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Manchmal steht man Freitag Abend in der Küche und überlegt, was man am Wochenende kochen will,… und es fällt einem gar nix ein! Man weiß nur: Etwas neues muss her! Etwas, das man noch nicht kennt. Etwas, bei dem man eventuell auch gar nicht sooo sehr weiß, ob es einem schmecken wird – Hauptsache neu, anders und aufregend!

So ging es mir am Freitag. Allerdings noch am Vormittag. Also wurde aus der super-heiligen Kochbücher-Ecke (siehe Bild unten -da steht nur das Beste und Wichtigste drin!… ich glaub man sieht genau unsere Vorliebe(n) *grins*) ein Buch herausgezogen, aus dem wir schon seit Wochen mal etwas nachmachen wollten. Nämlich das aktuelle Kochbuch des genialen Jamie Oliver „Zu Gast bei Jamie“. In diesem Buch steht wirklich alles über die englische Küche drin, was man kennen muss! Von Bubble & Squeak über Traditional English Breakfast, einer Vielzahl an Pies, Shortbread, Scones (yeay!), Pickles, Currys, vielen Rezepten mit Würstchen und vielem vielem mehr, was England-Fans kennen und lieben gelernt haben! Man könnte es also fast schon als Kochbibel der heutigen englischen Küche ansehen… behaupte ich jetzt mal einfach so 😉

Beispielsweise gibt es dadrin auch ein Rezept für Yorkshire Puddings. Im Miniformat und mit einer Fischcreme. Einfach soooo lecker – Ihr glaubt es nicht. Das wussten wir am Freitag aber noch nicht, doch Yorkshire Puddings wollten wir nun schon lange einmal probieren, also hatte dieses Rezept gewonnen. Hierbei muss ich vielleicht noch anmerken: In dem besagten Kochbuch sind an die 30 Lesezeichen. Und das sind nur die Rezepte, die wir UNBEDINGT ausprobieren wollen, ganz zu schweigen von all den Rezepten, an denen wir uns einfach mal aus lauter Experimentierfreude versuchen möchten! Jedenfalls. Wir hatten also einen Gewinner, haben am Samstag dafür eingekauft und Sonntag Mittag war es endlich soweit. Wir hatten Hunger und sind in die Küche gehüpft um anzufangen.

Yorkshire Puddings bestehen aus den gleichen Zutaten wie Eierkuchen bzw. Pfannkuchen (hier der Link zum Rezept): Mehl, Milch, Eier. Etwas Salz, etwas Pfeffer, etwas Fett. Ach ja: Um das immer wieder auftretende Kabbeln bei der Wortbestimmung (Eierkuchen! Nein, die heißen Pfannkuchen!! Nein – Eierkuchen!!!) aus dem Weg zu räumen haben wir die Dinger umgetauft: Eierpfannkuchen… super innovativ, ich weiß, aber hey – jetzt sind wir uns einig! 😀

Und dazu gab es diese wunderbare Forellen-Creme. Schon als ich noch im Kindergarten war habe ich Räucherforelle vergöttert. Einfach lecker! Und am Wochenende hat das einen neuen Höchststand erreicht, als der geniale Fisch auf Frischkäse, Kräuter, Zitrone und Meerrettich getroffen ist. Wer behauptet Meerrettich passe nur zu Räucherlachs, sollte das unbedingt mal mit Räucherforelle probieren! Oder in Verbindung mit Crème Fraîche als Sauce für ein gebratenes Stück Rindfleisch vom Grill… ich schweife ab; allein das Schreiben davon macht schon wieder Appetit 🙂

Probiert! Das! Aus!! Unbedingt!! Das Rezept gibt es sogar bei Jamie auf der Homepage, allerdings auf englisch selbstverständlich und da wir das Rezept nur als Leitfaden genommen haben, gibt es hier ganz exklusiv für Euch unsere eigene Variante.

Und das Tolle an dem Rezept: Es ist wirklich so einfach wie… keine Ahnung… sich am Kopf zu kratzen. Ehrlich. Da braucht man keine Ahnung von Kochen zu haben und man bekommt das hin! Man muss nur die Zutaten zusammen rühren und wissen, wie man eine Küchenuhr stellt. Toll was? Wir haben jetzt für 2 Personen als große Vorspeisenmenge verbraucht:

Süchtig machende Yorkshire Puddings mit Forellencreme

Zutaten für die Puddings

  • 50 ml Milch
  • 50 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz und etwas frisch gemahlener Pfeffer
  • ein paar Tropfen Olivenöl oder anderes Öl

Für die himmlische Forellencreme

  • 30-40 g Philadelphia (Doppelrahm)
  • ca. 20 g Bresso 1 mittelgroßes Forellenfilet, geräuchert und ohne Haut (ca. 50-60 g)
  • Meerrettich (den ohne Sahne) aus dem Glas, man kann sich aber auch das Gemüse kaufen und selbst so viel davon hobeln/reiben wie man mag
  • 1-2 EL Milch (die Macht die Mixtur etwas cremiger)
  • 1 Zitrone
  • 1/2 TL Thymian oder andere Kräuter nach Wahl

Zuerst die Creme vorbereiten:

Philadelphia, Bresso und 2 TL Meerrettich, sowie die abgeriebene Schale der Zitrone mit dem Saft von einer Zitronenhälfte und der Milch in einer kleinen Schüssel gut miteinander verrühren. Abschmecken. Das ganz soll schön würzig sein, wem es also zu mild schmeckt würzt noch ordentlich mit mehr Meerrettich und Zitronensaft nach. Schmeckt die Creme gut kommen etwas gehackte Kräuter dazu. Gut umrühren. Das Forellenfilet klein rupfen oder schneiden, so dass Ihr Stücke zu der Frischkäse-Creme gebt, die in etwa erbsen- bis maximal daumennagelgroß sind. Dabei den Fisch gut nach Gräten untersuchen, die sollten nämlich raus! Das Ganze nun sehr vorsichtig, so dass der Fisch nicht zerfällt, verrühren und in den Kühlschrank stellen.

Dann den Backofen vorheizen: 240°C Ober- und Unterhitze. Mehl, Milch, Ei, 1 Prise Salz und etwas Pfeffer gut miteinander verrühren, bis keine Klümpchen mehr in der Mischung sind. In einen Messbecher oder ähnliches umfüllen, aus dem Ihr den Teig bequem ausgießen könnt.

Ein Muffinblech nehmen und in 2 der Vertiefungen (bei den Mengenangaben die oben stehen, ansonsten entsprechend mehr) in paar Tropfen Olivenöl träufeln, so dass der Boden gerade so bedeckt ist. Das Blech in den heißen Ofen schieben und für knappe 10 Minuten drin lassen, bis das Öl zu dampfen anfängt – das Dampfen haben wir erst gesehen, als wir die Ofentür aufgemacht haben, also schaut ruhig mal nach oder wartet einfach die vollen 10 Minuten ab, die reichen auf jeden Fall aus.

Den Pudding-Teig auf die beiden eingefetteten Muffin-Vertiefungen verteilen Der Teig kann ruhig bis zum Rand hin in der Form stehen. Das Blech in den Ofen schieben und für ca. 15 Minuten backen. Die Teilchen sind fertig sobald sie oben und an den Seiten schön braun geworden sind. Und ach ja: Beim Backen blos nicht den Ofen öffnen!

Die Puddings gehen stark auf, aber sobald die Ofentür aufgeht fallen sie in sich zusammen. Sind sie bis dahin nicht fertig werden nicht mehr weiter wachsen und sind dann nicht mehr so schön fluffig, wolkig-weich. Wär schade drum!

Sind die Puddings schön aufgegangen, goldbraun und fertig holt Ihr das Blech aus dem Ofen, holt die Forellencreme aus dem Kühlschrank, verteilt sie in zwei kleine Schüsselchen, Tassen oder ähnliches und serviert sie zusammen mit den frisch gebackenen, heißen Yorkshires.

Dazu passt ein frischer Weißwein. Mensch – Ihr glaubt ja gar nicht wie unglaublich lecker das ist!

Uns hat das am Sonntag so gut geschmeckt, dass wir es heute gleich wieder gemacht haben 🙂 Und das nicht nur, weil wir noch ein Forellenfilet im Kühlfach hatten das „dringend weg musste“ 😉 Dieses Mal haben wir die doppelte Menge an Yorkshires zur gleichen Menge Fischcreme gemacht. Das fanden wir vom Mengenverhältnis um einiges besser und das macht natürlich auch mehr satt. Statt Fischcreme kann man übrigens natürlich auch andere Quarks, Frischkäsecremes oder Saucen dazu essen. Seid kreativ und schaut was Euch am besten schmeckt. Really, really awesome!! Unbedingt ausprobieren!

Auch freuen wir uns heute Abend riesig über ein kulinarisches Geschenk: Mein Schatz kam heute mit einer super lecker duftenden Barolo-Salami nach Hause. Vielen lieben Dank dafür – die wird bestimmt nicht lange leben, so verlockend, wie die riecht! 😀

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