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Nach der Teezeremonie gestern Abend ging es dann erst einmal eine Runde Spazieren. Und nachdem wir nach einer Stunde wieder zu Hause ankamen waren wir froh wieder im Warmen zu sein und hungrig!

Also wurde das Abendessen vorbereitet: Sushi! Ich liebe Sushi!! Seitdem wir das Anfang diesen Jahres zum ersten Mal mit meinem Vater und meinem Bruder selbst gemacht hatten, hat uns, und vor allem mich, das Sushi-Fieber gepackt und wir haben es nun schon oft zubereitet und noch mehr gegessen. Denn: Da man sich sowieso schon die große Mühe macht, kann man doch auch gleich etwas mehr machen um am nächsten Tag noch etwas übrig zu haben… 🙂

Selbst gemachtes Sushi ist einfach etwas Feines. Man braucht nur etwas Zeit und Geduld. Und eisernen Willen beim Zubereiten, denn man kommt sehr stark in die Versuchung hier und da einfach mal zu naschen! Das Schöne am Sushi ist, dass man sich aussuchen kann, was man sich Rollen oder drauf legen will. Klassischer Weise ist natürlich roher Fisch drin, aber genau so oft ist auch Gemüse dabei und manche nehmen sogar Schinken oder gutes Fleisch.

Wir haben uns gestern auf Lachs (unserer Meinung einfach die leckerste Variante), Gurke und Avocado fest gelegt. Eigentlich waren auch noch Pilze geplant… die haben wir nur leider vergessen hinein zu rollen. 

Wie fast immer habe ich viel zu viel Reis gekocht und am Ende haben sich die Röllchen (Maki) und Eckchen (Nigri) auf dem Tisch gerade so gehäuft, aber dafür ist heute noch genug für ein Abendessen da. 


Und nun die Zutaten für 4 Personen: 

  • 500g Sushi-Reis (Ihr braucht Reis, der viel Stärke hat und richtig gut klebt!)
  • 100 ml Reisessig
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 200-300 g frisches Lachsfilet von guter Qualität (bittet den Fischverkäufer Euch ein dickes Stück zu geben, da Ihr es für Sushi nehmen wollt)
  • 1/2 Avocado
  • 1/2 Salatgurke
  • Nori-Blätter – pro Person maximal 2 Scheiben!
  • Wasabi-Paste
  • spezieller eingelegter Ingwer
  • Soja-Sauce

Zuallererst müsst Ihr den Reis vorbereiten. Dazu den Reis erst einmal gründlich mit kaltem Wasser waschen, bis das abfließende Wasser nicht mehr trüb ist. Anschließend den Reis nach Packungsanleitung garen. Unseren muss man in 900 ml Wasser (bei 500 g Reis) aufkochen, dann auf niedriger Stufe 10 Minuten ziehen lassen. Danach den Herd ausschalten und den Reis für weitere 10 Minuten quellen lassen. 

Nun wird der Reis gewürzt, bzw. gesäuert. Dazu den Reisessig mit dem Zucker und Salz auf den Reis geben und gut umrühren. Am besten Ihr gebt den Reis nun in eine flache Form (beispielsweise eine große Auflaufform) und rührt ihn ab und zu mal um. Der Reis muss völlig ausgekühlt sein, bevor er weiter verwendet wird!

In der Zeit in der der Reis abkühlt könnt Ihr die restlichen Zutaten vorbereiten. Die Avocado schälen und in 2-3 mm dicke Streifen schneiden. 

Die Gurke ebenfalls schälen, längs halbieren, mit einem TL die Kerne entfernen und, wie die Avocado in 2-3 mm dicke Streifen schneiden.

Den Lachs vor dem enthäuten nach Gräten abtasten. Falls Ihr welche finden solltet eignet sich am besten eine Pinzette um diese zu entfernen. Anschließend mit einem möglichst scharfen Messer die Haut vorsichtig absäbeln. Der Anfang ist hier das schwierigste, der Rest braucht nur etwas Übung. Anschließend das Filet gründlich abspülen und trocken tupfen. 

Nun aus dem Filet möglichst gleichmäßige Rechtecke mit einer dicke von etwa 1 mm schneiden. Den Rest des Fisches in Streifen schneiden.

Und sobald der Reis kalt ist geht das Rollen und Pressen los. Hierzu solltet Ihr Euch eine Schüssel mit möglichst kaltem Wasser bereit stellen, in das Ihr einen Spritzer Reisessig gebt. Das braucht Ihr zum Hände befeuchten und zusätzlich um Eure Hände nach dem Rollen und Pressen von den Reiskleberesten zu befreien.

Für die Nigri braucht Ihr die dünnen Fischquader: 
Eine kleine Menge Reis in den befeuchteten Händen fest zusammen pressen und 10-15 mm hohe Quader formen, die in etwa so groß sind, wie Eure zugeschnittenen Fischstücke; eher etwas kleiner. Ich presse meistens den Reis zu einer Art Kugel und klopfe sie dann in die gewünschte Form. Anschließend den Quader mit einem Stück Lachs belegen, den etwas glatt streichen und das Nigri auf einen großen Teller legen. Weiter so verfahren, bis die Fischstücke aufgebraucht sind. Zwischendrin ab und zu die Hände im Eiswasser waschen um sie von den Reiskleberesten zu befreien.


Nun geht es an die Makis, die Röllchen. Dazu braucht Ihr die in Streifen geschnittene, Gurke, die Avocado den restlichen Lachs, die Nori-Blätter und weiterhin das Eiswasser. Zusätzlich benötigt Ihr eine Rollmatte für Sushi. Die bekommt man inzwischen in fast jedem Supermarkt. 


Die Noriblätter kann man am Stück nehmen um sehr große Rollen zu erhalten, aber üblicherweise halbieren wir sie durch mehrmaliges Knicken und Falzen oder einfach mit Hilfe von einem Messer.

Und nun kommt das Rollen. Das braucht ein klein wenig Übung, ist aber nicht schwierig. Ich habe hier ein Video gefunden, das Euch das besser und schneller erklären kann, als ich das hier beschreiben könnte. In die Makis rollt Ihr die übrigen Zutaten hinein und schneidet die langen Rollen mit einem scharfen Messer in gleich große Stücke. Je schärfer Euer Messer hier ist, desto besser; denn stumpfe Messer zerquetschen die Rollen eher, als dass sie sie schneiden.  


Klassischerweise wird Sushi mit Wasabi-Paste, Soja-Sauce und speziell eingelegtem Ingwer serviert. Den bekommt Ihr in einem japanischen Laden oder wer Glück hat bekommt ihn auch im Supermarkt. Dazu reicht man guten Grünen oder Weißen Tee und die ganz harten trauen sich und trinken dazu einen warmen (!) Sake. Ein leckerer Weißwein passt allerdings auch.

Übrig gebliebenes Sushi kann im Kühlschrank abgedeckt etwas aufgehoben werden; es sollte aber innerhalb eines Tages aufgegessen werden. 

Lasst es Euch schmecken! Ich bekomme nun fast schon wieder Appetit auf den Rest… ich glaub, ich schleiche mich gleich mal heimlich zum Kühlschrank! 🙂

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