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Es gibt kaum zwei Kater, die gegensätzlicher sein könnten als unsere zwei. Findus, der quirlige Wirbelwind mit ständigen Flausen im Kopf, und Sam, der einfach nur liebe Kuschelkater.


Sam war ein Zufallsgriff, der aber so was von richtig für uns war, dass wir ihn gaaanz fest in unser Herz geschlossen haben! Wie schon im letzten Post geschrieben steht, suchten wir im letzten Jahr dringend nach einer Zuchtkatze als »Lebensgefährten« für unseren Findus, damit der nicht so alleine im Haus sein sollte, sobald er bei uns einzieht. 

Zu der Zeit hatte meine Mutter ebenfalls beschlossen sich Britisch Kurzhaar Katzen anzuschaffen und meinte irgendwann: „Die Züchter suchen noch nach einem Abnehmer für eines ihrer Jungtiere.“. Ich habe mich also sofort mit den Züchtern in Verbindung gesetzt und es hat tatsächlich geklappt. Nach ein paar Besuchen bei Familie Jelich der Zucht Be Nice hatte ich den kleinen Kater in mein Herz geschlossen und wir konnten den Kleinen tatsächlich an dem Tag abholen kommen, an dem auch Findus bei uns einziehen sollte.


Bei Katern ist das super, denn die fangen schon am ersten Tag damit an ihr Revier zu markieren (mit Geruchs-Pheromonen, die sie durch Köpfen-Reiben an Gegenstände und Menschen abgeben) und sind ab dem Alter von einem halben Jahr eventuell schon ganz böse, wenn ein zweiter Kater ins Haus kommt. Unsere beiden sind fast zur gleichen Minute bei uns angekommen und konnten so gemeinsam das Haus und sich gegenseitig erkunden.

Bei Sam mussten wir lange lange Zeit überlegen, wie wir ihn überhaupt nennen sollten. Wir hatten eine ganze Din A4 Seite voll mit möglichen Katzennamen, aber nichts wollte so richtig passen. Er war entweder zu lieb oder zu fein und irgendwann kam ich dann auf den Namen Samwise von „Lord of the Rings“, der meiner Meinung fast noch wichtiger in dem Buch ist als Frodo. Als ich dann ein paar Mal „Sam“ rief, und der Kater auf einmal vor mir stand, war es klar: Das ist der richtige Name!


Sam liebt es durchgeknuddelt zu werden. Vorsichtig streicheln ist bei ihm einfach nicht schön genug; man muss ihn so richtig hart rannehmen! Pfoten massieren mag er beispielsweise ganz arg! Da spreizt er die Zehen und schnurrt wie ein Weltmeister.

Im Gegensatz zu Findus, der es beim Schlafen gerne kuschelig und weich hat, mag es Sam hart! Wir haben beispielsweise einen Katzenkorb mit einer superweichen Felleinlage gekauft. Das wurde erst akzeptiert, als wir das Fellkissen versuchsweise mal rausgenommen haben. Je härter der Korb, desto lieber liegt da unser Sam drin.


Und was er auch mag, sind Porzellangefäße. Besonders Waschbecken und Badewannen findet er einfach genial. Anfangs dachten wir bei letzterem „Ach ja, da hat er halt schön Platz drin und liegt hoch“ aber inzwischen liegt er immer noch gern drin und muss sich nicht nur regelrecht rein quetschen, sondern berührt beim Liegen auf schon den Wasserhahn…


Sam ist ein absoluter Gesellschaftskater. Wenn es Findus zu laut wird, wenn zu viele Menschen auf einmal reden und er dann im Keller das Weite sucht, fühlt sich Sam pudelwohl und schläft nicht selten mitten in der Menge glücklich ein. Er liebt die Gesellschaft und begleitet uns, fast wie ein Hund, durch das Haus. Wenn wir ins Dachgeschoss gehen kommt er dazu und wenn wir wieder herunter wollen, ist er uns nach 2 Stufen schon voraus. 

Auch liebt er den Balkon! Über alles! Im Sommer hatten wir abends schon teilweise richtige Probleme ihn dazu bewegen, wieder herein zu kommen, dass wir die Tür nach draußen schließen konnten, bevor wir schlafen gingen. In der abkühlenden Sommerluft im Dunkeln um 23 Uhr draußen zu sitzen hat ihn einfach super glücklich gemacht und es hat uns jeden Abend leid getan ihn wieder rein tragen zu müssen.


Wir sind übrigens der festen Überzeugung, dass er eine Art Hundekater ist! Er gehorcht oft aufs Wort, wenn ich sage „Sam, komm her!“. Er läuft einem teilweise hinter her, wie ein Schatten und streicht einem so oft und gleichzeitig vorsichtig um die Beine, dass man echt irre aufpassen muss, ihn nicht tagtäglich über den Haufen zu rennen. Nach ein paar Minuten Spielen hechelt er und lässt die Zunge aus dem Mund hängen und strahlt einen so glücklich an, dass man weg schmelzen könnte. 

Und! Er apportiert! Seit etwa drei Wochen. Eines Tages kam er an und brachte eine Kugel aus Alupapier, die er mir mit flehendem Blick vor die Füße legte. Ich dachte mir nicht viel dabei, hab ihn gelobt und die Kugeln geworfen. Er sprintete sofort hinterher und keine paar Sekunden später kam er mit der Kugel wieder und lies sie wieder vor mir fallen. Inzwischen hat Findus diese Angewohnheit übernommen und so spielen wir tagtäglich apportieren mit unseren zwei Katern, die das für das Größte auf der Welt halten, die Kugeln nicht selbst bewegen zu müssen, sondern geworfen zu bekommen! Echt irre!


Aber so unterschiedlich unsere beiden auch sind, die haben sich lieb, putzen sich gegenseitig, raufen auf liebe Weise miteinander und vermissen sich schon, wenn der eine auf dem Balkon ist und die Tür durch den Wind zufällt. Sofort fängt der andere das Heulen an, dass man doch bitte kommen soll und den anderen wieder herein lassen soll! 

Wir sind so froh, diese beiden tollen Kater bei uns zu haben und freuen uns jeden Tag an ihren Eigenheiten und ihrem Charme. Findus und Sam – Ihr seid einfach toll!

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