Schlagwörter

Man sollte einfach nicht hungrig Lebensmittel einkaufen. Das weiß jeder, der das schon ein paar Mal – trotz aller Vernunft – gemacht hat. Auch sollte man generell nicht einkaufen, wenn man weiß, dass man in einer Stimmung ist, in der man Neues unbedingt ausprobieren will und Neugier und Kaufimpuls jedes bisschen Rest an menschlichen Verstand übertrumpfen, den man noch aufbringen kann.

Ich wollte heute Brot kaufen und eben noch im Gartencenter schauen, ob es derzeit Wintergemüse-Pflanzen gibt. Letzteres gab es leider nicht. Dafür gab es ein paar Samen und eine wunderbar herrliche Auswahl an Zwiebelstecklingen, sei es für Küchenzwiebeln, Tulpen, Narzissen und vieles andere mehr, was im Frühjahr einfach Freude macht. Da konnte ich schon das erste Mal nicht widerstehen und so werden im nächsten Jahr, wenn alles gut geht, wunderschöne lila-blaue Papageientulpen in unserem Garten blühen.

Und dann im Supermarkt… Neugierig, wie frau nunmal ist, hab ich einfach mal geschaut, was es so alles gibt. Dazu sollte ich vielleicht vorher erwähnen, dass ich nicht unbedingt ein Fan von Zeitschriften oder Zeitungen bin. Doch heute – ich war schon fast aus der Zeitschriftenabteilung raus – fiel mir da etwas ins Auge, dem ich, wie schon den Tulpenzwiebeln auch, nicht widerstehen konnte: Eine Zeitschrift, die sich mit dem schwedischen Landleben und allem was dazu gehört beschäftigt. »Lantliv« heißt sie; in Schweden gibt es sie schon seit 11 Jahren und nun auch hier in Deutschland. 

Diese Zeitschrift ist voller toller Ideen und Anregungen rund um das Landleben in Schweden (in dieser Ausgabe gibt es auch einen Exkurs nach Dänemark), mit tollen Einrichtungsideen, Vorstellung von schwedischer Mode und dazugehörigen Accessoires, Gartentipps und selbstverständlich skandinavischen Rezepten, die zum Nachmachen einladen. Und das alles begleitet von traumhaft schönen Fotos. Eine super schöne Zeitschrift für warme Gedanken und für all die mit Fernweh. Manchmal, denke ich, hatte Oscar Wilde schon Recht, als er sagte: »Versuchungen sollte man nachgeben. Man weiß nie, ob sie wieder kommen!«.

Advertisements