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Was wäre unser Leben ohne Katzen? 

Kaum zu glauben: Vor ein einhalb Jahren habe ich mir Haustiere gewünscht, wäre aber nie auf die Idee gekommen, dass sobald die im Haus sind, ich sie nie nie nie nie wieder wegdenken wollen würde!

Es hat damit angefangen, dass ich als Jugendliche bei Freunden und Bekannten mit Katzen damals schon dachte „Wär das schön selbst ein Kätzchen zu haben!“. Doch damals hatten wir ein super (Killer-) Kaninchen, Sunny, und zusätzlich eine Katze wäre einfach nicht gegangen. Als ich dann mit meinem Freund zusammen zog fing ich wieder an daran zu denken, aber in der Wohnung damals durften wir keine Tiere halten. 

Doch dann beschlossen wir Anfang letzten Jahres in ein Reihenhaus zu ziehen und für mich war klar: Sobald es geht, kommt auch ein Kätzchen ins Haus. Also habe ich mich erst einmal informiert über diese schönen Tiere. Angefangen bei Futter, über Haus- und Freilauf-Haltung, über Gesundheit und was Katze halt so alles braucht und mag um glücklich sein zu können. Und dann über die Tiere selbst: Zuchttier? Tierheim-Katze? Oder ein Jungtier einer Freilauf-Katze? Ich hab gelesen, gelesen und gelesen. Sehr dabei geholfen hat mir ein Buch mit einem eher abschreckenden Titel: »Miez, miez – na komm!: artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung« von der Tierpsychologin Sabine Schroll. In dem Buch erzählt sie alles, was man wissen muss, wenn man sich überlegt eine Katze anzuschaffen und geht insbesondere auf die Wohnungshaltung ein, die für die Tiere nicht unbedingt schlimm sein muss, wenn man ein paar Dinge beachtet. Wen das Thema interessiert sollte unbedingt mal in dieses Buch reinschauen – es lohnt sich!

Nach langem Lesen bin ich dann zu dem Entschluss gekommen mir 2 Zuchtkatzen, aus einer seriösen Zucht wohlgemerkt, anzuschaffen. Doch dann kam die Nachricht einer Freundin: „Wir haben Nachwuchs! Wie wär’s?“ Und ich wusste: Sobald ich die Kleinen sehen würde, wär’s um mich geschehen. Und so war es dann auch. Im Sommer bin ich nach Rheinland Pfalz gefahren um mir die Fellknäuel mal anzusehen und habe mein Herz verloren. An einen kleinen Wirbelwind mit zittrigen Beinchen (die Kleinen waren grad dabei das Laufen zu lernen), super fluffigem, weichen Fell und riesigen blauen Augen, die einen anschauen und sagen: »Nimm mich, ich bin sooooooo lieb!!!«. Ich glaube, das kommt auf dem Foto hier recht gut rüber 😉

Ein paar Wochen später war es dann soweit, dass ich ihn abholen konnte. Inzwischen wussten wir, dass unser Kleiner ein »Findus« ist und haben uns riesig darauf gefreut ihn endlich bei uns zu haben. Doch es gab ein kleines Problem: Wir wollten von Beginn an zwei Katzen, da das für die Tiere viel angenehmer ist, wenn Mensch den ganzen Tag über auf der Arbeit ist. Bei reiner Wohnungshaltung, ist Alleinhaltung auf Dauer einfach sehr einsam für die Katzen (auch wenn es ein paar wenige Ausnahmen gibt, die Gesellschaft gar nicht leiden können). Aber woher so schnell eine zweite Katze bekommen? Denn wir wollten zumindest eine Katze aus einer Zucht haben, da mein Traum eine Britisch Kurzhaar Katze war. 

Am Ende hat uns der Zufall geholfen und wir haben es geschafft noch einen Zuchtkater zu bekommen und beide Tiere am gleichen Tag, zu fast derselben Minute bei uns einziehen zu lassen. 

Unser Findus hat uns vom aller ersten Tag um den Finger gewickelt. Mein Freund war anfänglich noch etwas skeptisch: „Machen die nichts kaputt? Wir haben doch grad erst renoviert. Hoffentlich machen sie uns keine Sorgen!“ Und ich hatte dann auch irgendwann ein paar Sorgen, ob wirklich alles gut gehen wird. Doch sobald die zwei da waren, war alles vergessen!


Findus war von Beginn an quirlig und aktiv aktiv aktiv. Dieser kleine Kater, nicht mal eine Hand voll zu dem Zeitpunkt, ist teilweise so schnell geflitzt, dass man ihn wirklich nicht gesehen hat. In einer Sekunde noch im Keller, schon war er in der nächsten Sekunde zwei Stockwerke weiter oben. Und dennoch: In den ganzen 12 Monaten, die er nun schon hier ist sind 2 Sachen zu Bruch gegangen: Eine super hässliche alte Vase, die wir schon lange wegschmeißen wollten und eine Tasse. Und beim Letzteren wissen wir nicht ganz sicher, wer daran Schuld war.



Inzwischen ist Findus ganz schön gewachsen. Wenn er sich streckt sieht er aus wie ein riesiger Schlauch und wenn wir daran denken, dass er noch im Wachstum ist, sind wir gespannt, wie viel da noch kommen wird. 

Findus lieeebt Wurst. Direkt vom Brot hat er uns bisher noch nichts geklaut, aber wenn man ihm etwas hinreicht, bekommt er die strahlendsten Augen überhaupt und schnurrt und schmatzt, bis alles weg ist. Er liebt es, in der Sonne zu liegen, besonders in den kühlen Monaten, und noch mehr liebt er es im Kleiderschrank zu schlafen! Wenn der zu ist, liegt er gerne zum Schlafen im Bett – auf der Seite von meinem Freund, denn der ist für ihn der Superstar – und ihn muss man immer ganz sanft streicheln, sonst wird er nervös 🙂 Bäuchlein kraulen ist bei ihn einfach nicht drin, aber er liegt gerne auf einem drauf um ein Nickerchen zu machen und kuschelt einfach gerne ohne unbedingt eine Streicheleinheit zu brauchen.

Was wir immer total faszinierend finden, ist ihm beim Spielen zuzusehen. Er ist da der absolute Alleinunterhalter. Klar freut er sich über Bespaßung mit einer Spiel-Angel, aber eigentlich beschäftigt er sich am liebsten alleine. Er sucht sich dann sein Lieblingsspielzeug des Tages und wirft es sich selbst und spielt damit stunden lang und sieht dabei so glücklich, aus, dass man einfach gerne zusehen muss!


Und er piepst. Er miaut nicht, wie man es von einem ein Jahr alten Kater erwarten würde, er piepst. Und das so niedlich, dass man sich jedes Mal fast ein Kichern unterdrücken muss, weil es einfach so drollig klingt. 


Er ist einfach super lieb und gleichzeitig frech und so drollig, dass man ihm gar nicht böse sein kann. Und auch zu Sam, seinem Kater-Mitbewohner, ist er so lieb, dass wir total froh sind, so viel Glück gehabt zu haben. Kater können so böse zueinander sein, wenn es um Revier-Angelegenheiten geht, doch unsere beiden respektieren sich und raufen einfach zum Spaß oder zur wöchentlichen Chef-Kater-Wahl 🙂


Doch sie sind nie böse zueinander und Findus verweigert sogar sein Futter, bis auch Sam eine Portion bekommt und sie gemeinsam essen können. 

Wir haben einfach riesiges Glück mit zwei so lieben Fellnasen!

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