sich hin garen, den Knoblauch schälen und in feine Würfel hacken. Ein ganz klein wenig vom Rucola fein hacken (etwa 1 TL/Person) und zusammen mit dem Knoblauch beiseite stellen. Tomaten waschen und vierteln.

Immer mal wieder in der Pfanne rühren, so dass alle Brotkrumen knusprig werden können und darauf achten, dass die Mischung nicht zu trocken wird. Eventuell noch etwas Öl mit in die Pfanne gießen. Sind die Nudeln fast gar, die Herdplatte mit der Pfanne drauf fast völlig ausschalten (auf die niedrigste Stufe stellen) und Knoblauch und gehackten Rucola unter die Semmelbrösel rühren.

Die fertigen Nudeln abgießen und in die Pfanne geben. Alles gut durchrühren und auf Teller verteilen. Den Rucola auf die Pasta verteilen, ebenso die Tomatenviertel. Am Schluss auf jeden Teller eine halbe Kugel Mozzarella drapieren und wer mag reibt noch etwas Parmesan über das Ganze.

Es schmeckt wirklich unglaublich lecker: Der pfeffrige Rucola passt hervorragend zu der kühlen Frische des Mozzarellas, die warme, süße und wirklich nur ganz leicht scharfe Brotkrumen-Mischung bildet noch einen knusprigen Kontrast zum Käse und die Nudeln vollenden das Ganze zu einer unglaublich leckeren Mahlzeit. Das müssen wir wieder machen – wir sind begeistert!

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