C₁₀H₁₂N₂O, Batman und Croissants

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Wenn ich groß bin, werde ich glücklich! Also übe ich heute schon einmal fleißig! Das erfordert teils höchste Konzentration und Beobachtung: Von nix kommt nix. Beim ersten Anzeichen von Grummelfalten werden diese möglichst schnell wieder glatt gebügelt, der Grand Canyon zwischen den Augenbrauen aufgeschüttet und die Lieblingsmusik laut aufgedreht. Dann wird durch die Bude getanzt. Und gegessen. Ja, Essen ist nicht Liebe. Dennoch kann es einen ganz schön in Verzückung versetzen. Hilft scheinbar gar nichts mehr, können so ein paar Kohlenhydrate zum Beispiel tatsächlich einen ganz gewaltigen Serotonin-Schock verursachen, von dem man sich nicht allzu schnell wieder erholt. Glücklich – ja fast schon ein wenig debil – grinsend läuft man plötzlich durchs Leben, lacht den Sorgen ins Gesicht und fühlt sich als wäre man unbesiegbar… fast wie Batman. Wir sollten uns alle viel häufiger wie Batman fühlen!

Kohlenhydrate werden leider viel zu oft verpönt. Erst recht in großer Anhäufung und insbesondere bei Gebäck, wie zum Beispiel Croissants. Warme, frisch gebackene, buttrige Croissants, deren Plunderteig außen zart-krümelnd, innen flauschig-cremig auf der Zunge zerfällt und einen in solche Wonnen versetzt, dass man sich fragt, wie man bisher nur Tag für Tag ohne Croissants auskommen konnte.

Natürlich sage ich Euch jetzt nicht, Ihr müsst Euch regelmäßig davon ernähren um Euch glücklich und/oder wie Batman zu fühlen. Helfen tut es aber ungemein! Auch sage ich Euch nicht Ihr müsst die selber backen. Aber es lohnt sich. Wirklich! Und auch sage ich nicht, Ihr müsst Batman sein um die Croissants backen zu können. Ihr schafft das. Auch ohne Supermann-Kostüm! Und da wir das alles ohnehin nicht allzu ernst nehmen sollten, doch die Fettmenge tatsächlich jegliche Vorstellungen der Ernährungspyramide übersteigt, geben wir der Butterplatte einfach einen Namen. Das macht das Backen etwas entspannter. Und da wir schon bei Batman sind… sagt hallo zu Bruce.

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Croissants

Rezept gefunden bei Lutz.

für den Sauerteig:

  • 85 g Weizenmehl 550
  • 85 ml Wasser
  • 8-9 g Anstellgut (am besten vom Weizensauer)

für den Vorteig:

  • 110 g Weizenmehl 550
  • 110 ml Wasser
  • ein Reiskorn-großes Stück Frischhefe (0,1 g)

für den Autolyseteig:

  • Vorteig & Sauerteig
  • 360 g Weizenmehl 550
  • 180 ml Milch

für den Hauptteig:

  • Autolyseteig
  • 7 g Frischhefe
  • 70 ml Milch
  • 200 g Dinkelmehl 630
  • 15 g Salz
  • 50 g Zucker

und für Bruce (die Butterplatte):

  • 500 g Butter (ja, ich weiß: gute Butter kostet Geld. Nehmt trotzdem die gute!)

Zudem für die Eistreiche:

  • 1 Eigelb
  • etwas Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker

Und übrigens: Das Rezept funktioniert ganz ohne Küchenmaschine, Rührgerät oder Nudelholz. Alles, was Ihr braucht sind die Zutaten, etwas Frischhaltefolie, Schüsseln und Eure Hände. Und Zeit.

Zubereitung

Die Zutaten für den Vorteig verrühren. Die Zutaten für den Sauerteig verrühren. Beides abgedeckt für ca. 22 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Vor- und Sauerteig vermischen und mit den restlichen Zutaten für den Autolyseteig verrühren. Die Schüssel abdecken und eine halbe Stunde ruhen lassen. Die Hefe zerbröseln und mit den anderen Zutaten für den Hauptteig unter den Autolyseteig kneten, bis der Teig schön geschmeidig ist. Den Teig 45 Minuten ruhen lassen, dann einmal zur Mitte hin halten und für weitere 45 Minuten ruhen lassen. Immer schön ans Abdecken der Schüssel denken.

Den Teig nun mit den Händen und Fingern platt drücken, bis er 1 cm dick und etwa 25 cm x 40 cm groß ist. Den Teig so in Folie einpacken und für 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die Butter aus dem Kühlschrank holen, zwischen zwei große Blätter Folie packen und sobald sie formbar ist zu einem 25 cm x 25 cm großen Quadrat drücken, das ca.1/2 bis ganzen cm dick ist. Bruce samt Folien-Verpackung in den Kühlschrank stellen.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen, ebenso Bruce, und beides auspacken. Bruce nun bündig auf eine der kurzen Kanten vom Teig setzen. Das heraus-schauende Teig-Drittel über Bruce klappen und nun das noch freie Drittel Teig mit Bruce obendrauf auf jenes erste Drittel klappen (wie einen Brief), so dass die Schichten wie folgt sind: Teig, Bruce, Teig, Bruce, Teig. Das Ganze nun mit den Händen zu einem 1 cm dicken Rechteck platt drücken. Erneut in Dritteln falten und den veränderten Bruce wieder in Folie einpacken. Für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Bruce-Teig wieder zu einem 1 cm dicken Rechteck platt drücken, erneut in Dritteln falten, wieder einpacken und für eine weitere Stunde zurück in den Kühlschrank legen.

Das Tourieren noch ein weiteres Mal wiederholen: platt drücken, falten, einpacken, ab in den Kühlschrank – aber nun für 12 Stunden.

Nach den 12 Stunden den Teig aus dem Kühlschrank holen und für eine Stunde Raumtemperatur annehmen lassen. Dann wieder platt drücken; diesmal auf 0,5 cm und möglichst eine Größe von ca. 35 cm x 45 cm. Den Teig an der langen Seite mittig halbieren. Jede Teig-Hälfte an der langen Seite dritteln und diese Drittel je einmal diagonal durch zu insgesamt 12 Dreiecken schneiden.

Diese Dreiecke locker von der breiten Basis bis zur Spitze hin aufrollen und je zu sechst mit der ehemaligen Dreieck-Spitze nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Alle Zutaten für die Eistreiche verquirlen und die Croissants damit einpinseln. Ohne Abdeckung für 2,5 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Den Backofen auf 240°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Croissants mit der restlichen Eistreiche einpinseln und mit Dampf in den vorgezeigten Backofen schieben. Nach 5 Minuten die Temperatur auf 200°C herunter schalten und weitere 20 Minuten backen.

Zum Einfrieren:

Auch Herr Zuckerwatte und ich schaffen es – Begeisterung in oder her – keinesfalls alle Croissants auf einmal zu zweit zu verputzen und frieren daher einen Teil der Baby-Bruces ein. Dazu einfach nach 20 Minuten Backzeit eine beliebige Anzahl Croissants aus dem Ofen retten, diese komplett auskalten lassen und ab damit in den Tiefkühl. Zum Aufbacken erst eine knappe Stunde antauen lassen und dann für 10 Minuten in den auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen schieben.

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Zeitstrahl

Tag 1, 2 Tage vor Backtag, nachmittags:
Vor- und Sauerteig anrühren und reifen lassen.

Tag 2, 1 Tag vor Backtag, mittags:
Erst den Autolyseteig, dann den Hauptteig kneten, Bruce vorbereiten und zusammen mit dem Hauptteig verarbeiten.

Tag 3, Backtag, morgens:
Den fertigen Bruce-Teig verarbeiten, zu Croissants formen und backen.

Walhalla, Tag 1

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Der Tisch ist gedeckt, das Heim aufgeräumt, das Tee-Wasser kocht. Die Küche ist erfüllt von herrlich-frischen Aromen: Geschnittene Gurke riecht man da, den betörenden Power-Kick von Ingwer und Limette, einen Hauch von Meeresalgen und die angenehme Schärfe von Frühlingszwiebeln, welche sich im Kühlschrank als einwandfrei-funktionierendes Duftbäumchen entpuppt haben. Das Sous-vide-Gerät sitzt in der Box aus dem Baumarkt und blubbert glücklich vor sich hin, während im Wasserbad das Rinderfilet schwimmt… und da erschallt das erste Läuten an der Tür. Es geht los!

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Was für eine wunderbare Erfahrung so ein Supper Club doch sein kann! Und trotzdem macht man sich im Vorhinein Gedanken: Wird alles klappen? Werde ich die Gäste auch wirklich satt bekommen? Und glücklich? Und wird es ihnen überhaupt schmecken? War die spontane Entscheidung doch noch den Hauptgang zu erweitern eine blöde Idee?

Wenn sich im Nachhinein nur heraus stellt, dass Du es einzig nicht geschafft hast, von dem Abend auch Bilder zu machen, kann man erleichtert aufatmen. Hat man dann noch Gäste, die für einen die Kamera zücken und einem die Bilder zur Verfügung stellen kann man es kaum noch erwarten den nächsten Abend zu planen. Ja, es wird weiter gehen. Bald.

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Aber bis dahin erst einmal ein paar Eindrücke in Form von wunderbaren Fotos (tausend Dank, liebe Dani!) und im Anschluss gibt es noch zwei Rezepte vom Hauptgang.

IMG_1123 1. Gang – Vorspeise: Miso-Süppchen mit selbst gemachten Udon-Nudeln und Frühlingszwiebeln

IMG_1124# 2. Gang – Zwischengang: Loses Sushi im Glas (ähnlich wie hier) bestehend aus Sushi-Reis, in Sesamöl, Wasabiöl, Sojasauce und Sesam eingelegtes Lachsfilet, Rettich-Stiften und selbst eingelegtem Gari.

IMG_1132 3. Gang – Hauptgang: Saba Misoni (in Miso gegarte Makrelenfilets) auf Seespargel und Radieschen, Gurken-Wakame-Salat mit Ingwer-Limetten-Dressing, “Ume”boshi (selbst in Salz eingelegte Aprikose) und Rinderfilet Sous-vide mit Gurke, Ingwer-Knoblauch-Paste und Kresse. Dazu gab es Onigiri.

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Zenzai#

(entschuldigt bitte die miese Qualität – ich habe das Bild mit dem Handy geknipst)

4. Gang – Dessert: Zenzai (süße Adzukibohnen-Suppe mit Mini-Mochi)

Tausend Dank an alle, die diesen Abend zu so einer wunderbaren Erfahrung gemacht haben! Ebenfalls ganz lieben Dank an die Daccapo! Weinhandlung für den leckeren Empfangssekt und an The English Tearoom für den Tee! Und nun zu den Rezepten…

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Gurken-Wakame-Salat mit Ingwer-Limetten-Dressing (“Cucumber Sunomono”)

nach einem Rezept von Cooking with Dog

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 Landgurke (das sind diese kürzeren, festeren Gurken – die eigen sich viel besser für die japanische Küche als die wässrigeren Salatgurken)
  • 1 großzügige Prise Salz
  • 15 g Wakame
  • 1 Daumen-großes Stück Ingwer
  • 1 Limette
  • 1 EL Sherry (eigentlich Sake, aber beim Kochen ersetze ich ihn lieber)
  • 1 TL Mirin

Zubereitung

Die Gurke waschen, in dünne Scheiben schneiden und mit den Händen das Salz untermischen. Für 10 Minuten stehen lassen. Derweil die Algen mit reichlich Wasser übergießen und kurz quellen lassen.

Die Gurkenscheiben unter fließendem Wasser im Sieb waschen, mit den Händen sanft ausdrücken und in eine Schüssel geben. Die Algen ebenfalls sanft aber kräftig ausdrücken und zu den Gurken geben.

Den Ingwer schälen und fein reiben. Das Geriebene auspressen, den Saft auffangen. Die Limette kurz mit der flachen Hand und etwas Druck auf der Arbeitsfläche hin und her rollen, dann halbieren und auspressen. Etwa die Hälfte vom Limettensaft mit dem Ingwersaft vermischen und abschmecken. Beide Aromen sollten gut zur Geltung kommen. Eventuell muss man mehr Ingwer reiben und auspressen oder mehr Limettensaft hinzu mischen. Den Sherry und den Mirin unterrühren und das Dressing zur Gurke und den Algen in die Salatschüssel geben. Gut vermischen und für mindestens 15 Minuten durchziehen lassen.

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Rinderfilet Sous-vide (und non-Sous-vide) mit Gurke, Ingwer, Knoblauch und Kresse

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g Rinderfilet
  • 1-2 TL Wasabiöl
  • 1 TL Sesamöl
  • 1/2 Landgurke
  • 1 Daumen-großes Stück Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Erdnussöl
  • 2 TL Sojasauce
  • etwas Kresse
  • etwas Sesam

Zubereitung

Das Rinderfilet mit dem Sesamöl und dem Wasabiöl im Vakuum einschweißen und bei 56°C für 2 Stunden ins Wasserbad geben. Die Gurke waschen, längs halbieren und mit einem Löffel die wässrigen Kerne heraus schaben. Die Gurkenhälften in Stifte schneiden. Den Ingwer schälen und fein reiben, den Knoblauch ebenfalls schälen, fein hacken und mit dem Ingwer vermischen.

Das Rinderfilet aus dem Vakuum befreien, eine Pfanne mit dem Erdnussöl stark erhitzen und das Filet ganz kurz rings herum scharf anbraten. Das Filet in dünne Scheiben schneiden. Jede Scheibe mit ein paar Gurkenstiften belegen, das Fleisch zusammen klappen bzw. die Gurke einrollen und auf Teller verteilen. Mit etwas Sojasauce beträufeln, die Ingwerpaste darauf verteilen und am Schluss alles mit etwas Kresse und Sesam garnieren.

Wenn Ihr kein Sous-vide-Gerät besitzt lasst Ihr das Vorgaren einfach weg und bratet das Fleisch nicht ganz so scharf rings herum in der Pfanne an, bevor Ihr es schneidet und mit der Gurke „füllt“.

Urlaub für den Kopf: Eiskaffee

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In Italien, so behaupte ich jetzt einfach einmal, gibt es das leckerste Eis der Welt! Für mich ist dies in Siena, in einem der vielen kleinen Seitengässchen. Der Tourismus wird durch die Nachbar“straße“ geschleust und doch ist es hier in der Eisdiele brechend voll. Die liebenswerten Italiener fuchteln laut umher, begrüßen sich lachend, erzählen einander vom Leben und Gott und der Welt. Es wird nach vorne gerufen, man möchte bitte Eis! Mit einer Inbrunst und Lebensfreude, die auf Anhieb ansteckt. Besagtes Eis wird dann schlicht mit Spateln aufgenommen und großzügig in die Waffeln geschmiert und es schmeckt so gut, dass man davon in die Knie geht und fast schon weint vor lauter Glück.

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Man kann nicht jeden Tag nach Italien fahren um dort im Eishimmel zu schwelgen. Aber man kann sich dorthin träumen – die günstigste und schnellste Variante des Reisens schlechthin (bis das Beamen erfunden wird). Man kann die anderen Touristen ausblenden und sich genau die richtige Hitze auf die Nase herbei zaubern. Man kann die italienisch-rustikalen Fassaden bestaunen oder sie in Gedanken glatt pinseln. In meinem Kopf ist die Sonne nicht zu heiß, aber strahlend hell und wunderbar. Nebenan ist Markt (den es im echten Siena an dieser Stelle gar nicht gibt) und ich rieche die italienischen Wurstwaren, den würzigen Käse, sehe das köstliche, golden-strahlende Olivenöl und höre das fröhlich-laute Gebrabbel der Leute. Ich habe mein zart schmelzendes Vanilleeis in der einen Hand, Herr Zuckerwatte mit seiner Pistazien-Schoko-Seelenstreichler-Kombo in der anderen, und so schlendern wir am Dom vorbei, hinunter zum Piazza del Campo, wo wir uns in ein winziges Café setzen und Espresso trinken, während wir das Leben mitsamt dem Trubel um uns herum genießen.

Vielleicht Bestimmt zieht es uns bald wieder in den schönen Süden… Bis dahin träumen wir weiter und gönnen uns von Zeit zu Zeit ein selbst gerührtes Eis, das wenigstens ein wenig an das beste der Welt erinnert. Und wenn wir ganz großes Fernweh haben gießen wir uns ein Tässchen Kaffee über das Eis um uns an diesem traumhaften, heiß-kalten Aromenspiel von Crema, Espressobohnen und Vanille zu erfreuen. Urlaub für den Kopf! Und ein perfekter Start ins Wochenende.

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Vanilleeis & Eiskaffee

Zutaten für ca. 4 Kugeln super cremiges, gaumenschmeichlerisches Vanilleeis (knapp 1/2 Liter)

  • 200 g Sahne
  • 125 ml Milch
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Fleur de Sel
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1/2 Vanilleschote
  • 3 Eigelb (von Eiern der Größe M oder L)

Zubereitung

Die Sahne mit der Milch, dem Zucker, dem Salz und dem Vanilleextrakt in einen Topf geben. Langsam erhitzen. Derweil die Vanilleschote längs halbieren, das kostbare Mark heraus kratzen und zusammen mit der Schote in den Topf geben. Sobald das Gemisch dampft aber noch nicht kocht die Eigelbe schlagen und in den Topf geben.

Die Hitzezufuhr bei behalten, aber weiterhin darauf achten, dass das Gemisch nicht zu kochen beginnt. Dabei gut rühren. Sobald die Masse ganz leicht andickt und beginnt cremig zu werden, den Topf vom Herd ziehen. Das himmlisch-duftende Gemisch auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann zum Auskalten für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Die Vanilleschote heraus fischen und die Masse in eine Eismaschine geben oder im Tiefkühl gefrieren lassen.

Für den Eiskaffee je eine Kugel fertiges Eis in eine Kaffeetasse geben, mit einem frisch gebrühten, doppelten Espresso begießen und glücklich-lachend servieren.

Japanische Grundrezepte: Gari

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Es ist eine Freude für Gäste zu kochen! Viele Töpfe stehen endlich auf dem sonst so leeren Herd, die vier Wände summen von Gesprächen, Gelächter und von der schweigsamen Stille des Genusses, wenn aufgetischt wird. Man erweitert seinen Horizont, lernt wieder wie wichtig das Abschmecken ist, wie schön es ist mit Menschen zusammen zu kommen und erfährt durch die Unterhaltungen wieder Spannendes und Neues hinzu. Welch ein herrlicher Abend liegt also hinter uns, durften wir am Samstag unseren Supper Club starten. Sechs wunderbare Menschen saßen mit uns am Tisch, teils schon bekannte Gesichter, teils ganz neue, und wir möchten uns für jeden einzelnen bedanken, der dabei war. Es war so schön mit Euch!

Schön ist auch dabei immer wieder zu lernen, wie gerne man die einfachen Dinge unterschätzt. Ingwer zum Beispiel. Eingelegt in eine Essig-Zuckerlösung sieht er recht unscheinbar aus – blass hellgelb, wässrig… Doch wenn der erste Gast probiert, die Augen vor Freude blitzen und das vorhin noch randvolle Glas plötzlich fast leer genascht ist weißt Du: Alles wird gut!

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Dieser Gari hat wirklich nichts mit dem aus den hiesigen Supermärkten gemein und übertrumpft selbst die gute Variante aus dem Asia-Markt. Vielleicht macht ihr besser gleich zwei Portionen…

Gari – Sushi-Ingwer

Zutaten für 1 Portion im 500 ml-Glas

  • 200 g frischer Ingwer
  • 1 EL Zucker + weitere 75 g
  • 1 EL Salz
  • 9 EL Reisessig (90 ml)

Zubereitung

Den Ingwer mit einem Sparschäler oder einem Löffel schälen und hauchdünn schneiden: Man sollte fast hindurch schauen können. Mit 1 EL vom Zucker und dem Salz vermischen. 30 Minuten ruhen lassen, dann für 45 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren und sofort durch ein Sieb abgießen. Gut abtropfen lassen. In ein verschließbares und sterilisiertes Gefäß füllen. 

Die restlichen 75 g Zucker mit dem Essig aufkochen und die kochende Flüssigkeit über den Ingwer ins Glas gießen. Den Ingwer herunter drücken – er sollte komplett bedeckt sein. Das Glas verschließen, für 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Dann in den Kühlschrank stellen. 

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„Essbar“ ist der Gari nach einer Woche – am besten ist er jedoch, wenn er schon ca. 1 Monat stehen und durchziehen durfte.

Ursprünglich dient er übrigens dazu zwischen verschiedenen Fisch-Häppchen die Geschmacksnerven zu neutralisieren. Am Samstag gab es den Gari zum zweiten Gang: Loses Sushi im Glas, bestehend aus Sushi-Reis, mariniertem Lachs und Rettich-Stiften. Zum leicht abgeänderten Rezept geht es hier entlang.

Das hast Du Dir verdient!

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Manchmal brauchen wir einfach nur jemanden der uns umarmt und sagt: „Alles wird irgendwann wieder gut!“ Warum sind wir das so selten selbst? Sollten wir nicht selbst unser eigener, größter Fan sein? Zu uns stehen, mit all unseren Stärken und Macken?

Sag: „Was soll’s, was die anderen denken! Ich bin gut! So wie ich bin!“ Sei doch mal wieder etwas lieb zu Dir. Find Dich super. Lob Dich einfach einmal wieder ehrlich und gönn Dir etwas Schönes! Tu das, worin Du aufgehst und steh dazu! Schieb die Bescheidenheit beiseite, wenn es um Dich geht. Tanz durch das Leben. Und durch die Küche! Lache, so laut und so oft Du nur kannst. Koche mit viel Butter während Du “Deine Musik” hörst. Und lebe mit Leidenschaft! Schau, dass Du immer Seifenblasen im Haus hast. Und sollte dann noch irgend einer an Dir zweifeln… backe diesen Kuchen.

Ich würde Dir gerne verschweigen, wie viel Butter, Schokolade und Zucker er enthält, aber dann hättest Du nicht einmal halb so viel Spaß daran. Probiere ihn einfach einmal aus, grinse breit in Anbetracht des Zuckerschocks, der Dich und Deine Gäste erwartet. Sei ehrlich zu Dir selbst und glücklich… Und stell Dir einfach vor der Kuchen sei super gesund. Denn Du hast es Dir verdient – so, wie Du bist. Wirklich!

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Alles-wird-gut-Kuchen

“drölfzig”-tausend Dank (mal wieder) an Jamie Oliver für diese grandiose Rezept-Idee!

Zutaten für 1 Kuchen

Für die Kuchenschichten:

  • 250 g (aka 1 Päckchen!) Butter
  • 150 g Schokolade (mindestens 70% Kakao)
  • 250 g Puderzucker
  • 1/2 TL Salz
  • 6 Eier (L)
  • 150 g Mehl
  • 4 EL Kakaopulver

Für die Schoko-Knusperreis-Schicht:

  • 300 g Schokolade (mindestens 70% Kakao)
  • 25 g Butter
  • 1 großzügiger EL Crème fraîche
  • 100 g Puffreis-Cerealien (wir: Schokoladen-Puffreis)
  • Für die Eischaum-Schicht
  • 2 Eiweiß (L) – mit dem übrigen Eigelb lässt sich übrigens leckerer Eierlikör machen
  • 3 EL flüssiger Honig
  • 150 g Puderzucker
  • 1/4 TL Backpulver

Zudem:

  • etwas abgeriebene Orangenschale
  • Schokoraspeln
  • Wunderkerzen – je mehr, desto besser

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Zubereitung

Zuerst werden die Kuchenschichten gebacken. Dafür Butter und Schokolade im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Puderzucker und Salz unterrühren. Vom Wasserbad nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen.

Derweil den Backofen vorheizen: 180°C Ober- und Unterhitze. Eine Kuchenspringform (21 cm ø) einfetten und mit 1 TL Mehl einstauben. Mit den Schneebesen eines Handrühr-Geräts (oder der Küchenmaschine) auf hoher Stufe nach und nach ein Ei nach dem anderen unter die Butter-Schoki-Zuckermasse schlagen. Das Gerät ausschalten, Mehl und Kakaopulver in die Schüssel sieben und mit einem Löffel unter den Teig heben.

Den Teig in die Springform füllen und für 50-55 Minuten backen, bis die Stäbchenprobe einen leichten Ölfilm auf dem Stäbchen hinterlässt. Den Kuchen kurz in der Form, dann auf einem Kuchengitter komplett auskalten lassen. In drei Schichten schneiden und mit der Füllung beginnen.

Die Schokolade mit der Butter und der Crème fraîche im Wasserbad schmelzen lassen. Für 5-10 Minuten abkühlen lassen, dann die Cerealien untermischen. So bleiben sie schön knusprig und weichen nicht auf. Je ein drittel der Füllung auf eine Kuchenschicht verstreichen.

Die Eiweiß zusammen mit dem Zucker, Honig und Backpulver, ebenfalls im Wasserbad erwärmen, während dessen mit dem Schneebesen schlagen. Sobald die Masse leicht dicker wird vom Wasserbad nehmen und weiter schlagen, bis die Masse fest ist. Jeweils ein Drittel auf die mit Schoko-Füllung bestrichene Kuchenschichten verstreichen.

Den Kuchen wieder zusammen setzen und mit Schokoraspeln, abgeriebener Orangenschale und Wunderkerzen – oder worauf Ihr sonst gerade Lust habt – verzieren.

Frühlingsschrei-Nudelsuppe

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Ich atme tief ein und sauge diese herrliche Frühjahrs-Luft in mir auf. Sie durchströmt mich, lockt mich hinaus in die Sonne, schenkt mir Energie, neue Lebensfreude und wie jedes Jahr im März einen schier unbändigen Optimismus. Ich könnte Bäume ausreißen, so viel Kraft scheine ich plötzlich zu haben. Still sitzen? Ruhe verströmen? Unmöglich! Zu viel Schönes gibt es im Frühling zu erleben, so vieles zu tun. Die Fenster sind endlich wieder weit aufgerissen und diese lebendige Atmosphäre verbreitet sich in unserem Heim. Zu lange haben wir in die graue, kahle und schlafende Natur geschaut, die Türen fest verschlossen und uns in unseren mollig-warmen Schneckenhäusern verkrochen… Wie herrlich, dass dies nun ein Ende hat!

Und so stelle ich mich heute in die wach kitzelnde Sonne, werfe die Arme in die Luft und brülle in sagenhafter Löwen-Manier meinen Frühlingsschrei hinaus in die weite Welt. Damit auch die Bestie in mir mit dem geistigen Energie-Schub mithalten kann, gibt es zum Abendessen eine leichte aber wohl tuende, stärkende asiatische Nudelsuppe. Ohne viel Chichi, aber mit einem Stück perfekt gegarten Entrecôte obendrauf – das neue Spielzeug macht es möglich. Das Abendessen nehmen wir zum ersten Mal seit langem endlich wieder mit nach draußen in die Abendsonne um es zusammen mit einem Glas Wein auf dem Balkon zu genießen. Was will man mehr an einem sonnigen Tag im Frühling?

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Asiatische Nudelsuppe mit Entrecôte, Ei und Pak Choi

Zutaten für 2 Portionen

  • 150-200 g Entrecôte (bitte achtet insbesondere beim Fleisch immer auf gute Qualität und artgerechte Tierhaltung – unser Steak kommt von glücklichen Rindern von der Alb)
  • 1 EL helle Misopaste
  • 400 ml Brühe nach Wahl (wir: Hühnerbrühe)
  • 1 cm Ingwerwurzel
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL dunkle Misopaste
  • 1-2 Eier
  • 1 Mini-/Baby Pak Choi
  • 100 g asiatische Suppennudeln (Somen/Ramen/Reisnudeln/…)
  • 1 TL Sesam
  • 1 TL Sesamöl

Zubereitung

Das Steak mit der hellen Misopaste einreiben, vakuumieren, einschweißen und für mindestens 6 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Bei 56°C für 2 Stunden mit dem Sous-vide-Gerät im Wasserbad garen. Immer wieder mal schauen, ob noch genügend Wasser im Behälter ist.

Ohne Sous-vide-Gerät: Das marinierte Steak schlicht in der Pfanne bis zum gewünschten Gargrad anbraten. Hier lohnt es sich darauf zu achten, dass die Temperaturzufuhr nicht zu hoch ist, damit außen nichts verbrennt, solange innen noch alles roh ist.

Den Ingwer schälen, in Streifen schneiden, zusammen mit dem dunklen Miso unter die Brühe rühren und diese aufkochen. Die Hitzezufuhr auf niedrig herunter schalten. 15-30 Minuten ziehen lassen, den Ingwer heraus fischen.

Derweil die Eier bis zur gewünschten Festigkeit kochen, den Pak Choi waschen, längs vierteln und für 5 Minuten dämpfen oder direkt im kochenden Wasser blanchieren. Die Nudeln nach Packungsanweisung garen und unter fließendem Wasser gut durchwaschen. Abtropfen lassen und auf zwei Suppenschüsseln verteilen.

Das fertige Steak aus dem Vakuum befreien, wer mag brät es kurz an. Das Fleisch in Streifen schneiden, diese auf den Nudeln anrichten. Die Pak Choi Viertel halbieren, ebenfalls auf den Nudeln anrichten. Die Eier schälen, halbieren und auch diese auf die Schüsseln verteilen.

Die heiße Brühe über die Suppeneinlage gießen, alles mit etwas Sesamöl beträufeln und mit Sesam garnieren.

Kochgeschichten. Weil manche Dinge einfach Unterstützung brauchen!

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Gutes Essen. Gerade uns Genießern ist dies oft besonders wichtig. Doch was ist gutes Essen eigentlich? Für mich ist gutes Essen ehrlich: Am besten selbst gemacht. Möglichst ohne industrielle Lebensmittel-Chemie und im Idealfall mit saisonalen Lebensmitteln aus der Region. Und am besten setzt man sich dafür zusammen mit seinen Lieben an einen Tisch.

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All dies ist nicht immer selbstverständlich und oft vergessen wir dabei über den eigenen Tellerrand zu sehen. Ich bin in einer Familie groß geworden, in der gerne, viel und auch sehr gut gekocht (und gegessen) wurde. Kochen muss weiter gegeben werden! Und am besten mit Begeisterung. Es schult, es macht uns zu dem, wer wir sind, und es trägt dazu bei uns gesünder – oder zumindest bewusster – zu ernähren. Umso wichtiger ist es Projekte zu unterstützen, die dies vermitteln.

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Katharina Macheiner hat solch ein Projekt ins Leben gerufen. Mit Kochgeschichten möchte sie ein Kochbuch für junge Väter auf den Markt bringen, die damit spielend leicht ihren Kindern das Kochen, die Lebensmittel und den Umgang mit Topf und Pfanne näher bringen möchten.

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Geführt werden sie dabei von Doktor Maus und dem Bär, die mit dem liebevoll gestalteten Kochcomic dazu animieren selbst aktiv zu werden. Superhelden mal ganz anders: Spaß, Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein, sowie das gemeinsame, „richtige“ Essen stehen hier im Vordergrund. Zudem wird gefördert Zeit miteinander zu verbringen. Eine wichtige Mission.

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Da dieses Projekt auf Crowdfunding basiert, sucht sie noch nach Unterstützern. Vielleicht möchtet Ihr Euch dieses wunderbare Projekt hier näher anschauen und mit helfen, damit das Buch hoffentlich bald auf den Markt kann. Lasst uns gemeinsam ein bisschen die Welt verändern.

nNUuo-c6(Alle Bilder in diesem Beitrag wurden mir freundlicherweise von Katharina Macheiner zur Verfügung gestellt. Ich bewerbe dieses Projekt rein aus eigener Überzeugung heraus und werde nicht dafür bezahlt.)

Give-Away: 3 Falksalt-Kochbücher mit Chilisalz zu gewinnen

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Herbst… lang, lang ist’s schon wieder her und der Frühling steht endlich vor der Tür. Für mich war der Herbst beruflich eine sehr spannende Zeit; Falksalt und die storykitchen hatten mich dazu beauftragt die Layout-Arbeit an einem Kochbuch zu übernehmen und dafür auch die Food-Fotos zu schießen. Ein sehr schönes, spannendes Projekt und nun ist es endlich soweit: Das Kochbuch steht zum Verkauf bereit.

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Eine kulinarische Reise – Schweden hat sich ins Mittelmeer verliebt” lautet der Titel und das Buch ist über den Online-Shop von Falksalt zu erwerben. Es ist voll gepackt mit feinen Rezepten rund um den schönen, skandinavischen Norden und den warmen, sonnigen Mittelmeerraum. Die Rezepte stammen allesamt von Falksalt-Fans und wurden extra für dieses Kochbuch gesammelt und ausgewählt. Sie gelingen leicht und da ich sie alle nachgekocht habe um sie zu fotografieren kann ich nur bestätigen: Sie sind allesamt köstlich. Mein persönlicher Favorit sind jedoch die dunklen Schokokekse mit Meersalzkristallen – ein reiner Traum!

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Und heute verlose ich, zusammen mit der storykitchen und Falksalt, drei Exemplare dieses Kochbuchs, jeweils in Verbindung mit einer Dose Chili-Fingersalz.

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Alles, was Ihr dazu tun müsst, ist unter diesem Beitrag einen Kommentar zu hinterlassen. Mit der Teilnahme meldet Ihr Euch automatisch für die SaltySides, dem digitalen Newsletter von Falksalt, an und erklärt Euch dazu bereit, dass hierfür Eure E-Mail-Adressen an Falksalt bzw. storykitchen weiter gegeben werden. Zudem erklärt Ihr Euch damit einverstanden, dass – solltet Ihr zu den Gewinnern gehören – ich Eure Adressdaten an Falksalt bzw. storykitchen weiter gebe, damit Eure Gewinne verschickt werden können.

Teilnahmeschluss ist der 26. März um 23.59 Uhr und da es ohne nicht geht ist hier das “Kleingedruckte”:

Teilnahmebedingungen 

  • Mitmachen darf jeder, der zu diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt und eine Post-Anschrift in Deutschland, der Schweiz oder Österreich hat. Mehrfache Kommentare erhöhen nicht die Gewinnchance – jeder Teilnehmer wandert mit genau einem Los in den Topf!
  • Mit der Teilnahme meldet Ihr Euch automatisch für die SaltySides, dem digitalen Newsletter von Falksalt, an und erklärt Euch dazu bereit, dass dafür Eure E-Mail-Adressen an Falksalt bzw. storykitchen weiter gegeben werden.
  • Mit der Teilnahme erklärt Ihr Euch damit einverstanden, dass ich Eure Adressdaten an Falksalt bzw. storykitchen weiter gebe, damit Eure Gewinne verschickt werden können. Die Gewinne werden per Post versandt.
  • Teilnahmeschluss ist Donnerstag, der 26. März 2015 um 23.59 Uhr.
  • Die Gewinner entscheidet das Los. Ich werde persönlich ziehen und die Glücklichen auf hier auf dem Blog bekannt geben. Die Gewinner erhalten zudem eine E-Mail von mir und haben danach 1 Woche (7 Tage) Zeit sich bei mir zu melden und ihre Adresse bekannt zu geben. Wer sich bis dahin nicht gemeldet hat, gibt sein Los automatisch an einen anderen Teilnehmer weiter, der ebenfalls per Zufall ausgelost wird. 
  • Der Rechtsweg ist selbstverständlich ausgeschlossen und die Preise können nicht in bar ausgezahlt werden. 

Ich drücke Euch allen ganz feste die Daumen!

– – – –

*Trommelwirbel*… die Gewinner stehen fest!

Drei Kochbuch-Salz-Päckchen können sich bald auf den Weg machen zu:
Daniela,
Julia und
Michael

Herzlichen Glückwunsch, Ihr drei! Ihr bekommt gleich noch eine Mail von mir, in der ich Euch um Eure Adresse bitte.

An alle anderen: Bitte nicht traurig sein. Die nächste Verlosung kommt bestimmt. Seid alle lieb gegrüßt und kommt gut ins Wochenende!

Ofenkino

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In manchen Situationen mutiert man wieder zum Kleinkind. Auf langen Reisen (“Sind wir schon daaa…?”), in Anbetracht von wunderhübschen großen Seifenblasen (“Mach sie alle kaputt!”), beim Tauben erschrecken in der Innenstadt (“Hab ich Euch!”), beim Erspähen eines scheuen Eichhörnchens (“EICHHÖRNCHEN!”)… oder aber auch beim schier endlosen Warten darauf, dass das heiß ersehnte Abendessen doch bitte endlich fertig werden möge. Gerade dann, wenn einen der Hunger fast schon quälend im Griff hat und jede einzelne Minute bis zum Wecker läuten des Ofens länger zu dauern scheint. Man sitzt quengelnd vor dem Ofen und wartet, während man wie hypnotisiert durch das Glas auf sein Essen starrt.

Plötzlich ist die Zeit spürbar relativ und sie zieht sich… wie ein Kaugummi…, zerrt an den Nerven, stachelt das Magenknurren an und lässt alle Düfte aus dem Ofen gleich noch so unendlich viel leckerer erscheinen als ohnehin schon. Sich bis dahin anderweitig zu beschäftigen ist hier sinnlos, ist die Aufmerksamkeits-Spanne derzeit ohnehin nicht-existent… womit wir wieder bei der spontanen Begeisterung und der damit einhergehenden Unzurechnungsfähigkeit in Anbetracht eines Eichhörnchens wären. Alles andere als dem Essen im Ofen zuzusehen erscheint als völlig unrealistisch. Man will sehen, wie es fertig wird; wie der Teig immer mehr Farbe annimmt und Blasen wirft, die Äpfel und der Radicchio weicher werden, die Nüsse immer gerösteter aussehen und der Ahornsirup himmlisch karamellisiert… hach!

Inspiriert hierzu haben mich sowohl die liebe Dani mit ihrem Flammkuchen mit Birne, Pecorino und Pinienkernen als auch die liebe Julia mit ihrer Radicchio-Pizza mit Apfel und Taleggio. Bei uns gab einen Mix aus beidem: Ein Flammkuchen mit Apfel und Pinienkernen, Ziegenfrischkäse in der Creme und getoppt mit würzigem Ahornsirup und Rauchsalz. Und nun sind wir süchtig. Süchtig nach diesem Flammkuchen! Ein Glück für für Heißhungrige: Er braucht, wenn er erst einmal im Ofen ist, keine 10 Minuten bis er fertig ist… Zudem ist er ein perfekter Abschluss der Winterzeit: Spring is coming. Finally!

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Flammkuchen mit Apfel, Radicchio, Ziegenkäse und Pinienkernen

Zutaten für 2 Hauptspeisen oder 4 Vorspeisen

Für den Flammkuchenteig:

  • 185 g Mehl
  • 75 ml Sprudel
  • 2 EL Erdnussöl
  • 1/2 TL Salz

Für den Belag:

  • 2 EL Ziegenfrischkäse
  • 2 EL Schmand (bzw. Crème fraîche, Mascarpone, Ricotta oder Joghurt… was im Haus ist)
  • 1 Apfel
  • 1/2 Radicchio
  • 1 TL Rauchsalz
  • 2 EL Ahornsirup
  • 3 EL Pinienkerne

Zubereitung

Die Zutaten für den Teig verrühren und zu einem festen, geschmeidigen Teig kneten. Am besten abdecken und für 1 Stunde ruhen lassen, muss aber nicht unbedingt sein, wenn es eilt.

Den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Apfel samt Schale in hauchdünne Scheiben schneiden. Den Radicchio in schmale Streifen schneiden. Den Schmand mit dem Ziegenkäse cremig rühren.

Den Teig halbieren und jede Hälfte hauchdünn ausrollen, bis man fast durchgucken kann.

Sobald der Ofen vorgewärmt ist und sich der Stein im Backofen (oder das Backblech) gut mit Hitze voll getankt hat, dieses aus dem Ofen holen. Den Backstein bemehlen (beim Backblech mit Backpapier arbeiten) und eine Teigscheibe darauf legen. Diese hauchdünn mit der Hälfte der Ziegenkäse-Creme bestreichen, die Hälfte der Apfelstücke darauf verteilen, sowie ein Viertel des Radicchios. Die Hälfte vom Rauchsalz, der Pinienkerne und des Ahornsirups darauf verteilen und den Flammkuchen rasch in den Ofen schieben. Für 5 bis maximal 10 Minuten backen. Mit dem zweiten Viertel des Radicchios bestreuen. Halbieren und heiß servieren.

Mit dem zweiten Flammkuchen ebenso verfahren.

Home is where your bread is

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Heimat. Ein Wort, das derzeit viel Aufmerksamkeit bekommt. Allgegenwärtig empfiehlt man uns endlich diesen einen Platz zu finden und am besten sind wir auch schon dort: angekommen in unserer funkelnden, blitzenden und natürlich auch perfekten kleinen Welt, die wir für uns als makellosen Ort definiert haben. Doch warum sollte man Heimat an etwas Materiellem fest machen? Ist sie nicht eigentlich ein Gefühl? Kommt es nicht viel mehr auf das Innere an – das, was wir mit uns mitnehmen können, wo auch immer wir sind? Vielleicht ist Heimat eher ein „In-sich-ruhen“… auch schon schwierig genug. Doch eines weiß ich: Heimat ist für mich viel mehr als nur ein Ort. Sie besteht aus Erinnerungen. Aus den Menschen in meinem Leben und all dem, was ich bisher gelernt habe. Aus meinen Lieblingsbüchern, -filmen, -spielen und „meiner“ Musik, mit all ihren Helden, Texten, Abenteuern und Bildern in meinem Kopf, die inzwischen ein Teil von mir sind. Und mit jedem Tag wird diese Heimat etwas größer, wächst, gedeiht und wird immer mehr zu dem, was mich ausmacht. Ich kann sie überall hin mit nehmen, denn sie gehört zu mir. Und das Schönste: Sie ist nie ganz fertig. Und wird es auch nie sein.

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Da diese Art von Heimat absolut sinnlos wäre ohne die Erinnerung an gutes Essen, mit all seinem Geschmack, Aussehen, Duft und Gesprächen am Tisch, backen wir uns heute ein heimeliges, ehrliches Brot, das – wo immer wir auch gerade sind – schon im Ofen ein so betörendes Aroma verströmt, dass wir uns umgehend geerdet und geborgen fühlen. Ein herrliches, leicht säuerliches, aromatisches und helles Brot mit wunderschöner, sanft knisternder Kruste und saftiger, lockerer und von kleinen Blasen durchzogener Porung. Kurzum: Ein wahres Lieblingsbrot von dem man einfach nicht genug bekommen mag.

Gebacken wird es im Topf, für mich eine Neuheit, doch absolut empfehlenswert: Das Brot wurde eine reine Schönheit.

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Lieblingsbrot

Rezept nach Schellikocht – vielen Dank an Jens für den Tipp!

Zutaten für 1 großes Brot aus dem Topf
(wir: Bräter mit 26 cm Durchmesser; 24 cm geht auch)

für den Sauerteig:

  • 100 g Roggenmehl 1150
  • 100 g Wasser
  • 10 g Anstellgut vom Roggensauer (ich: „Arya“)

für den Vorteig:

  • 100 g Weizenmehl 550
  • 100 g Weizenmehl 1050
  • 200 ml Wasser
  • 2 g Frischhefe

für den Hauptteig:

  • Sauerteig (vom Vortag)
  • Vorteig (vom Vortag)
  • 150 g Hartweizenmehl
  • 110 g Weizenmehl 550
  • 110 g Weizenmehl 1050
  • 175 ml warmes Wasser
  • 12 g Frischhefe
  • 1-2 TL flüssiges Backmalz, ersatzweise Honig oder Ahornsirup
  • 17 g Salz

Zubereitung

Die Zutaten für den Sauerteig mischen. Abgedeckt 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Die Zutaten für den Vorteig ebenfalls vermischen, 30 Minuten abgedeckt bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann für die restlichen knapp 20 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Sauerteig, Vorteig und die übrigen Zutaten in eine Schüssel füllen und am besten mit der Küchenmaschine 10 Minuten lang kneten. Die Schüssel abdecken, den Teig 30 Minuten ruhen lassen. Dann den Teig dehnen und einmal rings herum zur Mitte hin kneten bzw. falten. Wieder 30 Minuten ruhen lassen und erneut falten. Damit man es später beim Umfüllen einfacher hat den Teig nun kurz aus der Schüssel holen und rings herum kräftig mit Mehl einstauben. Zurück in die Schüssel legen. Abgedeckt 1-2 Stunden ruhen lassen.

Derweil den Topf samt Deckel (ich nehme einen gusseisernen Bräter mit 26 cm Durchmesser) in den Ofen stellen und diesen kräftig vorheizen: 250°C Ober- und Unterhitze.

Den knallheißen Topf aus dem Ofen holen, das Brot vorsichtig hinein legen (Achtung, sehr heiß!). Wer mag staubt den Topf vorher noch leicht mit Mehl ein. Den Deckel auflegen und den Topf in den Ofen stellen. 55-60 Minuten backen. Nach den ersten 30 Minuten auf 200°C herunter schalten, nach weiteren 15 Minuten den Deckel abnehmen. So wird die Kruste schöner. Das Brot aus dem Topf stürzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Zeitstrahl:

Tag 1, später Abend: 1 Tag vor Backtag

Sauerteig und Vorteig anrühren, abgedeckt reifen lassen. Den Vorteig nach den ersten 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Tag 2, früher Abend: Backtag!

Den Hauptteig kneten, verarbeiten und backen.

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