Dünn, knusprig, göttlich: Armenisches Fladenbrot zum World Bread Day 2014

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Nichts gibt es wohligeres als den betörenden Duft von frisch gebackenem Brot. Ist es dann noch selbst gemacht und kann man den Backgeruch im eigenen Heim erleben, ist das ein bisschen wie Wolke7. Fast zu leicht lässt sich dabei vergessen, dass wir Glück haben. Glück, genug zu Essen zu haben. Glück überhaupt essen zu können und dabei eventuell sogar noch Genuss verspüren können; und sei das Gericht noch so simpel.

Essen ist ein Grundbedürfnis. Neben genügend Wasser am Tag hält uns die Nahrung am Laufen, gibt uns Energie und sorgt dafür, dass wir überhaupt lebensfähig sind. Der heutige Weltnährungstag erinnert uns daran, dass genügend Lebensmittel zur Verfügung zu haben ein Privileg, und keinesfalls selbstverständlich, ist. Und er erinnert uns daran, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, im Kampf gegen den Hunger. Hand in Hand mit dem Weltnährungtag kommt der World Bread Day. Ein von Zorra in die Welt gerufenes Projekt, das Blogger rund um den Globus dazu aufruft heute Brot zu backen und darüber zu berichten. 

Dieses Jahr habe ich mich für ein Brot entschieden, das innerhalb von 1-2 Stunden fertig ist und für dessen Zubereitung man weder Hefe noch Sauerteig-Kulturen benötigt, sondern schlicht das, was der Vorratsschrank ohnehin meist immer zu bieten hat: Mehl, Wasser, Öl und Salz. Simpelste Zutaten, die – garniert mit etwas Knoblauch, Zwiebel, Schwarzkümmel, Sesam und Mohn – nicht nur ein köstliches Brot ergeben, sondern auch für das Auge einen wahren Festschmaus darbieten. Das armenische Fladenbrot eignet sich hervorragend als Appetitanreger, knuspert sich aber auch als Snack oder Beilage wunderbar nebenbei weg. Das Brot zu backen ist eine reine Wonne: Der Duft frisch gebackenen Brotes vereint sich im Ofen mit den betörenden Aromen von Knoblauch und Olivenöl und kaum ist es aus dem Ofen, ist es auch schon fast weggefuttert. Das Brot ist herrlich knusprig und durch die vielen Samen voll gepackt mit mit nussigen Aromen. Schlicht: Ein Brot, von dem man nicht genug bekommen kann. Das Ziehen des Teiges erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl und Übung, doch nach ein-zwei Versuchen hat man es schnell raus.

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Das Rezept ist aus dem Buch „Gutes Brot selber backen“ von Emmanuel Hadjiandreou; ich habe es wieder ganz leicht abgeändert.

Armenisches Fladenbrot

Zutaten für 2 Bleche

  • 1 1/2 EL Olivenöl
  • 1 1/2 EL Wasser
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 80 g Weizenmehl 550er
  • 1/2 TL Salz
  • 25 ml Olivenöl (oder anderes Pflanzenöl)
  • 40 ml Wasser
  • 1/2 kleine Zwiebel
  • 1 TL Mohnsamen
  • 1 EL Schwarzkümmel
  • 1 EL Sesam

Zubereitung

Den Knoblauch schälen und fein hacken. Mit den 1 1/2 EL Olivenöl und Wasser vermischen und zum Aromatisieren beiseite stellen. Die Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. 

Das Mehl mit dem Salz, dem Olivenöl und dem Wasser vermischen. Die Schüssel abdecken und den Teig 10 Minuten ruhen lassen. Dann einmal rings herum zur Mitte hin falten. Wieder für 10 Minuten zum Ruhen abgedeckt stehen lassen, dann erneut falten und den Vorgang ein letztes Mal wiederholen. Zuletzt für 30 Minuten ruhen lassen.

Den Teig in zwei möglichst gleich große Portionen teilen. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Portion des Teiges auf ein Backblech mit Backpapier legen, platt drücken und dann vorsichtig auseinander ziehen, bis er hauchdünn (beinahe durchsichtig) ist und knapp die Größe eines Backbleches erreicht hat. Reißt der Teig ein, ihn lieber für 10 weitere Minuten ruhen lassen und es dann erneut versuchen.

Den auseinander gezogenen Teig für weitere 10 Minuten ruhen lassen. Ihn anschließend mit einem scharfen Messer in kleine Stücke (6, 9 oder 12) schneiden und mit dem inzwischen durchgezogenen Knoblauchöl bestreichen. Die Hälfte der Zwiebeln, der Mohnsamen und des Schwarzkümmels bzw. Sesams darüber streuen und das Fladenbrot für 5-10 Minuten backen, bis es goldbraun und knusprig ist. Derweil schon die zweite Teigportion vorbereiten.

Die fertig gebackenen Fladenbrote auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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“Romani ite domum!” Und danke für das Tiramisu!

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Spätestens nach Monty Pythons Meisterwerk „Das Leben des Brian“ und der darin so wunderbar inszenierten Diskussion der Volksfront von Judäa (nicht zu verwechseln mit der judäischen Volksfront!) kennen wir nicht nur mindestens einen lateinischen (und korrekt ausgeführten) Satz. Wir wissen auch, was die Römer alles Gutes für uns getan haben. Das Aquädukt, die sanitären Einrichtungen, die Bildung, der Wein, die Sicherheit… und, nicht zu vergessen, mein allergrößter Liebling unter den Desserts: das Tiramisu.

Während ich neulich noch großspurig behauptete: „Für Käse lasse ich jedes andere Dessert links liegen!“ (nachzuhören hier), muss ich heute ganz kleinlaut zugeben, dass dies nicht auf Tiramisu zutrifft. Denn eigentlich könnte ich eine Gruppe für anonyme Tiramisu-Monster aufmachen. Ob einfach ganz schlicht aus der Auflaufform, versteckt in einem Cupcake oder getarnt als essbare Erde im Blumentopf… ich esse sie alle. Erst recht in meiner Lieblings-Variante mit Espresso und gutem, schottischem Whisky. So schlimm ist mein Laster, dass dieses köstliche Dessert nur maximal zwei Mal im Jahr im Hause Zuckerwatte auf den Tisch kommen darf. Ansonsten würde ich mich nämlich jedes Mal so hoffnungslos daran überfressen, wie Augustus Gloop an der Schokolade, Pippin an den Lembas oder Hurley an seinen Chicken Wings.

Dennoch. Manchmal überkommt mich der Jieper und fällt mir aus dem Nichts heraus ganz übel und hinterhältig in den Rücken. So auch neulich. Das Problem: Das wäre dann schon das zweite Mal in diesem Jahr… und Weihnachten kommt erst noch! Das große Fest am Jahresende ohne Aussicht auf Tiramisu? Unmöglich! Wenn ich aber an den Zutaten drehe und den Espresso mit Matcha und den Whisky mit Limettensaft und Sake ersetze… Zählt das dann? Nö oder?

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Matcha-Tiramisu mit Limetten und Sake

Zutaten für 4 Portionen

  • 2 Eiweiß
  • 2 Eigelb
  • 2 EL Rohrzucker
  • 250 g Mascarpone
  • Saft von 2 Limetten
  • 1-2 TL Matchapulver zum Kochen
  • 70 ml Sake
  • 12-20 Löffelbisquits
  • weiteres Matchapulver zum Dekorieren

Zubereitung

Das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit dem Zucker vermischen und ebenfalls schlagen, bis das Eigelb blass und cremig wird. Die Mascarpone unter das Eigelb mischen und das Eiweiß in 2 Portionen unterheben.

Das Matchapulver mit dem Limettensaft in eine flache Schüssel geben und mit dem Chasen (dem Bambusbesen) so lange miteinander verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Den Sake unterrühren. Die Hälfte der Löffelbisquits ganz kurz von beiden Seiten in die Flüssigkeit tauchen und in eine Auflaufform (Maße ca. 20 x 15 cm) oder in 4 kleinen Förmchen dicht aneinander legen. Mit etwa der Hälfte der Mascarpone-Creme bedecken und das Ganze wiederholen.

Das Tiramisu abdecken und für mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren etwas weiteres Matchapulver darüber sieben.

Faules Ochsenschwanzragout mit Nudeln

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Wenn die Tage schon um 6 Uhr zu Ende sind, weil es draußen dunkel wird, die Blätter an den Bäumen Farbe bekennen und nach und nach zu Boden segeln und morgens schon der Nebel, wie eine kalte Decke, über dem Land liegt… kommt die Zeit des inneren Schweinehunds. Ganz heimlich, still und leise schleicht er sich in unsere Leben und sorgt dafür, dass selbst aus den aktivsten von uns regelrechte Couchpotatoes werden, die sich allabendlich faul unter einer kuschelweichen Decke verkriechen und sich mit einem Glas Wein zu einem gemütlichen Essen verabreden.

Schlimm nur, wenn der Schweinehund gleich so übel zuschlägt, dass einem auch fast die Lust auf das Kochen vergeht. Da lobe ich mir die Herbstküche, in all ihrer Einfachheit. Eine schlichte Pilzpfanne. Ein Topf Nudeln mit “irgendeiner Sauce”, die man vielleicht sogar idealerweise schon vor ein paar Wochen (damals, als es noch Sommer war), aus sonnenverwöhnten und ofengerösteten Tomaten eingekocht hat und nun nur noch aufwärmen und mit reichlich Pecorino aufpeppen braucht. Oder ein Schmorgericht mit viel Rotwein und Gewürzen, bei dem der Ofen die ganze Arbeit für einen tut und das auch nach einem Tag Durchziehen noch lecker, wenn nicht sogar noch besser schmeckt, als frisch.

Idealerweise passen auch hierzu Nudeln. Zum Glück!

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Ochsenschwanzragout mit Spiralnudeln

Zutaten für 2 Portionen

  • 450 g Ochsenschwanz in Scheiben
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Butterschmalz
  • 2 Möhren, geschält und in Würfeln
  • 2 Zwiebeln, geschält und in Würfeln
  • 2 Stangen vom Staudensellerie, in groben Stücken
  • 1 Sternanis
  • 2 Wacholderbeeren
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1/2 TL Pilzpulver (aus getrockneten, geriebenen Pilzen)
  • etwas frisch geriebene Muskatnuss
  • 400 ml Rotwein
  • 1 EL Butter
  • 50 ml Madeira
  • 250 g Band- oder Spiral-Nudeln (wir: die Spiraloni XXL von Albgold)

Zubereitung

Den Ofen auf 100°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Ochsenschwanz-Stücke rings herum salzen und pfeffern, dann im Mehl wenden. Butterschmalz in einem kleinen, ofenfesten Topf erhitzen und das Fleisch darin rings herum anbraten (eventuell in mehreren Schüben). Das Fleisch heraus nehmen, das Gemüse und die Gewürze in den Topf geben und bei mittlerer Temperatur dünsten, bis die Zwiebeln glasig werden. Den Anis heraus fischen, dann alles mit dem Rotwein in zwei Zügen ablöschen und das Fleisch hinzu geben. Ist das Fleisch nicht vollständig bedeckt, die Sauce mit mehr Wein, Brühe oder Wasser aufgießen. Den Topfdeckel auflegen und für 6 Stunden in den Ofen schieben. Alle paar Stunden mal den Flüssigkeitsstand zu kontrollieren ist nicht falsch.

Das Fleisch aus dem Topf nehmen und die Sauce durch ein Sieb abgießen. Aufkochen, etwas einkochen lassen und/oder mit etwas Mehl abbinden. Die Butter, sowie den Madeira hinzu geben. Das Fleisch von den Knochen zupfen und in den Topf mit der Sauce geben. Ein letztes Mal kurz aufkochen und abschmecken. Die Nudeln nach Packungsanleitung al dente zubereiten, dann durch ein Sieb abgießen. Heiß und dampfend mit dem Ragout servieren.

Übrig gebliebene Sauce lässt sich übrigens hervorragend heiß in verschließbare Gläser abfüllen und für ein paar Tage im Kühlschrank aufheben. Wie war das nochmal mit den Nudeln und der Sauce, die man nur noch aufwärmen braucht? Genau!

Doppelmoral und Schokokekse

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Eigentlich möchte ich ja gelassen bleiben. Mich nicht aufregen. Mich nicht hervor tun. Nicht unbedingt den Kopf unten halten, aber möglichst immer alles relativ sehen. Abwägen. Und aus dem schwarz-weißen-Schubladen-Denken ausbrechen. Das Gesamtbild betrachten. Eigentlich…

Dennoch fällt es mir manchmal schwer. Erst neulich wieder. Man stelle sich vor: Ein ganz gewöhnliches Gespräch unter lieben Bekannten. Alltagsgeplänkel könnte man sagen. Gespräche über die Arbeit, das Wetter, das Wochenende. Und auf einmal fällt ein einziges, fast schon verächtlich ausgespucktes, Wort: Männer! Während mein Innerstes noch irritiert den Kopf schüttelt, erkennt ein anderer Teil von mir diesen Ton. Alarmanlagen mit ohrenbetäubenden Sirenen erklingen in Sekundenschnelle in meinen Ohren. „Jetzt bloß still sein! Nur nichts sagen…“ sagt eine Stimme in mir. „Bleib gaaanz ruhig!“. Wie eine Schallplatte in der Endlosschleife. Doch zugleich meldet sich eine zweite, sehr zornige, immer lauter werdende und auf Dauer kaum zu ignorierende Stimme in mir: „Warum eigentlich still sein? Warum nicht Partei ergreifen? Warum nicht zu dem stehen, woran Du glaubst?“

Während um mich herum zustimmende Ausrufe erklingen, laufen in meinem Kopf zeitgleich mehrere Filme der möglichen Zukunft ab: Wenn ich jetzt still bin, ist alles gut. Ich könnte stillschweigend lächeln, mich selbst dafür verachten, doch am Ende wäre alles rosarote Regenbogenwelt. Wir haben uns doch alle lieb. Wenn ich aber jetzt eingreife und sage: „Nicht alle Männer sind so.“ Dann hingegen beginnt es für mich richtig unangenehm zu werden. Auf einmal gelte ich als Männerverteidigerin. Stelle sich das einer vor! „Eine von denen“ höre ich sie förmlich stöhnen. Eine, die angeblich nicht für die Frauenrechte einsteht, denn „wie kann die nur!?“. Ist die Gruppe gemischt wird es erst recht gefährlich. Auf einmal werden die meisten still, während ich meine Wut heraus brülle. Und plötzlich sehe ich es, wie Gedankenwolken in einem SIMS-Spiel über den Köpfen meiner Freunde: „Feministin! Buhhhh!“

Feminismus ist ein schwieriges Thema (geworden). In letzter Zeit fühlt es sich immer weniger wie das an, wofür es eigentlich steht: Gleiche Rechte und Chancen für sowohl Männern als auch Frauen. Allerdings scheint sich der Begriff inzwischen als Synonym für die Sonderstellung der Frau bzw. der Nichtigmachung der Männer, wenn nicht gar für die Idee des Männerhasses, etabliert zu haben. Woran liegt das?

Viele Frauen scheinen zu denken, Männer seien „böse“. „Üble Machos“. Man solle sie alle meiden, denn sie seien doch „emotionslose Schweine“ – nicht zu vergessen „schwach, können sie doch keine Kinder zur Welt bringen“. Natürlich gibt es von dieser Medaille auch eine zweite Seite, werden wir Frauen ebenso oft verallgemeinert und als „zickige Tussen“, „heulsusige Hausfrauen mit nichts als Ärger“ oder „Blondinen, die nichts von Technik verstehen“ abgestempelt. 

Die Schubladen-Denkweisen beider Seiten macht mich unruhig. Warum diese Verallgemeinerung? Wann hören wir damit auf uns als Angehörige zweier unterschiedlichen Seiten zu betrachten und beginnen endlich damit, im Gegenüber einfach nur einen anderen Menschen zu sehen, der fühlt, denkt und (genau so wie wir!) sein eigenes Sorgen-Päckchen zu tragen hat? Wann lassen wir davon ab, den Feminismus zu beschimpfen bzw. ihn dafür einzusetzen uns Sonderrechte heraus zu nehmen? Machen wir uns damit nicht wieder selber schwach und erniedrigen uns dadurch selbst? Wir Frauen sind nicht geringer als Männer. Sind wir deshalb „besonders“ oder gar „besser“? Ich finde keineswegs. Wir sind einfach anders. Männer aber auch! Und was können sie uns wunderbar in den Arm nehmen!

Erst letzte Woche hat die wunderbare Emma Watson vor der UN eine Rede zum Thema „Feminismus“ gehalten und mich dazu bewegt auch hier darüber zu schreiben.

Bildquelle: unsplash

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Warum wird uns Frauen anerzogen, wir müssen emotional sein, nachgiebig, selbstlos-fürsorglich und zart, da wir sonst ja nicht mehr „gütig“ seien, wenn wir als Erwachsene dazu aufgefordert werden, mehr für uns selber einstehen? Warum müssen Männer konstant stark und dominant in ihrer Rolle als Versorger sein, wenn wir zugleich sagen, dass ersteres gar nicht stimme, zweiteres ganz schrecklich böse sei und drittens bitte auch uns das Recht zur Familienversorgung zustehe? Warum dürfen Männer nicht ihre Gefühle zeigen, genau wie wir Frauen, ohne sofort als “Memme” zu gelten? Warum dürfen wir alle nicht einfach so sein, wie wir sind und sein wollen – ohne uns in irgendwelche Vorstellungen verbiegen zu müssen? Es ist diese Doppelmoral, die mich unendlich stört. Haben wir denn keinen Respekt voreinander? Oder liegt es vielleicht am Respekt vor uns selbst?

Wann kann ich endlich wieder in einem Gespräch über Männer und Frauen einfach einmal Partei ergreifen, ohne sofort das Gefühl zu haben nun ins Fettnäpfchen getreten zu sein? Wenn ich mit anderen Frauen über den Alltag rede und meinen Mann vor oben genannten Klischee-Stempeln verteidige, möchte ich keine bösen Blicke bekommen, die mich als „eine von DENEN“ strafen. Genau so wenig möchte ich mich hervor tun in meiner ach so großen Allmächtigkeit und Güte als Frau, wenn ich am Wochenende mit Freude einen Kuchen für meinen Mann gebacken habe oder dabei die Butter im Kühlschrank mal wieder als erste gefunden habe. Und das nur, weil ich zufällig mit einem X-Chromosom mehr auf die Welt gekommen bin.

Ich möchte im Urlaub meinen Mann herum kutschieren dürfen, damit er die Landschaft anschauen kann, während ich den Spaß meines Lebens habe, ohne wieder zu Hause von der fassungslosen Frage konfrontiert zu werden, warum ich mir das nur angetan habe und ob ich den Urlaub so überhaupt genießen konnte. Ich möchte zu Hause meine Socken gewaschen bekommen, einfach so, und mich trotzdem darüber freuen dürfen. Denn wer sagt schon, dass dies selbstverständlich sei? Ich möchte zusammen mit meinem Lieblingsmenschen die Wocheneinkäufe erledigen, weil es alleine nichtmal halb so schön ist, und gemeinsam vor dem Gemüseregal entscheiden, worauf wir denn heute Abend Lust haben. Ich möchte nicht mitleidig die Schulter geklopft bekommen, weil ich mit meinen knapp 30 Jahren „keine Mami bin“. Ich möchte unser gemeinsames (Abend-)Essen kochen – nicht weil ich muss, sondern weil ich Hunger habe, groß genug bin, selbst etwas daran zu ändern und mir das Kochen Spaß macht. Ich möchte meinem Mann Blumen kaufen, wenn mir danach ist, ohne schräg angeguckt zu werden, weil man „Männern doch keine Blumen schenkt“. Genau so wenig mag ich mich rechtfertigen müssen, wenn ich in meinem Lieblingskleid vor die Tür gehe, einfach weil ich Lust drauf habe. Ich möchte für mich selbst entscheiden, wie ich mein Leben lebe.

Und ich möchte zusammen mit meinem Mann am Wochenende in der Küche stehen und diese Schokokekse backen. Wunderbar köstliche, dunkle, mit Nüssen voll gepackte Schokokekse, die uns beide glücklich machen. Egal ob Mann oder Frau. 

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Das Rezept habe ich mir von Nigel Slater abgeguckt und ein kleines Bisschen abgeändert – laut ihm passen zu diesen Keksen spätsommerliche, dunkelrote Beeren. Und er hat natürlich Recht.

Dunkle Schokokekse mit Pistazien und Haselnüssen

Zutaten für ca. 2 Bleche

  • 200 g Bitterschokolade (mindestens 70% Kakaoanteil)
  • 200 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 75 g Butter
  • 1 große Prise Meersalz
  • 2 Eier
  • 150 g Mehl
  • 25 g gemahlene Nüsse (ich: Haselnüsse)
  • 25 g gehackte Mandeln (ich: Pistazien)
  • 1/4 TL Backpulver

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Schokolade in einer Schüssel auf einem Wasserbad zum Schmelzen bringen. Nicht umrühren, aber ab und an die noch festen Schokostückchen in die bereits flüssige Schokomasse tunken.

Nebenbei die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier hinzu geben und kurz unterrühren. Die geschmolzene Schokolade zur Masse geben, verrühren. Das Mehl mit den Nüssen (wer mag, röstet sie vorher kurz in einer Pfanne an) und dem Backpulver vermischen und unter den Teig kneten.

Mit einem Esslöffel Portionen vom Teig abstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Mit reichlich Abstand voneinander setzen und die Teighäufchen auch nicht platt drücken – im Ofen laufen sie von selbst auseinander.

Je nach Größe für 8-12 Minuten backen (gehäufte EL-Portionen brauchen ca. 10-12 Minuten, kleinere Kekse etwas weniger). Die fertigen Kekse sind weich und sollten nach einer kurzen Abkühlzeit auf dem Backblech auf einem Kuchengitter komplett auskühlen.

“Autumn is coming”: Rote-Beete-Weizensauerteig-Brot

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Im Sommer lässt sich fast zu einfach die wohltuende Wirkung eines langlebigen Sauerteigbrotes in den Hintergrund zu verdrängen. Oft muss es schnell gehen und unkompliziert-mild schmecken soll es auch. Immerhin wollen wir unseren feinfühligen Sommergaumen nicht mit schwer-würzigen Aromen aus Roggensauerteig überfordern. Zu gemütlich wäre es außerdem. Nicht spritzig genug. Zu schwer, zu gemächlich. Sobald der Kalender aber auf den Herbst umschwenkt, können wir schon allmählich wieder daran denken, in unserem Gedächtnis nach der Sache mit dem Sauerteig (und seiner Umerziehung) zu kramen. Denn so langsam wird es wieder Zeit für die großen, rustikalen Brote mit ihren säuerlich-süßen Aromen.

Für Roggenbrote, mit krachender, dicker Kruste voller Röstaromen ist es vielleicht wirklich noch zu früh. Zu sehr würden sie die Geschmackskeule schwingen und nach einem halben Jahr milder Brote den Gaumen überreizen. Also greife ich auf Tyrion – meinen Weizensauerteig – zurück, der noch nicht ganz so viel geschmackliche Power hat, wenn auch schon an den großen Bruder erinnert und uns langsam auf dessen schwere Würze vorbereitet.

Das Brot schließlich mit Roter Beete zu verfeinern ist allein schon von der Farbe her eine schöne Idee, bedeutet dies nämlich eine sexy, rot-golden marmorierte Krume, die einen schon beim Anblick in die Knie zwingt. Doch auch geschmacklich gibt es einiges her, erinnert es nämlich daran, dass wir mitten im erntereichen Herbst stecken. Mit all seinen leuchtenden Farben, der Fülle an Aromen und der geradzu lebendigen Erdigkeit, die in der Luft liegt, bevor sich die Natur allmählich darauf vorbereitet sich in ihr Schneckenhaus der Winterruhe zurückzuziehen.

Das Ergebnis ist ein herbstlich-duftendes Brot mit relativ dünner, daher recht weicher und dennoch knusprigen, Kruste. Innen ist es von wunderschönen Blasen in einer traumhaft-bunten, sowie saftig-lockeren Krume durchzogen und passt hervorragend zu herzhaften Belägen, wie einem würzig-salzigen Käse oder einer guten Scheibe Schinken. Auch geröstet ist es fein und lässt sich so beispielsweise famos zu einem Sandwich der besonderen Art verarbeiten.

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Das Rezept habe ich im Buch “Gutes Brot selber backen” von Emmanuel Hadjiandreou gefunden und leicht abgeändert.

Rote-Beete-Weizensauerteig-Brot

Zutaten für 1 Brot

Für den Sauerteig:

  • 11 g “Tyrion” – Anstellgut vom Weizensauer
  • 110 g Weizenmehl, 550
  • 110 ml Wasser

Für den Hauptteig:

  • 275 g Weizenmehl, 550
  • 9 g Salz
  • 3-5 g frische Hefe (optional – ich habe sie verwendet, da Tyrion nach der Sommerpause noch etwas träge war)
  • 200 ml Wasser
  • 2 mittelgroße Knollen Rote Beete (ca. 150 g)

Zubereitung

Am Tag vor dem Backen den Sauerteig ansetzen. Dazu das Anstellgut mit dem Mehl und dem Wasser in einem luftdicht verschließbaren Behälter verrühren, abdecken und für 20 Stunden reifen lassen.

Am Backtag den Sauerteig (vorher 1-2 TL abnehmen und in einem Schraubglas zurück in den Kühlschrank stellen – das ist das Anstellgut für das nächste Brot) mit dem Weizenmehl, dem Wasser, dem Salz und der zerbröselten Hefe für 5 Minuten auf niedrigster Stufe der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Die Rote Beete putzen und grob reiben, zum fertig gekneteten Teig geben und 1 weitere Minute kneten. Die Rührschüssel abdecken und den Teig für insgesamt 90 Minuten ruhen lassen. Während der ersten halben Stunde den Teig alle 10 Minuten (also 3 Mal) mit einer Teigkarte einmal rings herum, zur Schüsselmitte hin falten bzw. kneten.

Den Teig anschließend auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, rund formen (der Teig ist sehr weich und bildet eher eine Art dicken Fladen statt einer Kugel) und in ein gut bemehltes Gärkörbchen geben. Den Teig darin für 3 Stunden ruhen lassen. Ich decke ihn dabei immer mit einem Bäckerleinen ab, ein bemehltes Küchentuch oder ein geölter Topfdeckel geht auch. Hauptsache, der Teig trocknet nicht aus.

Den Backofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Brotlaib auf ein mit Backpapier belegtes Backblech oder den mit Mehl bestäubten Backstein stürzen und mit etwas Dampf in den Ofen geben. Die Temperatur auf 230°C herunter schalten. Für 35-45 Minuten backen.

Zeitstrahl zur Planung des Backtages

Tag 1, abends: 1 Tag vor dem Backtag

Den Sauerteig ansetzen und abgedeckt ruhen lassen.

Tag 2, nachmittags bis abends: Backtag!

Den Hauptteig kneten, verarbeiten und backen.

Zwei Blogs, eine Idee: Von Hexen und Pilzen

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Manche Bücher verändern einen. Für immer! Du schlägst sie auf der ersten Seite auf… nichtsahnend, dass Dein Leben, so wie Du es jetzt kennst, für immer anders sein wird. Ein Satz reicht da schon aus um die Welt von einem anderen Blickwinkel sehen zu lassen. Ein Zitat reicht für eine Gänsehaut. Ein Dialog für ein herzhaftes Lachen, an das Du Dich von nun an immer erinnern wirst. Und manche dargestellte Tatsachen machen Dich regelrecht paranoid. Ja, verfolgen Dich sogar bis zum Ende aller Tage – selbst bis in Deine Träume. Für meine größte Paranoia überhaupt ist einer der größten Dichter und Denker der Literaturgeschichte verantwortlich: Hildegunst von Mythenmetz. Eines schönes Tages bescherte er mir, in einem unscheinbar anmutenden und von Dirk Bach vorgetragenen Märchen namens “Ensel und Krete”, die Paranoia meines Lebens. Es geschah ganz unerwartet. Er schweifte in hoher Erzählkunst ab, nahm das Buch „Grom“ von seinem Bücherregal, öffnete es und las einen einzigen, grauenvollen Satz:

»Hexen stehen immer zwischen Birken.«

Seitdem sehe ich überall Hexen. Und Birken. Und frage mich Dinge wie: “Wenn Hexen immer zwischen Birken stehen… stehen dann zwischen allen Birken Hexen?” Und: “Können Hexen auch von Platz zu Platz gehen und bleiben einfach nur zwischen zwei Birken stehen? Oder gehen sie gar nicht, sondern tauchen einfach auf und bleiben dann dort?”

Zum Glück bin ich nicht alleine mit meiner Paranoia. Auch die liebe Julia hat seit ihrer ersten Begegnung mit Ensel und Kretes Schicksal ein böses Gefühl zwischen Birken und sollten sie und ich uns irgendwann einmal zu zweit im Wald verirren (liebe Julia, wie steht es denn um Deinen Orientierungssinn?) wären wir wahrscheinlich hoffnungslos aufgeschmissen. Vielleicht hilft aber Konfrontations-Therapie! Wenn wir uns mal kurz zwischen die schlanken, weißen Bäume wagen, auf dem Waldboden nach Schätzen suchen und diese dann in den Topf werfen? Wer sagt immerhin, dass immer nur Hexen Menschen kochen müssen – andersrum geht’s doch sicher auch.

So haben Julia und ich uns also auf den Weg gemacht und sind mit einem großen Korb voller Pilze wieder nach Hause gekommen (ja, ok… ich war so feige und habe sie im Bioladen meines Vertrauens gekauft!). Und heute kochen wir damit für Euch, um uns unserem inneren Feind zu stellen. Bei mir landeten die Pilze mit etwas Ricotta und einem Löffel Salbei-Walnuss-Pesto in einer offenen Lasagne aus selbst gemachten Maronen-Nudeln. Der Salbei stammt aus unserem Garten und wuchs nicht in der unmittelbaren Nähe einer oder gar zwei Birken. Die Walnüsse und ebenso die Maronen im Nudelteig aber… die strahlten eine ganz böse Aura aus. Wie die Pilze. Ich schwöre es! Dennoch: Hexen geben tatsächlich eine gute Mahlzeit ab; die Lasagne war köstlich und ich glaube fast mit einem Teil der bösen Waldhexe in mir ist die Angst ein ganz klein wenig geringer geworden. Aber die Paranoia? Ich fürchte, das ist eine andere Geschichte.

Also. Lieber Walter Moers! Wenn Du diese Zeilen irgendwie, irgendwo, irgendwann einmal lesen solltest: Kannst Du bei den Birken und Hexen nicht ein gutes Wort für Julia und mich einlegen? Wir schmecken sicher nicht gut und würden uns bei dem kleinsten Gefühl einer drohenden Gefahr sofort wieder auf Hexenjagd im Wald machen. Und dabei ununterbrochen „Brumli“ schreien. Nur als Selbstschutz-Maßnahme versteht sich. Also sag nicht, wir hätten Dich nicht gewarnt! Und Dein Buch Grom? Schließ es weg! Danke!

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Ihr wollt wissen, was die liebe Julia gekocht hat? Zu ihrem Rezept geht es hier entlang.

Und bevor wir uns beim Kochen hoffnungslos in unseren Racheplänen verlieren: Liebe Shermin; das ist für Dich und Dein wunderbares Lesehungrig-Event!

Offene Hexen-Lasagne mit Maronennudeln, Waldpilzen, Ricotta und Salbeipesto

Zutaten für 2 Portionen

Für die Maronen-Nudelplatten:

  • 25 g Maronenmehl
  • 65-75 g Hartweizen- oder Nudelmehl
  • 2 Prisen Salz
  • 1 Ei

Für die Salbei-Walnuss-Pesto:

  • 10 Salbeiblätter
  • 1-2 EL gehackte Walnüsse
  • 1 EL frisch geriebener Parmesan
  • 1-2 TL frisch geriebener Pecorino
  • Olivenöl
  • 1 Prise Salz (ich: Zitronensalz)

Für die Füllung:

  • 200 g gemischte und geputzte Pilze (ich: Pfifferlinge, Steinpilze, Shiitake und Kräuterseitlinge), je nach Größe in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 1 EL Butter
  • 1 Schuss Cognac
  • 50 ml Sahne
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Ricotta

Wem die selbst gemachten Nudeln zu aufwändig ist, nimmt einfach fertige Lasagneplatten und schmeckt die Pilze noch mit einem Löffel Honig ab.

Zubereitung

Die Nudelzutaten zu einem glatten Teig verkneten. In Folie einwickeln und für mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Den Teig bis zur gewünschten Dicke zu Bahnen ausrollen (ich: die vorletzte von 7 Stufen bei unserer Nudelmaschine). Die Nudelbahn in 4 möglichst gleich große Stücke schneiden, mit Mehl bestäuben und beiseite legen.

Die Salbeiblätter fein hacken und mit 2 EL Olivenöl im Mörser zu einer Art Paste stampfen. Die Nüsse und den Käse unterrühren (nicht mehr stampfen!) und mit Öl stecken, bis ein leicht flüssiges Pesto entsteht. Mit Salz würzen und abschmecken.

Nudelwasser in einem Topf erhitzen. Nebenbei die Pilze vorbereiten: Eine große Pfanne stark erhitzen. Die Butter hineingeben und sobald diese nicht mehr blubbert, auch die Pilze. Unter Rühren kräftig anbraten. Nach 2-3 Minuten mit ein wenig Cognac ablöschen. Weiter braten und rühren, bis sich die Alkoholwolke verzogen hat, dann die Sahne und das Salz hinzu geben. So weit einkochen, bis die Sahne eindickt. Die Temperatur so weit herunter schalten, dass die Pilze nur noch warm gehalten werden.

Die Nudeln al dente garen. Vorsichtig aus dem Topf fischen (einen Pfannenwender kann ich hierbei sehr empfehlen) oder sehr behutsam durch ein Sieb geben. Die Nudeln brechen recht schnell.

Je zwei Nudelplatten auf einen vorgewärmten Teller legen, bis zur Mitte hin mit ca. 1/4 der Pilze belegen und auf diese ca. 1/4 des Ricottas krümeln. Das unbelegte Ende der Nudelplatten auf die Füllung klappen und 1 guten TL der Salbei-Pesto darüber verteilen. Rasch servieren.

Von blonden Dämonen und der besänftigenden Wirkung cremig-gerührter Zitronen

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In jedem von uns schlummert ein kleiner, gieriger Dämon. Und er will verwöhnt werden. Meistens hören wir nicht auf ihn. Blenden ihn aus und versagen ihm seinen Spaß. So sitzt er irgendwann traurig in der tiefsten, dunkelsten Ecke unseres Unterbewusstseins und weint einsam vor sich hin. So unglücklich ist er, dass er nach einiger Zeit in uns tobt, die Hörner ausfährt, in Rage verfällt und wütet, was das Zeug hält. Bis er endlich bekommt, was er will. Seht Ihr ihn vor Euch, Euren inneren Dämon? Meiner ist blond, hat leuchtend-grüne Augen, einen britischen Akzent und einen frechen Humor, erinnert mich irgendwie an Sawyer aus LOST… und er ist kurz davor den Verstand zu verlieren. Also. Entsagen wir heute mal allen Diäten, Gesundheitskuren und Ernährungsrichtlinien und lassen es so richtig krachen. Hinfort mit allen Bedenken, schlechten Gewissen und was sich da sonst noch alles meldet. Hören wir zur Abwechslung mal auf das kleine Teufelchen auf unserer Schulter, schnallen die Gürtel etwas weiter, umarmen unseren Dämon und bringen in mal wieder zum Lachen. Er sehnt sich nämlich nach Köstlichkeiten, nach sündigem Futter auf dem Teller. Kurz: Nach alle dem, was „böse“ ist.

So zum Beispiel auch Lemon Curd. Dämonen lieben diese köstliche Zitronencreme, die so viel mehr kann, als ihr Name vermuten lässt. Man kann sie auf’s Brot schmieren. In Kuchen backen. In Tartes oder Biskuitrollen streichen. In Eiscreme rühren, mit Clotted Cream auf zart-mürbe Scones löffeln, zu Tiramisu schichten, ja, sogar zu Cocktails schütteln! Alles gute und besänftigende, glücklich machende Dinge. Und wenn einen mal der spontane Jieper packt, kann man sich die Creme auch pur hinein schaufeln.

Da dieser tobende Dämon in mir insgeheim nach Orangen giert, durften sich heute ein paar davon zu den Zitronen in der Creme gesellen. Eine schöne, fruchtige Mischung und perfekt für den bevorstehenden Herbst. Zudem kann auch eine kleine Portion Limoncello nie schaden… Und siehe da: Der Dämon grinst schelmisch vor sich hin und reicht mir glücklich seine Hand. Mission erfolgreich abgeschlossen.

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Orangen-Zitronen-Creme mit Schuss (Orange Lemon Curd)

nach einem Rezept aus “Vintage Tea Party” von Angel Adoree

Zutaten für 4 Gläser à 140 ml

  • 2 Bio-Zitronen
  • 2 Bio-Orangen
  • 125 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 4 große Eier
  • 20 cl Limoncello
  • 1 Prise Salz

Für jedes Ei kann man auch 2 Eigelb verwenden. Das intensiviert die wunderbare Gelbfärbung der Creme und mit dem übrigen Eiweiß kann man der Dekadenz noch die Krone aufsetzen, indem man das Eiweiß zu steifem Eischnee schlägt, mit Zucker auffüllt und mit einer zusätzlichen Portion sündig-süßem Mürbeteig eine Lemon Curd Meringue Pie backt.

Zubereitung

Die Zitrusfrüchte heiß abwaschen, die Schale abreiben und auspressen. Zesten und Saft zusammen mit der Butter, dem Zucker und dem Salz in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitzezufuhr langsam erwärmen und dabei immer wieder rühren, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat.

Die Eier gründlich miteinander verquirlen und zusammen mit dem Limoncello in den Topf gießen. Den Topf für weitere 5-10 Minuten auf dem Herd lassen und dabei gründlich rühren, bis die Masse eindickt und cremig wird. Häufiges Schnuppern direkt über dem Topf ist übrigens ebenfalls sehr zu empfehlen.

Die Creme auf keinen Fall zum Kochen bringen, sonst gerinnt das Ei und verdirbt den Spaß. 

Die Creme in sterilisierte Gläser abfüllen, luftdicht verschließen und komplett abkühlen lassen. Im Kühlschrank lagern.

Zu Gast bei Sabrina & Steffen mit der hawaiianischen Antwort auf den Burger: Loco Moco

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Aloha! Heute freue ich mich riesig bei zweien meiner Lieblingsblogger Gast sein zu dürfen! Sabrina und Steffen von feedmeupbeforeyougogo machen gerade die USA unsicher und ich soll die beiden heute würdig vertreten. „USA kulinarisch“ lautet derzeit das Motto auf ihrem Blog. Tja… die vereinigten Staaten sind groß! Es ist ein weiter Weg von der kalifornischen Westküste bis zur Ostküste, vom Norden Alaskas bis in den Süden runter nach Alabama, über die Rocky Mountains und den Mississippi… Und nochmals sechs Stunden mit dem Flugzeug muss man auf sich nehmen um von der Westküste zum südlichsten Punkt der USA zu gelangen: den hawaiianischen Inseln. Und die haben kulinarisch einiges drauf!

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Der Reiseführer warnt sagt: “Es ist unmöglich nach Hawaii zu reisen und dort nicht zuzunehmen.” Recht hat er, bietet das Land doch so unglaublich viel an kulinarischen Köstlichkeiten: rauchiges Barbecue, fangfrisches Seafood und tropische Früchte ziehen in ihren Bann und lassen fast zu schnell vergessen, dass man vor dem Urlaub noch wie im Wahn versucht hat, seinen Waschbrettbauch zu optimieren. Neben dem konstanten Mix aus westlicher- und südostasiatischer Küche bezaubert Hawaii auch mit ein paar Traditionsgerichten, wie zum Beispiel Poke (roher, gewürfelter Fisch in Marinade), Kalua Pork (eine Art pulled Pork, traditionell in der Erdgrube gegart) oder Laulau (in Taroblättern gedämpftes Fleisch).

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Und dann wäre da noch Loco Moco. Das hawaiianische „Plate Lunch“ schlechthin könnte man als Abwandlung eines Burgers bezeichnen, nur dass die Basis kein Brötchen ist, sondern aus zwei Kellen Reis besteht und der leckere Patty mit einem Spiegelei getoppt wird. Obendrauf kommt schlussendlich noch eine gute Kelle Bratensauce und macht das ganze zum wohl (Achtung, Untertreibung!) hässlichsten Burger der Welt. Überwindet man aber den ersten Schockmoment in Anbetracht diesen einfarbigen Etwas auf dem Teller und nimmt einen Happen, weiß man wieder warum Hawaii für seine Kochkünste bekannt ist. Soulfood der Meisterklasse! Und wer trotz alledem immer noch der Meinung ist, dass das Auge mitessen muss, der kann seinen Blick in der Zwischenzeit ja auf den Strand mit dem kristallklaren, türkis-blauen Wasser, den rauschenden Palmen und den lecker aussehenden Surfer(inne)n richten, während man den bezaubernden Klängen einer Ukulele lauscht.

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Meine Version des Loco Moco habe ich mit einem selbst gewolften Rinder-Patty gemacht und in Ermangelung einer Bratensauce mit einer frisch einreduzierten Rotweinsauce mit Johannisbeergelee übergossen. Letzteres ist zwar nicht unbedingt typisch hawaiianisch, aber deshalb nicht weniger lecker.

Und apropos hawaiianisch: Mit das beste Loco Moco von Hawaii gibt es übrigens bei Ted’s Bakery am Sunset Beach an der Nordküste von Oahu (*klick*). Wer davon auf wundersame Weise nicht satt werden sollte, kann sich danach noch ein Stück der köstlichen Chocolate Haupia Cream Pie gönnen und auf die Foodiewolke Nummer sieben schweben… Sagt mir aber nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt, wenn die Badehose danach nicht mehr passt!

Liebe Sabrina, lieber Steffen, ich wünsche Euch eine ganz tolle Zeit auf Eurer Reise und hoffe, die hawaiianische Version des Burgers ist genau nach Eurem Geschmack! Aloha und bis hoffentlich ganz bald!

Loco Moco

Zutaten für 2 Portionen

  • 250 g Rindfleisch aus der Querrippe, entweder direkt beim Fleischer gewolft oder am Stück zum selber wolfen
  • 2,5 g Salz
  • 150 g Klebereis
  • 1 EL Reisessig
  • 2 Eier

Für die Sauce:

  • 1 kleine Zwiebel oder Schalotte, geschält und gehackt
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Zucker
  • 50 ml Madeira
  • 4-5 EL Johannisbeergelee oder Preiselbeermarmelade
  • 400 ml fruchtiger Rotwein (ich: Cabernet Sauvignon)
  • kalte Butter zum Abbinden
  • eventuell 1 EL Mehl zum Eindicken

Zubereitung

Für die Sauce die Zwiebel in der Butter auf niedriger bis mittlerer Stufe glasig dünsten, bis es angenehm süßlich aus dem Topf duftet. Den Zucker und den Madeira dazu geben und warten, bis sich die Alkoholwolke verzogen hat. Das Gelee bzw. die Marmelade unterrühren und mit dem Rotwein aufgießen. Aufkochen und dann auf niedriger bis mittlerer Temperatur langsam mindestens auf die Hälfte, wenn nicht gar auf ein Drittel einreduzieren lassen.

Pürieren, durch ein Sieb streichen und in kleinen Stückchen kalte Butter nach und nach einrühren, bis die Sauce leicht andickt. Abschmecken. Wem die Sauce noch zu flüssig ist, kann mit Mehl weiter helfen und sie damit nach Belieben eindicken. Die Sauce bei niedriger Hitzezufuhr warm halten.

Wer noch kein fertiges Hackfleisch hat, verfährt wie hier (auf die Salzmenge achten und anpassen!) und beginnt damit am besten vor der Sauce.

Wer schon fertiges Hackfleisch hat, vermischt es mit dem Salz.

Aus dem Hack zwei Pattys formen.

Den Reis nach Packungsanweisung (noch besser im Reiskocher) garen. Mit Salz und wer mag mit dem Reisessig würzen.

Eine Pfanne erhitzen, etwas Öl hinein geben und die Pattys von beiden Seiten bis zum gewünschten Gargrad braten. Die Pattys heraus nehmen, auf einem Teller bei Seite stellen und die Eier in die Pfanne schlagen. Bei nicht zu heißer Temperatur zu Spiegeleiern mit flüssigem Eigelb braten.

Den Reis auf zwei Tellern verteilen, je einen Patty darauf setzen und diesen mit einem Spiegelei krönen. Je ein-zwei Kellen Sauce darüber gießen und heiß servieren.

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Die restliche Sauce kann man übrigens gut in Gläsern im Kühlschrank lagern, sollte sie aber dennoch rasch aufbrauchen. Sie passt auch gut zu einer Portion Bandnudeln, pochierten Eiern oder einem Sonntagsbraten.

Eine leuchtende, tröstende Kürbissuppe mit Graupen und Salbei

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An manchen Tagen möchte man die Welt aussperren. Nichts mehr von ihr sehen oder hören, sich mit nichts mehr auseinander setzen müssen. Das sind die Tage, die Dich schon am Morgen böse aus dem Alltag hebeln, die Dich auf hinterhältigste Weise erschrecken und die Gedanken von eben völlig surreal erscheinen lassen. Du fühlst Dich ratlos, fassungslos und magst am liebsten mit der sich konstant drehenden Welt verstecken spielen: “Ich sehe Dich nicht, also siehst auch Du mich nicht!”

Abends bist Du mit den Gedanken immer noch weit fort, beginnst erst jetzt die Geschehnisse des Tages zu verarbeiten und weißt instinktiv die Wirkung einer lieben Umarmung, eines wohligen Glases Rotweins und einer tröstenden Suppe zu schätzen. Erst recht, wenn sie Dich mit ihrer leuchtend-gelben Kürbisfarbe so lebensfroh aus der Schüssel heraus anlacht, mit den wohltuenden Aromen von Salbei verzaubert und mit ihrer cremig-feinen Samtigkeit, welche auf pürierten Gerstengraupen basiert, die Seele streichelt.

Manchmal ist so eine wärmende Suppe nämlich genau das Richtige.

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Kürbissuppe mit Graupen und Salbei

Zutaten für 4-6 Portionen

  • 1 Hokkaido Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • wer mag 1 Hand voll geräucherter Schinken in Würfeln
  • 10 große Blätter Salbei
  • 1 Glas Weißwein
  • 1 l Brühe (ich: Hühnerbrühe)
  • 2 Hand voll Gersten- bzw. Perlgraupen
  • 1/2 Becher Sahne
  • etwas Chilipulver
  • Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskat
  • 1 kleine Hand voll Sonnenblumen- oder Kürbiskerne

Zubereitung

Den Kürbis halbieren, von den Kernen befreien und schließlich in grobe Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Den Salbei grob hacken. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch, Salbei und (wer hat) Schinken bei niedriger bis mittlerer Hitze andünsten. Mit dem Wein ablöschen, dann Kürbis, Graupen und Brühe dazu geben, aufkochen und bei niedriger Hitze so lange köcheln, bis der Kürbis gar ist und beginnt auseinander zu fallen. Nebenbei die Sonnenblumen- bzw. Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten, bis sie beginnen Farbe anzunehmen und einem ein nussiger Duft in die Nase steigt.

Die Suppe bis zur gewünschten Konsistenz pürieren, Sahne unterrühren, ebenso etwas Chilipulver und am Schluss alles mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Suppe auf Teller verteilen, mit den Sonnenblumenkernen und wer mag etwas gehacktem Salbei sowie einem weiteren Löffel Sahne garnieren. Heiß und dampfend servieren.

Familie Zuckerwattes Lieblings-Schrippen

Rituale sind etwas Schönes oder? Anfangs sind sie oft noch etwas neu, fast schon fremd. Man fühlt sich unsicher, beklommen vielleicht sogar. Doch mit der Zeit gehen sie einem ins Blut über, erledigen sich fast schon wie von selbst und erfreuen einen zugleich.

So zum Beispiel die Zubereitung unserer allwochenendlich anstehenden Frühstücksbrötchen: Seit bald einem Jahr gibt es sie bei uns pünktlich zum Samstag. Im Hause Zuckerwatte werden sie mit der unausgesprochenen Regel zubereitet: Ich rühre Mittwoch Abend oder Donnerstag in der Früh den Vorteig an und Herr Zuckerwatte kümmert sich am Samstag um den Brötchenteig und das anschließende Backen. Anders kennen wir es gar nicht und wüssten auch gar nicht, wie wir mit der Arbeit des anderen umgehen sollten. Am Ende würde ich den fertigen Brötchenteig in den Kühlschrank stellen und Herr Zuckerwatte den Vorteig samt Tupperdose in den Backofen schieben… Nicht auszudenken!

Tatsache ist allerdings, dass wir uns jeden Samstag Vormittag zusammen mit den fertig gebackenen Brötchen in der Küche treffen. Zum Schnuppern der duftenden, wohlig-warmen Backluft und Bestaunen der immer schöner werdenden Brötchen. Herr Zuckerwatte freut sich über den Vorteig und ich mich über einen faulen Vormittag am Wochenende. Gegessen wird auch gemeinsam, immerhin gehört das zum Wochenende dazu. Das Schöne an diesen Brötchen: Jeder Belag passt! Sowohl Frau Zuckerwattes herzhafte Lieblings-Lyoner, als auch der würzige Pecorino für beide oder Herr Zuckerwattes geliebte Marmelade. Und was nicht direkt am Samstag im Bauch verschwindet schmeckt auch noch am Sonntag zum Frühstück. Herrlich, wenn man pro Wochenende nur einmal backen muss und dennoch genug für alle da ist!

Die Brötchen dauern am Backtag einige Zeit und der Teig selbst muss ein paar Tage vorher schon vorbereitet werden. Arbeit, die sich definitiv lohnt – wir wollen nie mehr wieder andere Frühstücksbrötchen essen!

Das Rezept stammt übrigens aus dem wunderbaren Brotbackbuch von Lutz Geißler. Wer ihn noch nicht kennt, sollte das dringend nachholen: Hier geht es zu seinem Blog, hier zur Homepage von seinem Buch und hier zu meiner Rezension.

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Unsere liebsten Frühstücksbrötchen

Zutaten für 8 Brötchen (bzw. 4 Doppel-Brötchen)

Vorteig:

  • 130 g Weizenmehl (550)
  • 90 ml Wasser
  • 3 g Frischhefe
  • 3 g Salz

Hauptteig:

  • 310 g Weizenmehl (550)
  • 70 ml Wasser
  • 100 ml Milch
  • 6 g Frischhefe
  • 6 g Salz
  • 6 g Zucker, Honig oder Ahornsirup

Zubereitung

Alle Zutaten für den Vorteig in einer verschließbaren Schüssel oder kleinen Tupperbox gründlich verrühren – ich nehme dazu immer eine Gabel. Abgedeckt für eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen (damit die Hefe anspringen kann), dann für 48-72 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag den Vorteig mit den Zutaten für den Hauptteig in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine für 5 Minuten auf niedrigster Stufe und 8 Minuten auf zweiter Stufe kneten.

Den Teig abgedeckt eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Nach den ersten 30 Minuten kurz kneten bzw. falten um die Luft auszustoßen.

Nach der Ruhephase den Teig noch einmal kurz durchkneten, dann 8 möglichst gleich große Teiglinge abstechen (eine Waage ist hier sehr hilfreich). Diese zu Bällen zwischen den Händen rundschleifen und jeweils paarweise (mit dem Schluss nach oben) nebeneinander gelegt unter einem Bäckerleinen platzieren. Für weitere 45 Minuten ruhen lassen.

Derweil den Ofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen, am besten mit einem Pizzastein. Die Brötchenpaare jeweils quer ca. 1-2 cm tief einschneiden und in den Ofen schieben. Etwas Wasser für Dampfentwicklung dazu geben und insgesamt 20 Minuten backen. Nach den ersten 10 Minuten, die Ofentür kurz öffnen um den Dampf heraus zu lassen, dann die Temperatur auf 210°C herunter schalten. Während der letzten 5 Minuten die Backofentür einen kleinen Spalt breit öffnen – das gibt eine schönere Kruste.

Zeitstrahl zur Planung des Backtages:

Tag 1, abends, 2-3 Tage vor dem Backtag

Zutaten für den Vorteig gut zusammen rühren, 1 Stunde abgedeckt bei Zimmertemperatur anspringen lassen, dann ab in den Kühlschrank.

Tag 3, abends / Tag 4, morgens: Backtag!

Den Hauptteig kneten, verarbeiten und backen.

Wir bereiten den Teig somit immer am Mittwoch Abend vor, damit wir am Samstag Morgen backen können.

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