„Nix-mehr-im-Haus-keine-Zeit“-Nudeln

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In meinen Gedanken laufe ich eine Ebene entlang; auf einer zerbrochenen Welt. Die Erde ist hier lilafarben, der Boden karg und kleine Inseln erheben sich um mich herum. Vor mir erscheint ein Monster, aus dem Nichts heraus, und poltert mit seinen riesigen Füßen, quietscht aus den metallenen Gelenken. Ich bin winzig im Vergleich, eine zierliche, blonde Blutelfe, und doch stelle ich mich ihm entgegen. Ich erhebe meine Hände und wirke einen Feuerball, noch einen. Der Netherwind pfeift durch meine Haare, die Luft knistert vor auflodernden Flammen und meine grünen Augen glühen. Ich bin in meinem Element! Neben mir stellt sich ein befreundeter Paladin dem Monster in den Weg – gemeinsam kämpft es sich besser und es ist immer toll einen Paladin zum Freund zu haben. Das Monster geht down, wir plündern die Beute, kloppen uns im Teamspeak liebevoll um den blauen Gegenstand und gehen mit massenweise neuen Erfahrungspunkten weiter. Auf zum nächsten Abenteuer!

Ich werde wohl immer an diese Zeit in meinem Leben zurück denken, in der ich mich fast tagtäglich mit eigentlich fremden Menschen online getroffen habe um in Azeroth so richtig ordentlich auf den Putz zu hauen. Karazhan, Schwarzer Tempel, Naxxramas… immer mal wieder träume ich selbst nach all den Jahren noch davon. Und verdammt! Was war es eigentlich eine schöne Zeit, in der ich für andere (selbst online) Brot gezaubert, mich in Monstergruppen rein geblinzelt und gemeinsam so richtig böse Monster erlegt habe. Und wer sagt mir denn, dass wirklich alles nur gespielt war? Mitgefiebert habe ich, miterlebt, gelacht, geflucht, gejubelt, Unfug getrieben, neue Leute kennen gelernt und sogar Freundschaften geschlossen. Vielleicht schaue ich ja irgendwann mal wieder rein in diese Welt? Einfach um zu schauen, wer noch dort ist und um die eine oder andere alte Instanz zu rocken.

Und dann werde ich Gerichte wie dieses hier benötigen: Aus geringsten Zutaten gekocht – fast schon ein Reste-Essen – und so einfach, so schnell, zubereitet. Zudem ist es praktischerweise mit Stäbchen zu essen, so dass man noch eine Hand frei hat um Zauber zu wirken. Mehr als drei Tasten (so heißt es doch immer) braucht man als Magier ja ohnehin nicht und beim ersten Versuch wipen wir sowieso… 

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„Nix-mehr-im-Haus-keine-Zeit-muss-zum-Raid“-10-Minuten-Nudeln mit Speck, Frühlingszwiebeln und Gari

Zutaten für 2 Portionen

  • 2 Portionen japanische Nudeln, z. B. Somen-, Soba-, Udon– oder Ramen-Nudeln*
  • 50 g Speck in Würfeln
  • 4-6 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Öl
  • 1 kleiner Schuss Sake oder Sherry
  • 4 EL Sojasauce
  • 1 EL Balsamicoessig (oder schwarzer Reisessig, wer ihn bekommen kann)
  • 1 EL Mirin (ersatzweise 2 TL Zucker)
  • etwas Gari
  • etwas Furikake

Eine Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und den Speck darin auslassen, bis er knusprig ist. Derweil einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, die Frühlingszwiebeln putzen, längs halbieren und in fingerlange Stücke schneiden. Den Speck aus der Pfanne fischen. Das Öl in die Pfanne geben und die Frühlingszwiebeln rings herum anbraten. Sie dürfen hierbei gerne etwas dunkler werden und fast schon karamellisieren.

Die Nudeln ins ungesalzene Wasser geben und laut Packungsanweisung garen, dann durch ein Sieb gießen und unter fließendem Wasser waschen um die überschüssige Stärke zu entfernen.

Die Frühlingszwiebeln mit dem Sake ablöschen, kurz warten, bis sich die Alkoholwolke verzogen hat und die Sojasauce, den Essig sowie den Mirin unterrühren. Kurz einköcheln lassen, bis die Sauce schön eingedickt ist, dann die Nudeln in die Pfanne geben. Kurz die Pfanne schwenken, die Nudeln auf zwei Schüsseln verteilen und mit dem knusprigen Speck garnieren. Etwas Gari und Furikake obendrauf… perfekt!

*Soll es wirklich ganz dolle schnell gehen, könnt Ihr hier auch Shirataki-Nudeln verwenden. Die braucht Ihr einfach nur aus der Packung nehmen, kurz unter fließendem Wasser waschen und könnt sie dann gleich zu den Frühlingszwiebeln in die Pfanne geben um sie einfach schnell aufzuwärmen.

Ananas-Mango-Passionsfrucht-Smoothie

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Sommer-Untauglichkeit ist ein ernst zu nehmendes Thema! Draußen scheint die Sonne und brennt spätestens Ende Mai auf die Welt herab… zu heiß um auch nur den kleinen Finger zu rühren. Also verkriecht man sich schon am Morgen in die Schatten und versteckt sich vor der Welt. Und vor der Hitze. Ab nach drinnen, wo es kühl ist! Oder zumindest kühler als da draußen. Man verbarrikadiert sich im Wohnzimmer und linst durch die abgedunkelten Fenster um einen Blick in die schöne, sonnendurchflutete, bunte Welt zu erhaschen. Wie gerne würde man jetzt mit den anderen großen Kindern da draußen spielen! Sich mit ihnen im Biergarten oder im Freibad tummeln, sonnenbaden und das Leben unter freiem Himmel genießen. Aus schierer Angst etwas zu verpassen traut man sich am späten Nachmittag doch wieder vorsichtig nach draußen – unter den Sonnenschirm natürlich und mit einer zentimeterdicken Schutzschicht aus Sonnencreme!

Wenn die Hitze dann wieder fast unerträglich wird, kann man sich zum Glück mit so einem eiskalten Smoothie abkühlen. Der tropisch-heimische Mix aus Obst ist am frühen Abend die erste richtige Mahlzeit des Tages (sagte ich nicht schon, dass es viel zu heiß für alles ist?) und verwöhnt einen mit einem herrlichen Durcheinander aus Süße, Säure, Energie und Erfrischung… bis endlich das lang ersehnte Hitzegewitter über den Himmel zieht, die erste kühle, herrliche Brise mit sich bringt und man sich fast wieder wie ein ganz normaler Mensch fühlen kann. Herrlich!

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Ananas-Mango-Passionsfrucht-Smoothie

…extra mit fast ganz ohne Banane!

Zutaten für 2 Portionen (ca. 750 ml)

  • 1 süßer Apfel
  • 1 Williams-Christ Birne
  • 1/2 mittelgroße Ananas
  • 1/2 Mango
  • 1 Limette
  • 1 Passionsfrucht
  • 1/2 Banane
  • 6 Eiswürfel

Die Ananas und Mango schälen und rings herum das Fruchtfleisch vom Kern abschneiden. Beide Früchte in grobe Würfel schneiden. Birne und Apfel entkernen ebenfalls in grobe Würfel schneiden, die Limette auspressen und die Passionsfrucht auslöffeln. Die Banane schälen und in Stücke schneiden.

Alle Zutaten in den Behälter eines Standmixers geben und für eine halbe Minute auf hoher Geschwindigkeit mixen. In zwei Gläser füllen und eiskalt genießen.

Die bezaubernde Einfachheit von Erdbeeren mit Sahne

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Der Frühsommer ist da und beschert uns mit reichlich Wärme. Höchste Zeit das Leben nach der Arbeit wieder nach draußen zu verlagern, die Schuhe von den Füßen zu kicken, den Sonnenschirm aufzuspannen und sich abends mit einem Glas Wein in diese herrliche, abkühlende Luft zu setzen… oder alternativ im Freibad die ersten Arschbomben zu meistern. Aller Stress fällt umgehend von den Schultern, im Gesicht werden die Sommersprossen wach gekitzelt und endlich darf die Winterkleidung wieder in die Untiefen des Kleiderschranks zurück wandern um Platz zu machen für Sommerkleider, Hawaii-Hemden und FlipFlops!

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Passend dazu hat die Erdbeersaison begonnen und zaubert das erste knallige, lang erwartete Rot des Jahres in unsere Küche. Nach genau diesen ersten „echten“, sonnengeküssten Erdbeeren im Jahr sollte man sich so sehr sehnen, dass man direkt nach dem Einkauf aus der Schale naschen, die Augen verdrehen und gleich noch eine zweite Schale kaufen muss. Am allerbesten sind Erdbeeren ohnehin roh – zu fragil ist ihr zartes Aroma, das in völliger Reife beinahe an Rosen erinnert. Zu stark gekocht oder mit zu vielen starken Mitspielern auf dem Teller ziehen sie sich schüchtern zurück und können nicht glänzen, so wie sie es sich eigentlich verdient haben.

Ihr bester Gegenpart ist nach wie vor ein großzügiger Schuss süße Sahne und gerade hier geht nichts über die gute Bio-Sahne, bei der sich nach einiger Zeit im Kühlschrank der feste Rahm oben absetzt. Mit kurz zerdrückten Erdbeeren leicht verrührt, so dass man auf jedem Löffel ein wenig Erdbeere und ein wenig flüssig-fest-cremiges Sahnegemisch abbekommt, ist ein absoluter Traum und entschädigt mit erstaunlicher Einfachheit auf wunderbarste Weise für die lange Wartezeit… auf die allerersten Erdbeeren im Jahr!

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Erdbeeren mit Sahne

frei nach meiner Oma bzw. einem Rezept aus Nigel Slaters Tender | Obst

Zutaten pro Portion

  • 1-2 Hand voll hochreife, sonnenverwöhnte Erdbeeren
  • wer mag 1/4 TL Balsamicoessig
  • Bio-Sahne (die gute – ohne Carragen)

Zubereitung

Die Erdbeeren kurz unter fließendem Wasser abbrausen, das Grün entfernen und mit einer Gabel grob zerdrücken. Wir möchten hier kein einheitliches Püree, sondern eher ein Gemisch aus größeren und kleineren Stückchen mit ein wenig Fruchtsaft erhalten.

Die Erdbeeren mit dem Essig verrühren, in eine Schüssel geben und ganz kurz so viel Sahne mit festem Rahm unterheben, wie das Herz begehrt. 

Herzenswärmer: Garnelen in milder Kokos-Currysauce

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Warum wollen wir immer stark sein? Uns nicht beeindrucken lassen – immer „cool“ bleiben – auch wenn es um einen herum noch so turbulent zugeht? Vielleicht weil wir glauben, dass es erforderlich ist. Vielleicht auch, weil wir es uns selbst beweisen wollen. Vielleicht aber auch einfach nur, weil einen manche Dinge erst einmal einfach nur betäuben. Irgendwann bricht es dann auch einem heraus: Kurz vor dem Einschlafen oder mitten am Tag während der Arbeit bei einem lieben Wort… oder nachmittags, wenn die allgemeine Alltagshektik langsam dem Feierabend weicht. Spätestens allerdings bei einem gemütlichen Abendessen, das es mit seiner Wohligkeit und zugleich Einfachheit mühelos schafft, all Deine Barrieren einzureißen. Plötzlich holen Dich die Ereignisse der letzten Stunden, Tage, ein und es gibt nichts Tröstlicheres auf der Welt als eine Umarmung vom Lieblingsmenschen und dieses eine Abendessen aus frischen Garnelen, mild-süßlicher Kokosmilch und von innen heraus wärmenden und zugleich stärkenden Curry-Aromen, mit einem simplen Schälchen Reis dazu. Denn manche Tage sind einfach so wie sie sind. Es kommen auch wieder andere… aber zum Glück gibt es bis dahin leuchtend-gelbes Seelenstreichler-Curry!

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Garnelen in milder Kokos-Curry-Sauce

nach einem Rezept aus dem genialen „Indien. Das Kochbuch“ von Pushpesh Pant (tausend Dank an „Du-weißt-schon“ für die Buchempfehlung!)

Zutaten für 1-2 Portionen

  • 175-250 g Garnelen, geschält
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (etwa in der Größe einer Erdnuss)
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsaat
  • 1/2 TL Koriandersaat
  • 1-2 EL Kokosöl (oder anderes Öl)
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 TL Currypulver nach Wahl
  • 200-250 ml Kokosmilch
  • Saft von 1/2 Limette
  • 5 Blätter frische Minze
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Die Garnelen kurz unter fließendem Wasser abbrausen. Die Schalotten schälen und in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch und Ingwer ebenfalls schälen und fein hacken. Kreuzkümmel- und Koriandersaat gründlich in einem Mörser zerstoßen.

Das Öl in einem Schmortopf oder einer Pfanne bei mittlerer Temperaturzufuhr erhitzen, die Zwiebelringe hinein geben und glasig dünsten. Die Garnelen hinzu geben, ebenso den Knoblauch, den Ingwer und die Gewürze. Die Garnelen rings herum für ca. 5 Minuten anbraten, dabei immer wieder im Topf rühren.

Die Kokosmilch, sowie den Limettensaft unterrühren, die Minze hacken und ebenfalls in den Topf geben. Für 10 Minuten sanft köchelnd eindicken lassen. Das Curry mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf zwei Schüsseln verteilen und zusammen mit ausgiebig (Klebe-)Reis und einem tröstenden Gläschen Wein servieren.

C₁₀H₁₂N₂O, Batman und Croissants

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Wenn ich groß bin, werde ich glücklich! Also übe ich heute schon einmal fleißig! Das erfordert teils höchste Konzentration und Beobachtung: Von nix kommt nix. Beim ersten Anzeichen von Grummelfalten werden diese möglichst schnell wieder glatt gebügelt, der Grand Canyon zwischen den Augenbrauen aufgeschüttet und die Lieblingsmusik laut aufgedreht. Dann wird durch die Bude getanzt. Und gegessen. Ja, Essen ist nicht Liebe. Dennoch kann es einen ganz schön in Verzückung versetzen. Hilft scheinbar gar nichts mehr, können so ein paar Kohlenhydrate zum Beispiel tatsächlich einen ganz gewaltigen Serotonin-Schock verursachen, von dem man sich nicht allzu schnell wieder erholt. Glücklich – ja fast schon ein wenig debil – grinsend läuft man plötzlich durchs Leben, lacht den Sorgen ins Gesicht und fühlt sich als wäre man unbesiegbar… fast wie Batman. Wir sollten uns alle viel häufiger wie Batman fühlen!

Kohlenhydrate werden leider viel zu oft verpönt. Erst recht in großer Anhäufung und insbesondere bei Gebäck, wie zum Beispiel Croissants. Warme, frisch gebackene, buttrige Croissants, deren Plunderteig außen zart-krümelnd, innen flauschig-cremig auf der Zunge zerfällt und einen in solche Wonnen versetzt, dass man sich fragt, wie man bisher nur Tag für Tag ohne Croissants auskommen konnte.

Natürlich sage ich Euch jetzt nicht, Ihr müsst Euch regelmäßig davon ernähren um Euch glücklich und/oder wie Batman zu fühlen. Helfen tut es aber ungemein! Auch sage ich Euch nicht Ihr müsst die selber backen. Aber es lohnt sich. Wirklich! Und auch sage ich nicht, Ihr müsst Batman sein um die Croissants backen zu können. Ihr schafft das. Auch ohne Supermann-Kostüm! Und da wir das alles ohnehin nicht allzu ernst nehmen sollten, doch die Fettmenge tatsächlich jegliche Vorstellungen der Ernährungspyramide übersteigt, geben wir der Butterplatte einfach einen Namen. Das macht das Backen etwas entspannter. Und da wir schon bei Batman sind… sagt hallo zu Bruce.

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Croissants

Rezept gefunden bei Lutz.

Zutaten für 12 Croissants

für den Sauerteig:

  • 85 g Weizenmehl 550
  • 85 ml Wasser
  • 8-9 g Anstellgut (am besten vom Weizensauer)

für den Vorteig:

  • 110 g Weizenmehl 550
  • 110 ml Wasser
  • ein Reiskorn-großes Stück Frischhefe (0,1 g)

für den Autolyseteig:

  • Vorteig & Sauerteig
  • 360 g Weizenmehl 550
  • 180 ml Milch

für den Hauptteig:

  • Autolyseteig
  • 7 g Frischhefe
  • 70 ml Milch
  • 200 g Dinkelmehl 630
  • 15 g Salz
  • 50 g Zucker

und für Bruce (die Butterplatte):

  • 500 g Butter (ja, ich weiß: gute Butter kostet Geld. Nehmt trotzdem die gute!)

Zudem für die Eistreiche:

  • 1 Eigelb
  • etwas Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker

Und übrigens: Das Rezept funktioniert ganz ohne Küchenmaschine, Rührgerät oder Nudelholz. Alles, was Ihr braucht sind die Zutaten, etwas Frischhaltefolie, Schüsseln und Eure Hände. Und Zeit.

Zubereitung

Die Zutaten für den Vorteig verrühren. Die Zutaten für den Sauerteig verrühren. Beides abgedeckt für ca. 22 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Vor- und Sauerteig vermischen und mit den restlichen Zutaten für den Autolyseteig verrühren. Die Schüssel abdecken und eine halbe Stunde ruhen lassen. Die Hefe zerbröseln und mit den anderen Zutaten für den Hauptteig unter den Autolyseteig kneten, bis der Teig schön geschmeidig ist. Den Teig 45 Minuten ruhen lassen, dann einmal zur Mitte hin halten und für weitere 45 Minuten ruhen lassen. Immer schön ans Abdecken der Schüssel denken.

Den Teig nun mit den Händen und Fingern platt drücken, bis er 1 cm dick und etwa 25 cm x 40 cm groß ist. Den Teig so in Folie einpacken und für 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die Butter aus dem Kühlschrank holen, zwischen zwei große Blätter Folie packen und sobald sie formbar ist zu einem 25 cm x 25 cm großen Quadrat drücken, das ca.1/2 bis ganzen cm dick ist. Bruce samt Folien-Verpackung in den Kühlschrank stellen.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen, ebenso Bruce, und beides auspacken. Bruce nun bündig auf eine der kurzen Kanten vom Teig setzen. Das heraus-schauende Teig-Drittel über Bruce klappen und nun das noch freie Drittel Teig mit Bruce obendrauf auf jenes erste Drittel klappen (wie einen Brief), so dass die Schichten wie folgt sind: Teig, Bruce, Teig, Bruce, Teig. Das Ganze nun mit den Händen zu einem 1 cm dicken Rechteck platt drücken. Erneut in Dritteln falten und den veränderten Bruce wieder in Folie einpacken. Für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Bruce-Teig wieder zu einem 1 cm dicken Rechteck platt drücken, erneut in Dritteln falten, wieder einpacken und für eine weitere Stunde zurück in den Kühlschrank legen.

Das Tourieren noch ein weiteres Mal wiederholen: platt drücken, falten, einpacken, ab in den Kühlschrank – aber nun für 12 Stunden.

Nach den 12 Stunden den Teig aus dem Kühlschrank holen und für eine Stunde Raumtemperatur annehmen lassen. Dann wieder platt drücken; diesmal auf 0,5 cm und möglichst eine Größe von ca. 35 cm x 45 cm. Den Teig an der langen Seite mittig halbieren. Jede Teig-Hälfte an der langen Seite dritteln und diese Drittel je einmal diagonal durch zu insgesamt 12 Dreiecken schneiden.

Diese Dreiecke locker von der breiten Basis bis zur Spitze hin aufrollen und je zu sechst mit der ehemaligen Dreieck-Spitze nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Alle Zutaten für die Eistreiche verquirlen und die Croissants damit einpinseln. Ohne Abdeckung für 2,5 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Den Backofen auf 240°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Croissants mit der restlichen Eistreiche einpinseln und mit Dampf in den vorgezeigten Backofen schieben. Nach 5 Minuten die Temperatur auf 200°C herunter schalten und weitere 20 Minuten backen.

Zum Einfrieren:

Auch Herr Zuckerwatte und ich schaffen es – Begeisterung in oder her – keinesfalls alle Croissants auf einmal zu zweit zu verputzen und frieren daher einen Teil der Baby-Bruces ein. Dazu einfach nach 20 Minuten Backzeit eine beliebige Anzahl Croissants aus dem Ofen retten, diese komplett auskalten lassen und ab damit in den Tiefkühl. Zum Aufbacken erst eine knappe Stunde antauen lassen und dann für 10 Minuten in den auf 200°C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizten Backofen schieben.

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Zeitstrahl

Tag 1, 2 Tage vor Backtag, nachmittags:
Vor- und Sauerteig anrühren und reifen lassen.

Tag 2, 1 Tag vor Backtag, mittags:
Erst den Autolyseteig, dann den Hauptteig kneten, Bruce vorbereiten und zusammen mit dem Hauptteig verarbeiten.

Tag 3, Backtag, morgens:
Den fertigen Bruce-Teig verarbeiten, zu Croissants formen und backen.

Walhalla, Tag 1

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Der Tisch ist gedeckt, das Heim aufgeräumt, das Tee-Wasser kocht. Die Küche ist erfüllt von herrlich-frischen Aromen: Geschnittene Gurke riecht man da, den betörenden Power-Kick von Ingwer und Limette, einen Hauch von Meeresalgen und die angenehme Schärfe von Frühlingszwiebeln, welche sich im Kühlschrank als einwandfrei-funktionierendes Duftbäumchen entpuppt haben. Das Sous-vide-Gerät sitzt in der Box aus dem Baumarkt und blubbert glücklich vor sich hin, während im Wasserbad das Rinderfilet schwimmt… und da erschallt das erste Läuten an der Tür. Es geht los!

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Was für eine wunderbare Erfahrung so ein Supper Club doch sein kann! Und trotzdem macht man sich im Vorhinein Gedanken: Wird alles klappen? Werde ich die Gäste auch wirklich satt bekommen? Und glücklich? Und wird es ihnen überhaupt schmecken? War die spontane Entscheidung doch noch den Hauptgang zu erweitern eine blöde Idee?

Wenn sich im Nachhinein nur heraus stellt, dass Du es einzig nicht geschafft hast, von dem Abend auch Bilder zu machen, kann man erleichtert aufatmen. Hat man dann noch Gäste, die für einen die Kamera zücken und einem die Bilder zur Verfügung stellen kann man es kaum noch erwarten den nächsten Abend zu planen. Ja, es wird weiter gehen. Bald.

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Aber bis dahin erst einmal ein paar Eindrücke in Form von wunderbaren Fotos (tausend Dank, liebe Dani!) und im Anschluss gibt es noch zwei Rezepte vom Hauptgang.

IMG_1123 1. Gang – Vorspeise: Miso-Süppchen mit selbst gemachten Udon-Nudeln und Frühlingszwiebeln

IMG_1124# 2. Gang – Zwischengang: Loses Sushi im Glas (ähnlich wie hier) bestehend aus Sushi-Reis, in Sesamöl, Wasabiöl, Sojasauce und Sesam eingelegtes Lachsfilet, Rettich-Stiften und selbst eingelegtem Gari.

IMG_1132 3. Gang – Hauptgang: Saba Misoni (in Miso gegarte Makrelenfilets) auf Seespargel und Radieschen, Gurken-Wakame-Salat mit Ingwer-Limetten-Dressing, “Ume”boshi (selbst in Salz eingelegte Aprikose) und Rinderfilet Sous-vide mit Gurke, Ingwer-Knoblauch-Paste und Kresse. Dazu gab es Onigiri.

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Zenzai#

(entschuldigt bitte die miese Qualität – ich habe das Bild mit dem Handy geknipst)

4. Gang – Dessert: Zenzai (süße Adzukibohnen-Suppe mit Mini-Mochi)

Tausend Dank an alle, die diesen Abend zu so einer wunderbaren Erfahrung gemacht haben! Ebenfalls ganz lieben Dank an die Daccapo! Weinhandlung für den leckeren Empfangssekt und an The English Tearoom für den Tee! Und nun zu den Rezepten…

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Gurken-Wakame-Salat mit Ingwer-Limetten-Dressing (“Cucumber Sunomono”)

nach einem Rezept von Cooking with Dog

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 Landgurke (das sind diese kürzeren, festeren Gurken – die eigen sich viel besser für die japanische Küche als die wässrigeren Salatgurken)
  • 1 großzügige Prise Salz
  • 15 g Wakame
  • 1 Daumen-großes Stück Ingwer
  • 1 Limette
  • 1 EL Sherry (eigentlich Sake, aber beim Kochen ersetze ich ihn lieber)
  • 1 TL Mirin

Zubereitung

Die Gurke waschen, in dünne Scheiben schneiden und mit den Händen das Salz untermischen. Für 10 Minuten stehen lassen. Derweil die Algen mit reichlich Wasser übergießen und kurz quellen lassen.

Die Gurkenscheiben unter fließendem Wasser im Sieb waschen, mit den Händen sanft ausdrücken und in eine Schüssel geben. Die Algen ebenfalls sanft aber kräftig ausdrücken und zu den Gurken geben.

Den Ingwer schälen und fein reiben. Das Geriebene auspressen, den Saft auffangen. Die Limette kurz mit der flachen Hand und etwas Druck auf der Arbeitsfläche hin und her rollen, dann halbieren und auspressen. Etwa die Hälfte vom Limettensaft mit dem Ingwersaft vermischen und abschmecken. Beide Aromen sollten gut zur Geltung kommen. Eventuell muss man mehr Ingwer reiben und auspressen oder mehr Limettensaft hinzu mischen. Den Sherry und den Mirin unterrühren und das Dressing zur Gurke und den Algen in die Salatschüssel geben. Gut vermischen und für mindestens 15 Minuten durchziehen lassen.

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Rinderfilet Sous-vide (und non-Sous-vide) mit Gurke, Ingwer, Knoblauch und Kresse

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g Rinderfilet
  • 1-2 TL Wasabiöl
  • 1 TL Sesamöl
  • 1/2 Landgurke
  • 1 Daumen-großes Stück Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Erdnussöl
  • 2 TL Sojasauce
  • etwas Kresse
  • etwas Sesam

Zubereitung

Das Rinderfilet mit dem Sesamöl und dem Wasabiöl im Vakuum einschweißen und bei 56°C für 2 Stunden ins Wasserbad geben. Die Gurke waschen, längs halbieren und mit einem Löffel die wässrigen Kerne heraus schaben. Die Gurkenhälften in Stifte schneiden. Den Ingwer schälen und fein reiben, den Knoblauch ebenfalls schälen, fein hacken und mit dem Ingwer vermischen.

Das Rinderfilet aus dem Vakuum befreien, eine Pfanne mit dem Erdnussöl stark erhitzen und das Filet ganz kurz rings herum scharf anbraten. Das Filet in dünne Scheiben schneiden. Jede Scheibe mit ein paar Gurkenstiften belegen, das Fleisch zusammen klappen bzw. die Gurke einrollen und auf Teller verteilen. Mit etwas Sojasauce beträufeln, die Ingwerpaste darauf verteilen und am Schluss alles mit etwas Kresse und Sesam garnieren.

Wenn Ihr kein Sous-vide-Gerät besitzt lasst Ihr das Vorgaren einfach weg und bratet das Fleisch nicht ganz so scharf rings herum in der Pfanne an, bevor Ihr es schneidet und mit der Gurke „füllt“.

Urlaub für den Kopf: Eiskaffee

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In Italien, so behaupte ich jetzt einfach einmal, gibt es das leckerste Eis der Welt! Für mich ist dies in Siena, in einem der vielen kleinen Seitengässchen. Der Tourismus wird durch die Nachbar“straße“ geschleust und doch ist es hier in der Eisdiele brechend voll. Die liebenswerten Italiener fuchteln laut umher, begrüßen sich lachend, erzählen einander vom Leben und Gott und der Welt. Es wird nach vorne gerufen, man möchte bitte Eis! Mit einer Inbrunst und Lebensfreude, die auf Anhieb ansteckt. Besagtes Eis wird dann schlicht mit Spateln aufgenommen und großzügig in die Waffeln geschmiert und es schmeckt so gut, dass man davon in die Knie geht und fast schon weint vor lauter Glück.

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Man kann nicht jeden Tag nach Italien fahren um dort im Eishimmel zu schwelgen. Aber man kann sich dorthin träumen – die günstigste und schnellste Variante des Reisens schlechthin (bis das Beamen erfunden wird). Man kann die anderen Touristen ausblenden und sich genau die richtige Hitze auf die Nase herbei zaubern. Man kann die italienisch-rustikalen Fassaden bestaunen oder sie in Gedanken glatt pinseln. In meinem Kopf ist die Sonne nicht zu heiß, aber strahlend hell und wunderbar. Nebenan ist Markt (den es im echten Siena an dieser Stelle gar nicht gibt) und ich rieche die italienischen Wurstwaren, den würzigen Käse, sehe das köstliche, golden-strahlende Olivenöl und höre das fröhlich-laute Gebrabbel der Leute. Ich habe mein zart schmelzendes Vanilleeis in der einen Hand, Herr Zuckerwatte mit seiner Pistazien-Schoko-Seelenstreichler-Kombo in der anderen, und so schlendern wir am Dom vorbei, hinunter zum Piazza del Campo, wo wir uns in ein winziges Café setzen und Espresso trinken, während wir das Leben mitsamt dem Trubel um uns herum genießen.

Vielleicht Bestimmt zieht es uns bald wieder in den schönen Süden… Bis dahin träumen wir weiter und gönnen uns von Zeit zu Zeit ein selbst gerührtes Eis, das wenigstens ein wenig an das beste der Welt erinnert. Und wenn wir ganz großes Fernweh haben gießen wir uns ein Tässchen Kaffee über das Eis um uns an diesem traumhaften, heiß-kalten Aromenspiel von Crema, Espressobohnen und Vanille zu erfreuen. Urlaub für den Kopf! Und ein perfekter Start ins Wochenende.

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Vanilleeis & Eiskaffee

Zutaten für ca. 4 Kugeln super cremiges, gaumenschmeichlerisches Vanilleeis (knapp 1/2 Liter)

  • 200 g Sahne
  • 125 ml Milch
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Fleur de Sel
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1/2 Vanilleschote
  • 3 Eigelb (von Eiern der Größe M oder L)

Zubereitung

Die Sahne mit der Milch, dem Zucker, dem Salz und dem Vanilleextrakt in einen Topf geben. Langsam erhitzen. Derweil die Vanilleschote längs halbieren, das kostbare Mark heraus kratzen und zusammen mit der Schote in den Topf geben. Sobald das Gemisch dampft aber noch nicht kocht die Eigelbe schlagen und in den Topf geben.

Die Hitzezufuhr bei behalten, aber weiterhin darauf achten, dass das Gemisch nicht zu kochen beginnt. Dabei gut rühren. Sobald die Masse ganz leicht andickt und beginnt cremig zu werden, den Topf vom Herd ziehen. Das himmlisch-duftende Gemisch auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann zum Auskalten für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. 

Die Vanilleschote heraus fischen und die Masse in eine Eismaschine geben oder im Tiefkühl gefrieren lassen.

Für den Eiskaffee je eine Kugel fertiges Eis in eine Kaffeetasse geben, mit einem frisch gebrühten, doppelten Espresso begießen und glücklich-lachend servieren.

Japanische Grundrezepte: Gari

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Es ist eine Freude für Gäste zu kochen! Viele Töpfe stehen endlich auf dem sonst so leeren Herd, die vier Wände summen von Gesprächen, Gelächter und von der schweigsamen Stille des Genusses, wenn aufgetischt wird. Man erweitert seinen Horizont, lernt wieder wie wichtig das Abschmecken ist, wie schön es ist mit Menschen zusammen zu kommen und erfährt durch die Unterhaltungen wieder Spannendes und Neues hinzu. Welch ein herrlicher Abend liegt also hinter uns, durften wir am Samstag unseren Supper Club starten. Sechs wunderbare Menschen saßen mit uns am Tisch, teils schon bekannte Gesichter, teils ganz neue, und wir möchten uns für jeden einzelnen bedanken, der dabei war. Es war so schön mit Euch!

Schön ist auch dabei immer wieder zu lernen, wie gerne man die einfachen Dinge unterschätzt. Ingwer zum Beispiel. Eingelegt in eine Essig-Zuckerlösung sieht er recht unscheinbar aus – blass hellgelb, wässrig… Doch wenn der erste Gast probiert, die Augen vor Freude blitzen und das vorhin noch randvolle Glas plötzlich fast leer genascht ist weißt Du: Alles wird gut!

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Dieser Gari hat wirklich nichts mit dem aus den hiesigen Supermärkten gemein und übertrumpft selbst die gute Variante aus dem Asia-Markt. Vielleicht macht ihr besser gleich zwei Portionen…

Gari – Sushi-Ingwer

Zutaten für 1 Portion im 500 ml-Glas

  • 200 g frischer Ingwer
  • 1 EL Zucker + weitere 75 g
  • 1 EL Salz
  • 9 EL Reisessig (90 ml)

Zubereitung

Den Ingwer mit einem Sparschäler oder einem Löffel schälen und hauchdünn schneiden: Man sollte fast hindurch schauen können. Mit 1 EL vom Zucker und dem Salz vermischen. 30 Minuten ruhen lassen, dann für 45 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren und sofort durch ein Sieb abgießen. Gut abtropfen lassen. In ein verschließbares und sterilisiertes Gefäß füllen. 

Die restlichen 75 g Zucker mit dem Essig aufkochen und die kochende Flüssigkeit über den Ingwer ins Glas gießen. Den Ingwer herunter drücken – er sollte komplett bedeckt sein. Das Glas verschließen, für 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. Dann in den Kühlschrank stellen. 

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„Essbar“ ist der Gari nach einer Woche – am besten ist er jedoch, wenn er schon ca. 1 Monat stehen und durchziehen durfte.

Ursprünglich dient er übrigens dazu zwischen verschiedenen Fisch-Häppchen die Geschmacksnerven zu neutralisieren. Am Samstag gab es den Gari zum zweiten Gang: Loses Sushi im Glas, bestehend aus Sushi-Reis, mariniertem Lachs und Rettich-Stiften. Zum leicht abgeänderten Rezept geht es hier entlang.

Das hast Du Dir verdient!

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Manchmal brauchen wir einfach nur jemanden der uns umarmt und sagt: „Alles wird irgendwann wieder gut!“ Warum sind wir das so selten selbst? Sollten wir nicht selbst unser eigener, größter Fan sein? Zu uns stehen, mit all unseren Stärken und Macken?

Sag: „Was soll’s, was die anderen denken! Ich bin gut! So wie ich bin!“ Sei doch mal wieder etwas lieb zu Dir. Find Dich super. Lob Dich einfach einmal wieder ehrlich und gönn Dir etwas Schönes! Tu das, worin Du aufgehst und steh dazu! Schieb die Bescheidenheit beiseite, wenn es um Dich geht. Tanz durch das Leben. Und durch die Küche! Lache, so laut und so oft Du nur kannst. Koche mit viel Butter während Du “Deine Musik” hörst. Und lebe mit Leidenschaft! Schau, dass Du immer Seifenblasen im Haus hast. Und sollte dann noch irgend einer an Dir zweifeln… backe diesen Kuchen.

Ich würde Dir gerne verschweigen, wie viel Butter, Schokolade und Zucker er enthält, aber dann hättest Du nicht einmal halb so viel Spaß daran. Probiere ihn einfach einmal aus, grinse breit in Anbetracht des Zuckerschocks, der Dich und Deine Gäste erwartet. Sei ehrlich zu Dir selbst und glücklich… Und stell Dir einfach vor der Kuchen sei super gesund. Denn Du hast es Dir verdient – so, wie Du bist. Wirklich!

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Alles-wird-gut-Kuchen

“drölfzig”-tausend Dank (mal wieder) an Jamie Oliver für diese grandiose Rezept-Idee!

Zutaten für 1 Kuchen

Für die Kuchenschichten:

  • 250 g (aka 1 Päckchen!) Butter
  • 150 g Schokolade (mindestens 70% Kakao)
  • 250 g Puderzucker
  • 1/2 TL Salz
  • 6 Eier (L)
  • 150 g Mehl
  • 4 EL Kakaopulver

Für die Schoko-Knusperreis-Schicht:

  • 300 g Schokolade (mindestens 70% Kakao)
  • 25 g Butter
  • 1 großzügiger EL Crème fraîche
  • 100 g Puffreis-Cerealien (wir: Schokoladen-Puffreis)
  • Für die Eischaum-Schicht
  • 2 Eiweiß (L) – mit dem übrigen Eigelb lässt sich übrigens leckerer Eierlikör machen
  • 3 EL flüssiger Honig
  • 150 g Puderzucker
  • 1/4 TL Backpulver

Zudem:

  • etwas abgeriebene Orangenschale
  • Schokoraspeln
  • Wunderkerzen – je mehr, desto besser

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Zubereitung

Zuerst werden die Kuchenschichten gebacken. Dafür Butter und Schokolade im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Puderzucker und Salz unterrühren. Vom Wasserbad nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen.

Derweil den Backofen vorheizen: 180°C Ober- und Unterhitze. Eine Kuchenspringform (21 cm ø) einfetten und mit 1 TL Mehl einstauben. Mit den Schneebesen eines Handrühr-Geräts (oder der Küchenmaschine) auf hoher Stufe nach und nach ein Ei nach dem anderen unter die Butter-Schoki-Zuckermasse schlagen. Das Gerät ausschalten, Mehl und Kakaopulver in die Schüssel sieben und mit einem Löffel unter den Teig heben.

Den Teig in die Springform füllen und für 50-55 Minuten backen, bis die Stäbchenprobe einen leichten Ölfilm auf dem Stäbchen hinterlässt. Den Kuchen kurz in der Form, dann auf einem Kuchengitter komplett auskalten lassen. In drei Schichten schneiden und mit der Füllung beginnen.

Die Schokolade mit der Butter und der Crème fraîche im Wasserbad schmelzen lassen. Für 5-10 Minuten abkühlen lassen, dann die Cerealien untermischen. So bleiben sie schön knusprig und weichen nicht auf. Je ein drittel der Füllung auf eine Kuchenschicht verstreichen.

Die Eiweiß zusammen mit dem Zucker, Honig und Backpulver, ebenfalls im Wasserbad erwärmen, während dessen mit dem Schneebesen schlagen. Sobald die Masse leicht dicker wird vom Wasserbad nehmen und weiter schlagen, bis die Masse fest ist. Jeweils ein Drittel auf die mit Schoko-Füllung bestrichene Kuchenschichten verstreichen.

Den Kuchen wieder zusammen setzen und mit Schokoraspeln, abgeriebener Orangenschale und Wunderkerzen – oder worauf Ihr sonst gerade Lust habt – verzieren.

Frühlingsschrei-Nudelsuppe

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Ich atme tief ein und sauge diese herrliche Frühjahrs-Luft in mir auf. Sie durchströmt mich, lockt mich hinaus in die Sonne, schenkt mir Energie, neue Lebensfreude und wie jedes Jahr im März einen schier unbändigen Optimismus. Ich könnte Bäume ausreißen, so viel Kraft scheine ich plötzlich zu haben. Still sitzen? Ruhe verströmen? Unmöglich! Zu viel Schönes gibt es im Frühling zu erleben, so vieles zu tun. Die Fenster sind endlich wieder weit aufgerissen und diese lebendige Atmosphäre verbreitet sich in unserem Heim. Zu lange haben wir in die graue, kahle und schlafende Natur geschaut, die Türen fest verschlossen und uns in unseren mollig-warmen Schneckenhäusern verkrochen… Wie herrlich, dass dies nun ein Ende hat!

Und so stelle ich mich heute in die wach kitzelnde Sonne, werfe die Arme in die Luft und brülle in sagenhafter Löwen-Manier meinen Frühlingsschrei hinaus in die weite Welt. Damit auch die Bestie in mir mit dem geistigen Energie-Schub mithalten kann, gibt es zum Abendessen eine leichte aber wohl tuende, stärkende asiatische Nudelsuppe. Ohne viel Chichi, aber mit einem Stück perfekt gegarten Entrecôte obendrauf – das neue Spielzeug macht es möglich. Das Abendessen nehmen wir zum ersten Mal seit langem endlich wieder mit nach draußen in die Abendsonne um es zusammen mit einem Glas Wein auf dem Balkon zu genießen. Was will man mehr an einem sonnigen Tag im Frühling?

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Asiatische Nudelsuppe mit Entrecôte, Ei und Pak Choi

Zutaten für 2 Portionen

  • 150-200 g Entrecôte (bitte achtet insbesondere beim Fleisch immer auf gute Qualität und artgerechte Tierhaltung – unser Steak kommt von glücklichen Rindern von der Alb)
  • 1 EL helle Misopaste
  • 400 ml Brühe nach Wahl (wir: Hühnerbrühe)
  • 1 cm Ingwerwurzel
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL dunkle Misopaste
  • 1-2 Eier
  • 1 Mini-/Baby Pak Choi
  • 100 g asiatische Suppennudeln (Somen/Ramen/Reisnudeln/…)
  • 1 TL Sesam
  • 1 TL Sesamöl

Zubereitung

Das Steak mit der hellen Misopaste einreiben, vakuumieren, einschweißen und für mindestens 6 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen. Bei 56°C für 2 Stunden mit dem Sous-vide-Gerät im Wasserbad garen. Immer wieder mal schauen, ob noch genügend Wasser im Behälter ist.

Ohne Sous-vide-Gerät: Das marinierte Steak schlicht in der Pfanne bis zum gewünschten Gargrad anbraten. Hier lohnt es sich darauf zu achten, dass die Temperaturzufuhr nicht zu hoch ist, damit außen nichts verbrennt, solange innen noch alles roh ist.

Den Ingwer schälen, in Streifen schneiden, zusammen mit dem dunklen Miso unter die Brühe rühren und diese aufkochen. Die Hitzezufuhr auf niedrig herunter schalten. 15-30 Minuten ziehen lassen, den Ingwer heraus fischen.

Derweil die Eier bis zur gewünschten Festigkeit kochen, den Pak Choi waschen, längs vierteln und für 5 Minuten dämpfen oder direkt im kochenden Wasser blanchieren. Die Nudeln nach Packungsanweisung garen und unter fließendem Wasser gut durchwaschen. Abtropfen lassen und auf zwei Suppenschüsseln verteilen.

Das fertige Steak aus dem Vakuum befreien, wer mag brät es kurz an. Das Fleisch in Streifen schneiden, diese auf den Nudeln anrichten. Die Pak Choi Viertel halbieren, ebenfalls auf den Nudeln anrichten. Die Eier schälen, halbieren und auch diese auf die Schüsseln verteilen.

Die heiße Brühe über die Suppeneinlage gießen, alles mit etwas Sesamöl beträufeln und mit Sesam garnieren.

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