Nudeln, Nudeln… überall Nudeln: in Rot, in Grün und mit Zitrone

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Irgendwie bin ich ja schon ein wenig verrückt oder? Während sich andere am Vatertag einen gemütlichen Abend auf dem Sofa gegönnt haben, lebte ich meinen Traum von bunten Teigwaren in der Küche aus. Und machte Nudeln. Viele Nudeln. 

Angefangen hat alles damit, dass ich neulich das wunderbare Bärlauch-Nudel-Rezept von Rock the Kitchen sah und sofort hin und weg war von dieser Idee. Nudeln. Selbst gemacht. Hach! Und dann auch noch in BUNT! Nochmal: Hach!! Und sofort wollte ich auch. Ganz bald und ganz dringend.

Und als dann auch noch sämtliche feiertägliche Food-Bilder und neue Rezepte auf Twitter kursierten bekam ich so Appetit auf irgendwas selbst Gemachtes, dass mir das Faulenzen so richtig verging und ich mich in die Küche stellen musste. Logisch oder?

Somit begann ich Nudeln zu machen. Ich hatte Lust auf Experimente und beschloss eine rote, grüne und noch eine Sorte zu machen. Also: Kühlschrank und Tiefkühl inspiziert und mich vorerst für Tomatenmark entschieden. Dabei herausgekommen sind wunderbar schmackhafte orange-rote Nudeln, die farblich wunderbar in die Welt von Twin Peaks passen würden.

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Kaum war der Tomaten-Nudelteig in Folie eingewickelt, zierte ein weiterer Mehlberg die Arbeitsfläche. Und ich flitzte in den Keller um den Bärlauch aus dem Tiefkühl zu holen… nur um festzustellen: Tja, Pustekuchen! Das ist gar kein Bärlauch! Das ist ja Petersilie. Ohje!

Petersilie und ich mögen uns überhaupt und gar nicht. Wir haben eine lange und sehr traurige Geschichte mit vielen Versuchen, die alle böse endeten und inzwischen kann man mich damit jagen. Nun fiel es mir auch wieder ein: an irgendein Gericht für Schatz musste irgendwann einmal Petersilie. Und da ich den Rest dann doch nicht wegschmeißen wollte, kam das noch fast vollständige Bund halt in den Tiefkühl. Und nun fiel es mir wieder in die Hände.

Ich schaute mich noch ein letztes Mal, beinahe panisch, um: Wirklich: NIX mehr da? Kein Bärlauch? Ne, woher auch…? Kein Basilikum? Ach nein, sonst hätte ich ja umgehend den tollen Nudelsalat von Mia ausprobiert. Nichtmal mehr Spinat? Der ist zwar sowieso nur höchst frisch bei uns vorzufinden und sowieso immer zum sofortigen Verwenden gedacht. Aber man kann ja hoffen! Trotz aller Suche: Fehlanzeige. Und nu?

Bockig und stur, wie ich in solchen Situationen nunmal bin (“Aber ich WILL jetzt grüne Nudeln machen…!”) gab ich letztendlich seufzend nach und hackte die Petersilie klein. Und was kann ich sagen? Das Ergebnis hat mich echt überrascht: In Nudelform esse auch ich Petersilie. Sehr gerne sogar. Lecker!

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Tja und die dritte Variante? Die dritte Nudelsorte wurde wieder asiatisch: Es wurden Udon-Nudeln. Allerdings diesmal etwas anders als bei mir bisher üblich, nämlich mit etwas Zitronensaft im Teig. Lecker, sag ich Euch!

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Wer bisher noch keine Nudeln selbst gemacht hat: Traut Euch. Nur zu!

Und so geht’s:

Orange-roter “Twin-Peaks-Nudelteig” mit Tomatenmark

Zutaten für 2-3 Portionen

  • 250 g Hartweizenmehl
  • 2 Eier
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Prise Salz

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Zubereitung

Das Mehl in eine Schüssel oder auf eine Arbeitsfläche geben, eine Mulde hineindrücken. Dort hinein kommen die verquirlten Eier, das Tomatenmark und das Salz.

Alles gut verkneten, je nach Konsistenz muss noch etwas mehr Wasser oder Mehl hinzu. Ist der Teig schön geschmeidig, sollte er in Folie gewickelt werden, denn er muss 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen.

Grüner “ich-habe-keinen-Bärlauch-und-freunde-mich-nun-mit-Petersilie-an-Nudelteig”

Zutaten für 2-3 Portionen

  • 250 g Hartweizenmehl
  • 2 Eier
  • 1 Bund Bärlauch Petersilie
  • 1 Prise Salz

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Zubereitung

Die Eier aufschlagen und zusammen mit den gehackten Kräutern mit Hilfe des Pürierstabs schaumig und klein mixen.

Das Mehl in eine Schüssel oder auf eine Arbeitsfläche geben, eine Mulde hineindrücken. Dort hinein kommen die verquirlten Kräuter-Eier und das Salz.

Alles gut verkneten, je nach Konsistenz muss noch etwas Mehl Wasser oder Mehl hinzu. Ist der Teig schön geschmeidig, sollte er in Folie gewickelt werden, denn er muss 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen.

Zitroniger Udon-Nudelteig

Zutaten für 2 Portionen

  • 200 g Hartweizenmehl
  • 100 ml Flüssigkeit bestehend aus dem Saft einer Zitrone und Wasser
  • wer mag kann auch etwas Zitronenschale abreiben
  • 10 g Salz

Zubereitung

Das Mehl mit dem Salz, dem Zitronenwasser und eventuellem Zitronenabrieb mit Geduld (ja, die braucht man hier) zu einem geschmeidigen, festen Teig verkneten. Der Teig sollte am Ende nicht kleben, aber auch nicht super trocken sein. Meist passiert das automatisch, wenn man ihn lange knetet, aber ab und zu muss noch noch 1 EL mehr Wasser oder ein winziges Bisschen mehr Mehl ran.

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Den Teig gut in Filie einwickeln und für mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Die Nudeln in Form bringen

Rote & Grüne Nudeln

Die Teige für den roten und den grünen Nudelteig jeweils halbieren (die andere Hälfte wieder gut einwickeln um Austrocknen zu vermeiden) und die Teigstücke gut flach klopfen.

Durch die größte Öffnung der Nudelmaschine durchkurbeln, dann durch die nächst-kleinere usw. Ich habe sie bis zur vorletzten Stärke durchgekurbelt (bei unserer Nudelmaschine Stufe 2 von 7).

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Zwischendrin immer gut mehlen. Nun noch einmal beide Seiten der Teigbahn mit Mehl einstäuben, die Bahnen in eine nudelgerechte Länge schneiden (ca. 30 cm) und durch die Tagliatelle-Walzen der Nudelmaschine durchkurbeln.

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Die Nudeln am anderen Ende auffangen bzw. aufsammeln und entweder kurz zu mehreren lockeren Nudelnestern verdrehen, bis die zweite Teighälfte durch ist und dann sofort kochen… oder trocknen. Zum Trocknen gibt es spezielle Nudelständer, doch Not mach erfinderisch und es geht auch so:

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Sobald die Nudeln trocken sind können sie verpackt, verschenkt oder einfach trocken gelagert werden, bis man sie weiter verwenden mag.

Wer keine Nudelmaschine hat kann dennoch super Nudeln machen. Hierzu den Teig mit einem Nudelholz möglichst dünn ausrollen. Und wer aus dem Teig Bandnudeln machen mag klappt die zurecht geschnittenen und bemehlten Teigbahnen zusammen und schneidet ihn mit einem Messer in Nudelnstreifen mit der gewünschten Breite.

Die Udon-Nudeln brauchen eine Extra-Behandlung!

Nachdem der Udon-Nudelteig geruht hat, wird er in eine Plastiktüte gelegt und für einige Minuten mit den Füßen gestampft. Ja, das macht man wirklich so und ich habe sogar richtig Spaß daran. Stampfen sollte man möglichst für einige Minuten, damit der Teig wunderbar weich und elastisch wird.

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Anschließend wird der Teig ausgerollt, ca. 1-2 mm dick und möglichst in Form eines Rechteckes. Das Ausrollen ist etwas anstrengend, da der Teig recht fest ist, aber mit etwas Geduld geht das. Beim Ausrollen hilft etwas Mehl, zu viel sollte man aber nicht nehmen – nur gerade so viel, dass nix an der Arbeitsplatte oder am Nudelholz kleben bleibt.

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Anschließend den Teig nochmal mehlen, etwa 3 Mal zick-zack-artig zusammen klappen und in 1-2 mm dicke Streifen schneiden. Diese sofort aufdröseln und je 5-7 Nudeln zu kleinen, lockeren Bündeln drehen.

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Die Udon-Nudeln müssen umgehend gekocht werden, damit sie nicht austrocknen und ihre tolle, elastische Konsistenz beibehalten. Hierzu einen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen. Das Wasser ungesalzen lassen – die Nudeln enthalten schon genügend Salz!

Die Nudeln hinein geben, vorsichtig rühren, damit nix verklebt und so lange garen, bis sie gar sind (ca. 5 Minuten). Dann müssen die Nudeln abgegossen und gewaschen werden. Mit viel kaltem Wasser – macht Euch keine Sorgen: bei italienischen Nudeln wäre dieses kalte Abbrausen ein Fauxpas – hier ist das aber wichtig. Die Stärke muss von den Nudeln ab, das Abwaschen schadet ihnen also keineswegs.

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Auch macht es nix, dass sie nun kalt sind. Verwendet man sie gleich weiter, werden sie umgehend wieder warm und verwendet man sie nicht weiter, kann man sie ohne weitere Wartezeit für’s Abkühlen in den Kühlschrank stellen. Hierzu am besten kurz in 1 EL geschmacksneutralem Öl (Erdnussöl oder Sonnenblumenöl beispielsweise) schwenken und in einer Art Tupperbox gut verschließen.

Gut gekühlt halten sich die Nudeln bis zu einer knappen halben Woche – ich würde es allerdings nicht darauf ankommen lassen und die Nudeln maximal 2 Tage im Kühlschrank aufheben.

Last but not least: Rezeptvorschläge

Orange-rote Tomatenmark-Nudeln mit grünem Spargel und Schinken

2 Stangen grünen Spargel pro Portion putzen, das holzige Ende abbrechen und mit dem Sparschäler in lange Streifen “hobeln”. Die Nudeln in reichlich Salzwasser geben, nach 1-2 Minuten den Spargel hinzu geben und beides bissfest garen. Ein paar Scheiben Schinken in Streifen schneiden. Die Nudeln und den Spargel durch ein Sieb abseihen, mit dem Schinken vermischen und auf Teller verteilen. Mit etwas Ricotta garnieren und eventuell noch etwas Olivenöl über die Teller träufeln.

Grüne Petersilien-Nudeln mit Miesmuscheln

Je 250 g Miesmuscheln pro Portion gut abspülen und beschädigte Muscheln aussortieren. Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen. Nebenbei in einem Topf klein gehackte Zwiebel- und Knoblauchstückchen in 1 EL Butter plus 1 EL Olivenöl dünsten, die Miesmuscheln hinzu geben, ebenso ein Glas Weißwein, Vermuth oder Ähnliches. Den Deckel auflegen und so lange garen, bis die Muscheln sich geöffnet haben. Die fertig gegarten Nudeln im Muscheltopf schwenken, mit etwas Chili würzen und rasch servieren. Dazu passt ein Glas leckerer Wein.

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Zitronige Udon-Nudeln mit Nordseekrabben aus dem Wok

Die fertig gegarten Udon-Nudeln bereit stellen.

Bei 2 Portionen 2 Frühlingszwiebeln, 1 Knoblauchzehe und ein walnussgroßes Stück Ingwer putzen, eventuell schälen und in Stifte schneiden. Etwas Erdnussöl in einem Wok stark erhitzen, das Gemüse samt 4 EL Nordsee-Krabben unter stetigem Rühren für knapp 1 Minute anbraten. Bevor alles braune Farbe annimmt mit einem Gemisch aus 1 EL Mirin, 1 EL Limettensaft und 2-3 EL Sojasauce abschrecken. Kurz warten und rühren, bis sich die Alkoholwolke vom Mirin verzogen hat. Dann die Nudeln hinzu geben, den Wok gut schwenken bzw. alles vorsichtig verrühren. Schnell auf Nudelschüsseln verteilen und mit einem kühlen Bier servieren.

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Natürlich isst man die Udon-Nudeln traditionell mit Stäbchen… doch Achtung: flutschig! ;) Wer übrigens die Udon-Nudeln noch nicht kennt, sollte die unbedingt ganz bald mal ausprobieren! Weitere Rezepte und Tipps gibt es hier.

Bentos Rule! Mit vielen Tipps, Ideen zum Befüllen und einem neuen Rezept für selbst gemachtes Furikake

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Vier Teile Getreideprodukte, 2 Teile proteinhaltige Nahrung und 1 Teil Obst bzw. Gemüse. Das sind die „Regeln“ aus der sich eine klassische Bento-Box-Füllung zusammen stellt.

Bento? Ach ja! Da war ja was…
Für alle, die sich jetzt fragen „Bento? Häää?“: Bentoboxen – die japanische Version der deutschen „Vesperbox“ – sind ideale Begleiter für den Büroalltag, Picknicks oder Reisen, bei denen man weiß, dass man längere Zeit unterwegs sein wird. Sie sind recht klein, praktisch und (vorausgesetzt man hat sie aufgefüllt) voll mit leckerem und idealerweise auch vielfältigem, sowie gesundem Essen.

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Es gibt bestimmte Richtlinien nach denen die Box gefüllt wird. Das fängt bei der oben genannten Zusammenstellung der verschiedenen Lebensmittelgruppen an. Getreideprodukte nehmen also meist den größten Teil ein. In Japan ist das logischerweise sehr oft Reis in verschiedenen Formen: schlicht gekocht und gewürzt oder beispielsweise in Form von Onigiri. Aber auch Nudelgerichte sind beliebt und – auf den europäischen Raum übertragen – Brot geht selbst verständlich auch, ebenso wie Kartoffel-, Linsen-, Kichererbsen- , Couscous- oder Maisgerichte und allem anderen, was in diese Richtung geht.

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Als nächstes folgt der proteinhaltige Anteil, sprich: in Japan oft Tofu oder gar Ei, Fisch & Meeresfrüchte und manchmal auch Fleisch.

Und last but not least die Vitamin-Booster wie Gemüse und Obst, aber auch Nüsse bzw. ein Mix aus allem.

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Manche packen zudem auch noch ein wenig Süßkram in ihre Box.

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Zusätzlich zu den inhaltlichen Regeln bzw. Richtlinien, die auch gerne mal etwas variieren können, spielen die optischen Richtlinien eine große Rolle. Bentos sehen meist nicht nur von außen, sondern auch von innen hübsch aus. Die Gestaltung der Mahlzeit spielt hierbei nämlich eine ebenso große Rolle wie der Inhalt.

Besonders beliebt bei den Japanern ist natürlich eine niedliche Gestatung (auch hier wieder: sowohl Box als auch Inhalt). Somit sieht man oft sehr verspielte Designs und es gibt sogar reichlich Wettbewerbe zur Bentogestaltung, bei denen die Boxen richtige Kunstwerke darstellen.

Tja und vor einem dreiviertel Jahr etwa packte es auch mich, das Bento-Fieber. Und ich kaufte mir meine aller erste Bentobox.

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So kam es, dass ich an einem schönen Herbsttag im Wald saß, Nüsse sammelnde Eichhörnchen fotografierte und nebenbei mein allererstes, selbst zusammen gestelltes Bento verdrückte… und zugleich auch noch den ein oder andere Jogger verwirrte, der des Weges kam und mich da sitzen sah: Auf einem Baumstamm, mit knatsch-rosa Mantel, Stäbchen in der einen Hand, Essen in der anderen und der Kamera um den Hals.

Seitdem sind Bentos meine ständigen Begleiter im Büro, bei Picknicks (z.B. bei Fotosessions im Wald oder sonst wo),… und natürlich auf (längeren) Reisen oder Ausflügen. So auch am Montag, als ich den ganzen Tag unterwegs war.

Dieses Mal durfte meine Totoro-Box auf Reisen. Diese habe ich vor ein paar Monaten bei Bento&Co gefunden und war sofort so sehr darin verliebt, dass ich sie einfach bestellen musste. 

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Und da es so schön war, habe ich auch gleich ein paar Saucenbehälter und einen Furikake-Spender mitbestellt.

„Furikake? Hää??“: Furikake ist ein Streugewürz, dass besonders gern über Reis gestreut wird, diesem untergemischt wird oder zum Verzieren der Bentoboxen genutzt wird. Meist ist es recht salzhaltig, da oft Sojasauce enthalten ist, und häufig ist auch Sesam enthalten, da dies gern die „Grundlage“ darstellt. Ich habe hier und hier schon Rezepte für selbst gemachtes Furikake vorgestellt.

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Da das Furikake nicht nur unter die Gerichte gemischt, sondern auch gerne darüber gestreut wird und dies besonders gerne kurz bevor man anfängt zu essen (so wird es nicht weich) gibt es also auch Spender für Furikake und diese sind meist recht kitschig, aber zugleich irgendwie niedlich.

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Falls Ihr Furikake noch nicht kennt, japanisches Essen aber liebt, solltet ihr es dringend mal ausprobieren. Es peppt den Reis bzw. auch Nudeln oder Gemüse richtig toll auf und sieht optisch zudem recht hübsch aus.

Jedenfalls durfte am Montag meine Totoro-Box mit. Kennt Ihr „Mein Nachbar Totoro“ eigentlich? Das ist ein wunderbarer Anime-Film von Hayao Miyazaki (von dem beispielsweise auch Das wandelnde Schloss, Chihiros Reise ins Zauberland und Prinzessin Mononoke sind). Ein wirklich wunderschöner Film voll kindlicher Lebensfreude und einer meiner Lieblings-Filme aus diesem Genre.

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Somit war es kein Wunder, dass ich diese Box unbedingt haben wollte, zudem sie sogar ein Paar praktische Essstäbchen aus Plastik beinhaltet. Da ich am Montag sehr früh aufstehen musste habe ich habe ich mein Bento bereits am Sonntag zusammen gestellt. Da ich außerdem kein Frühstück vertrage, erst recht nicht so früh morgens, ich zudem nicht allein war und wusste: es wird spät, bis wir wieder zu Hause sein würden… kam auch gleich noch meine alt-bewährte rote Häschen-Box mit.

Hierzu vielleicht noch kurz eine Anmerkung: Beide Boxen haben jeweils knapp 1 Liter Fassungsvermögen. Für Frauen eine ideale Menge für eine wirklich sättigende Hauptspeise (bei Männern ist es etwas mehr). Solltet Ihr also ebenfalls eine Bento-Box kaufen wollen, achtet darauf, wie viel hinein passt. Die Bilder sehen meist sehr trügerisch aus, aber das Fassungsvermögen ist immer ein guter Richtwert (für Kinder ist das je nach Alter natürlich deutlich weniger und hier sind auch Boxen mit Klick-Verschluss empfehlenswert, da gerade die Kleinen noch nicht unbedingt so recht mit dem großen Gummiring klar kommen, der meist um die Boxen kommt um diese zu verschließen).

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Wie füllt man nun am besten seine Bento-Box? Will man sie morgens gleich mitnehmen, ist es tatsächlich am praktischsten, wenn man sie am Vortag vorbereitet. Es sei denn, man füllt sie mit „Rohzutaten“, die man nur zusammen suchen muss und vorausgesetzt man hat morgens auch die Zeit dazu.

Nun kann man natürlich ewig viel Zeit hinein stecken, sich verkünsteln und die tollsten Gerichte hinein tun. Es geht aber auch einfach und schnell. Beispielsweise kann man einfach eine Portion Reis kochen, diesen anschließend würzen, auskalten lassen und dann einfüllen. Das Gemüse bzw. Obst kann man schnell klein schneiden oder eventuell sogar am Stück hinein tun. Beispielsweise ein paar Salatblätter und dazu ein paar Beeren sind schnell in die Box gefüllt. Bei Fleisch und Fisch sollte man aufpassen! Während man Durchgegartes von Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten gut verwenden kann, sollten diese Zutaten niemals roh in die Box! Die Gefahr sich hier etwas einzufangen, weil der Fisch oder das Fleisch nicht richtig gekühlt wurde ist groß. Bitte achtet auf Eure Gesundheit und seid hier lieber etwas zu vorsichtig.

Ich nehme meine Boxen daher sehr gerne in einer Kühltasche samt Kühlakku mit. So kann ich sicher sein, dass alles gut gekühlt ist und auch relativ bedenkenlos schnell ein Würstchen oder zwei (mehr passen sowieso nicht rein!) kleinschneiden und hinein tun. Aber selbst hier brate ich die Würstchen gerne vorher kurz an.

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Auch gut sind immer Reste: Beispielsweise vom Geschnetzeltem (siehe obiges Bild) vom Vortag, das gut gekühlt überlebt hat. Oder ein Curry-Gericht. Auch gut sind hart gekochte Eier, Omeletts oder eben Tofu. Probiert einfach aus, was Euch schmeckt und lasst Euch inspirieren.

Noch ein Punkt auf den man achten sollte: natürlich ist die Bento-Box keine Warmhalte-Box! Das heißt: Das, was man daraus isst, ist kalt. Zudem wird es transportiert und die traditionellen Bento-Boxen sind meist nicht wasserdicht, also eignen sich hierfür nicht unbedingt flüssige Gerichte, wie zum Beispiel Suppen oder Obst das sehr stark wässert und nicht richtig abgetropft wurde. Ein wichtiger Punkt ist allerdings auch der Wärmezustand des Gerichts beim Einfüllen: Man füllt in die Box grundsätzlich nur Gerichte, die schon komplett ausgekühlt sind. Das ist wichtig, sonst bildet sich in der Box Kondensationswasser. Das ist nicht nur blöd, weil der Boxinhalt dann wässert (auch hier wieder Auslaufgefahr), sondern auch weil sich so sehr rasch Keime bilden können. Also: alles auskalten lassen! Auch sollte die Box so lange wie möglich im Kühlschrank gelagert werden – also im Normalfall, bis man sie mitnimmt.

Wer Saucen (beispielsweise Soja-Sauce oder ein Salatdressing) mitnehmen möchte, sollte dieses in ein kleines Fläschchen füllen und dieses entweder direkt in der Box oder separat mitnehmen. Diese Sojasaucen-Fischchen, die man von den Sushi-Boxen bei der Imbissbude kennt, sind da ganz praktisch

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Ebenfalls ein wichtiger Tipp: Man füllt die Box grundsätzlich bis zum Anschlag auf bzw. so, dass möglichst nichts in der Box umher wackeln und durcheinander-gerüttelt werden kann. Hierbei helfen Trennwände aus Salatblättern, Muffinförmchen aus Silikon oder ähnliches.

Dieses Mal habe ich meine beiden Boxen recht schnell befüllt, nur ging es dann am Ende doch wieder nicht, ohne dass ich mich zumindest ein wenig verkünstelt hätte, also ging dann am Ende etwas Zeit drauf. Aber ich wollte und musste einfach.

Bentoboxen meines Montagsausflugs

Inhalt der vegetarischen „Mein Nachbar Totoro“-Box

untere Etage: klein geschnittene Ananas

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obere Etage: Möhrensalat mit Sesam, Minze und getrockneten Blüten und Nudelsalat alla Caprese plus Sojasauen-Teddy

Inhalt roten Häschen-Box

untere Etage: Grüner Tee Nudeln mit Nordsee-Krabben aus dem Wok, darauf Würstchen in Oktopos bzw. Krabbenform, etwas Sesam-Furikake und Karottensternchen

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obere Etage: Radieschen auf Salat und der Mix „Berry Well!“ aus getrockneten Beeren von Foodloose plus Sojasaucen-Panda

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Zubereitung der einzelnen Ebenen

Ananas

Ich hatte die Tage zuvor eine Ananas gekauft, die war auch schon fast völlig weg. Den Rest habe ich in besonders kleine Stückchen geschnitten, damit möglichst viel in die Box passt. Die Stückchen habe ich gut abtropfen lassen und auch etwas mit Küchenkrepp abgetupft, bevor ich sie eingefüllt habe.

Möhrensalat

Für den Möhrensalat habe ich 1 kleine und geschälte Möhre klein geraspelt, mit 1 Löffel Mohnöl und einem Spritzer Limettensaft, sowie etwas schwarzem Sesam verrührt. Das Ganze kam in eine Silikon-Muffin-Form und wurde nochmal mit etwas Sesam und getrockneten Blüten bestreut.

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Nudelsalat alla Caprese

Den Nudelsalat hatte ich schon am Samstag gemacht. Der hält sich gut gekühlt einige Tage und somit musste ich nur etwas für die Bento-Box abfüllen. Wie der Salat zu machen ist, erfahrt ihr bei der lieben Mia. Macht ihn! Unbedingt!! Auch wenn, ihr normalerweise sagt: Nudelsalat? Bähhh! Eigentlich sogar erst recht dann. Er ist köstlich!

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Im Vergleich zu Mias Variante habe ich etwas weniger Mozzarella und Tomaten verwendet und keinen zusätzlichen Basilikum, dafür 1 EL mehr Pesto. Auch habe ich Sherry-Essig statt Weißwenessig verwendet. Ein wirklich rundum schmackhafter Salat und selbst für Verachter des klassischen Nudelsalats, wie Mia und mich, ein absoluter Hit!

Gewokte Nudeln mit Nordsee-Krabben

Für das Nudelgericht habe ich 1 Portion Grüner Tee Nudeln gekocht (die japanischen Nudeln kommen immer in so praktischen Portions-Bündeln von denen eines genau in die größere Hälfte der Bentobox passt).

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Nebenbei habe ich 1 Frühlingszwiebel, 1 kleine Knoblauchzehe und ein kleines Stück Ingwer geschält und klein geschnitten. Dann habe ich in einem Wok 1 EL Erdnussöl erhitzt. Inzwischen waren die Nudeln fertig, also ab in ein Sieb damit.

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Ingwer, Knoblauch und Zwiebelstückchen zusammen mit 1-2 EL Nordsee-Krabben ins heiße Öl geben, für eine halbe Minute braten dabei gut rühren und mit 1 EL Limettensaft, 1 EL Mirin und 2 EL Sojasauce ablöschen. Die Nudeln dazu, alles kurz schwenken und/oder verrühen. Den Wok vom Herd nehmen und das Gericht komplett auskalten lassen bevor es in die Bentobox kommt!

Würstchen- und Karottendeko

Für die Karottensterchen ein wenig Möhre (ich hatte von der Möhre für den Salat ein kleines Stück übrig gelassen) in Scheiben schneiden und diese in Sternchenform schneiden. Es gibt auch so kleine Mini-Ausstecher für Bentos. Schaut mal hier.

Für die Würstchen 1 Wiener-Würstchen (ob Pute, Kalb, Pute, vegetarisch ist egal) nehmen. Von den beiden Enden 3 cm lange Stücke abschneiden, zusätzlich zwei 4-5 cm lange Stücke aus der Wurst schneiden. Die Endstücke an der Schnittkante kreuz- bzw. sternweise 4 mal vorsichtig bis zur Mitte einschneiden, so dass ihr dieses Teil in 8 Stücke schneidet. Die Mittelstücke ähnlich einschneiden, allerdings an beiden Schnittkanten kreuzweise 2 Mal einschneiden und das nur zu je einem Drittel.

Die Würstchen in einer Pfanne oder einem Wok mit ein wenig Öl kurz anbraten und dabei wenden, bis sich die „Ärmchen“ nach außen biegen. Die Würstchen aus der Pfanne nehmen und wer mag gibt ihnen noch je ein paar Augen aus Sesam.

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Das fertig ausgekaltete Nudelgericht in die (passende Etage der) Bentobox füllen, mit etwas Furikake (meins: gesalzener Sesam) bestreuen, die Karottensternchen darüber verteilen und die ebenfalls ausgekalteten Unterwasser-Monster-Würstchen darauf drapieren.

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Salat, Radieschen und Beerenmix

Hierzu habe ich eine Hälfte der Etage mit Salatblättern ausgelegt und darüber Radieschen verteilt. Die andere Hälfte habe ich mit dem fertigen Beerenmix aufgefüllt.

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Box fertig – was nun?

Die fertig gefüllten Boxen habe ich in den Kühlschrank gepackt und am nächsten Tag in ein Furoshiki gewickelt. „Und was ist das jetzt schon wieder?“ Das ist ein Tuch, in das man seine Bentobox (oder andere Dinge, wie Geschenke) einwickeln und diese so gut und sicher verpackt mitnehmen kann. Es passen sogar 2 Boxen in dieses Tuch und somit machen die Boxen einem die Handtasche nicht voll.

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Noch nicht genug?

Für alle, die nun noch etwas mehr haben wollen, gibt es nun noch ein kleines Rezept zum Abschluss, nämlich noch ein Furikake-Rezept mit Nori und Bonitoflocken. Nach dem „Original-Rezept“ wird noch das Eigelb von einem hart gekochtem Ei mitgeröstet, aber das habe ich mal weggelassen. Viel Spaß beim Ausprobieren und Kosten – es schmeckt wirklich lecker und ist super für alle, die Nori ebenso sehr mögen, wie ich. Das Furikake ist, wie schon die Varianten davor, recht einfach und auch relativ schnell zuzubereiten. Man braucht nur wieder etwas Geduld beim Rösten auf niedriger Temperatur, damit nix ankohlt. Dennoch ist es innerhalb von 15 Minuten zuzubereiten und absolut kein Hexenwerk.

Nori-Sesam-Furikake mit Bontiflocken

Zutaten für 1 Glas mit ca. 1/4 l Fassungsvermögen

  • 50-60 g Sesam – weiß, schwarz oder gemischt 
  • 3 EL Sojasauce
  • 2-4 Noriblätter
  • 2-4 EL Bonitoflocken (getrockneter Thunfisch)

Die verwendeten Mengen der einzelnen Zutaten sind variabel; je nach dem wie sehr man Sesam, Nori und Bonitoflocken mag kann man davon mehr oder weniger nehmen.

Wer Vegetarier ist bzw. Bonitoflocken aus anderen Gründen nicht verwenden mag, kann sie auch völlig weglassen.

Zubereitung

Eine Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und den Sesam hinein geben. Für ein paar Minuten rösten, dabei immer wieder rühren. Der Sesam darf auf keinen Fall ankohlen, sonst wird er bitter und das Furikake schmeckt nicht. Also geduldet Euch lieber bei etwas niedriger Temperatur als den Sesam aus Versehen anbrennen zu lassen.

Den gerösteten Sesam mit der Sojasauce ablöschen. Wer keine Sojasauce zur Hand hat, gibt zur Not einfach 1/2 TL Salz und ein paar Löffel Wasser in die Pfanne. So lange weiterrösten und dabei gut rühren, bis die komplette Flüssigkeit verdampft ist und auch der Sesam nicht mehr feucht ist. Den Sesam zum Abkühlen in eine Schüssel füllen.

Nebenbei das Nori klein häckseln. Ich habe dafür jedes Noriblatt in 4 Quadrate aufgeteilt, diese in dünne Streifen geschnitten und die Streifen wiederum in ganz kleine Stücke zerteilt. Genommen habe ich dafür eine Schere – ich finde, damit kann man Nori am besten schneiden. Man sollte dabei nur aufpassen, dass die Schere sauber und vor allem trocken ist.

Das klein gehäckselte Nori zusammen mit den Bonitoflocken zum Sesam geben, gut verrühren, auskalten lassen und in einen luftdichten Behälter umfüllen.

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Nun kann man es benutzen und es auf Reis im Bento streuen (siehe obiges Bild), dem Reis für Sushi oder Onigiri untermischen oder auch zum Würzen von anderen Gerichten nehmen.

Lichtgeschützt und bei Raumtemperatur gelagert hält es sich für einige Wochen bis hin zu ein paar Monaten.

Immer noch nicht genug? Oder sucht Ihr noch weitere Tipps, Tricks, Informationen und Inspirationen für Euer Bento? Super Bento-Seiten im Internet sind beispielsweise der Bento-Lunch-Blog von TokenEinfach Bento oder englische Seiten wie Nekobento oder Anna the red (letztere beschäftigt sich übrigens sehr liebevoll mit der Gestaltung wirklich künstlerischer Bentos). Auch toll ist youtube als Inspirationsquelle – gerade bei der Frage „was kann ich machen um mein Bento hübsch und niedlich zu gestalten?“ finden sich zahlreiche Videos. Ganz toll – generell was die japanische Küche betrifft – finde ich Cooking with Dog. Herrlich lustig und dennoch wirklich informativ, gut erklärt und tatsächlich klassisch japanisch. Die Serie hat auch eine extra Bento-Episode: schaut mal hier.

Ich wünsche Euch einen tollen Abend und für morgen einen wunderbaren Start in das Pfingswochenende!
Eure Ylva

Energieschub to go: Herrliche Cappuccino-Mini-Gugls

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Ohne meinen morgendlichen Espresso (oder einen zweiten gleich danach) geht bei mir morgens ja gar nix. Ich brauche ihn um in die Gänge zu kommen, meinen Kopf anzukurbeln und mich selbst irgendwie wachzurütteln.

Somit dachte ich mir neulich beim Backen: Warum mache ich eigentlich keinen Kaffee in Kuchenform? So quasi zum Mitnehmen. Zum Verschenken im Büro. So als Energiekick. In einer Variante, in der er nicht kalt wird und abgestanden schmeckt. Und die dann noch garantiert kleckerfrei ist.

Also hab ich die Rührschüssel gezückt, die Espressomaschine zum Laufen gebracht und herrliche Cappuccino-Mini-Gugls gebacken.

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Verwendet habe ich hierfür einen ganz besonderen Espresso. Nämlich die Espressobohnen von Christof Feichtinger. Einem ganz feinem Kaffee aus fairem Handel und von super Qualität. Die Kaffeesorten von Feichtinger werden alle in Guatemala angebaut und auch dort geröstet.

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Bildquelle: Storykitchen

Zudem kommen die Kaffee- bzw. Espressobohnen einer Sorte von ein und dem selben Anbaugebiet. Das kennt man ja schon von Wein: Jeder Weinberg hat seinen eigenen Charakter und gibt diesen an das Endprodukt ab. So ist es auch beim Kaffee, nur dass es hierbei eher üblich ist die Bohnen von überall her zu mischen.

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Bildquelle: Storykitchen

Anders bei Feichtinger. Und nicht nur das: Der Name auf der Kaffeepackung sagt sogar aus welchem Anbaugebiet der Kaffee genau kommt. Richtig klasse! Zudem wird der Kaffee lange und schonend geröstet, was ihn besonders schmackhaft und bekömmlich macht. Kurzum: Er ist einfach lecker, fair und nachhaltig. Und was gibt es besseres?

Diesen Espresso habe ich jedenfalls verwendet, mit etwas Milch vermischt und dann in wunderhübsche Mini-Gugl verbacken. Und ach ja: der Espresso war auch schon in diesem herrlichen Tiramisu aus dem Blumentopf. Lecker!

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Die Mini-Guglhüfer (ja, das heißt ganz korrekt Guglshupfs, aber “-hüpfer” find ich einfach schöner!) waren so verführerisch und lecker, dass alle 14 Stück schon am Abend des nächsten Tages alle waren. Sie fanden alle ihre Bestimmung im Büro und bei lieben Kollegen und waren ratzeputz weg.

Getoppt habe ich die Küchlein schlicht und einfach mit einer Glasur aus Milch und Puderzucker, sowie etwas Kakaopulver.

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Cappuccino-Mini-Guglhüpfer

Zutaten für ca. 14 Stück

  • 80 g Butter, zimmerwarm und weich
  • 175 g Zucker
  • 2 Eier
  • 240 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 gute Prise Salz
  • 150 ml guter und frisch gemachter Espresso
  • 100 ml Vollmilch

Für Obendrauf

  • 250 g Puderzucker
  • ein paar Löffel Vollmilch
  • Kakaopulver

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Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ich habe tolle Mini-Guglförmchen von Lurch. Die muss ich nicht einmal einfetten und kann die fertigen Küchlein dennoch mühelos heraus lösen. Wer andere Förmchen hat oder skeptisch ist, sollte seine Förmchen vor dem Befüllen noch etwas mit Fett einstreichen und mit Mehl ausgleiten.

Die Butter mit dem Zucker schaumig mixen. Die Eier nach und nach hinzu geben und jeweils kurz verrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermischen und ca. ein Drittel davon unter den Teig rühren. Die Milch mit dem Espresso verrühren und auch hier ca. ein Drittel davon unter den Teig rühren. Und immer noch weiter, bis Mehl- und Kaffeemixtur aufgebraucht sind.

Den Teig auf die Gugl-Förmchen verteilen und ca. 20 Minuten backen. Gelingt die Stäbchenprobe, die Teilchen aus dem Ofen retten und für kurze Zeit in den Förmchen abkühlen lassen.

Dann die Küchlein vorsichtig aus den Förmchen befreien und auf ein Gitterrost stellen. Noch während die Guglhüpfer heiß sind mit dem Puderzucker und der Milch eine zähflüssige Glasur anrühren und diese auf die Küchlein verteilen. Bevor die Glasur austrocknet die Küchlein mit etwas Kakaopulver berieseln und auf dem Kuchengitter auskalten lassen.

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Nun hübsch verpacken, mit ins Büro nehmen und den Kollegen eine kleine Freude machen. Lasst es Euch schmecken!
Eure Ylva

Seelenstreichler-Suppe aus Bella Italia: Reis mit Erbsen

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So langsam macht dieses dauertrübe Wetter richtig traurig. Gerade pünktlich zum Wochenende oder Feierabend hin versteckt sich die liebe Sonne hinter den Wolken und es beginnt zu regnen… oft auch schon morgens und dann den ganzen Tag durch. Und das nun schon seit Monaten.

Doch zum Glück kann man sich Abhilfe verschaffen. Mit einem guten, wärmenden und dennoch fast schon sommerlich-leichtem Essen, das so unendlich glücklich macht, dass man schier nicht genug davon bekommen kann.

Bouillon ist schon was Tolles oder? Ich habe bis jetzt noch keine Situation oder kein Leiden gefunden, bei dem so eine richtig köstliche, selbst gemachte Hühnerbouillon nicht zumindest etwas hilft. Sie tut einfach gut! Und genau das braucht man ab und zu. Etwas einlullend-wohliges, das einfach zu machen ist und einem das trübe Wetter da draußen, den Herzschmerz oder das ein oder andere “Wehwehchen” weniger schlimm erscheinen lässt. Etwas stimmungsaufhellendes, glücklichmachendes!

Und jetzt stellt Euch eine wunderbar köstliche Bouillon vor, die zusammen mit süßen, knackigen Erbsen und cremig-bissfestem Reis Eure Suppenschüssel ziert. Vielleicht hilft ja ein Foto:

RisiBisi

Dieses herrliche Gericht gab es diese Woche bei uns und seitdem sind wir so verliebt in diese Suppe, dass wir sie immer wieder und wieder machen werden. Sie wärmt super auf, wenn einem kalt ist, liegt allerdings keinesfalls schwer im Bauch, sondern hinterlässt ein sättigendes und zugleich leichtes Gefühl im Bauch. Und sie zaubert einem etwas Glücksgefühl in die Seele. Kurzum: die Suppe hat das Zeug für wirklich jede Jahreszeit.

Ursprünglich ist dies ein klassisches venezianisches Gericht. Und wie man es von den Italienern kennt sind die Zutaten günstig, die Zubereitung recht einfach, sowie in diesem Fall auch recht flott und das Ergebnis versetzt einen in Tagträume und wirft die immer wiederkehrende Frage auf: Warum bin ich da nicht schon lange selbst drauf gekommen?

Am besten passt zu diesem Gericht eine gute Fleischbrühe. Rind, Huhn, Lamm,… was gerade im Haus ist und am besten selbst gemacht.

“Normalerweise” kommen in dieses Gericht die Brühe, etwas Zwiebel, etwas Speck und dann Erbsen und Reis. Doch der Experimentierfreude sind auch hier wieder keine Grenzen gesetzt. Ihr habt noch übriges Gemüse, das dringend weg sollte? Rein damit! Ich habe beispielsweise ein paar Stangen Spargel in die Suppe geschnibbelt, da sie so traurig aussahen, dass sie bestimmt bald das Zeitliche gesegnet hätten.

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Am Schluss wird die Suppe, wie man es schon vom Risotto kennt, mit etwas Butter und Parmesan verfeinert. Nun haben mein Schatz und ich ja wirklich immer – IMMER! – Parmesan im Haus. Außer letzte Woche, als ich die Kühlschranktür aufmachte und voller Bestürzung feststellen musste: “Hilfe, er ist alle. Neiiiiieeeeennnn!”.

Was tun, wenn der Parmesan von Heinzelmännchen versteckt worden ist und man dennoch etwas zum Verfeinern haben mag? Anderer Käse geht natürlich auch. Doch dieser ist meist zu dominant und Parmesan hat nunmal Umami. Er überpowert nicht, sondern macht die Sache einfach… schmackelig. Und zudem zaubert er noch etwas Cremigkeit in die Suppe.

Zumindest dem Umami kann man nachhelfen mit etwas das man auch meistens – wir ebenfalls IMMER – im Kühlschrank haben: Sojasauce. Ebenfalls, wie der Parmesan, etwas salzig, würzig und – das wichtigste: Sojasauce liefert ebenfalls Umami und rundet die Sache einfach wunderbar ab. Natürlich sollte man hierfür nicht zu viel nehmen, aber so ein winziges Löffelchen… und die Suppe ist gerettet.

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Reis mit Erbsen  – ”risi e bisi” – nach Frau Zuckerwatte

Zutaten für 2 Personen

  • 600 ml Brühe
  • 1 Hand voll Erbsen (frisch oder TK)
  • 100 g Risotto-Reis
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL Speck in Würfeln oder Streifen
  • 4 Stangen grüner Spargel
  • 2 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 TL Sojasauce (ersatzweise 1-2 EL frisch geriebener Parmesan)
  • ein wenig Pfeffer
  • etwas Chipotle-Salz für den letzten Kick

Vegetarier oder Abneigung gegen Speck?

Wer keinen Speck isst, kann Abhilfe verschaffen. Etwas Räucheraroma sollte unbedingt in das Gericht rein, es gibt ihm einen super feinen Geschmack und ist quasi das i-Tüpfelchen in der Suppe.

Nun kann man entweder eine beliebige Räucherwurst aus anderem Fleisch nehmen und diese in Würfel schneiden.

Oder man macht’s vegetarisch und nimmt Räuchertofu. Der erinnert vom Geschmack her sehr an Speck, sobald er mal angebraten ist und gibt zudem auch dieses “Beißgefühl”. Hierzu den Tofu auch in kleine Würfel schneiden und wie den Speck verwenden.

Wer zudem keine Fleischbrühe isst kann natürlich auch auf Gemüsebrühe umschwenken.

Zubereitung

Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Vom Spargel das holzige Ende abbrechen und den Rest in Scheiben schneiden. Sind die Spitzen noch hübsch anzusehen, können diese am Stück ebenfalls mit in die Suppe.

1 EL der Butter mit dem Olivenöl in einem Topf erhitzen, bis die Sache schön brutzelt. Dann die Zwiebeln und den Speck hinein geben. Beides unter Rühren anbraten, bis Zwiebelringe und Speckwürfel schön Farbe annehmen (aber noch nicht angebrannt sind!).

Einen kleinen Teil der Brühe hinzu geben, kurz aufkochen und die Erbsen, sowie den klein geschnittenen Spargel (die Spitzen noch bei Seite stellen) unterrühren. Für 5 Minuten sanft köcheln lassen.

Anschließend die restliche Brühe hinzu geben, erneut aufkochen lassen und den Reis und eventuelle Spargel-Spitzen hinzu geben. Für 12-15 Minuten köcheln lassen, bis der Reis gar, aber noch schön bissfest ist. Nun den Topf vom Herd nehmen, die Suppe mit etwas Pfeffer würzen und die restliche Butter sowie die Sojasauce unterrühren. Auf Schüsseln verteilen.

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Am Schluss noch je eine Prise Chipotle-Salz über den Schüsseln verreiben und die Suppe rasch servieren. In Italien gibt es dazu gern ein Stück gutes Brot zum Ditschen – das muss dann auch nicht unbedingt super frisch sein, so hat man was zum Beißen und Knuspern. Wir haben uns zur Suppe eine Scheibe vom restlichen allerersten Sauerteigbrot gegönnt.

Buon Appetito! Und ein wunderbares Wochenende Euch allen!
Eure Ylva

Als knusprig-crunchige Beilage oder als Knabberzeug zum Filmabend: selbst gemachte Kartoffelchips

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Das ging ja sowas von ratz-fatz – so schnell konnte man gar nicht gucken! 

Angefangen hat alles gestern beim Einkaufen als ich ein herrliches Stück Thunfisch in der Kühltheke liegen sah. Und obwohl ich wegen Überfischung und anderen Gründen wirklich selten Thunfisch kaufe… manchmal gebe ich doch nach und nehme ein kleines Stück mit. So auch gestern.

Und ich wusste sofort: daraus mache ich ein leckeres Tatar fürs Abendessen. Nur was dazu? Nach kurzem Überlegen entschied ich mich für Chips. Und was war das alles lecker!

Chips

Also wurden Kartoffeln geschält, geschnitten, gewaschen und frittiert, abgetropft und gesalzen. Doch kaum waren die Chips fertig… da waren sie auch schon weg. Alle ratze-fatz verputzt. Denn sie waren einfach zu lecker.

Also beschlossen der Schatz und ich sofort noch eine weitere Fuhre zu machen und durch große Beherrschung überlebten tatsächlich auch die meisten frisch gemachten Chips, bis das Tatar endlich fertig war.

Der Schatz und ich sind uns jedenfalls einig: wir kaufen niemals wieder Chips im Supermarkt. Ab jetzt werden die immer selbst gemacht. Sie sind vielseitiger in Größe, Knusperfaktor, Farbe, Dicke und Gemüse (wer sagt, dass man immer nur Kartoffeln nehmen muss?) und sie schmecken so unendlich viel besser. Und sie machen sogar satt. Während man bei Chips aus dem Supermarkt immer noch mehr will, wenn man am Ende dieser großen Tüte angekommen ist und traurig die letzten Krümel herausfischt, ist man nach 1 kleinen Schüssel selbst gemachter Chips richtig pappsatt. Auch ohne Thunfischtatar.

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Und, ebenfalls ein Grund Chips von nun an immer selbst zu machen, ganz zu schweigen davon, dass man sich mit denen aus dem Supermarkt ordentlich Glutamat und Es in verschiedensten Arten verputzt: Man kann sich die Würze der Chips spontan selbst heraus suchen und es schmeckt so viel natürlicher. Man kann Salz oder gewürztes Salz verwenden oder es einfach weglassen. Man kann seine Chips pfeffern, mit Kräutern verfeinern und vieles, vieles mehr,…

Wir haben unsere Chips gestern mit zwei verschiedenen Salzen gewürzt – mit je einer guten Prise Chipolte-Salz und Smoke-Salz. Beide Salze von Falksalt und ein absoluter Knaller. Das Gemisch von beiden Salzen auf den Chips war köstlich und wer weiß? Wenn wir uns nicht stark beherrschen können gibt es die heute Abend vielleicht gleich wieder.

Das Rezept für die Chips habe ich übrigens von Wurstsack. 

Selbst gemachte Kartoffelchips

Zutaten für 2 kleine Schüsseln (2 Portionen)

  • 6 mittelgroße Kartoffeln, fest kochend
  • reichlich Frittiertöl
  • Salz, Pfeffer, Kräuter oder Gewürze zum Verfeinern

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Zubereitung

Die Kartoffeln schälen und in möglichst dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Wer gute Bio-Kartoffeln hat, kann sogar auf das Schälen verzichten – hierbei eventuelle Erdeklumpen einfach abbürsten oder abwaschen.

Die Kartoffelscheiben in ein Sieb geben und unter fließendem, kalten Wasser gut durchschütteln, damit die Stärke abgewaschen wird.

Anschließend die Kartoffelscheiben gut trocken rubbeln (beispielsweise mit einem Küchentuch), so dass sie so wenig nass wie möglich sind.

Das Frittieröl in einen Topf geben und erhitzen. Bis ca. 180°C. Wer kein Thermometer hat, wirft ein Stückchen Kartoffel ins Öl und wartet, bis es oben schwimmt, schön brutzelt und leicht golden-braune Ränder bekommt. Dann ist das Öl heiß genug.

Nun vorsichtig (mit heißem Öl kann man NIE vorsichtig genug sein!) die Kartoffelscheiben ins Öl gleiten lassen und unter vorsichtigem Rühren frittieren, bis sie golden-braun und knusprig aussehen. Das dauert eine kleine Weile.

Die Chips aus dem Öl fischen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und nach Belieben würzen.

Sobald die Chips ausgekaltet sind, können sie ein Schüsseln gefüllt werden. Vorausgesetzt natürlich, dass sie bis dahin nicht schon längst verputzt worden sind.

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Und wer ebenfalls etwas Thunfischfilet dazu servieren mag…

Thunfischtatar

Zutaten für 2 Portionen

  • 200 g Thunfischfilet (Lachs kann man auch nehmen)
  • 1 TL schwarzen Sesam
  • 1 TL weißen Sesam
  • 1-2 EL Sojasauce
  • 1 guten Spritzer Limettensaft

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Zubereitung

Das Thunfischfilet in winzig-kleine Würfel schneiden und mit dem Sesam verrühren. Mit Sojasauce und Limettensaft abschmecken, auf kleine Schüsseln verteilen und servieren.

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Mein allererstes Sauerteigbrot – mit selbst gemachter Butter!

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Diesen Beitrag habe ich ein paar ganz lieben Menschen zu verdanken. Beispielsweise den lieben Mädels und Jungs bei Twitter. Dort hat nämlich alles begonnen: Ich wollte letzte Woche ein neues Projekt starten und mich in die Küche stellen um etwas Neues auszuprobieren. Gerne auch etwas Aufwändiges, gerne auch etwas verrückt. Hauptsache irgend etwas selber herstellen. Also schrieb ich auf Twitter “was soll ich machen?” und startete damit eine 1 Woche währende Unterhaltung durch Tweets.

Katharina von dem schönen Food-Blog Katharina kocht meinte: “Butter geht am schnellsten.” Zufällig hatte sie diese auch – bei einem “Unfall” mit Schlagsahne – gerade erst selber hergestellt und noch am gleichen Tag darüber gebloggt. Auch die Damen und Herren von In & Out Eating wünschten sich einen Bericht über Butter.

Julia von Chestnut & Sage wünschte sich hingegen sehnlichst ein Sauerteigbrot. Wir hatten auch schon auf der Slow Food Messe darüber geredet und waren beide der Meinung, dass wir das ganz dringend bald mal in Angriff nehmen müssten.

Somit stand ich vor einer – wie es mir schien – schwierigen Entscheidung… bis Katharina schließlich meinte: “Mach doch beides!” Und sofort war ich hellauf begeistert. Denn was passt besser zusammen als selbst gemachtes, frisches Brot – schlicht und einfach mit ein wenig köstlicher Butter bestrichen?

SauerteigbrotButter

Die Damen und Herren bei Twitter waren begeistert und auch Ramona, manch einem besser bekannt unter dem Namen Fräulein Moonstuck, gesellte sich schließlich dazu um moralische Unterstützung zu leisten.

Somit fing ich also an meinen ersten Sauerteig überhaupt anzusetzen. Geholfen hat mir dabei dieses Rezept von Lutz vom Plötzblog – einem wirklich super genialem Backblog! Schaut unbedingt mal bei ihm rein und lasst Euch von der Vielfalt an Broten, Brötchen und anderem Backwerk verführen!

Tja… und kaum war der Sauerteig angerührt stellte sich mir schon das erste Problem. Oder vielmehr eine Frage: Muss ich den Teig denn eigentlich abdecken? Die Antwort lautet klar: Ja! Denn der Sauerteig soll schließlich nicht austrocknen. Am besten nimmt man eine Art vom Folie – ich habe letztendlich Frischhaltefolie verwendet. Frau Küchenlatein nimmt hierzu auch gerne diese Folienduschhauben, die beispielsweise in Hotelzimmern bereit gelegt werden. Diese kann man nach dem Gebrauch nämlich super abwaschen und wieder verwenden.

Hierbei ganz lieben Dank an Frau Küchenlatein und auch an Lutz für die super Hilfe, die raschen Antworten und die tollen Tipps, Tricks und für die Geduld mit einem Anfänger wie mir! Ebenfalls ganz lieben Dank an unseren lieben Freund Sascha, der mir auch sofort schrieb: “Den Teig unbedingt abdecken!” Ihr habt mir so klasse geholfen und alle so lieb mitgefiebert – ganz herzlichen Dank!

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Wie macht man denn nun einen Sauerteig? Und wozu macht und braucht man ihn überhaupt? 

Sauerteig benötigt man, wenn man ein Brot backen möchte das hauptsächlich aus Roggenmehl besteht, denn schlicht und einfach Hefe reicht nicht aus um den Roggenteig backfähig zu machen. Man kann allerdings auch Weizensauerteig anrühren. Wer generell neugierig ist und wissen will, wie das alles mit dem Sauerteig funktioniert kann super bei Frau Küchenlatein oder Lutz schauen, hier gibt es eine Vielzahl an tollen Anleitungen, Rezepte, Tipps und mehr.

Den Sauerteig stellt man her indem man Mehl mit Wasser vermischt und das ganze dann ruhen und dabei gären lässt. Alle Tage wird der Teig dann gefüttert, mit mehr Mehl und Wasser, und hat nach knapp einer Woche schließlich den Punkt erreicht, dass er zum Backen verwendet werden kann.

Ich habe deutlich zu viel Teig angerührt. Nach fünf Tagen hatte ich knapp 1500g Sauerteig zusammen… brauchte für ein Brot aber nur 500 g. Auch hier halfen Frau Küchenlatein und Katharina weiter und ich entschied mich dazu gleich 2 Brote zu backen und zudem einen Großteil vom restlichen Teig zu trocknen. Nun habe ich noch knapp 100 g Sauerteig im Kühlschrank, das ich für den nächsten Backtag als Anstellgut nutzen kann.

Es war riesig spannend den Teig Tag für Tag zu beobachten, zu fotografieren, die Bilder auf Twitter zu zeigen und die Beobachtungen dazu zu teilen.

Sauerteig Tag 1-6

Nach den ersten 24 Stunden dachte ich noch: “Da passiert ja gar nix!” Das Mehl hatte sich abgesetzt und das Wasser schwamm obendrauf. Am zweiten Tag hingegen… da sah das alles schon ganz anders aus. Die ersten Blasen waren an der Teigoberfläche und es roch sehr spannend (nach einer nicht ganz so schlimmen Art von Käsefüßen).

Am Tag darauf war die Sache richtig blubberig: Der Teig sah aus wie eine Mooroberfläche aus der Blasen aufsteigen. Und der Geruch hatte sich auch verändert; es roch nun fast nach Bier. Tag 4 war weiterhin spannend; der Teig sah ähnlich aus wie zuvor, nur eben nach mehr. Und der Geruch erinnerte nun an Apfelmost.

Am fünften Tag kam statt Mehl und Wasser nur noch Mehl zum Teig hinzu und ich dachte schon: hoffentlich reicht die Schüssel aus! Wie schon gesagt: ich hatte deutlich zu viel Teig angerührt.

Am 6. Tag war es endlich soweit: ich konnte mit dem Brot backen loslegen. Und obwohl ich wusste: der Teig klebt enorm und braucht viel zusätzliches Mehl um daraus einen Brotlaib zu formen, war ich überrascht wie viel Mehl ich tatsächlich brauchte. Ich schätze an die 200 g pro Brotlaib – nachgemessen habe ich allerdings nicht.

Das schlimmste am Brot backen war allerdings keineswegs die erforderliche Menge an zusätzlichem Mehl. Oder gar das lange Warten vom Ansetzen vom Sauerteig, bis man nach ein paar Tagen endlich mit dem Backen loslegen kann…

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Das Schlimmste war das Warten nach dem Backen. Denn das Brot soll tatsächlich über Nacht reifen dürfen, bevor man es anschneidet. Ganz schön gemein, wenn es in der Küche so herrlich nach frisch gebackenem Brot duftet und die Brote so unendlich verführerisch vor einem liegen. Doch heute morgen war es endlich so weit und wir konnten das Brot aufschneiden. Und es war so lecker… unbeschreiblich gut! Es schmeckt so lecker, dass wir von einem Brot fast die Hälfte verputzt haben. Und das nur zum Frühstück!

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Ebenso gut wie das Brot hat allerdings auch die selbst gemachte Butter geschmeckt. Warum macht man nun Butter selbst?

Erinnert Ihr Euch noch an das Ergebnis der Buttertests von Stiftung Warentest und daran, wie schlecht die meisten Buttersorten abgeschnitten haben? Teilweise werden mit der Butter die tollsten Sachen angestellt um sie haltbar und vor allem streichzart zu machen. Wer mal eine richtige Bio-Butter auf dem Tisch hatte weiß, wie hart sie – frisch aus dem Kühlschrank genommen – für so ca. 30 Minuten ist, bis sie anfängt sich an die Raumtemperatur anzupassen. Das ist normal, denn “echte” Butter ist in kaltem Zustand so richtig steinhart.

Zu all der Behandlung zwecks Haltbarkeit und Streichfähigkeit kommt allerdings auch die Behandlung zwecks Farbe hinzu. Je gelber die Butter, desto schöner wird sie meist empfunden. Was nicht jeder weiß: Das Gelbe in der Butter ist ein Farbstoff der – auf natürliche Weise – aus dem Gras kommt, das sie gemolkenen Kühe wiedergekäut haben. Daher ist gerade im Sommer der Anteil von diesem natürlichen Farbstoff in der Butter hoch, also ist die Butter in dieser Jahreszeit farbintensiver.

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Im Winter hingegen wird die Butter eher weniger gelb, es steht ja auch nicht genügend frisches Gras zu Verfügung, zumindest nicht so viel wie im Sommer. Müssen die Tiere zudem auf ein glückliches Leben auf der Weide verzichten und können nicht grasen wie es ihnen beliebt, ist der Anteil dieses natürlichen Farbstoffs natürlich ebenfalls deutlich  gering.

Viele Butter-Hersteller mischen der Butter daher den künstlichen Farbstoff bei (den manch einer gar nicht verträgt) um die Butter für das Auge schmackhafter, also gelber, zu machen.

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Lange Reder, kurzer Sinn: Die Butter wird teilweise so stark behandelt, dass es keine “echte Butter” mehr ist. Wir kaufen seit einer Weile die Butter vom Albhof beim Hofgut Mauren und seit kurzen besonders gerne die Bioland Butter von Schwarzwaldmilch. Da schmeckt man schon beim ersten Bissen von einer damit bestrichenen Butterstulle: Köstlich!

Natürlich könnte man nun einfach die gute (Bio-)Butter kaufen und somit schon beim Kauf auf eine gute Qualität achten. Doch ich wollte das nun schon lange einmal ausprobieren. Früher haben mein Bruder und ich noch Milch vom Bauern nebenan geholt. So richtig mit Milchkanne. Da setzte sich dann immer wunderbar der Rahm oben ab, den wir abgeschöpft haben. Und natürlich wurde auch oft heimlich, still und leise der Kühlschrank aufgemacht, eine Milchflasche geöffnet und der Finger in den Rahm gesteckt um diesen dann vor lauter Wonne in den Mund zu stecken.

Und damals hat meine Mutter auch tatsächlich oft Butter mit uns geschlagen. Sogar Clotted Cream haben wir einmal gemacht, doch bei all dem Aufwand ist es bei diesem einen Mal geblieben. Ich erinnere mich noch daran, wie lecker diese Butter war und wollte es nun endlich einmal selber probieren.

Verwendet habe ich die Bioland Sahne von Schwarzwaldmilch. Das Ergebnis war eine wunderbar farbintensive und – noch viel wichtiger – eine einfach köstliche und herrlich cremige Butter.

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Fazit: Wir werden beides ganz bestimmt bald wieder machen. Vor allem backen werden wir in der nächsten Zeit garantiert wie die Weltmeister – ganz viele tolle dunkle, herrlich duftende Sauerteigbrote. Da fällt mir ein: inzwischen waren wir tatsächlich seit 4 Monaten kein einziges Mal mehr beim Bäcker und haben dennoch immer frisches Brot im Haus, das um Welten besser schmeckt. Wir können Euch also nur empfehlen das selber einmal auszuprobieren und Euch davon zu überzeugen, wie unglaublich lecker so ein selbst gebackenes Sauerteigbrot ist.

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Selbst gemachte Butter

Zutaten für etwas mehr als 100 g

  • 200 g gute Sahne
  • etwas Wasser
  • eventuell ein paar Zutaten zum Würzen (Salz, Kräuter,…)

Tipp

Wer die Butter etwas säuerlicher haben mag kann die Sahne entweder im Kühlschrank “vergessen” und somit schon leicht sauer werden lassen oder man nimmt sie am morgen aus dem Kühlschrank und lässt sie bis zum Abend stehen, bevor man mit dem Butter machen beginnt.

Gewürzt, also beispielsweise gesalzen oder mit Gewürzen versehen, wir die Butter erst, wenn sie schon fertig ist – also erst ganz am Schluss.

Zubereitung

Die Sahne in ein Gefäß geben und mit dem Handrührgerät lange schlagen. Bis die Sahne steif ist. Und dann noch länger. So lange, bis es anfängt auf einmal zu spritzen, da sich das Fett nun von der Flüssigkeit getrennt hat und die Butter zu klumpen beginnt.

Ich habe die Sahne sogar erst für 2 Minuten in einem gut verschlossenem Becher langsam und immer in eine Richtung geschüttelt, bis sie steif war und habe erst dann das Rührgerät zur Hilfe genommen, das ging dann ratzfatz.

Nun wird die Flüssigkeit abgegossen und die Butter dabei aufgefangen. Die Flüssigkeit ist die Buttermilch. Die kann man entweder trinken oder zum Backen verwenden, also braucht man sie keinesfalls in den Ausguss gießen!

Die Butter selbst sollte man dann nochmal “waschen”, damit die restliche Flüssigkeit austreten kann und die Butter so nicht “schwitzt”. Entweder man tut die Butter samt stark gesalzenem Wasser in ein Gefäß und lässt die darin über Nacht im Kühlschrank marinieren. Oder man wählt sie Schnellvariante und gibt die Butter in ein verschließbares Gefäß, füllt etwas Wasser hinzu und schüttelt das Glas ein wenig. Anschließend gießt man das Wasser wieder ab und fängt die Butter auf (ich habe sie zudem noch etwas “ausgedrückt”).

Wer mag, verfeinert die Butter nun mit etwas Salz, Gewürzen oder Knoblauch, ansonsten ist sie nun fertig und bereit auf eine schöne Scheibe Brot gestrichen und genossen zu werden.

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Sauerteigbrot

Für 1 Brot

Für den Sauerteig

  • 250 g Roggenmehl
  • 400 ml handwarmes Wasser

Für das Brot

  • 500 g vom obigen Sauerteig
  • 250 g Roggenmehl 
  • 250 g Weizenmehl
  • 1 EL Salz
  • 200 ml Wasser
  • reichlich zusätzliches Mehl zum Formen vom Brotlaib 

Variation

Ich habe ja die doppelte Menge gemacht und somit auch 2 Brote gebacken. Um das eine Brot etwas abzuwandeln habe ich zusätzlich 10 g Honig und 3 EL Sesam unter den Teig gerührt. Das schmeckt im fertigen Brot sehr lecker!

Auch kann man natürlich Nüsse, Sonnenblumenkerne, Leinsamen oder anderes unter den Teig mischen.

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Zubereitung

Tag 1: 50 g Roggenmehl mit 100 ml Wasser vermischen. Die Schüssel mit Folie abdecken und an einen zimmerwarmen Ort stehen, an dem die Schüssel knapp 1 Woche stehen bleiben kann (sie sollte außer zu den Fütterungen in Ruhe gelassen werden). Wer sehr neugierig ist kann hier eine Glasschüssel oder transparente Plastikschüssel nehmen um dem Teig besser beim Wachsen zusehen zu können. 24 Stunden ruhen lassen.

Tag 2 oder “der Tag der ersten Fütterung”: 50 g Roggenmehl und 100 ml Wasser unter den Teig rühren. Wieder abdecken und für 24 Stunden ruhen lassen.

Tag 3: Wie Tag 2.

Tag 4: Wie Tage 2 + 3.

Tag 5: Die restlichen 50 g Roggenmehl unter den Sauerteig rühren. KEIN Wasser mehr hinzu fügen. Wieder abdecken und 24 Stunden ruhen lassen.

Tag 6 oder “Backtag”: 500 g vom Sauerteig abmessen und zusammen mit dem zusätzlichem Roggenmehl, dem Weizenmehl, dem Salz, weiterem Wasser und eventuellen zusätzlichen Zutaten zu einem klebrigen Teig verkneten.

Nun mit dem zusätzlichen Mehl nicht allzu sparsam sein und aus dem Teig einen Brotlaib formen. Ob rund oder länglich ist hier nebensächlich und Geschmackssache.

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Rund herum mit zusätzlichem Mehl bestäuben und nun für 1 Stunde ruhen lassen. Am besten legt man den Brotlaib hierfür schon auf Backpapier, wer kenen Pizzastein hat kann auch das ganze schon auf ein Blech platzieren.

Nun den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen (wer so einen Brot- bzw. Pizzabackmodus mit zusätzlicher Heißluft hat kann auch dieses Modus nehmen, sollte dann aber 25°C weniger einstellen, sonst geht es ihm wie mir und das erste Brot wird sehr, sehr dunkel, wenn auch nicht verbrannt).

Das Brot nun einschneiden und samt Backpapier vorsichtig in den Ofen schieben. Zusätzlich eine Tasse Wasser in den Ofen kippen, damit im Ofen so richtig schöner Wasserdampf entsteht, der das Brot noch etwas knuspriger macht.

Für 15 Minuten bei der eingestellten Hitze backen, dann die Temperatur auf 180°C herunter schalten (Pizzabackmodus 160°C) und für weitere 45 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es hohl klingt, wenn man darauf klopft (Vorsicht: heiß!!).

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Auf einem Kuchengitter auskalten lassen und nun Geduld haben und das Brot über Nacht reifen lassen.

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Tag 7: Ab heute darf das Brot angeschnitten und gegessen werden. Zum Lagern wickelt man das Brot am besten in ein fest gewebtes Leinentuch ein oder legt es zur Aufbewahrung in eine Brotdose.

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Habt alle einen wunderbaren 1. Mai!
Eure Ylva

Von der Zauberkraft von Sahne, Schwächeanfällen beim Gemüsehändler und der Eröffnung der Spargelsaison mit einer fast fatalen Wissenslücke

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Das wäre doch wirklich fast schief gegangen. Da wollte ich am Wochenende wieder Ricotta selber machen – diesmal, um sicher zu gehen dass es auch bloß reicht, sogar aus 2 Litern Milch… Und kaum war der Zitronen-Limettensaft-Mix im Topf und ich räumte die leeren Milchpackungen weg da sah ich die bösen Zahlen auf der Box: 1,5 % Fett. Wo doch im Rezept ausdrücklich steht „auf keinen Fall die fettarme Milch nehmen, die ist hierfür nämlich ganz böse.“ Da hatte sich also die schlimme Milch in den Einkaufskorb geschlichen… und ich hab’s mal wieder nicht bemerkt. 

Nach 15 Minuten warten, fluchen, skeptischem in den Topf gucken und hoffen… hat es dann doch geklappt. Gerettet hat mich wohl der „kleine Schuss“ Sahne, den ich der Milch hinzugefügt hatte. Oder war es die hohe Qualität der guten Milch von Schwarzwaldmilch? Ich bin mir sicher: es war die gute Bio-Sahne, die den Ricotta gelingen lies. Denn kaum kippte ich die Mixtur ins Sieb sah ich die vielen Klümpchen und konnte erleichtert aufatmen.

Das ging also gerade nochmal gut. Doch kaum war diese Katastrophe überwunden, bahnte sich die nächste an. Ich hatte beim Wochenendeinkauf beim Obst- und Gemüsehändler Spargel gesehen. Und der sah so unglaublich lecker aus, dass ich ihn unbedingt mitnehmen musste. Das letzte – und bis Samstag auch das einzige – Mal, dass ich mit Spargel gekocht hatte, war vor ca. 7 Jahren. Nicht weil er mir nicht schmeckt, sondern weil ich immer Spätzünder bin. „Huch, die Spargelzeit ist schon vorbei?“ So in etwa. Und zudem fehlten mir zugegeben auch die Inspirationen.

Nun sah ich aber diesen Spargel – um genau zu sein, diesen Mini Spargel in Grün – und ich verliebte mich so in dieses Bündel, dass ich es einfach mitnehmen musste. Und da ich schon dabei war, auch etwas Obstsalat. Und da es nun sowieso schon geschehen war auch eine Flasche Weißwein. So viel zum Thema: „Ich bleib jetzt stark und gucke nur…!“

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Tja… und keine 2 Stunden nach dem Einkauf ließ der Spargel die Köpfchen hängen. Denn ich hatte vor lauter Kaufrausch vergessen zu fragen, wie man Spargel denn eigentlich lagert. Ups!

Da der Spargel nun noch einen ganzen Tag durchhalten musste, musste also Mister Google helfen und nun weiß auch ich es: Grünen Spargel lagert man am besten, wenn man ihn aufrecht ins Wasser stellt. Keine Stunde später standen die Spargelstangen wieder stramm und gerade. Puh!

(Für alle ebenso Unwissenden wie mich noch eine weitere hilfreiche Information: weißen Spargel lagert man am besten hingegen liegend, mit einem feuchten Tuch bedeckt.)

Somit war die zweite Katastrophe an diesem Wochenende glücklich überwunden und ich konnte loslegen.

Was gab es denn nun eigentlich? Es gab herrlich leckere Tarteletts mit Mini Spargel, Ricotta und getrockneten Tomaten und dazu ein paar knackige Röschen Feldsalat aus dem eigenen Vorgarten, die mit etwas Balsam of Roses Weinessig angemacht waren. Das Essen war so lecker, dass Schatz noch vor dem letzten Bissen wehmütig fragte: „Gibt‘s das morgen bitte wieder?“.

SpargelTarteletts

Das Schöne an dem Rezept: Es ist so einfach. Man muss den Ricotta auf keinen Fall selber machen. Ich hatte Lust und Zeit dazu und wollte ihn halt so schön cremig haben. Statt Spargel könnte ich mir auf den Tarteletts auch super gedünsteten Lauch vorstellen, wenn man ihn mit der gleichen Sauce verrührt. Oder natürlich auch anderes Gemüse nach Wahl.

Inspiriert zu dem Essen hat mich übrigens Dani von dem schönen Food-Blog “Flowers on My Plate”.

Und ach ja: Die Bilder schwindeln etwas! Nach diesem Rezept kommen nämlich 2 dieser herrlichen Tarteletts auf jeden Teller statt nur einer. Mit einer sah es allerdings etwas fotogener aus…

Mini Spargel Tarteletts mit Ricotta und Schmand, getrockneten Tomaten und Feldsalat

Zutaten für 2 Personen

  • 4 rechteckige Platten TK-Blätterteig (ca. 200 g)
  • 1 Ei
  • 150 g Ricotta (wer ihn selber machen will: genau die Menge aus 1 l Milch mit etwas Sahne… hier geht‘s zur Anleitung)
  • 150 g Schmand
  • 1 TL frische Thymianblättchen
  • 3 getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt), in kleine Stücke geschnitten
  • 24 Stangen grüner Mini-Spargel
  • etwas Zitronensalz (ersatzweise gewöhnliches Salz)
  • etwas Tasmanischen Pfeffer (ersatzweise gewöhnlichen Pfeffer)
  • etwas Fleur de Sel (auch hier ersatzweise gewöhnliches Salz)
  • ein paar Röschen Feldsalat
  • 2 TL gutes Olivenöl
  • 2 TL Balsam of Roses vom Weinessiggut Doktorenhof; ersatzweise 2 TL Weißweinessig oder Apfel Balsam oder ähnliches

Und einen guten Weißwein zur Begleitung. Wir haben uns dazu einen herrlichen weißen Burgunder gegönnt.

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Zubereitung

Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Blätterteig zum Auftauen aus dem Tiefkühl holen. Anschließend bei den Blätterteigplatten die Kanten einklappen. Das Ei verquirlen und den Blätterteig großzügig damit einstreichen. Die Platten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für 10 Minuten in den Ofen schieben. Anschließend die Platten zum Auskühlen heraus holen, den Ofen aber angeschaltet lassen.

Während der Blätterteig im Ofen backt, die Spargelstangen vom holzigen Ende befreien: Bei “großem” Spargel dazu die Stangen nehmen und am Ende einfach umknicken – der Spargel bricht so automatisch an der richtigen Stelle. Bei dem Mini bricht es bei dieser Methode auch in der Mitte, also entweder die Stangen am Ende nehmen und dann vorsichtig umknicken oder ca. 1 cm über dem Ende einfach abschneiden.

Das restliche Ei mit dem Ricotta, dem Schmand, den Kräutern und den Tomatenstückchen verrühren. Mit dem Zitronensalz, sowie etwas frisch zerstoßenem tasmanischen Pfeffer würzen.

Die abgekühlten Blätterteigplatten innerhalb der umgeklappten Ränder vorsichtig eindrücken und die Ricotta-Schmand-Masse auf die vier Platten verstreichen. Auf jede Platte 6 Mini-Spargelstangen legen und sanft in die Ricotta-Masse drücken.

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Die Tarteletts für ca. 22 Minuten backen. In der Zwischenzeit den Salat waschen, trocken schleudern und auf die Teller verteilen. Mit dem Öl und dem Essig beträufeln und mit etwas Fleur de Sel und frisch zerstoßenem tasmanischen Pfeffer würzen.

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Die fertigen Tarteletts aus dem Ofen befreien und zusammen mit dem Salat servieren. Rasch genießen, solange sie noch warm sind. Lecker!

Einfach kann so lecker sein! Spaghetti aglio olio mit Belper Knolle

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Heute gibt es was ganz schnelles und dennoch super leckeres für Euch.

Die Idee zu diesem Rezept verdanke ich wieder der lieben Julia. Mit ihr bin ich nämlich am Samstag über die Slow Food Messe geschlendert und hatte einen der wunderbarsten Tage die man sich als Genussmensch so vorstellen kann.

Beim Schlendern über die Messe kamen wir an dem tollen Käsestand der Fromagerie Holzapfel aus Herrenberg vorbei. Nach einem kurzen Blick in die Theke ertönte neben mir ein begeisterter Freundenjubel: “Juhu! Hier gibt es Belper Knolle – nach der habe ich nun schon ewig gesucht!”. Ich kannte diesen herrlichen Käse noch gar nicht und musste erstmal nachfragen was ist das und was man damit macht.

Belper Knolle ist ein ausgehärteter Frischkäse aus Kuhmilch, der (da in Pfeffer gerollt und auch von der Form her) aussieht wie ein Trüffel. Der Käse wird auch ähnlich verwendet, denn man hobelt kleine Stückchen davon auf den fertigen Teller – ganz besonders lecker über Nudeln – um sein Essen damit zu verfeinern.

Jedenfalls kaufte auch ich an jenem Käsestand kurz entschlossen eine Knolle und war ganz gespannt darauf sie zum ersten mal zu testen.

Wer mich nun schon eine Weile kennt weiß wie sehr ich ab und zu einen ganz schlichten Teller Spaghetti mit ein-zwei Löffeln wirklich gutem Olivenöl liebe. Das ist – ähnlich wie Sushi – eine Art Soulfood für mich. Und da es so schnell zu machen ist, auch noch praktischer als Sushi. Wenn ich Lust habe, erwärme ich das Olivenöl vorher mit ein paar frischen Kräutern oder – wenn ich nicht mehr viel vor habe – auch mal mit in Scheiben geschnittenen Knoblauch. So auch gestern.

SpaghettiAglioOlio

Obwohl ich das Gericht nun schon seit Jahren mache und liebe… Nie war es so lecker wie diese Woche mit dem “feinen Etwas” an toller Belper Knolle obendrauf. Denn der Käse hat die Nudeln unglaublich aufgewertet und geschmacklich richtig köstlich gemacht. Die Knolle wird sich also wohl nicht allzu lange bei uns halten – zum Glück ist Herrenberg, und somit auch die Fromagerie Holzapfel, nicht weit. Alles wird gut!

Für alle, für die Herrenberg zu weit weg ist noch ein ganz heißer Tipp: Die Belper Knolle ist übrigens auch über die Tasty Box (ebenfalls auf der Slow Food Messe mit einem Stand vertreten) zu bestellen - auch eine ganz feine Sache, die ich jedem Liebhaber von gutem Essen nur wärmstens empfehlen kann. Worum es dabei genau geht, erfahrt ihr hier.

Spaghetti aglio olio mit Belper Knolle

Zutaten für 2 sättigende Teller

  • 300-400 g Spaghetti (je nach Hunger)
  • 2-4 Zehen Knoblauch (je nach Liebe zum Knoblauch), geschält und in Scheiben geschnitten
  • 4 EL Olivenöl
  • 1/4 – 1/2 Belper Knolle

Tipp

Hier lohnt es sich wirklich ein besonderes Olivenöl zu nehmen, das ganz arg lecker und weich schmeckt. Wer einmal Öl aus dem Italien- oder Griechenlandurlaub mitgebracht (bekommen) hat, weiß wovon ich rede. ;-)

Ich kaufe das Olivenöl gern in 5 l Kanistern bei unserem Feinkosthändler (das ist dann auf die große Menge deutlich günstiger pro Liter und es hält sich ja auch lange… bei uns etwa 1 Jahr da wir viel damit machen). Auch im “Gentile”, dem italienischen Supermarkt bei uns im Nachbarort, gibt es allerdings hervorragend gutes Olivenöl… und das auch zu wirklich guten Preisen.

Zubereitung

Spaghetti in kochendem Salzwasser bissfest garen. Während dessen das Öl in einem kleinen Topf oder einer kleinen Pfanne erwärmen und den Knoblauch darin ganz sanft andünsten, bis er leicht glasig wird. Dann sofort vom Herd nehmen, damit der Knoblauch nicht braun und bitter werden kann.

Die fertig gegarten Nudeln in ein Sieb gießen und auf Teller verteilen. Das Öl samt Knoblauch darüber träufeln und wer mag streut noch etwas frischen Thymian und/oder eine Prise gutes Salz darüber.

Am Schluss etwas Belper Knolle über die Teller hobeln und rasch servieren, reinhauen und genießen.

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Habt ein wunderbares Wochenende!
Eure Ylva

Markt des guten Geschmacks & Bloggertreffen auf der Slow Food Messe 2013

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Was ein tolles Wochenende! Am Sonntag gab es super sonniges Sommerfeeling mit der Möglichkeit endlich wieder etwas im eigenen Garten zu buddeln, einzupflanzen, umzutopfen und sogar zu grillen und das reine Glück in Form von warmer Luft bis nach Sonnenuntergang. Und erst Recht der Samstag!

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Von Donnerstag bis Sonntag fanden in Stuttgart die Frühlingsmessen statt, darunter auch „Der Markt des guten Geschmacks“: die Slow Food Messe. Als bekannt wurde, es solle – wie auch schon im letzten Jahr – ein Bloggertreffen geben, war ich hellauf begeistert und meldete mich sofort an.

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Am Samstag war es endlich soweit und nachdem ich kurz nach der Ankunft schon auf Juliane vom zauberhaften Blog „Schöner Tag noch!“ traf und sofort mit ihr ins Plaudern kam, gesellten sich nach und nach immer mehr Blogger dazu, bis wir den Eingangsbereich ziemlich ausfüllten. Nach mehreren erfreuten Begrüßungen, Umarmungen und dem ein oder anderen Kaffee wurden wir erst einmal in einen Besprechungsraum geführt um eine kleine Einführung zu bekommen.

Essen ist eine politische Entscheidung!
(…) wir befinden uns in einer kulinarischen Krise.

Somit bekamen wir nicht nur einen kurzen Überblick über Slow Food an sich, sondern auch über die Messe.

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Über 400 Aussteller gab es dieses Jahr, davon 67 aus dem Ausland. Das Interesse an Slow Food und gutem Essen im Allgemeinen wächst. Das zeigt schon die Teilnehmerliste des diesjährigen Bloggertreffens: Während sich letztes Jahr knapp 10 Blogger trafen, waren es dieses Jahr an die 40!

Bild: Wolfgang Huonker

Während dieser Einführung merkte man stark das digitale Zeitalter und die Bedeutung der Vernetzung:

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Ständig wurde das ein oder andere Handy gezückt um schnell über die aktuellen Erkenntnisse zu twittern, während in der anderen Hand die “große” Kamera ruhte und auf ihren baldigen Einsatz wartete.

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Nach der Einführung durften wir uns allesamt in einer kurzen Runde vorstellen und es war einfach toll zu sehen, wer alles dabei ist, dass es doch so viele gibt, die diese schöne Leidenschaft teilen und – fast das Schönste: man hat endlich die Menschen hinter den Blogs kennen gelernt. So beispielsweise, neben Juliane, auch Julia – endlich konnten wir uns kennen lernen! -, Heike, Alex, TinaSvenJulienDirk, Marek, die Landfrau, den Wurschdwilly, den Agroblogger und – nicht zu vergessen – Hendrik, im Netz auch bekannt als „Wurstsack“, der dieses wunderbare Treffen mitorganisiert und dazu eingeladen hat. Vielen lieben Dank für die Idee und diesen wunderbaren Tag!

Nach der Vorstellungsrunde ging es dann los in die Ausstellungshallen 3 und 5… und kaum unterwegs merkten wir: wir sind zu viele um als geschlossene Gruppe an einem gut besuchten Samstag über das Gelände geführt zu werden. Somit verloren wir uns immer wieder aus den Augen, riefen per Handy an („Wo seid Ihr?“) um uns dann doch irgendwie wieder zu finden.

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So durften wir alle ein köstliches Stück Ahle Wurscht (“alte Wurst”), eine nordhessische Wurstspezialität, probieren und bekamen von Herr Rohde persönlich etwas vom Warmherstellungsprozess erklärt, der diese Wurst so besonders macht.

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Auch bekamen wir ein wunderbares ehrenamtliches Projekt vorgestellt: Das Slow Mobil aus Karlsruhe, das von Schule zu Schule (bzw. zu Kindergärten) reist und den Kindern gutes Essen und auch das Kochen bei- und somit nahe bringt. Nach dem Kochen wird immer zusammen gegessen und die Kids sind begeistert. Schaut unbedingt mal auf die Homepage dieses wirklich genialen und unterstützenswerten Projekts! Hier gibt es beispielsweise sogar ein kleines Video direkt von der Messe.

Nach der Vorstellung des Slow Mobils vorloren wir uns als Gruppe – trotz Bemühung und improvisierter Gruppenfahne – dann doch aus den Augen und beschlossen in kleinen Gruppen weiterzuziehen.

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So sind Julia und ich zu zweit losgezogen um uns von einem Stand zum nächsten zu probieren und nebenbei viel miteinander zu reden.

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So kosteten wir beide zum ersten Mal Stutenmilch, probierten uns durch das Öl-Angebot von Hartls und nahmen am Ende auch je eine Flasche mit: Julia kaufte ein tolles Marillenkernöl, das vom Geschmack her an Marzipan, nur ohne das Süße darin, erinnert und ich konnte an einem tollen Tomatenkernöl (für dessen Herstellung für 1 Liter Öl einige Kilo an Tomaten nötig sind) einfach nicht vorbei gehen.

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Mir persönlich fiel auf, dass viele Erzeuger aus Baden Württemberg anwesend waren.

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So waren beispielsweise die Eselsmühle, Albgold oder die Alblinse vertreten.

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Wir schlenderten am Stand von Neumärkter Lammsbräu vorbei um deren tolle now-Limo zu kosten, von der ich immer noch ganz hingerissen bin.

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Und landeten schließlich am Käsestand der Fromagerie Holzapfel aus Herrenberg um je eine Belper Knolle einzukaufen und ich war zudem von dem herrlichen, von Milben angefressenen, Mimolette so begeistert, dass ich auch hiervon etwas mitnahm.

Und am Ende konnte ich auch an einem Stück Schinken aus Siena einfach nicht vorbei gehen ohne etwas davon einzukaufen.

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Nach ein paar Stunden waren wir erschöpft und ruhten uns erst einmal ein Weilchen auf der Wiese des Messegeländes aus um zugleich ein paar wunderbare Sonnenstrahlen aufzufangen und plauderten weiter um am Ende zu beschließen nun noch eine Kleinigkeit zu Trinken einzuwerfen und dann wohl bald nach Hause zu fahren. Also nahmen wir an einer der beiden langen Tafeln Platz und gönnten uns je eine Flasche now-Limo.

Danach verabschiedeten wir uns und obwohl ich auch schon müde war und das Gewicht meiner bisherigen Einkäufe deutlich zu spüren begann, lief ich doch noch einmal durch die Hallen.

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Somit kam ich in den Genuss eines ganz feinen Mohnöls vom Berghof Einöd, von dem ich eine Flasche einkaufte, und blieb letztendlich beim Stand vom Weinessiggut Doktorenhof hängen, bei dem ich ursprünglich falscherweise davon ausgegangen war, es handle sich um einen Stand mit Likören und Bränden.

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Hier gab es eine Anzahl von Weinessigen, die allesamt so lecker waren, dass ich auch hier umbedingt eine ganz feine Kreation namens Balsam of Roses mitnehmen musste. Das Weinessiggut veranstaltet übrigens am 11. Mai 2013 eine Kellerführung, die ganz bestimmt einen Besuch lohnt. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

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Und als sich dieser wunderbare Tag langsam dem Ende zuneigte, machte ich mich (nach einem letzten Einkauf von wirklich köstlichen handgemachten Tortellini vom Gardasee)

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auf den Weg zur Vinothek, wo wir “übrig gebliebenen” Blogger uns zu einem Abendtruck trafen um weiterzuschnacken, zu schwärmen und stolz unsere Einkäufe vorzuzeigen. So lernte man auch noch den ein oder anderen Blogger besser kennen und konnte noch ein paar Stunden das wunderbare Gefühl genießen Leute um sich zu haben, welche die eigene Leidenschaft teilen.

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Zu schnell ging dieser wunderbare Tag zu Ende.

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Geblieben sind viele neue Bekanntschaften mit ganz lieben Menschen, die Erinnerungen an all das herrliche Essen…

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und die tollen Stände mit Menschen dahinter, die voll und ganz für ihr Produkt einstehen und einen mit schmackhaften Kostproben verwöhnt haben,

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sowie die mitgebrachten Souvenirs, die nur darauf warten endlich zum Einsatz kommen zu dürfen.

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Für mich war dieser Tag rundum einfach nur perfekt und sollte es nächstes Jahr wieder zu einem Bloggertreffen kommen: ich werde ganz gewiss dabei sein. Der Termin für die nächste Messe steht auf alle Fälle schon fest: 10.-14. April 2014.

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Wer übrigens neugierig ist, was die anderen Blogger zu diesem schönen Tag zu erzählen haben, hier ist eine Liste mit den Links:

Junifaden: Living for the Weekend #19 
Schöner Tag noch: Foodblogger-Treffen auf dem Markt des guten Geschmacks in Stuttgart
Heikes Blog: Markt des Guten Geschmacks
Die Landfrau: Slow Food in Stuttgart und das Bloggertreffen
Lunch for one: Schlemmen auf der Slow Food Messe in Stuttgart
Agroblogger: Slow Food professionalisiert sich weiter – mein Favorit auf der Messe: das Slow Mobil Karlsruhe
Wurschdwilly: Mein Besuch auf dem Markt des guten Geschmacks
Hubert Mayer: Die Slow Food Messe und das Bloggertreffen #dfms13
Harr Cooking
cucina e passione: Bloggertreffen auf der Slow Food Messe 2013

Hab ich jemanden übersehen? Hinterlasst mir doch bitte einen Kommentar, dann füge ich Euren Beitrag sehr gerne hinzu.

Selbstmach-Fieber… heute: Joghurt

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Juhuuu! Ich bin ja so aufgeregt: Morgen geht es los nach Stuttgart und zum Bloggertreffen auf der Slow Food Messe. Ich bin ja schon sowas von gespannt, wen ich da alles treffen werde, was wir gemeinsam erleben werden und überhaupt… auf den ganzen Tag!

Der Kameraakku läd schon auf (damit ich das bloß nicht vergesse!), Notizbuch und Stift sind bereits eingepackt und ich sitze hier vor lauter Vorfreude wie auf glühenden Kohlen.

Da hilft nur eines: noch etwas bloggen. Und ich hab auch wieder was Tolles für Euch. Nachdem ich nämlich letzte Woche zum aller ersten Mal Ricotta selbst gemacht habe, hat es mich nun gepackt: das Selbermachen, Ausprobieren, das “Gucken-was-geht-und-wie” und wie es am Ende schmeckt. Und wenn mich mal etwas packt, dann gibt es bei mir kaum noch ein Bremsen und ich lege los. Somit habe ich diese Woche gleich mein nächstes Projekt in Angriff genommen: selbst gemachten Joghurt.

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Man benötigt kaum Zutaten dafür; nur Milch und Joghurtkulturen. Die Joghurtkulturen kann man sich sozusagen „pur“ holen – beispielsweise in Reformhäusern (ein Päckchen reicht da meist für mehrere Ansätze) – oder man kauft sich einen beliebigen Naturjoghurt und nimmt diesen um an die Joghurtkulturen heranzukommen. Und schon kann man loslegen.

Hat man übrigens schon eine Fuhre selbst gemachten Joghurt, kann man für die nächsten Ansätze auf diesen zurück greifen um an seine Joghurtkulturen zu kommen. Nach 10 bis ca. 15 Mal sollte man dann allerdings wieder frischere Kulturen nehmen, die dann aber auch wieder mehrmals weiterverwendet werden können.

Tja… und kaum war meine erste Portion Joghurt fertig und essbereit, wurde ein Gläschen umgehend geöffnet, verputzt und keine zwei Tage später war schon die zweite Fuhre in der Joghurtmaschine. Denn nun bin ich süchtig danach. Nach Joghurt. Joghurt pur, Joghurt mit etwas Cerealien oder, mal ganz böse und „Pölsterchen-freundlich“, mit etwas Zimtzucker. Mhhh! Und ich kann es kaum noch erwarten, bis es die ersten „echten“ Früchte zu kaufen oder im eigenen Garten zu pflücken gibt und ich ein paar schöne, frische Beeren im Joghurt versenken kann. Doch bis dahin dauert es noch etwas, auch wenn der Johannisbeerbusch im Garten langsam austreibt und die Ranken der Walderdbeeren sich ihren Platz zurückerobern.

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Und bis dahin kann man ja super ausprobieren, was einem sonst noch im oder zum Joghurt schmeckt. Habt Ihr da irgendwelche Tipps? Was liebt Ihr denn so in Eurem (Natur-)Joghurt?

Selbst gemachter Joghurt

Zutaten für 1 Liter Joghurt

  • 1 l Milch (ganz normale 3,5% Milch; ich nehme sehr gerne die Milch aus der Flasche vom Bioland-Sortiment von Schwarzwaldmilch… die ist nicht homogenisiert und schmeckt einfach köstlich)
  • 150 g Naturjoghurt oder 1 Portion Joghurtkulturen (wie schon gesagt kann man nach dem ersten Ansetzen auch 150 g Joghurt aus der eigenen Produktion nehmen)

Und Ihr braucht eine Joghurtmaschine.

Zudem ist ein Thermometer praktisch.

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Man kann dem Joghurt natürlich schon bei der Herstellung ein Aroma verpassen; beispielsweise kann man eine ausgekratzte Vanilleschote mit in die Milch geben und vor dem Umfüllen wieder heraus fischen. Ich mache allerdings am liebsten den Joghurt pur und füge dann kurz vor dem Essen die gewünschte Zusatzzutat bei. So kann ich kurzfristig entscheiden, wie der Joghurt dieses Mal schmecken soll.

Zubereitung

Erst sollte die Milch erhitzt werden um eventuellen Keimen in der Milch den Garaus zu machen. Dazu die Milch in einen Topf geben und bis 85-90°C erhitzen – also bis die Milch fast kocht. Dabei gut rühren, damit nix anbrennen kann, sonst hat man am Ende nicht nur den Spaß beim Topf schrubben, sondern hat auch ein paar braune Partikel von der angebrannten Milch auf dem Boden der Joghurtgläser. Ja, ich spreche da aus Erfahrung ;-)

Dann den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Bis auf 40°C. Die Joghurtkulturen vertragen keine höheren Temperaturen, deshalb: nur Geduld, auch wenn es schwer fällt. In der Zwischenzeit kann man die Joghurtgläser noch einmal kurz mit heißem Wasser ausspülen, damit sie wirklich komplett sauber und ebenfalls möglichst keimfrei sind.

Ist die Milch weit genug abgekühlt, den Naturjoghurt bzw. die Kulturen hinzufügen und gut verrühren, bis alles gut vermischt ist.

Nun die Mixtur in die Joghurtgläser füllen, diese gut verschließen und in die Joghurtmaschine stellen. Mit der Haube abdecken und die Maschine anschalten. Für wie lange muss man selbst ausprobieren, denn das ist Geschmackssache. Je weniger Stunden die Maschine läuft, desto flüssiger aber auch milder wird der Joghurt. Und je länger sie läuft, desto fester und säuerlicher wird das Ergebnis. Mein Tipp: Den Mittelwert (ca. 6-8 Stunden) nehmen und bei den nächsten Fuhren die Dauer anpassen.

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Auch habe ich gehört, dass es einen Unterschied macht, ob man die reinen Kulturen oder Joghurt zum Anrühren verwendet. Bei Kulturen wird das Ergebnis wohl schneller fest. Doch auch hier: einfach probieren; falsch machen kann man nix.

Sobald die Maschine fertig ist, kann man den Joghurt heraus nehmen und in den Kühlschrank stellen. Wie lange er sich schön gekühlt hält habe ich bisher noch nicht ausprobiert, aber es sind schon einige Tage.

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Ich gönne mir nun noch ein Gläschen und warte voller Vorfreude auf das morgige Bloggertreffen auf der Messe. Natürlich gibt es hier danach einen ausführlichen Bericht.

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Habt ein wunderbares Wochenende – hoffentlich sogar mit dem ein oder anderen wärmenden Sonnenstrahl!
Eure Ylva

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