Familie Zuckerwattes Lieblings-Schrippen

Rituale sind etwas Schönes oder? Anfangs sind sie oft noch etwas neu, fast schon fremd. Man fühlt sich unsicher, beklommen vielleicht sogar. Doch mit der Zeit gehen sie einem ins Blut über, erledigen sich fast schon wie von selbst und erfreuen einen zugleich.

So zum Beispiel die Zubereitung unserer allwochenendlich anstehenden Frühstücksbrötchen: Seit bald einem Jahr gibt es sie bei uns pünktlich zum Samstag. Im Hause Zuckerwatte werden sie mit der unausgesprochenen Regel zubereitet: Ich rühre Mittwoch Abend oder Donnerstag in der Früh den Vorteig an und Herr Zuckerwatte kümmert sich am Samstag um den Brötchenteig und das anschließende Backen. Anders kennen wir es gar nicht und wüssten auch gar nicht, wie wir mit der Arbeit des anderen umgehen sollten. Am Ende würde ich den fertigen Brötchenteig in den Kühlschrank stellen und Herr Zuckerwatte den Vorteig samt Tupperdose in den Backofen schieben… Nicht auszudenken!

Tatsache ist allerdings, dass wir uns jeden Samstag Vormittag zusammen mit den fertig gebackenen Brötchen in der Küche treffen. Zum Schnuppern der duftenden, wohlig-warmen Backluft und Bestaunen der immer schöner werdenden Brötchen. Herr Zuckerwatte freut sich über den Vorteig und ich mich über einen faulen Vormittag am Wochenende. Gegessen wird auch gemeinsam, immerhin gehört das zum Wochenende dazu. Das Schöne an diesen Brötchen: Jeder Belag passt! Sowohl Frau Zuckerwattes herzhafte Lieblings-Lyoner, als auch der würzige Pecorino für beide oder Herr Zuckerwattes geliebte Marmelade. Und was nicht direkt am Samstag im Bauch verschwindet schmeckt auch noch am Sonntag zum Frühstück. Herrlich, wenn man pro Wochenende nur einmal backen muss und dennoch genug für alle da ist!

Die Brötchen dauern am Backtag einige Zeit und der Teig selbst muss ein paar Tage vorher schon vorbereitet werden. Arbeit, die sich definitiv lohnt – wir wollen nie mehr wieder andere Frühstücksbrötchen essen!

Das Rezept stammt übrigens aus dem wunderbaren Brotbackbuch von Lutz Geißler. Wer ihn noch nicht kennt, sollte das dringend nachholen: Hier geht es zu seinem Blog, hier zur Homepage von seinem Buch und hier zu meiner Rezension.

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Unsere liebsten Frühstücksbrötchen

Zutaten für 8 Brötchen (bzw. 4 Doppel-Brötchen)

Vorteig:

  • 130 g Weizenmehl (550)
  • 90 ml Wasser
  • 3 g Frischhefe
  • 3 g Salz

Hauptteig:

  • 310 g Weizenmehl (550)
  • 70 ml Wasser
  • 100 ml Milch
  • 6 g Frischhefe
  • 6 g Salz
  • 6 g Zucker, Honig oder Ahornsirup

Zubereitung

Alle Zutaten für den Vorteig in einer verschließbaren Schüssel oder kleinen Tupperbox gründlich verrühren – ich nehme dazu immer eine Gabel. Abgedeckt für eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen (damit die Hefe anspringen kann), dann für 48-72 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag den Vorteig mit den Zutaten für den Hauptteig in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine für 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 8 Minuten auf zweiter Stufe kneten.

Den Teig abgedeckt eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Nach den ersten 30 Minuten kurz kneten bzw. falten um die Luft auszustoßen.

Nach der Ruhephase den Teig noch einmal kurz durchkneten, dann 8 möglichst gleich große Teiglinge abstechen (eine Waage ist hier sehr hilfreich). Diese zu Bällen zwischen den Händen rundschleifen und jeweils paarweise (mit dem Schluss nach oben) nebeneinander gelegt unter einem Bäckerleinen platzieren. Für weitere 45 Minuten ruhen lassen.

Derweil den Ofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen, am besten mit einem Pizzastein. Die Brötchenpaare jeweils quer ca. 1-2 cm tief einschneiden und in den Ofen schieben. Etwas Wasser für Dampfentwicklung dazu geben und insgesamt 20 Minuten backen. Nach den ersten 10 Minuten, die Ofentür kurz öffnen um den Dampf heraus zu lassen, dann die Temperatur auf 210°C herunter schalten. Während der letzten 5 Minuten die Backofentür einen kleinen Spalt breit öffnen – das gibt eine schönere Kruste.

Zeitstrahl zur Planung des Backtages:

Tag 1, abends, 2-3 Tage vor dem Backtag

Zutaten für den Vorteig gut zusammen rühren, 1 Stunde abgedeckt bei Zimmertemperatur anspringen lassen, dann ab in den Kühlschrank.

Tag 3, abends / Tag 4, morgens: Backtag!

Den Hauptteig kneten, verarbeiten und backen.

Wir bereiten den Teig somit immer am Mittwoch Abend vor, damit wir am Samstag Morgen backen können.

Wenn der Sommer noch nicht gehen will: Buntes, ofengeröstetes Gemüse mit Bratwürsten und Ziegenkäse

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Irgendwo im Kalender versteckt sich eine unbekannte Jahreszeit. Ich bin fest der Meinung. Nämlich die zwischen Sommer und Herbst. „Sommerbst”? „Herbstommer“? Nee, klingt doof. Also Sommerbst. Sommerbst sind diese paar Tage zwischen Sommer und Herbst, an denen man sich verwirrt fühlt. Weder ist es drückend heiß und Badewetter, noch ist man schon so weit um den Herbst richtig anerkennen zu können (oder gar wollen). Dennoch steckt man irgendwo zwischen drin: zwischen lockerer Sommerküche und den ersten wärmenden Herbstgerichten.

Leichte Salate lachen einen im Sommerbst ebenso wenig an wie deftige Aufläufe und neben dem ganzen wunderbaren, frischen Obst möchte man sich doch auch gerne noch etwas Herzhaftes gönnen. Der erste düster-verregnete Nachmittag trübt schon die Kreativität beim Kochen und seltsamerweise hat man in Anbetracht der kürzer werdenden Tage anscheinend selten Zeit sich mit Muße in die Küche zu stellen. Zum Glück gibt es Ofenpfannen! Wenig Aufwand und durch die Röstaromen wunderbar wohltuend. Beispielsweise mit einer bunten und willkürlichen Mischung Gemüse, würzigen Bratwürsten und aromatischem Ziegenkäse, über welchen man etwas Ahornsirup geträufelt hat. Geschmacksexplosion garantiert!

Es traf sich somit gut, dass der Alex eines meiner frisch gebackenen Brote haben wollte und mir dafür ein paar seiner selbst gewursteten Bratwürste zum Tausch anbot. Wie hätte ich da nur nein sagen können? Eben! Die Idee zu diesem herrlich unkomplizierten Rezept stammt aus dem wunderbar humorvollen und köstlich bebilderten Kochbuch „Komm Du mir nach Hause“ von Lotta Lundgren. Sie packt sogar noch ein paar Weintrauben mit ins Gericht. Die hatten wir an diesem Abend leider nicht zu Hause, doch auch ohne schmeckte das Gericht schon bombastisch!

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Die Würste waren übrigens der reine Wahnsinn! Lieben Dank für den Tausch, Alex! 

Buntes, ofengeröstetes Gemüse mit Bratwürsten und Ziegenkäse

Zutaten für 2 Portionen

  • 4 würzige Bratwürste (ich: die hier)
  • 500-1000 g gemischtes Gemüse (ich: 6 Möhren vom Bund (Grün abgeschnitten), 2 Knollen Fenchel, 3 gelbe Tomaten, 1 Zwiebel)
  • 6 Knoblauchzehen
  • 2-3 EL Pinienkerne
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 Prisen grobes Salz
  • 1 Ziegenkäserolle
  • 1 EL Ahornsirup

Zubereitung

Einen großen Bräter, eine Ofenpfanne, ein tiefes Backblech oder ähnliches in den Backofen schieben und diesen auf 225 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Gemüse putzen, wenn nötig schälen und in Stücke schneiden. Je wässriger das Gemüse ist, desto größer können die Stücke sein, je härter und trockener es ist, umso kleiner sollten die Stücke sein. Die Knoblauchzehen in der Schale lassen.

Den heißen Bräter aus dem Ofen holen, 1 EL Olivenöl hinein geben, ebenso das Gemüse und den Knoblauch. Das Salz darüber reiben. Alles kurz verrühren, dann die Bratwürste obenauf legen und die Pinienkerne hinzu geben. Für 30 Minuten in den Backofen schieben, dann den Ofen auf die erste Grillstufe umschalten und für 5-10 Minuten weiter backen, bis das Gemüse an den Rändern eine schöne Farbe angenommen hat.

Den Ziegenkäse in 2 dünne oder 4 dicke Scheiben schneiden (wenn Ihr das Messer vorher mit Wasser befeuchtet, lässt sich der Käse besser vom Messer lösen), auf das Gemüse und die Würste legen. Den Käse mit dem Ahornsirup beträufeln und alles zurück in den Ofen schieben. Für weitere ca. 10 Minuten backen, bis der Käse eine schöne, goldgelbe Farbe angenommen hat und sich der verführerische Duft aus dem Ofen nicht mehr ignorieren lässt. Rasch servieren.

Dazu passt ein würziges Pale Ale oder ein aromatischer Wein.

Veganes Abendessen mit einem Vampir(-Liebhaber): Wassermelonen-Salat mit Fenchel und blutrotem Granatapfel

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Wenn Du am liebsten Fantasy-Werke liest… wie lange braucht es, bis Du doch wenigstens ein ganz kleines Bisschen abergläubisch wirst? Ein Buch? Dreizehn Jahre? Einen Satz? Wenn es abends dunkel wird und der Vollmond die Welt ins silberne Licht taucht, die Fledermäuse über den Himmel zu flattern beginnen und irgendwo ein Wolf äh… Hund jault, könnte man sich tatsächlich ab und an hinreißen lassen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur seltsam. Schon als Kind fing es an: Rüdiger von Schlotterstein entführte mich mit seinen Büchern in die Welt der Vampire… und diese faszinierte mich. Später folgten Wesen wie der Graf (sowohl hier als auch hier), Nosferatu, Dracula, Bill und nicht zu vergessen Lestat, der rebellische und innerlich zerrissene Prinz. Liebe Freunde der Chronik der Vampire von Anne Rice: Es erwartet uns tatsächlich ein neuer Roman aus dieser düster-faszinierenden Welt und über unseren blonden Lieblingsvampir. Ach, lieber Lestat, was freuen wir uns auf Dich!

Aber geht es Euch nicht auch ab und an so, dass Ihr in Anbetracht von wunderschön, dunkelrot leuchtenden Granatapfelkernen an Hämoglobin denken müsst? Nein? Vielleicht liegt es ja am Biologie-Unterricht… Wenn ich sie so vor mir liegen habe glaube ich manchmal, sie sind bei allen Vampiren weltweit ein anerkannter Blut-Ersatz bei Hämatophobie. Sie sind gesund, leuchten wunderbar und schmecken einfach traumhaft. Nur das Öffnen des Granatapfels und das anschließende Herausfischen der Kerne ist immer eine ausgemachte Sauerei. Wenn man sich nicht mit Tricks zu helfen weiß, sieht man nach der Prozedur selbst aus, wie ein Monster der Mythenwelt, kurz nach einer ausgiebigen Fressorgie.

Die Assoziationen mit dem Hauptnahrungsmittel der nachtaktiven Fabel-(?)Wesen mal beiseite: Granatapfelkerne können aus einem simpel anmutenden Gericht ein sinnliches Kunstwerk zaubern. Sie glänzen auf dem Teller, geben einen schönen Biss und einen herrlichen Geschmack ab. 

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Ganz fein beispielsweise passen sie zu diesem Salat in Kombination mit Wassermelone, fein gehobeltem Fenchel und einem Limettensaft-Dressing mit Ingwer. Darüber ein paar Blätter frisch-leuchtendes Koriandergrün und schon hat man innerhalb von wenigen Minuten ein köstlich-erfrischendes (Sommer-)Abendessen vor sich stehen, das regelrecht süchtig macht. Lestat würde zwar sicher niemals seine Diät dafür aufgeben, aber er weiß ja nicht, was ihm dabei entgeht!

Die Idee zu diesem Rezept stammt aus dem wunderbaren Kochbuch “Komm Du mir nach Hause” von Lotta Lundgren und ich widme es wieder der lieben Shermin und ihrem Lesehungrig!-Blogevent.

Wassermelonen-Salat mit Fenchel und Granatapfel

Zutaten für 2 Portionen

  • 1/2 kleine Wassermelone (etwas mehr als 1 kg)
  • 1 kleine Fenchelknolle, großzügig geputzt
  • 1/2 ergiebige oder 1 weniger ergiebige Limette
  • 1 Daumennagel großes Stück Ingwer
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 1/2 TL Zucker
  • 2 Prisen Salz
  • 1 EL Koriander
  • 1/2 Granatapfel

Zubereitung

Die Wassermelone in 2 cm dicke Scheiben schneiden, diese von der Schale befreien und grob würfeln. Den Fenchel in hauchdünne Scheiben hobeln oder schneiden. Die Granatapfelkerne am besten in einer Schüssel voll Wasser aus dem Apfelgehäuse lösen und auffangen. (Die übrigen Kerne der anderen Hälfte lassen sich hervorragend in einem Schraubglas im Kühlschrank lagern oder mit etwas Gin in einem Glas versenken.) 

Die Limette auspressen. Den Ingwer schälen, das so entstehende Mus auspressen und dabei den austretenden Saft auffangen. Die trockenen Fasern können weg. Den Limettensaft mit dem Ingwersaft, Olivenöl, Zucker und Salz zu einem Dressing verrühren. Abschmecken.

Die Stücke der Wassermelone mit dem Fenchel auf zwei Teller verteilen, mit dem Dressing beträufeln. Die Granatapfelkerne darüber verteilen und zuletzt mit dem Koriandergrün garnieren.

Und da dieses leckere Gericht ganz ohne Tierprodukte auskommt, ist es auch mein erster Beitrag für den Tierfreitag.

“La Cucina – Die originale Küche Italiens” von der Accademia italiana della Cucina

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Es gibt Kochbücher, die bestechen durch wunderschöne Fotografien. Andere hingegen setzen auf eine poppige Aufmachung oder grafische Spielereien. Für mich müssen Kochbücher normalerweise Bilder enthalten. Denn gerade, wenn es schnell gehen muss, schaue ich mir lieber nur die Fotos der Gerichte an um schließlich mein eigenes Ding draus zu machen. Dennoch gibt es Kochbücher, die kommen ohne Bilder aus. Machen sie sogar fast überflüssig. Und überzeugen dennoch!

Eines dieser Kochbücher ist „La Cucina“ aus dem Callwey Verlag. Und das möchte ich Euch heute vorstellen.

Coverdaten vom Callwey Verlag zur Verfügung gestellt

Coverdaten vom Callwey Verlag zur Verfügung gestellt

Äußerliches und erster Eindruck:
Das Buch ist dick. Und schwer! Stolze 960 Seiten hat es und wiegt knapp 2 kg. Ein richtiger Brummer. Die Aufmachung ist rustikal-italienisch, sowohl außen als auch innen. Den Titel ziert ein leicht kitschig anheimelndes Cover, auch hier verzichtet man auf eine Bebilderung und setzt auf eine verzierte Schrift, die alles aussagt, was man wissen muss: Es handelt sich um ein rein italienisches Kochbuch mit Traditionsrezepten. Der Innenteil ist aus dickem Papier, das sich gut anfühlt, und wird mit drei Lesebändchen in den italienischen Flaggenfarben geziert. Die Schriftfarbe ist schwarz und als einziges Zierelement wird eine farbige Hervorhebung der Schrift in blau oder rot verwendet. Schlicht, aber praktisch.

Inhalt:
Nach einer kurzen Einleitung samt Auflistung der speziellen Zutaten und einer Übersichtskarte zu den einzelnen Regionen Italiens geht es gleich los mit dem Hauptteil des Buches: den Rezepten. Sie sind in acht Kapitel gegliedert und durch einen Reiter am Außenrand der Seiten schnell wieder zu finden: Antipasti, Pizza & Saucen, Suppen, Pasta, Polens & Reis, Fisch, Fleisch & Geflügel, Gemüse, Käse und schließlich Desserts. Dem Hauptteil folgen mehrere Indexe: Erst nach den italienischen Rezeptnamen, dann nach Regionen (innerhalb dieser nach den einzelnen Hauptkapiteln) und noch nach Hauptzutaten. Dem folgen noch drei freie Seiten mit Platz für Notizen am Ende des Buches.

Die Rezepte:
Die Rezepte sind Traditionsgerichte und das merkt man schnell. Die Bolognese zu den Tagliatelle (Seite 392) ist mehr ein Ragout statt einer Tomatensauce mit Fleisch, so wie es sein muss. Die Carbonara für die Spaghetti (Seite 382) wird ohne Sahne gemacht und es wird generell nicht am guten Olivenöl, Parmesan und frischen, größtenteils sehr schlichten und günstigen, Zutaten gespart. Zudem sind die Zubereitungen allesamt sehr simpel und zugleich raffiniert. Typisch italienisch. Die Rezepte werden innerhalb ihrer jeweiligen Kapitel nach deren italienischem Namen sortiert: Die Bauernsuppe („Cialda“) befindet sich demnach hinter der Sardellensuppe (Bagnun d’Anciö) – anfangs etwas ungewohnt, doch bald stört es nicht mehr, zumal man auch durch die mehrfachen Indexe am schnellsten sein gesuchtes Rezept findet. Immerhin ist das Buch knapp 1000 Seiten dick! Der italienische Name wird der groß gesetzten deutschen Übersetzung gegenüber gestellt und von der Angabe der zugehörigen Region begleitet. Der Rezepttext startet oft mit einer kurzen Beschreibung zum jeweiligen Rezept, sei es was daran besonders ist oder aus welcher Stadt es kommt. Wie der Name zur zugehörigen Region ist diese Beschreibung farbig hervorgehoben.

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Nachgekocht: Nudeln mit Bohnen von Seite 305

Greifen Rezeptteile auf Grundrezepte zurück (Parade-Beispiel: Pizzateig) wird auf die jeweilige Seite verwiesen um den Text knapp zu halten. Bei einem Handbuch wie diesem völlig in Ordnung, da es auch den Rahmen des Buches beschränkt und man nicht über 20 Mal das gleiche Pizzateig-Rezept benötigt.

Besondere Traditionsrezepte sind in einem Kasten hervor gehoben und setzten sich deutlich von den anderen Rezepten ab. So beispielsweise Rose Fritte, frittiertes Gebäck in Rosenform, auf Seite 852. Hier wird sich nicht groß mit genauen Zutaten-Angaben und Anweisungen beschäftigt, sondern lediglich ein kurzer Abriss zur Herstellung gegeben.

Die Rezepte sind vielfältig wie das Land selbst: Den traditionellen Kastanienkuchen findet man ebenso wie die Spaghetti mit Venusmuscheln, den Reis mit Erbsen, die frittierten Salbeiblätter mit Sardellen, die Reisbällchen oder die Meringen.

Der Praxistest:
Die Rezepte gelingen, sind wirklich „typisch italienisch“ und schmecken! Mehr braucht man dazu kaum zu sagen. Schön finde ich, wie man sich hier durch die Rezepte entlang hangeln kann und oft bei einem anderen Rezept hängen bleibt, als bei dem, das man eigentlich gesucht hat. Man wird zum Ausprobieren verleitet und lernt das schöne Land am Mittelmeer von der eigenen Küche aus noch ein wenig besser kennen.

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Nachgekocht: Risotto Mari E Monti von Seite 369

Fazit:
Wer die italienische Küche mag und traditionelle Rezepte aus diesem Land nachkochen möchte, ist mit diesem Buch bestens beraten. Es enthält mit den über 2000 Rezepten alles, was man aus dem letzten Italien-Urlaub kennt und noch viel mehr, von dem man bisher noch nie gehört hat. Es zeigt einem deutlich die regionalen Unterschiede der italienischen Küche auf, bringt einem die schlichte und doch so gute Hausmannskost wieder nah und, das wichtigste: Es macht riesig Spaß daraus zu kochen! Und vielleicht hat man mit „La Cucina“ sogar zum ersten Mal in seinem Leben ein Kochbuch, in dem man die Bilder oder Grafiken nicht vermisst, sondern sich an der Fülle der Vielfalt erfreut. Ein wunderbares Nachschlagewerk!

Bewertung: ✭ ✭ ✭ ✭ ✭

Kurzübersicht:
Titel: La Cucina – Die originale Küche Italiens
Autor: Accademia Italiana della Cucina
Herausgeber: Callwey Verlag
Umfang: 960 Seiten
Gewicht: ca. 1890 Gramm
ISBN: 9783766720368
Erstausgabe: 2013
Preis: 39,95 €

Rezepte aus diesem Buch:

Risotto Mari E Monti

Herzlichen Dank an den Callwey-Verlag, der mir das Rezensionsexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt hat. Meine eigene Meinung zu diesem Buch bleibt davon unberührt.

Noch einen Gin, Mylady?

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Als Queen Mum starb, war ich noch keine 20 Jahre alt. Und ich wusste auch nicht viel von der Dame, außer, dass ich sie einmal aus der Ferne gesehen hatte, sie die Mutter der englischen Königin gewesen war und dass sie es liebte, sich ein Gläschen Gin zu gönnen. Ersteres machte mich verdammt stolz, zweiteres war allein schon vom Namen her sowieso logisch und letzteres verwirrte mich einfach nur. „Gin? Wie kann man das nur trinken?“ Für mich war es damals einfach nur unbegreiflich, wie man nur um alles in der Welt Wacholderschnaps trinken kann und mich schüttelte es allein schon beim Gedanken daran. Inzwischen zähle ich mich selbst zu den „Gin-Nerds“ und könnte meinen Lieblingsgin am liebsten auf ein Podest ins Wohnzimmer stellen. Schuld an alle dem ist ein Gin-Cocktail, welcher lediglich aus Gin und Granatapfelkernen bestand. Ich konnte einfach nicht widerstehen: Allein schon die Idee Granatapfelkerne in Gin zu versenken, mit welchem sie sich wunderbar mit Wacholderaroma vollsaugen könnten um mit einem Bissen im Mund zu explodieren… ein Traum!

Seit diesem Tag verstehe ich die liebe Queen Mum und ihre kleine Schwäche für dieses köstliche Gebräu. Dem „gewöhnlichen“ Gin für Cocktails gesellten sich somit Lieblingssorten hinzu, die teilweise kaum unterschiedlicher sein könnten. Der Monkey 47 verzaubert mich somit seit fast einem Jahr mit seiner zitruslastigen und fruchtigen Frische und vor ein paar Wochen zog mich dann auch der Next Level von Simon’s in seinen Bann. Im Gegensatz zum Äffchen ist dieser vollgepackt mit wärmend-würzigen Aromen, schmeckt wunderbar nach Kardamom und fasziniert somit auf eine vollkommen gegensätzliche Art. Wie beim Monkey47 kommen all seine Zutaten aus Deutschland und er wird ebenfalls komplett zu Hause und in liebevoller Handarbeit hergestellt.

Und obwohl beide Gins auch pur ein wahrer Genuss sind, gönne ich mir ab und an einen Cocktail damit. Immerhin ist Sommer und dies muss gefeiert werden! Dazu passt ein entspannender Abend auf Balkon oder Terrasse und die sonnendurchflutete Musik der Beach Boys. 

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Gin & Tonic

Der Clou bei diesem Cocktail ist die richtige Kombination von Gin und Tonic Water. Das ist ähnlich wie bei der Liebe: Entweder es funkt… oder es funkt nicht.

Gerade die Tonic Waters von Fever-Tree haben es mir ganz besonders angetan.

Meine Favoriten für meine Lieblings-Gins:
Der Next Level Gin mit dem Indian Tonic Water von Fever-Tree und der Monkey47 mit dem Mediterranean bzw. Elderflower Tonic Water (ebenfalls von Fever-Tree).

Zutaten für 1 Portion

  • 4 cl Gin
  • 200 ml Tonic Water
  • 1 Scheibe Zitrone

Zubereitung

Eine Scheibe Zitrone auf das Glas verteilen und dieses einen knappen cm hoch mit Gin füllen. Mit Tonic Water auffüllen. Wer es eiskalt mag, gibt noch Eiswürfel mit ins Glas.

White Lady

Dieser Gin-Cocktail ist eine tolle Alternative zum Lieblings-Longdrink. Gesehen habe ich das Rezept bei der lieben Shermin und musste es sofort selbst ausprobieren. Das Ergebnis ist ein köstlicher, erfrischender Gin-Cocktail, der mit dem Zitronensaft herrlich *BÄM* im Mund macht. Ersetzt man den Zuckersirup durch 1-2 TL Rohrzucker ist der Cocktail ein wenig säuerlicher und herrlich spritzig; etwas worauf ich zum Beispiel sehr abfahre. Einfach mal ausprobieren – jedenfalls ist er perfekt für den Sommer!

Zutaten für 2 Gläser

  • 8 cl Gin
  • 4 cl Zitronensaft, frisch gepresst
  • 2 cl Orangenlikör
  • 2 cl Zuckersirup
  • Eiswürfel

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Cocktail Shaker füllen, diesen verschließen und kräftig schütteln. Die Flüssigkeit (ohne die Eiswürfel) auf Gläser verteilen und kalt genießen.

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Wodka Tonic

Kein Gin-Fan? Oder einfach mal Lust auf was anderes? Der Gin & Tonic funktioniert auch wunderbar mit Wodka!

Zutaten für 1 Portion

  • 4 cl Wodka (ich mag für Cocktails den Absolut aus Schweden sehr gerne)
  • 200 ml Tonic Water 
  • 2-3 Zweige frische Kräuter, wie beispielsweise Zitronenmelisse oder Thymian

Zubereitung

Die Kräuter ins Glas geben und einen knappen cm hoch Wodka eingießen. Mit Tonic Water auffüllen. Auch hier gilt: Wer es eiskalt mag, gibt noch Eiswürfel mit ins Glas.

Film-Food Tag: „The Peter Pan“… und ein Nachruf

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Seinen ersten Kinobesuch vergisst man nicht so schnell. Meiner ist nun schon über 22 Jahre her: Ich war 7 Jahre alt als ich zum ersten Mal in einem Kinosessel Platz nahm und war wie verzaubert. Verzaubert vom wohl schönsten Ort auf der ganzen Welt. Wo man den findet? Zweiter Stern links und geradeaus bis zum Norden. „Hook“ war mein allererster Kinofilm und bis heute liebe ich ihn, in all seinem herrlich-kindlichen Kitsch.

Gestern ist Robin Williams im Alter von 63 Jahren von uns gegangen. Wir haben einen wunderbaren Menschen verloren.

Peter Pan war vielleicht nicht seine Paraderolle; einige viel mehr bekanntere Filme von ihm zieren unser DVD-Regal. Darunter traurige, wie “Hinter dem Horizont”, nachdenklich-melancholische, wie “Der Club der toten Dichter”, gruslige, wie “One Hour Photo” und auch lustige, wie “Mrs. Doubtfire”… Dennoch. Für mich wird er immer der Peter Pan sein, der zumindest teilweise doch erwachsen geworden ist und nicht vergessen hat, wie man lacht, kämpft, kräht und fliegt.

Ihm zu Ehren gibt es heute einen Burger. Keinen unsichtbaren, wie ihn die verlorenen Jungen in “Hook” essen, sondern einen echten, komplett selbst gemachten Burger. Mit selbst gebackenen Burger Buns, Pak Choi aus dem eigenen Garten und selbst gewolften Pattys.

Goodbye Mr. Williams. May you rest in peace.

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The Peter Pan

Zutaten für 4 Burger

Für die Brioche-Buns (wieder und nie mehr anders nach Alex bzw. Uwe):

  • 35 ml Milch
  • 75 ml Wasser
  • 1/4 Frischhefe
  • 1 EL Zucker
  • 230 g Weizenmehl 550er
  • 1 TL Salz
  • 30 g zimmerwarme Butter
  • 1 Ei + 1 weiteres zum Bestreichen
  • 1 EL Roggen- oder Weizenschrot bzw. Vollkornmehl zum Bestäuben
  • weiteres Mehl

Für die Rinder-Pattys: 

  • 500 g Rindfleisch von der Querrippe
  • 5 g Salz

Für die Gurken-Kapern-Mayonnaise:

  • 4 großzügige EL Mayonnaise (ich habe extra frische angerührt… Rezept folgt)
  • 2 kleine Essiggurken, in grobe Würfel geschnitten
  • 2-3 TL Kapern, grob gehackt
  • 1/2 TL Cayennepfeffer oder auch gutes Paprikapulver

Belag: 

  • 8-12 Blätter Pak Choi

Zubereitung

Pattys: Ca. ein Drittel vom Fleisch in 2-3 cm große Würfel schneiden. Mit dem Salz vermischen und abgedeckt im Kühlschrank für 4-6 Stunden ruhen lassen. (Derweil am besten die Buns vorbereiten.) Anschließend das restliche Fleisch ebenfalls in Würfel schneiden und durch die grobe Scheibe eines Fleischwolfs drehen. Das gesalzene Fleisch mit dem frischen Hack vermischen und erneut durch den Wolf drehen. So wie es aus dem Wolf kommt zu 4 möglichst gleich großen Patties formen. Beiseite stellen. 

Burger-Brioche-Buns: Während das Fleisch für die Patties gesalzen aber noch ungewolft im Kühlschrank steht mit den Buns beginnen: Milch, Wasser und Zucker in einen Topf geben und erwärmen, bis das Gemisch handwarm ist. Die Hefe hinein bröseln und verrühren, bis sich Hefe und Zucker aufgelöst haben. Den Herd ausschalten. Das Gemisch für ca. eine halbe Stunde stehen lassen, bis es glücklich vor sich hinblubbert. Die übrigen Zutaten in eine Schüssel geben, mit dem Gemisch übergießen und mit der Küchenmaschine für mindestens 5 Minuten zu einem glatten, klebrigen Teig verkneten. Großzügig Mehl auf eine Arbeitsfläche verteilen und den Teig nun mit den Händen so lange weiter kneten und dabei immer wieder die Arbeitsfläche mit Mehl einstäuben, bis der Teig gerade so nicht mehr klebt. Den Teig wieder in die Schüssel geben, abdecken und für 2 Stunden ruhen lassen.

4 gleich große Teiglinge abstechen (ich habe hierzu eine Waage zur Hilfe genommen) und zu Kugeln rundschleifen. Diese eine weitere halbe Stunde ruhen lassen, unsere durften diese Zeit unter dem Bäckerleinen verbringen. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Schrot bzw. Vollkornmehl sieben. Das im Sieb verbleibende Spreu behalten. Die Buns vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Das übrige Ei verquirlen, die Buns damit einpinseln und am Schluss noch das Spreu darüber streuen. Für etwa 15 Minuten backen.

Gurken-Kapern-Mayo: Alle Zutaten verrühren, abschmecken, und bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.

Burger basteln: Die Patties vor dem Zubereiten Zimmertemperatur annehmen lassen. Den Grill anheizen und die Patties bei direkter Hitze von der einen Seite ca. 2-3 Minuten lang grillen, dann wenden und weitere 1-2 Minuten grillen. Am besten mit geschlossenem Grill-Deckel. Die Buns mittig durchschneiden und ebenfalls nochmal ganz kurz auf den Grill legen; gerade so lange, dass die Schnittkante schön knusprig und leicht goldenbraun geröstet wird.

(Bei einer Zubereitung in der Pfanne die Patties von jeder Seite 1 knappe Minute länger in der Pfanne lassen.) 

Auf die Unterseite jedes Buns einen guten TL der Gurken-Kapern-Mayonnaise verteilen, den Patty darauf geben. Je 2-3 Blätter Pak Choi auflegen und den Rest der Mayonnaise darüber verteilen. 

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Erste-Hilfe-Kit bei Keks-Apokalypse: Ein Blech voller Kaisersemmeln

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Was macht eigentlich das Krümelmonster, wenn die Kekse alle sind? Also so richtig alle? Aus-Ende-vorbei-alle. Würde es mit den drolligen Glubsch-Augen kullern, bis in alle Zeit? Oder muss als nächstes der Kuchen dran glauben? Oder geht es weniger um das Süße sondern tatsächlich mehr um die Krümel? Vielleicht möchte das Krümelmonster, wenn die Keks-Apokalypse bevor steht, den Kuchen lieber stehen lassen und sich über leckere Brötchen hermachen? Knuspern würden ein paar leckere Brötchen auf jeden Fall mehr als so ein Stück Kuchen, der Krümel-Faktor wäre gigantisch und handlicher wären sie auch. Und den Duft von frisch gebackenen Brötchen ziehe ich persönlich jedem noch so verführerischen Schoko-Duft von Keksen vor. Ob das Krümelmonster das auch so sehen würde?

Vielleicht würden sich die lecker-knusprigen Brötchenkrümel aber auch hoffnungslos im blauen Wuschelfell festsetzen und man müsste das arme Tier nach jedem Brötchen-Überfall erst einmal gründlich sauber pusten. Ob das Krümelmonster Angst vor dem Staubsauger hat…? Vielleicht sollte man vorher Vorkehrungen treffen und in der Sesamstraße nachfragen. Denn nichts gäbe es traurigeres als ein arbeitsloses und verschrecktes Krümelmonster. Allein schon der Gedanke! Zum Glück gibt es derzeit noch genügend Kekse! Dennoch. Es kann ja nicht schaden schon einmal zu üben und die Vorkehrungen für den Keks-Notfall zu proben. Mein Vorschlag: Einmal die Woche Routine-Survival-Training für die Rettung des kuscheligsten Lieblingsmonsters auf der Welt. Die dabei entstehenden Kaisersemmeln kann man natürlich auch selber vernichten, bis die Apokalypse wirklich naht und man für den blauen Freund mitdenken muss. Die schmecken nämlich fein, die Brötchen!

Das Originalrezept hab ich bei der lieben Frau Feinschmeckerle gefunden und finde das Rezept perfekt für die Tage, an denen man dringend Brötchen braucht, aber noch keinen Vorteig im Kühlschrank stehen hat. Die Brötchen schmecken super lecker und halten sich auch gut bis zum nächsten Tag, so dass man in einer Fuhre genug für das ganze Wochenende backen kann.

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Kaisersemmeln

Zutaten für 10 Brötchen

Vorteig:

  • 150 g Weizenmehl (1050er)
  • 135 ml Wasser
  • 10 g Frischhefe, zerbröselt

Hauptteig:

  • 350 g Weizenmehl (550er)
  • 140 ml Wasser
  • 10 g Salz
  • 20 g Butter
  • 1/2 TL Honig oder Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten für den Vorteig gut mit einander verrühren. 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Den Vorteig mit allen Zutaten für den Hauptteig in eine Schüssel geben und 10 Minuten lang kneten. 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen.

Den Teig kurz und kräftig durchkneten (ausstoßen) und in 10 möglichst gleich große Portionen teilen. Die 10 Teiglinge allesamt zu Kugeln rundschleifen und für nochmals 10 Minuten ruhen lassen.

Die Teiglinge zu Kaisersemmeln formen (zum Beispiel nach dieser Video-Anleitung) oder mit einem Brötchenstempel bearbeiten. Die Brötchen zum Abschluss weitere 35-45 Minuten gehen lassen. Bei uns dürfen sie dafür unter das Bäckerleinen. Während dessen auch schon den Backofen (am besten mit Pizzastein) auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Brötchen in den Ofen schieben, etwas Wasser zur Dampf-Entwicklung hinzu geben (1-2 EL reichen aus) und für insgesamt 20-25 Minuten backen. Nach den ersten 10 Minuten die Ofentür weit öffnen um den Dampf abzulassen, den Ofen wieder schließen und für die restliche Backzeit die Temperatur auf 200°C senken.

Die fertig gebackenen Brötchen aus dem Ofen holen (wer mag, dass sie schön glänzen, kann sie in heißem Zustand mit ein wenig Wasser bepinseln) und auf einem Gitterrost auskalten lassen.

Zeitstrahl

Insgesamt benötigen die Brötchen knappe drei Stunden vom ersten Anrühren bis zum Heraus holen aus dem Ofen.

Wer also um 6 Uhr morgens mit dem Teig beginnt hat schon um 9 Uhr köstliche und selbst gebackene Frühstücksbrötchen.

Mit Soulfood gegen den Sommerblues

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Der deutsche Sommer spielt uns manchmal übel mit. Entweder brennt die Sonne gnadenlos auf uns herab und die Windstille sorgt für ein mühseliges Schleppen durch den Tag… oder der Himmel fällt uns auf den Kopf und beschert uns mit Wolkengüssen. An manchen Tagen ist es sogar eine Mischung aus beidem, da uns Thor mal wieder mit einem heftigen Gewitter beschenkt. Trübselig sind allerdings diese Sommertage, an denen man das Gefühl hat, bald wieder die Heizung anschalten zu müssen (oder – noch schlimmer – an denen man dies tatsächlich schon tun muss!). Die Tage, an denen der Nebel morgens schon über die Felder kriecht, man sich nicht mal mehr selbst davon überzeugen kann, in Flip Flips und Sommerkleid „wirklich noch nicht“ zu frieren und man sich schon zum ersten Mal am Abend mit seiner Schmusedecke auf’s Sofa kuschelt.

Doch was tun, wenn der Wettergott nicht mitspielt? Wenn die Gedanken nur allzu schnell melancholisch werden und man sich nach zwei Wochen Regen die, vorher noch verteufelten, 30°C zurück sehnt. Man könnte klein beigeben und jedes Mal ein klägliches Schniefen von sich geben, wenn man die braun gebrannten Füße wieder in die Socken stecken muss… Aber es geht auch anders! Man kann dies auch zelebrieren. Ruhige Musik an einem gemütlichen Abend zu zweit auf dem Sofa – warum denn nicht? Vielleicht auch mit einem feinen Brettspiel, das sich das letzte halbe viertel Jahr im Schrank versteckt hat? Oder auch einfach mal wieder ein Abendessen bei Kerzenschein, weil die dunklen Gewitterwolken ab 18 Uhr den Tag zur Nacht machen. Dazu ein Soulfood, das den Sommer herrlich mit den ersten Eindrücken des Herbstes verbindet und schon findet man es gar nicht mehr so schlimm, dass die Zeit mal wieder so schnell vergeht! Die ersten Pilze gibt es schon auf dem Markt zu kaufen – also warum nicht auch die sommerlichen Garnelen beim Fischhändler mitnehmen und beides zusammen ins Risotto werfen? Das funktioniert nämlich grandios! 

Die Idee für dieses Risotto haben wir aus dem Buch “La Cucina – Die originale Küche Italiens”. Im Originalrezept stehen Steinpilze; doch da es für diese nun wirklich noch zu früh im Jahr ist, haben wir uns mit feinen Shitake-Pilzen begnügt. Zudem durfte am Schluss eine gute Portion Steinpilzsalz mit in den Topf. Genial! Es ist übrigens ein Risotto, das tatsächlich ohne Parmesan auskommt, dafür Dank dem untergemischten Cognac wunderbar wärmt. In der Tat perfekt für einen trübseligen Tag im August, an dem man sich vom Sommer verraten fühlt. 

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Risotto Mari E Monti

Zutaten für 2 Portionen

  • 150 g Risottoreis
  • 1 Knoblauchzehe, gewürfelt
  • 8-10 Garnelen, geschält und vom Darm befreit
  • 1 Hand voll Shitake-Pilze, geputzt und gedrittelt bzw. halbiert
  • 1 kleines Glas Weißwein (50-100 ml)
  • 500 ml Brühe (bei uns in diesem Fall vom Rind)
  • 1 EL Rucola, grob gehackt
  • 1 kleiner Schuss Cognac
  • 2 EL Butter
  • 1 TL Steinpilzsalz
  • Pfeffer

Zubereitung

1 EL der Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen und den Knoblauch sanft für ein paar Minuten darin andünsten. Die Garnelen und Pilze hinzu geben, nach zwei weiteren Minuten auch den Reis. Alles gemeinsam andünsten, dann mit dem Wein ablöschen. Warten, bis sich die Alkoholwolke verzogen hat und eine Kelle der Brühe in den Topf geben. Immer mal wieder gut im Topf rühren, bis die Flüssigkeit fast komplett im Reis „verschwunden“ ist. Dann die nächste Kelle Brühe hinzu geben usw.

Etwa 15 Minuten so weitermachen, bis die Brühe komplett aufgebraucht ist bzw. der Reis so gar ist, dass er schon weich ist, aber noch ein ganz klein wenig Biss hat, wenn man ihn kaut. Also probiert den Reis vor den letzten 1-2 Kellen Brühe ruhig immer mal wieder. Sollte die Brühe nicht ausreichen, könnt Ihr etwas Wasser (oder auch Wein) nehmen. Es kann aber auch sein, dass Ihr gar nicht die komplette Brühe benötigt.

Sobald das Risotto gar ist und die Flüssigkeit fast komplett im Reis verschwunden ist (Risotto sollte niemals fest werden, sondern eher etwas zähflüssig wie Brei) mit dem Steinpilzsalz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Die restliche Butter und den Cognac unterrühren, den Deckel auf den Topf legen und diesen die Herdplatte ausschalten. Nach etwa einer Minute Ruhezeit im Topf das Risotto auf zwei Teller verteilen, mit dem Rucola bestreuen und rasch servieren.

“Die chinesische Tempelküche – vegetarische Originalrezepte aus berühmten buddhistischen Klöstern” von Martina Hasse

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Die vegetarische Küche kann so viel! Und sie ist gar nichts Neues. In China beispielsweise ernähren sich buddhistische Mönche schon seit Jahrhunderten vegetarisch. Sie glauben daran, dass alles Fleisch zum Kreislauf des Lebens und der Wiedergeburten gehört und achten jedes Lebewesen. Sie ernähren sich seit über tausend Jahren von Pflanzen. Von Wurzeln, Blüten, Stielen, Nüssen und Früchten. Und sie erkennen die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Ernährung an. Weniger fettbedingte Krankheiten stehen da ganz weit oben, gefolgt von vielen positiven Einflüssen der einzelnen Pflanzen.

Marina Hasse ist so fasziniert von dieser Küche, dass sie fünf der berühmtesten Klöster besucht und eine Rezeptsammlung in einem Buch zusammen gefasst hat. „Die Chinesische Tempelküche – Vegetarische Originalrezepte aus berühmten buddhistischen Klöstern“, erschienen im AT-Verlag. Und dieses Buch möchte ich Euch heute vorstellen. 

Coverdaten vom AT Verlag zur Verfügung gestellt

Coverdaten vom AT Verlag zur Verfügung gestellt

Erster Eindruck und Äußerliches:
Das Buch selbst ist gebunden und hat einen Schutzumschlag. Grafisch ist es schlicht gehalten und dem Thema angepasst; die Schrift ist gut zu lesen und die Rezepte stechen hervor. Mit seinen rund 230 Seiten ist das Buch eine schöne Ansammlung vieler, bunter Rezepte und die stimmungsvollen Fotografien von Jan-Peter-Westermann lassen einen komplett in die fernöstliche Kloster-Welt eintauchen. Neben den einzelnen Rezepten, die allesamt von appetitanregenden Bildern begleitet werden, findet man im Buch auch Eindrücke in die jeweiligen besuchten Klöster. Auch hier unterstützen die Fotografien von Mönchen, Statuen, ruhigen Außen- und Innenstillleben und lassen auf keiner Seite vergessen, worum es in diesem Buch geht.

Zum Inhalt:
Der Titel ist Programm. Das Buch beginnt mit einem Grundsatz zum Vegetarismus und der Ideologie dahinter, bzw. der Bedeutung für die buddhistischen Mönche und den Merkmalen der buddhistischen Kochkunst, insbesondere im Szechuan-Gebiet Chinas. Der anschließende Hauptteil gliedert sich in fünf große Kapitel, jeweils einem besuchten Kloster zugehörig. Martina Hasse beginnt jedes Kapitel mit einer Einleitung samt Beschreibung über das Kloster selbst und schließt dem die einzelnen, dort gesammelten Rezepte an. Dem Hauptteil folgt eine Liste mit Literaturanregungen für Interessierte, ein Glossar zu den einzelnen traditionellen Lebensmitteln samt Erklärung zu deren gesundheitlicher Auswirkung (sehr interessant!) sowie deren Einsatz in der Küche und schließlich das übersichtliche Rezeptverzeichnis. Die gesundheitlichen Auswirkungen kommen über das gesamte Buch hinweg immer wieder zu Sprache und rücken somit leicht in den Vordergrund ohne sich jedoch aufzudrängen.

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Nachgekocht: Staudensellerie mit Cashewnüssen von Seite 35

Die Rezepte:
Was gleich ins Auge fällt: Es sind tatsächlich traditionelle Rezepte! Nicht „eingedeutschte“ Gerichte, in denen ursprüngliche, chinesische Zutaten durch Ersatzprodukte vertauscht wurden, sondern originalgetreue Einblicke in die chinesische Kochkunst. So findet man Zutaten wie Yamswurzel, Tofuhaut, Bambussprossen oder Sojabohnen, allerdings auch uns bekannte Lebensmittel, wie Spargel, Fenchel, Sellerie, Kürbis und eine große Vielzahl von Nüssen und Pilzen. Und selbst hier bleibt das Buch spezifisch und erfrischend vielfältig. Im Rezept Bambussprossen-Pilz-Terrine mit Ginkokernen (Seite 85) beispielsweise ist die Rede von Schopftintlingen. Schonmal gehört? Schonmal probiert? Sie wachsen auch bei uns, sind eine reine Delikatesse und schmecken nach einer Mischung aus Steinpilz und Spargel.

Viele der Rezepte sind nicht nur vegetarisch, sondern gar vegan. So beispielsweise die Löwenkopfklopse mit Spinat (Seite 36), die Kürbisküchlein mit Sesam (Seite 96), der geschmorte Taro mit Abalonepilzen (Seite 129) oder das Mango-Sushi (Seite 140). Die besonderen Vorlieben und Spezialitäten der jeweiligen Klöster werden hierbei im jeweiligen Kapitel zusammen gefasst und bilden einzelne, lockere Themengruppen. So findet man im Kapitel zum Kloster Baoguangsi deren berühmte „Fang-Huncai-Gerichte“ (Fleischgerichte mit vegetarischen Zutaten) im Kapitel über das Kloster Wuyousi einige Sushivarianten und bekommt bei der Beschreibung des Yongxingsi-Nonnensklosters einen Einblick in das älteste Teefeld der Welt, samt Rezepten mit Tee, wie beispielsweise Grüntee-Tofu (Seite 154). „Beilagen“, wenn man so will, findet man ebenso in fast jedem Kapitel, wie Hauptgerichte, Knabberzeug, Getränke und Süßspeisen. Ein bunter Mix, bei dem jeder fündig wird.

Der Praxistest:
Die Rezepte sind kurz gehalten und allesamt einfach nachzukochen, so dass man rasch Lust bekommt tiefer in die vegetarische, buddhistische oder auch südostasiatische Küche einzutauchen. Man lernt ohne großen Aufwand köstliche vegetarische Gerichte auf den Tisch zu bringen, die vielfältig und abwechslungsreich sind. Schwieriger ist es an die traditionellen Zutaten heran zu kommen: Taro bekommt man in Deutschland kaum, ebenso selten sind Yamswurzeln, in Salz eingelegte Enteneier oder Süßkartoffelblätter. Hier muss man entweder die Zutaten weglassen oder erfindungsreich werden mit dem, was es hierzulande zu kaufen gibt. Das Glossar mit der Beschreibung zu den einzelnen Zutaten, sowie Tipps und Hinweise bei den Rezepten helfen hier ab und an weiter, aber auch kreatives Probieren.

Einzige Rezepte listen in den Zutaten Fleischersatzprodukte auf, wie beispielsweise vegetarisches Huhn… sicher kann man hier auch sein eigenes Ding mit einem echten Huhn draus machen. Warum denn nicht?! Schön ist es, dass man beim Nachkochen die Wirkung der einzelnen vegetarischen Produkte ans Herz gelegt bekommt: Sellerie ist gut für die Nerven, bei Unwohlsein oder bei Krämpfen. Nüsse senken den Cholesterinspiegel und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Erdnüsse senken den Appetit auf Fleisch, unterstützen die Lunge und den Magen und helfen bei Mangelerscheinungen. Bambus hilft bei Arthrose, Rheuma und Asthma, stärkt Bindegewebe und Nerven, ja hilft sogar bei psychischen Leiden. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Gerichte sind jeweils farblich und grafisch hervorgehoben, so dass man diese rasch findet, aber auch überlesen kann, wenn man mag. 

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Nachgekocht: Knuspererdnüsse von Seite 49

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das dazu verführt vegetarisch-chinesisch zu kochen, wenn auch manche der Zutaten logischerweise in Deutschland eher schwierig zu bekommen sind, wenn nicht gar ganz ersetzt werden müssen. Mich begeistert, dass der Vegetarismus zwar das Hauptthema des Buches ist, aber nicht missioniert wird. Dass die Rezepte allesamt fleischlos sind, fühlt sich eher wie „Nebensache“ an, anstatt krampfhaft darauf ausgelegt zu sein, und somit spielt das Buch auf wunderbare Weise mit den Möglichkeiten der pflanzlichen Zutaten. Die stimmungsvollen Bilder machen Appetit auf das Ausprobieren und das Ergebnis auf dem Teller schmeckt. Nicht nur für Vegetarier geeignet!

Bewertung: ✭ ✭ ✭ ✭ ✩

Kurzübersicht:
Titel: Die Chinesische Tempelküche – Vegetarische Originalrezepte aus berühmten buddhistischen Klöstern
Autor: Martina Hasse
Herausgeber: AT Verlag
Umfang: 232 Seiten
Gewicht: ca. 1115 Gramm
ISBN: 978-3-03800-498-1
Erstausgabe: 2010
Preis: 29,90 €

Rezepte aus diesem Buch:

Staudensellerie mit Cashewnüssen

Herzlichen Dank an den AT Verlag, der mir das Rezensionsexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt hat. Meine eigene Meinung zu diesem Buch bleibt davon unberührt.

Bescheidene Zauberbohnen auf Parmaschinken

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An manchen Tagen möchten wir zu den Sternen greifen. Es hoch hinaus schaffen. Nur das Beste bekommen, tun und sein. So weit nach oben schauen wir da manchmal und hetzen auf der Suche nach diesem Etwas durch die Welt, dass wir die Dinge, die direkt vor unseren Füßen liegen, gerne übersehen. Das Einfache. Das Bescheidene. Und das Schöne im Alltag. Manchmal vergessen wir sogar fast uns an diesen Kleinigkeiten zu erfreuen, nehmen sie für selbstverständlich und halten viel zu selten inne um zu sagen: „schön!“. Ein schöner Sonnenaufgang, ein lieber Mensch, neben dem man Tag für Tag aufwachen darf oder einfach nur der Luxus, sich morgens einen Espresso gönnen zu können. Das Lieblingslied im Radio auf dem Weg zur Arbeit oder einfach nur ein entspannender Abend, nur für sich selbst, nach einem anstrengenden Tag.

Auch beim Essen streben wir gerne nach Perfektion und vergessen dabei, dass die Genialität manchmal in der Schlichtheit liegt. Ein-zwei gute Zutaten, fein kombiniert, können mit ein paar wenigen Handgriffen an manchem Abend besser tun, als ein Sternemenü in einem Restaurant.

Dieses Gericht beispielsweise sah ich in Nigel Slaters „Tender“ und wusste auf den ersten Blick: Das muss ich ausprobieren! Dicke Bohnen, frisch gepflückt, aus der Schote gepult, kurz in Wasser gegart und mit ein wenig gutem, spanischen (in unserem Fall italienischen) Schinken auf einem Teller angerichtet. Etwas Vinaigrette darüber, dazu ein Glas Tischwein und ein Stück vom frisch gebackenen Ciabatta… Sommerherz, was begehrst Du mehr? Bohnen können doch (ver)zaubern!

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Bohnen mit Schinken

Zutaten für 1 kleine Sommer-Portion oder Vorspeise

  • 1 gute Hand voll dicke Bohnen in ihren Schoten
  • 1 TL Rotweinessig
  • 3 TL Olivenöl
  • 3 Scheiben guten Parmaschinken (oder San Daniele oder auch anderen Schinken nach Wahl)

Zubereitung

Die Bohnen aus ihren Schoten schälen und einen Topf mit etwas Wasser zum Kochen bringen. Die dicken Bohnen ins kochende Wasser geben. Maximal 3 Minuten lang kochen, dann in ein Sieb abgießen und gründlich unter kaltem Wasser abschrecken. 

Die Bohnen nun aus ihren Häuten pulen. Beiseite stellen. Den Schinken in kleine Stücke rupfen, auf einem Teller anrichten. Essig, Öl, Senf und Salz verrühren. Die Bohnen auf dem Schinken verteilen und mit dem Dressing beträufeln. Wer mag gönnt sich dazu ein paar Scheiben gutes Weißbrot und ein Gläschen Wein. 

Unsere dicken Bohnen haben wir übrigens selbst in Kübeln aufgezogen. Daher widme ich diesen Beitrag dem “Balkon-Bewohner”-Event von Peggy Schatz. Für unsere Bohnen haben wir dieses Saatgut verwendet. Die Bohnen werden nur einen knappen Meter hoch, müssen nicht unbedingt aufgebunden werden und sind super im Kasten aufzuziehen. Nächsten Sommer wieder!

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