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Es gibt Tage, da ist einfach alles doof und nichts läuft so, wie man es will. Heute war für mich ein bisschen so ein Tag und ich bin froh, dass es abends ist und – höchst wahrscheinlich – nicht mehr viel passieren kann (aufs-Holz-klopf!). 

Dennoch bleibt der Frust irgendwie aufrecht und lässt sich nicht so recht unterkriegen. Da helfen dann nur noch die kleinen oder größeren Wundermittelchen um die Laune etwas anzuheben bzw. einem dabei helfen einfach abzuschalten und all das Doofe vergessen lassen. 

Hier also ein kleine Aufbau-Helfer-Liste mit meinen persönlichen Tipps: 

Tipp 1 für schöne Gedanken:
Lecker essen! Das kommt dann bei mir Frust-Esser meist gleich als erstes – wenn das meine Ärzte aus Kindertagen wüssten, die schon Luftsprünge gemacht haben, wenn mal ein Löffel Suppe runterging!


Zuerst ist mir da vorhin Sushi eingefallen. Doch: keine Zutaten mehr im Haus und die Fischtheke im Supermarkt macht um 20.00 Uhr zu… es war 10 vor 8! Mhpf… Also schauen, was die Küche so hergibt. Heute war sogar die Laune für Spaghetti zu tief; das passiert mir wirklich sehr, sehr selten. Normalerweise helfen die immer! Spaghetti mit 1-2 EL leckerem Olivenöl, eventuell mit ein paar Kräutern. Lecker! Aber heute sollte es nicht sein; mittags gab es schon leckere Tortellini aus dem italienischen Supermarkt. 


Also hab ich mich mal wieder für ein alt-bewährtes Familienrezept entschieden: Backofen-Kartoffeln. Suuuuper lecker und glücklich-machend. Normalerweise isst man die mit Fleisch, aber das war heute egal.


Und hier das kurze und einfache Rezept für 2 Personen als Beilage: 

Zutaten: 

  • 500 g Kartoffeln, festkochend
  • 5-6 Knoblauchzehen, ungeschält
  • 1/2 bis 1 knapper TL Salz
  • 1 TL getrockneter Oregano oder 2 Stiele frischer Rosmarin
  • 1 TL Thymian oder ca. 4 Stiele frischer Thymian
  • 3-4 EL Olivenöl


Einen Bräter in den Backofen stellen und diesen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Kartoffeln schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit einem Küchenpapier-Tuch abtupfen. Den Bräter aus dem Ofen holen, die Kartoffelwürfel hinein geben, sowie das Öl und Salz. Gut umrühren und den Bräter zurück in den Ofen schieben.


Nach 15 Minuten die Knoblauchzehen (samt Schale) hinzu geben, erneut gut umrühren. Nach weiteren 15-20 Minuten die Kräuter dazu geben, wieder umrühren und für noch mal 10-15 Minuten in den Ofen schieben, bis die Kartoffelecken golden, braun und leicht knusprig sind.


Klassischerweise mit etwas Fleisch servieren (wir essen sehr gerne Saltimbocca dazu). Die Knoblauchzehen können übrigens mitgegessen werden. Dazu natürlich vorher die Haut abmachen, aber das ursprünglich scharfe des Knoblauchs ist durch das lange Backen weich und leicht süßlich geworden und hat sehr an Schärfe verloren. Sehr, sehr lecker!


Tipp 2 für schöne Gedanken:
Schöne Sachen, die man hat (alles, was man da nicht hat, deprimiert oder frisst nur ein rieeeesiges Loch in den Geldbeutel *grins*) anschauen, anziehen, anhimmeln…


Und da ja bald Weihnachten ist, kann man gaaanz viele Kerzen anzünden und es sich schön machen in der Bude. Heute haben wir die große Weihnachtspyramide angeheizt und selbst Findus war total begeistert davon, dass da etwas leuchtet und sich ganz von alleine dreht und dreht und dreht. Wie gebannt hat er ganz selig drauf geschaut und sich sogar fotografieren lassen.


Tipp 3 für schöne Gedanken:
Kultur! Musik, Bücher, Filme… bei mir in diesem Fall bevorzugt letzteres und da nicht irgend einen »schöne, heile Welt Film«, sondern düstere Filme oder Fernsehserien, die auch nicht unbedingt für jeden etwas sind. Meine Lieblinge in der Kategorie von David Fincher, Darren Aronofsky oder Quentin Tarantino. 


Und da ich neulich auf eine neue Vampir-Serie für Erwachsene aufmerksam gemacht worden bin (danke hierbei an Heiko und Volker!) und die letzten beiden Staffeln auf DVD ausgeliehen bekommen habe, passt das super! »True Blood« heißt die Serie, in Amerika ist derzeit gerade die 4. Staffel zu Ende gegangen, in Deutschland gibt es seit Sommer die 3. Staffel auf DVD. Eine, meiner Meinung nach, echt gelungene Serie von HBO und kreiert vom genialen Alan Ball, der uns vor ein paar Jahren mit »American Beauty« und später dann mit der Serie »Six Feet Under« versorgt hat. Für Erwachsene deshalb, da ein paar ziemlich derbe Szenen enthalten sind. Hier der Link zur Serie bei tv.com.

Frei nach der Bücherreihe von Charlaine Harris wird hier von der Kellnerin und Telepatin Sookie Stackhouse erzählt, die sich in einen Vampir verliebt. Das klingt jetzt wieder recht kitschig klischeehaft, ist es aber überhaupt gar nicht und das ist gerade das Tolle daran. Die Serie ist schön düster gestaltet, teilweise auch etwas ekelig, manchmal etwas brutal und fies. Aber es sind witzige Szenen dabei, die das Düstere mit schwarzem Humor auffrischen und die schauspielerische Leistung ist ebenfalls super. Auch schön hier ist, dass die wichtigsten Charaktere im Laufe der Serie näher beschrieben werden, beispielsweise mit Episoden aus deren Vergangenheit. Das macht die Serie, abgesehen von der spannenden Handlung (gerade die 3. Staffel macht wirklich süchtig und man will gar nicht mehr aufhören zu schauen!), vielseitig und auch auf Dauer interessant.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich ein paar Folgen gebraucht habe mich an den Stil zu gewöhnen. Doch ab der 3. Folge war ich völlig in ihrem Bann und bin nun vollauf begeistert! Es lohnt sich wirklich dort mal hineinzuschauen und ich kann es nur empfehlen!! 

Tipp 4 für schöne Gedanken:
Sich trösten lassen. Von Familie und Freunden und, in meinem Fall, auch von den Katzen. Sam und Findus sind heute wieder total verschmust und es tut einfach gut ein schnurrendes Etwas zu kraulen und zu merken, dass man doch irgendwie gebraucht wird. 


Tipp 5 für schöne Gedanken:

Wenn gar nichts mehr hilft, hilft nur noch ein Bad. Beispielsweise mit den tollen Badetabletten von Shiseido. Ich hab an meinem Geburtstag so ein tolles Päckchen geschenkt bekommen und es sind nur noch 2 Tabletten übrig. Einfach schön!


So und jetzt werd ich meinen eigenen Ratschlag befolgen, mir die Vampir-Serie in den Rechner schieben und mir schöne Gedanken machen.

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