Frühlingsschrei-Nudelsuppe

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Ich atme tief ein und sauge diese herrliche Frühjahrs-Luft in mir auf. Sie durchströmt mich, lockt mich hinaus in die Sonne, schenkt mir Energie, neue Lebensfreude und wie jedes Jahr im März einen schier unbändigen Optimismus. Ich könnte Bäume ausreißen, so viel Kraft scheine ich plötzlich zu haben. Still sitzen? Ruhe verströmen? Unmöglich! Zu viel Schönes gibt es im Frühling zu erleben, so vieles zu tun. Die Fenster sind endlich wieder weit aufgerissen und diese lebendige Atmosphäre verbreitet sich in unserem Heim. Zu lange haben wir in die graue, kahle und schlafende Natur geschaut, die Türen fest verschlossen und uns in unseren mollig-warmen Schneckenhäusern verkrochen… Wie herrlich, dass dies nun ein Ende hat!

Und so stelle ich mich heute in die wach kitzelnde Sonne, werfe die Arme in die Luft und brülle in sagenhafter Löwen-Manier meinen Frühlingsschrei hinaus in die weite Welt. Damit auch die Bestie in mir mit dem geistigen Energie-Schub mithalten kann, gibt es zum Abendessen eine leichte aber wohl tuende, stärkende asiatische Nudelsuppe. Ohne viel Chichi, aber mit einem Stück perfekt gegarten Entrecôte obendrauf – das neue Spielzeug macht es möglich. Das Abendessen nehmen wir zum ersten Mal seit langem endlich wieder mit nach draußen in die Abendsonne um es zusammen mit einem Glas Wein auf dem Balkon zu genießen. Was will man mehr an einem sonnigen Tag im Frühling?

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Asiatische Nudelsuppe mit Entrecôte, Ei und Pak Choi

Zutaten für 2 Portionen

  • 150-200 g Entrecôte (bitte achtet insbesondere beim Fleisch immer auf gute Qualität und artgerechte Tierhaltung – unser Steak kommt von glücklichen Rindern von der Alb)
  • 1 EL helle Misopaste
  • 400 ml Brühe nach Wahl (wir: Hühnerbrühe)
  • 1 cm Ingwerwurzel
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL dunkle Misopaste
  • 1-2 Eier
  • 1 Mini-/Baby Pak Choi
  • 100 g asiatische Suppennudeln (Somen/Ramen/Reisnudeln/…)
  • 1 TL Sesam
  • 1 TL Sesamöl

Zubereitung

Das Steak mit der hellen Misopaste einreiben, vakuumieren, einschweißen und für mindestens 6 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Bei 56°C für 2 Stunden mit dem Sous-vide-Gerät im Wasserbad garen. Immer wieder mal schauen, ob noch genügend Wasser im Behälter ist.

Ohne Sous-vide-Gerät: Das marinierte Steak schlicht in der Pfanne bis zum gewünschten Gargrad anbraten. Hier lohnt es sich darauf zu achten, dass die Temperaturzufuhr nicht zu hoch ist, damit außen nichts verbrennt, solange innen noch alles roh ist.

Den Ingwer schälen, in Streifen schneiden, zusammen mit dem dunklen Miso unter die Brühe rühren und diese aufkochen. Die Hitzezufuhr auf niedrig herunter schalten. 15-30 Minuten ziehen lassen, den Ingwer heraus fischen.

Derweil die Eier bis zur gewünschten Festigkeit kochen, den Pak Choi waschen, längs vierteln und für 5 Minuten dämpfen oder direkt im kochenden Wasser blanchieren. Die Nudeln nach Packungsanweisung garen und unter fließendem Wasser gut durchwaschen. Abtropfen lassen und auf zwei Suppenschüsseln verteilen.

Das fertige Steak aus dem Vakuum befreien, wer mag brät es kurz an. Das Fleisch in Streifen schneiden, diese auf den Nudeln anrichten. Die Pak Choi Viertel halbieren, ebenfalls auf den Nudeln anrichten. Die Eier schälen, halbieren und auch diese auf die Schüsseln verteilen.

Die heiße Brühe über die Suppeneinlage gießen, alles mit etwas Sesamöl beträufeln und mit Sesam garnieren.

Kochgeschichten. Weil manche Dinge einfach Unterstützung brauchen!

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Gutes Essen. Gerade uns Genießern ist dies oft besonders wichtig. Doch was ist gutes Essen eigentlich? Für mich ist gutes Essen ehrlich: Am besten selbst gemacht. Möglichst ohne industrielle Lebensmittel-Chemie und im Idealfall mit saisonalen Lebensmitteln aus der Region. Und am besten setzt man sich dafür zusammen mit seinen Lieben an einen Tisch.

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All dies ist nicht immer selbstverständlich und oft vergessen wir dabei über den eigenen Tellerrand zu sehen. Ich bin in einer Familie groß geworden, in der gerne, viel und auch sehr gut gekocht (und gegessen) wurde. Kochen muss weiter gegeben werden! Und am besten mit Begeisterung. Es schult, es macht uns zu dem, wer wir sind, und es trägt dazu bei uns gesünder – oder zumindest bewusster – zu ernähren. Umso wichtiger ist es Projekte zu unterstützen, die dies vermitteln.

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Katharina Macheiner hat solch ein Projekt ins Leben gerufen. Mit Kochgeschichten möchte sie ein Kochbuch für junge Väter auf den Markt bringen, die damit spielend leicht ihren Kindern das Kochen, die Lebensmittel und den Umgang mit Topf und Pfanne näher bringen möchten.

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Geführt werden sie dabei von Doktor Maus und dem Bär, die mit dem liebevoll gestalteten Kochcomic dazu animieren selbst aktiv zu werden. Superhelden mal ganz anders: Spaß, Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein, sowie das gemeinsame, „richtige“ Essen stehen hier im Vordergrund. Zudem wird gefördert Zeit miteinander zu verbringen. Eine wichtige Mission.

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Da dieses Projekt auf Crowdfunding basiert, sucht sie noch nach Unterstützern. Vielleicht möchtet Ihr Euch dieses wunderbare Projekt hier näher anschauen und mit helfen, damit das Buch hoffentlich bald auf den Markt kann. Lasst uns gemeinsam ein bisschen die Welt verändern.

nNUuo-c6(Alle Bilder in diesem Beitrag wurden mir freundlicherweise von Katharina Macheiner zur Verfügung gestellt. Ich bewerbe dieses Projekt rein aus eigener Überzeugung heraus und werde nicht dafür bezahlt.)

Give-Away: 3 Falksalt-Kochbücher mit Chilisalz zu gewinnen

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Herbst… lang, lang ist’s schon wieder her und der Frühling steht endlich vor der Tür. Für mich war der Herbst beruflich eine sehr spannende Zeit; Falksalt und die storykitchen hatten mich dazu beauftragt die Layout-Arbeit an einem Kochbuch zu übernehmen und dafür auch die Food-Fotos zu schießen. Ein sehr schönes, spannendes Projekt und nun ist es endlich soweit: Das Kochbuch steht zum Verkauf bereit.

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Eine kulinarische Reise – Schweden hat sich ins Mittelmeer verliebt” lautet der Titel und das Buch ist über den Online-Shop von Falksalt zu erwerben. Es ist voll gepackt mit feinen Rezepten rund um den schönen, skandinavischen Norden und den warmen, sonnigen Mittelmeerraum. Die Rezepte stammen allesamt von Falksalt-Fans und wurden extra für dieses Kochbuch gesammelt und ausgewählt. Sie gelingen leicht und da ich sie alle nachgekocht habe um sie zu fotografieren kann ich nur bestätigen: Sie sind allesamt köstlich. Mein persönlicher Favorit sind jedoch die dunklen Schokokekse mit Meersalzkristallen – ein reiner Traum!

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Und heute verlose ich, zusammen mit der storykitchen und Falksalt, drei Exemplare dieses Kochbuchs, jeweils in Verbindung mit einer Dose Chili-Fingersalz.

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Alles, was Ihr dazu tun müsst, ist unter diesem Beitrag einen Kommentar zu hinterlassen. Mit der Teilnahme meldet Ihr Euch automatisch für die SaltySides, dem digitalen Newsletter von Falksalt, an und erklärt Euch dazu bereit, dass hierfür Eure E-Mail-Adressen an Falksalt bzw. storykitchen weiter gegeben werden. Zudem erklärt Ihr Euch damit einverstanden, dass – solltet Ihr zu den Gewinnern gehören – ich Eure Adressdaten an Falksalt bzw. storykitchen weiter gebe, damit Eure Gewinne verschickt werden können.

Teilnahmeschluss ist der 26. März um 23.59 Uhr und da es ohne nicht geht ist hier das “Kleingedruckte”:

Teilnahmebedingungen 

  • Mitmachen darf jeder, der zu diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt und eine Post-Anschrift in Deutschland, der Schweiz oder Österreich hat. Mehrfache Kommentare erhöhen nicht die Gewinnchance – jeder Teilnehmer wandert mit genau einem Los in den Topf!
  • Mit der Teilnahme meldet Ihr Euch automatisch für die SaltySides, dem digitalen Newsletter von Falksalt, an und erklärt Euch dazu bereit, dass dafür Eure E-Mail-Adressen an Falksalt bzw. storykitchen weiter gegeben werden.
  • Mit der Teilnahme erklärt Ihr Euch damit einverstanden, dass ich Eure Adressdaten an Falksalt bzw. storykitchen weiter gebe, damit Eure Gewinne verschickt werden können. Die Gewinne werden per Post versandt.
  • Teilnahmeschluss ist Donnerstag, der 26. März 2015 um 23.59 Uhr.
  • Die Gewinner entscheidet das Los. Ich werde persönlich ziehen und die Glücklichen auf hier auf dem Blog bekannt geben. Die Gewinner erhalten zudem eine E-Mail von mir und haben danach 1 Woche (7 Tage) Zeit sich bei mir zu melden und ihre Adresse bekannt zu geben. Wer sich bis dahin nicht gemeldet hat, gibt sein Los automatisch an einen anderen Teilnehmer weiter, der ebenfalls per Zufall ausgelost wird. 
  • Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen und die Preise können nicht in bar ausgezahlt werden. 

Ich drücke Euch allen ganz feste die Daumen!

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*Trommelwirbel*… die Gewinner stehen fest!

Drei Kochbuch-Salz-Päckchen können sich bald auf den Weg machen zu:
Daniela,
Julia und
Michael

Herzlichen Glückwunsch, Ihr drei! Ihr bekommt gleich noch eine Mail von mir, in der ich Euch um Eure Adresse bitte.

An alle anderen: Bitte nicht traurig sein. Die nächste Verlosung kommt bestimmt. Seid alle lieb gegrüßt und kommt gut ins Wochenende!

Ofenkino

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In manchen Situationen mutiert man wieder zum Kleinkind. Auf langen Reisen (“Sind wir schon daaa…?”), in Anbetracht von wunderhübschen großen Seifenblasen (“Mach sie alle kaputt!”), beim Tauben erschrecken in der Innenstadt (“Hab ich Euch!”), beim Erspähen eines scheuen Eichhörnchens (“EICHHÖRNCHEN!”)… oder aber auch beim schier endlosen Warten darauf, dass das heiß ersehnte Abendessen doch bitte endlich fertig werden möge. Gerade dann, wenn einen der Hunger fast schon quälend im Griff hat und jede einzelne Minute bis zum Wecker läuten des Ofens länger zu dauern scheint. Man sitzt quengelnd vor dem Ofen und wartet, während man wie hypnotisiert durch das Glas auf sein Essen starrt.

Plötzlich ist die Zeit spürbar relativ und sie zieht sich… wie ein Kaugummi…, zerrt an den Nerven, stachelt das Magenknurren an und lässt alle Düfte aus dem Ofen gleich noch so unendlich viel leckerer erscheinen als ohnehin schon. Sich bis dahin anderweitig zu beschäftigen ist hier sinnlos, ist die Aufmerksamkeits-Spanne derzeit ohnehin nicht-existent… womit wir wieder bei der spontanen Begeisterung und der damit einhergehenden Unzurechnungsfähigkeit in Anbetracht eines Eichhörnchens wären. Alles andere als dem Essen im Ofen zuzusehen erscheint als völlig unrealistisch. Man will sehen, wie es fertig wird; wie der Teig immer mehr Farbe annimmt und Blasen wirft, die Äpfel und der Radicchio weicher werden, die Nüsse immer gerösteter aussehen und der Ahornsirup himmlisch karamellisiert… hach!

Inspiriert hierzu haben mich sowohl die liebe Dani mit ihrem Flammkuchen mit Birne, Pecorino und Pinienkernen als auch die liebe Julia mit ihrer Radicchio-Pizza mit Apfel und Taleggio. Bei uns gab einen Mix aus beidem: Ein Flammkuchen mit Apfel und Pinienkernen, Ziegenfrischkäse in der Creme und getoppt mit würzigem Ahornsirup und Rauchsalz. Und nun sind wir süchtig. Süchtig nach diesem Flammkuchen! Ein Glück für für Heißhungrige: Er braucht, wenn er erst einmal im Ofen ist, keine 10 Minuten bis er fertig ist… Zudem ist er ein perfekter Abschluss der Winterzeit: Spring is coming. Finally!

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Flammkuchen mit Apfel, Radicchio, Ziegenkäse und Pinienkernen

Zutaten für 2 Hauptspeisen oder 4 Vorspeisen

Für den Flammkuchenteig:

  • 185 g Mehl
  • 75 ml Sprudel
  • 2 EL Erdnussöl
  • 1/2 TL Salz

Für den Belag:

  • 2 EL Ziegenfrischkäse
  • 2 EL Schmand (bzw. Crème fraîche, Mascarpone, Ricotta oder Joghurt… was im Haus ist)
  • 1 Apfel
  • 1/2 Radicchio
  • 1 TL Rauchsalz
  • 2 EL Ahornsirup
  • 3 EL Pinienkerne

Zubereitung

Die Zutaten für den Teig verrühren und zu einem festen, geschmeidigen Teig kneten. Am besten abdecken und für 1 Stunde ruhen lassen, muss aber nicht unbedingt sein, wenn es eilt.

Den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Apfel samt Schale in hauchdünne Scheiben schneiden. Den Radicchio in schmale Streifen schneiden. Den Schmand mit dem Ziegenkäse cremig rühren.

Den Teig halbieren und jede Hälfte hauchdünn ausrollen, bis man fast durchgucken kann.

Sobald der Ofen vorgewärmt ist und sich der Stein im Backofen (oder das Backblech) gut mit Hitze voll getankt hat, dieses aus dem Ofen holen. Den Backstein bemehlen (beim Backblech mit Backpapier arbeiten) und eine Teigscheibe darauf legen. Diese hauchdünn mit der Hälfte der Ziegenkäse-Creme bestreichen, die Hälfte der Apfelstücke darauf verteilen, sowie ein Viertel des Radicchios. Die Hälfte vom Rauchsalz, der Pinienkerne und des Ahornsirups darauf verteilen und den Flammkuchen rasch in den Ofen schieben. Für 5 bis maximal 10 Minuten backen. Mit dem zweiten Viertel des Radicchios bestreuen. Halbieren und heiß servieren.

Mit dem zweiten Flammkuchen ebenso verfahren.

Home is where your bread is

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Heimat. Ein Wort, das derzeit viel Aufmerksamkeit bekommt. Allgegenwärtig empfiehlt man uns endlich diesen einen Platz zu finden und am besten sind wir auch schon dort: angekommen in unserer funkelnden, blitzenden und natürlich auch perfekten kleinen Welt, die wir für uns als makellosen Ort definiert haben. Doch warum sollte man Heimat an etwas Materiellem fest machen? Ist sie nicht eigentlich ein Gefühl? Kommt es nicht viel mehr auf das Innere an – das, was wir mit uns mitnehmen können, wo auch immer wir sind? Vielleicht ist Heimat eher ein „In-sich-ruhen“… auch schon schwierig genug. Doch eines weiß ich: Heimat ist für mich viel mehr als nur ein Ort. Sie besteht aus Erinnerungen. Aus den Menschen in meinem Leben und all dem, was ich bisher gelernt habe. Aus meinen Lieblingsbüchern, -filmen, -spielen und „meiner“ Musik, mit all ihren Helden, Texten, Abenteuern und Bildern in meinem Kopf, die inzwischen ein Teil von mir sind. Und mit jedem Tag wird diese Heimat etwas größer, wächst, gedeiht und wird immer mehr zu dem, was mich ausmacht. Ich kann sie überall hin mit nehmen, denn sie gehört zu mir. Und das Schönste: Sie ist nie ganz fertig. Und wird es auch nie sein.

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Da diese Art von Heimat absolut sinnlos wäre ohne die Erinnerung an gutes Essen, mit all seinem Geschmack, Aussehen, Duft und Gesprächen am Tisch, backen wir uns heute ein heimeliges, ehrliches Brot, das – wo immer wir auch gerade sind – schon im Ofen ein so betörendes Aroma verströmt, dass wir uns umgehend geerdet und geborgen fühlen. Ein herrliches, leicht säuerliches, aromatisches und helles Brot mit wunderschöner, sanft knisternder Kruste und saftiger, lockerer und von kleinen Blasen durchzogener Porung. Kurzum: Ein wahres Lieblingsbrot von dem man einfach nicht genug bekommen mag.

Gebacken wird es im Topf, für mich eine Neuheit, doch absolut empfehlenswert: Das Brot wurde eine reine Schönheit.

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Lieblingsbrot

Rezept nach Schellikocht – vielen Dank an Jens für den Tipp!

Zutaten für 1 großes Brot aus dem Topf
(wir: Bräter mit 26 cm Durchmesser; 24 cm geht auch)

für den Sauerteig:

  • 100 g Roggenmehl 1150
  • 100 g Wasser
  • 10 g Anstellgut vom Roggensauer (ich: „Arya“)

für den Vorteig:

  • 100 g Weizenmehl 550
  • 100 g Weizenmehl 1050
  • 200 ml Wasser
  • 2 g Frischhefe

für den Hauptteig:

  • Sauerteig (vom Vortag)
  • Vorteig (vom Vortag)
  • 150 g Hartweizenmehl
  • 110 g Weizenmehl 550
  • 110 g Weizenmehl 1050
  • 175 ml warmes Wasser
  • 12 g Frischhefe
  • 1-2 TL flüssiges Backmalz, ersatzweise Honig oder Ahornsirup
  • 17 g Salz

Zubereitung

Die Zutaten für den Sauerteig mischen. Abgedeckt 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Die Zutaten für den Vorteig ebenfalls vermischen, 30 Minuten abgedeckt bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann für die restlichen knapp 20 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Sauerteig, Vorteig und die übrigen Zutaten in eine Schüssel füllen und am besten mit der Küchenmaschine 10 Minuten lang kneten. Die Schüssel abdecken, den Teig 30 Minuten ruhen lassen. Dann den Teig dehnen und einmal rings herum zur Mitte hin kneten bzw. falten. Wieder 30 Minuten ruhen lassen und erneut falten. Damit man es später beim Umfüllen einfacher hat den Teig nun kurz aus der Schüssel holen und rings herum kräftig mit Mehl einstauben. Zurück in die Schüssel legen. Abgedeckt 1-2 Stunden ruhen lassen.

Derweil den Topf samt Deckel (ich nehme einen gusseisernen Bräter mit 26 cm Durchmesser) in den Ofen stellen und diesen kräftig vorheizen: 250°C Ober- und Unterhitze.

Den knallheißen Topf aus dem Ofen holen, das Brot vorsichtig hinein legen (Achtung, sehr heiß!). Wer mag staubt den Topf vorher noch leicht mit Mehl ein. Den Deckel auflegen und den Topf in den Ofen stellen. 55-60 Minuten backen. Nach den ersten 30 Minuten auf 200°C herunter schalten, nach weiteren 15 Minuten den Deckel abnehmen. So wird die Kruste schöner. Das Brot aus dem Topf stürzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Zeitstrahl:

Tag 1, später Abend: 1 Tag vor Backtag

Sauerteig und Vorteig anrühren, abgedeckt reifen lassen. Den Vorteig nach den ersten 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Tag 2, früher Abend: Backtag!

Den Hauptteig kneten, verarbeiten und backen.

“Tausche Brot gegen…”

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Manchmal wünschte ich mir, ich könnte mit einem Schwert kämpfen. Für die Gerechtigkeit. Für Ruhm und Ehre. Für das Gute! Vor nichts und niemandem müsste ich mich noch fürchten, könnte mich in den Schatten verstecken und dem Übel auflauern. Ob aus valyrischem Stahl oder Mithril, von Hattori Hanzo oder auf Avalon geschmiedet und von Merlin höchst selbst durch einen Stein getrieben… oder gar das sagenumwobene Erbe von Takezo Kensei wäre mir da erst einmal egal.

Bis es so weit ist muss ich meine Feinde wohl vorerst mit betörendem Brotduft überlisten. Gerade bei Baguettes ist es besonders fein, wenn sie frisch und herrlich dampfend aus dem Ofen kommen: Die Kruste ist goldgelb, flüstert einem leise knisternd Versprechen ins Ohr, gibt bei leichtem Druck himmlisch knuspernd nach und schützt ein fluffiges, von wunderschönen Blasen durchzogenes Innere, das nach über 72 Stunden Reifeprozess einfach nicht anders kann als in Entzückung zu versetzen.

Und wer weiß… vielleicht bringt mir einer der Kämpfer zum Dank für so ein leckeres Baguette auch ein wenig Schwertkampf bei? Ich sehe jetzt schon die Anzeige in der Zeitung: „Tausche Brot gegen Schwert(kampfstunde).“ Wär’ doch was!

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Französische Baguettes

Zutaten für 2-3 Baguettes

Vorteig:

  • 140 g Weizenmehl 550
  • 140 ml Wasser
  • 1 Reiskorn-großes Stück Frischhefe (0,1 g)

Autolyseteig:

  • 300 g Weizenmehl 550
  • 150 ml Wasser

Hauptteig:

  • 3 g Frischhefe
  • 10 g Salz

Für dieses Rezept empfehlen sich eine luftdicht verschließbare Rührschüssel und ein Bäckerleinen. Wer letzteres nicht besitzt sollte ein gut bemehltes, dicht gewebtes Küchentuch zur Hilfe nehmen.

Zubereitung

Die Vorteig-Zutaten mit einer Gabel verrühren, luftdicht abdecken und für 24 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Mehl und Wasser für einige Minuten kräftig unter den Teig kneten, für 30 Minuten ruhen lassen. Die Hefe für 5 Minuten unterkneten und zuletzt – ebenfalls für 5 Minuten – das Salz unterkneten. Das Gefäß (es sollte jetzt noch mindestens doppelt so viel Luft-Freiraum nach oben hin haben, wie der Teig nun hoch steht) wieder luftdicht abdecken und für 42 Stunden in den Kühlschrank stellen. Nach etwa der Halbzeit kurz durchstoßen, indem man den Teig einmal rings herum zur Mitte hin faltet. Wieder abdecken und zurück in den Kühlschrank.

Am Backtag den Teig aus dem Kühlschrank holen und für etwa eine Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Teig nun vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, so dass ihm möglichst wenig Luft entweicht. In 2-3 möglichst gleich große Stücke teilen und mit jedem Teilstück wie folgt verfahren: Vor sich hin legen und die Teig-Kante, die von einem weg zeigt nehmen, zu sich hin ziehen und am vorderen Rand des Teiglings fest drücken. Auch hierbei so sanft wie möglich vorgehen, so dass möglichst wenig Luft aus dem Teig entweicht. Das gleiche noch einmal wiederholen, so dass man am Schluss einen zylinderförmigen Teigling vor sich liegen hat. Diesen auf bemehltes Bäckerleinen setzen, mit den übrigen Teiglingen ebenso verfahren und anschließend eine Viertelstunde ruhen lassen.

Nach der Teigruhe mit jedem Teigling den Vorgang zwei Mal genau so wiederholen, bis man längliche Zylinder vor sich liegen hat. Diese eventuell noch sanft etwas ausrollen, sie sollten etwa 30 – 35 cm lang werden und einen Durchmesser von ca. 4 cm haben – auch hierbei wieder darauf achten, dass möglich wenig Luft dem Teig entweicht.

Am besten man schaut sich dazu dieses Video an

Die Teigstränge wieder auf das bemehlte Bäckerleinen setzen, dabei das Leinen zwischen den Brotstangen aufwellen, so dass es zugleich als Trennwand dient. Das ganze mit überhängendem Bäckerleinen abdecken und weitere 40 Minuten so ruhen lassen.

Zwischendrin auch den Ofen vorheizen: 250°C Ober- und Unterhitze.

Die Brotstangen vorsichtig auf den heißen Backstein oder ein mit Backpapier belegtes Backblech schieben und baguette-typisch mit drei länglichen Einschnitten versehen. Am besten geht das mit einer Rasierklinge. Das Blech in den Ofen schieben, die Temperatur auf 220°C verringern und mit Dampfzugabe 25 Minuten backen.

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Zeitstrahl:

Tag 1, später Abend: 3 Tage vor Backtag
Den Vorteig anrühren und abgedeckt gehen lassen.

Tag 2, später Abend: 2 Tage vor Backtag
Den Autolyse- bzw. Hauptteig kneten, abgedeckt ruhen lassen und dann in den Kühlschrank stellen.

Tag 3, später Abend: 1 Tag vor Backtag
Den Teig kurz durchstoßen und zurück in den Kühlschrank stellen

Tag 4, Nachmittag: Backtag!
Den Teig verarbeiten und backen.

Walhalla

Walhalla. Ein Ort zum ausgiebigen Feiern. Der Platz für die tapfersten unter den gefallenen Kriegern, von den Walküren dazu auserkoren bis in alle Ewigkeit die Seele baumeln zu lassen, zu essen, trinken, lachen und genießen… bis zum Tag der Götterdämmerung, an dem die Helden ein weiteres Mal für Odin in die Schlacht ziehen würden. Auch in jedem von uns steckt ein Krieger, der sich durch den Alltag kämpft. Mal mehr erfolgreich, mal weniger. Mal müde und ausgezehrt, mal voll lautstarkem Gebrüll sich in das Getümmel schmeißend. Wie auch immer haben wir uns als Alltagshelden unsere Belohnung nach einem anstrengenden Tag redlich verdient. Und so freue ich mich riesig darüber Euch heute etwas Neues hier vorstellen zu dürfen: meinen eigenen, persönlichen kleinen Supper Club. Für Alltagshelden und all jene, die es sein möchten. Ein Ort, an dem wir beisammen sitzen werden um mit leckerem Essen und Gebräu das Leben zu feiern.

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Zum Start erwartet Euch ein frühlingshaft leichtes 4-Gänge-Menü, voll gepackt mit Gewürzen und Aromen aus fernen Ländern und Ozeanen. Rein vegetarisch wird es also nicht.

Wann: am Ostersamstag, den 04.04.2015
Wo: in Böblingen
Unkostenbeitrag: 25 Euro pro Mund

Ihr möchtet dabei sein? Dann schreibt mir doch eine E-Mail an ylva.brinker@web.de und sichert Euch einen von 10 Plätzen. Ob Ihr dabei sein werdet und wo genau der Abend stattfinden wird, verrate ich Euch dann rechtzeitig.

Ich freue mich auf Euch!
Eure Ylva

Sonnenanbeter-Sushi

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Nichts geht über das erste Sonnen anbeten im jungen Jahr. Fast schon vergessen haben wir, wie es sich anfühlt: das lebendige Gefühl von Frühling. Kaum blitzen die ersten Sonnenstahlen hinter der dicken Wolkendecke hervor kann man die brodelnde Energie spüren, die bereits darin steckt. Die pure Lebensfreude! Instinktiv drehen wir das Gesicht ins Licht und lassen uns vom ersten wärmenden Sonnenlicht des Jahres die Nase kitzeln. Jeden einzelnen Strahl möchte man einfangen, aufsaugen, wie ein Schwamm, und hüten wie einen kostbaren Schatz. Wie eine Motte strömen wir somit hinaus – hin zu diesem wohltuenden Licht – und atmen einfach nur glücklich die von Energie durchflutete Luft tief ein, während wir jede einzelne, kostbare Sekunde genießen.

Passend zu der neu entdeckten Lebensfreude jauchzen wir in Anbetracht der ersten simplen Frühjahrsküche mit wenig Aufwand, die uns mit ihrer wohltuenden Frische auf die lang ersehnte Frühlingsstimmung vorbereitet. Wer steht schon gerne lange in der Küche, wenn man sich doch die herrliche Sonne auf den noch dicken Winterpulli scheinen lassen und dabei glücklich sein Sushi, ungerollt und lose in der Schüssel, mampfen könnte?

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Loses Sushi

Zutaten für 2 hungrige Sonnenanbeter
…oder viele kleine Party-Häppchen im Glas

  • 200 g Sushi-Reis aus dem Asia-Laden (seid lieb zu Euch und tut Euch den aus dem Supermarkt nicht an!)
  • 40 ml Reisessig (auch hier: aus dem Asia-Laden)
  • 1 TL Salz
  • 1 1/2 TL Zucker
  • 400 g Lachsfilet ohne Haut und Gräten (vom Fischhändler Eures Vertrauens: möglichst frisch und in möglichst hoher Qualität)
  • 1-2 TL Sojasauce
  • 1 TL Sesamöl
  • 2 TL Sesam
  • 1/2 Landgurke
  • 2 TL Wasabipaste
  • 2 EL Furikake
  • 1-2 Blätter Nori

Zubereitung

Den Lachs grob würfeln, mit Sojasauce, Sesamöl und Sesam würzen und abgedeckt für einige Stunden in den Kühlschrank stellen.

Den Sushi Reis mit der erforderlichen Menge Wasser im Reiskocher oder nach Anleitung auf dem Herd zubereiten. Den Reisessig mit dem Salz und Zucker verrühren, die Mischung über den fertigen, noch heißen, Reis gießen und diesen nach Belieben offen bei Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dabei immer wieder mal vorsichtig den Reis „wenden“. 

Derweil die Gurke bei Bedarf schälen, längs halbieren – wer mag schabt mit einem Löffel das Kerngehäuse heraus – und in Stifte schneiden.

Den Reis auf Schüsseln verteilen und mit Wasabipaste würzen. Die Fischwürfel und Gurkenstifte darauf anrichten. Mit einer Küchenschere die Noriblätter in kleine Rechtecke schneiden und mit etwas Furikake zum Sushi servieren.

Vollmond-Fantasien und besänftigende Burger mit Whiskey, Speck & Cheddar

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Was würdest Du tun, wenn ein Werwolf mitten in der Nacht in Deiner Küche stände und Hunger hätte? Der Vollmond scheint durch das Fenster und taucht Küchenboden, Arbeitsflächen und Ausstattung in silbernes Licht. Die Augen des Wolfs leuchten bedrohlich in einem strahlenden Gelb und hypnotisieren Dich, lassen Dich erstarren und selbst die Zeit für einen kurzen Moment still stehen. Kein Geräusch ist zu hören und Dein Gehirn schaltet sich ab um Dich in den Hypermodus des Adrenalin-Schocks zu katapultieren: Flucht oder Kampf?

Ich würde wahrscheinlich mein Lieblingsmesser zücken… und den Werwolf einfach fragen, ob er Lust auf einen komplett selbst gemachten Burger hätte: Einen Burger mit herrlich glücklich machenden, buttrigen Brioche Buns, die einen allein schon beim Anblick in Verzückung versetzen. Einen Burger mit in rauchigem Whiskey mariniertem und rosa gebratenem Rindfleisch, das mit seiner Würze die Sinne betört. Einen Burger, der die innere Bestie mit knusprig gebratenem Speck und zart schmelzendem Cheddar besänftigt. Einen Burger, der mit leckeren blitzeingelegten Gurken und knackig-frischem Salat, getoppt von cremiger Mayo einfach nichts anders kann als glücklich zu machen. Einen Burger, der einen bei jedem Bissen mit allem verwöhnt, was er zu bieten hat um danach nur noch den Wunsch nach mehr zu hinterlassen.

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Ich wette, der Werwolf würde selig grinsen, am Tisch Platz nehmen und ganz gesittet auf seinen Burger warten. Und vielleicht dabei seine ganzen Werwolf-Kumpel aus dem Rudel zusammen trommeln… Wenn das kein Festessen wird, dann weiß ich auch nicht weiter!

The Werewolf

Zutaten für 4 Burger

Für die Brioche-Buns (wieder und nie mehr anders nach Alex bzw. Uwe):

  • 35 ml Milch
  • 75 ml Wasser
  • 1/4 Frischhefe
  • 1 EL Zucker
  • 230 g Weizenmehl 550er
  • 1 TL Salz
  • 30 g zimmerwarme Butter
  • 1 Ei + 1 weiteres zum Bestreichen
  • 2 EL Sesam
  • weiteres Mehl

Für die Rinder-Pattys:

  • 500 g Rindfleisch von der Querrippe (oder fertiges Rinderhack)
  • 5 g Salz
  • 2 EL rauchiger Whiskey

Für die Blitz-Gurken (nach dem genialen Rezept aus Stevan Pauls „Auf die Hand“):

  • 1/2 Landgurke
  • 1 EL heller Essig (Weißwein, Balsamico Bianco…)
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Zucker
  • 1-2 Prisen Salz

Belag:

  • 4 Scheiben Speck/Schweinebauch
  • 4 Scheiben Cheddar
  • 4 großzügige EL Mayonnaise
  • 1-2 Hand voll Blätter von gemischten Wintersalaten

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Zubereitung

Pattys: Ca. ein Drittel vom Fleisch in Streifen schneiden. Mit dem Salz vermischen. Das restliche Fleisch ebenfalls in Streifen schneiden, mit dem Whiskey vermischen. Beide Schüsseln abdecken und für 4-6 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen (derweil am besten die Buns vorbereiten). Das gesalzene Fleisch durch die grobe Scheibe eines Fleischwolfs drehen. Mit dem Whiskey-gewürzten Fleisch vermischen und alles erneut durch den Wolf drehen. 4 möglichst gleich große Patties formen. Beiseite stellen. Wer keinen Fleischwolf hat, mariniert einfach das fertig gekaufte Hackfleisch im gleichen Mengenverhältnis und mischt es nach ein paar Stunden Ruhepause im Kühlschrank zusammen.

Burger-Brioche-Buns: Milch, Wasser und Zucker in einem Topf erwärmen, bis das Gemisch handwarm ist. Die Hefe hinein bröseln und verrühren, bis sich Hefe und Zucker aufgelöst haben. Den Topf vom Herd ziehen und für etwa eine halbe Stunde ruhen lassen. Die übrigen Zutaten in eine Schüssel geben, mit dem Gemisch übergießen und zu einem glatten, klebrigen Teig verkneten. Großzügig Mehl auf eine Arbeitsfläche verteilen und den Teig nun mit den Händen so lange weiter kneten und dabei immer weiter Mehl einarbeiten, bis der Teig gerade so nicht mehr klebt. Den Teig zurück in die Schüssel geben, abdecken und für 2 Stunden ruhen lassen.

4 gleich große Teiglinge abstechen, diese kurz durchkneten und zu Kugeln formen. Diese eine weitere halbe Stunde unter einem trockenen und sauberen Tuch ruhen lassen. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Buns vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Das übrige Ei verquirlen, die Buns damit einpinseln und am Schluss noch Sesam darüber streuen. Für etwa 15 Minuten backen.

Blitz-Gurken: Die Gurke in 1 mm dicke Scheiben schneiden und zusammen mit den übrigen Zutaten in einem Topf erhitzen. Köcheln lassen, bis die Gurken weich sind, den Topf vom Herd nehmen und die Gurken abkühlen lassen.

Burger braten und basteln: Die Patties vor dem Zubereiten Zimmertemperatur annehmen lassen. Eine Pfanne erhitzen, die Burger Buns halbieren und die Schnittflächen in der Pfanne anrösten. Anschließend den Speck darin knusprig braten, heraus nehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Die Speckscheiben halbieren.

Die Patties im Speckfett 3 Minuten braten, dann wenden und 2 weitere Minuten braten. Für die letzte Minute die Käsescheiben auflegen und die Pfanne mit einem Deckel schließen.

Auf die Unterseite jedes Buns einen Patty geben, den Speck, die Gurken, die Mayo und schließlich den Salat darauf verteilen und die Bun-Oberseite auflegen.

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Anmerkung der Autorin: Die Werwölfe aus diesem Beitrag kommen aus Atlanta, nicht aus Seattle, und haben auch sonst nichts und überhaupt gar nichts mit “Twilight” zu tun.

Von der wundersamen Wirkung einer wärmenden Hühnersuppe

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Kaum etwas übertrifft die wunderbare Wirkung einer wärmenden Hühnersuppe. Gerade zu dieser Jahreszeit ist sie eine Wohltat, wenn die Welt im eiskalten Schnee versinkt, doch die ersten energiereichen Sonnenstrahlen schon trügerisch-warm die Nasenspitze kitzeln. Ehe Du Dich versiehst sitzt Du als klägliches Häufchen Elend auf dem Sofa, baust Dir selbst ein Iglu aus Taschentüchern um Dich herum und versuchst während dessen den bellenden Husten mit massenweise heißem Tee zu ertränken.

Plötzlich fällt Dir der Riesentopf Hühnerbrühe ein, den Du neulich gekocht und in (ich behaupte jetzt mal) „weiser Voraussicht“ eingefroren hast. Du schleppst Dich in die Küche und lässt eine Spur aus noch mehr Taschentüchern hinter Dir, von der sich Hänsel und Gretel sich noch etwas abgucken könnten, und zückst die Küchenmesser. Hach, fühlt sich das herrlich lebendig und vertraut an! Zwiebeln und Knoblauch sind schnell geschnitten und landen mit der Brühe und einem Glas Weißwein – kann ja immerhin nicht schaden – im Topf. Reisreste sind auch noch im Kühlschrank, also gesellen die sich ebenfalls einfach mal dazu. Und da Du Dir selbst beweisen willst, wie überaus schnell Du jetzt mit dem Duft von köstlicher Hühnerbrühe (juhu: Du kriegst wieder Luft!) genest, pochierst Du halt auch noch Eier, die dann oben in der Suppe schwimmen dürfen.

Mit dem Ergebnis der Kochaktion in der Hand schleppst Du Dich erschöpft aber stolz zurück zum Sofa – genug Abenteuer für heute! Du schmeißt wieder Dein Hörbuch an, kuschelst Dich in die weiche Decke, nimmst den ersten Schluck Suppe und merkst wie Löffel für Löffel die Lebensenergie zurück kommt und Dir bis in die Fingerspitzen strömt. Waren das die alten Ägypter, die schon behaupteten Hühnersuppe würde gesund machen? Recht hatten sie!

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Hühnersuppe mit Reis und pochierten Eiern

sehr frei nach diesem Rezept von Lady & Pups

Zutaten für 2 Portionen

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter
  • 4 Zweige Thymian
  • 125 g gekochte Reisreste vom Vortag oder 40 g roher Reis
  • 1 Glas Weißwein
  • 600 ml Hühnerbrühe (möglichst selbst gekocht)
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Eier
  • 2 TL Olivenöl

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauch schälen und in der erhitzten Butter kurz andünsten. Den Reis und die abgezupften Kräuter hinzu geben und für 2 Minuten weiter braten. Mit dem Weißwein ablöschen, die Hühnerbrühe hinzu gießen, alles aufkochen und bei mittlerer Hitze für 15 Minuten sanft köcheln lassen.

Derweil die Eier pochieren: Die Eier samt Schale für 10 Sekunden in kochendes Wasser mit einem Spritzer Essig geben. Die Eier herausnehmen, die Temperatur so weit herunter schalten, dass das Wasser gerade so nicht mehr sprudelnd kocht, und die Eier rasch aber vorsichtig hinein schlagen. Für 3-4 Minuten pochieren, dann heraus schöpfen.

Die Suppe bis zur gewünschten Konsistenz pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf zwei Schüsseln verteilen, die pochierten Eier vorsichtig hinein gleiten lassen. Mit Pfeffer und Olivenöl garnieren und dampfend-heiß servieren.

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